„Respekt – das ist ein beachtenswertes, ein ungewöhnliches und ein wunderbares Projekt“, schreibt Heike Pohl in ihrer Rezension auf ihrem Blog „Textwerk“. Ein schöner Beitrag über unser Buch.
Ein paar Zitate aus der Rezension:
„Respekt.Achtung. Aufmerksamkeit. Vor den Lebensleistungen, dem Altern und dem Alter selbst zu wecken, Erinnerungen festzuhalten, das ist das Anliegen dieses nicht zuletzt durch seine wunderbaren Nahaufnahmen so bestechenden Buches. Vom Hilfsarbeiter über den Landtierarzt, die Kunsterzieherin, die in früheren Jahren auch Modell gestanden hatte, bis hin zur jungen Frau aus Ostpreußen, deren Lebensreise von Deutschland über Frankreich, die Vereinigten Staaten und schließlich ins Jeverland führte – so unterschiedlich die Lebenswege auch sein mögen, alle Porträtierten eint die während eines fürchterlich wütenden Weltkrieges verbrachte Kindheit und die Gabe, weder den Lebensmut noch die Freude daran jemals verloren zu haben. Und sie alle führen dem Leser eine Bescheidenheit vor Augen, die nachdenklich werden lässt.“
Der Weg zur Arbeit wird meist zu Fuß bewältigt. Natürlich flotten Schritts, denn man ist ja noch jung oder fühlt sich wenigstens so. Die tägliche Route führt an einer Kinderkrippe vorbei. Seit das Wetter gewisse Ähnlichkeit mit Sommer bekommen hat, sind die Kleinen oft draußen. Drei Steppkes, kaum den Windeln entwachsen, hängen am Gartentor und beobachten, was auf der Sophienstraße los ist. Freundlich grüßt der Passant: „Hallo, ihr drei!“ Alle drei grüßen wohlerzogen zurück, was den Fußgänger freut, bis ihm ins Bewusstsein dringt, was der Kleinste der kleinen Würmer da eben so freundlich und ohne jede Arglist gesagt hat. Er krähte nämlich: „Hallo, Opa!“
Opa, Anfang der 60er Jahre. Hein Mansholt aus Brinkum, Ostfriesland.
Wochenblatt-Serie über alte Menschen gewinnt Wettbewerb des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen
Jever/Berlin – Die Zeitungsserie „Respekt – Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland“, die in diesem Jahr auch als Buch erschien, ist mit dem „FERAG-Leser-Blatt-Bindungspreis“ des Verbands Deutscher Lokalzeitungen(VDL) ausgezeichnet worden Der Preis wurde am Mittwoch, 12. Juni, anlässlich des VDL-Kongresses in feierlichen Rahmen in der Akademie der Künste in Berlin überreicht.
In Berlin nahmen die Teammitglieder Brigitte Meiners, Helmut Burlager und Sigrid Kasdorf stellvertretend für das ganze Respekt-Team den ersten Preis des VDL-Wettbewerbs entgegen. Foto: VDL
Wochenblatt-Redaktionsleiter Helmut Burlager, Fotografin Sigrid Kasdorf und Autorin Brigitte Meiners nahmen den ersten Preis in der Kategorie „Redaktion“ stellvertretend für das gesamte „Respekt“-Team entgegen, zu dem auch die Wochenblatt-Redakteure Cornelia Lüers und Christoph Hinz, Jörg Reents und Ottmar Kasdorf von der Fresenia-Loge Jever sowie Nantke Ihnen vom Landkreis Friesland gehören.
Mit der Auszeichnung hat das gemeinsame Projekt „Respekt“ des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge zu Jever und der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland eine bundesweit ausstrahlende Würdigung erfahren. Der Preis wird jährlich in drei Kategorien mit ersten, zweiten und dritten Plätzen vergeben. Die Wochenblatt-Serie mit 52 Porträts alter Menschen aus dem Jeverland wurde in der Kategorie „Redaktion“ von der Jury einstimmig auf Platz 1 gesetzt. Übergeben wurde der Preis durch Verkaufsleiter Tim Kuhrau vom Druckmaschinenhersteller Ferag GmbH. Das ist der Sponsor der von Bildhauerin Anne Hollmann aus Dötlingen gestalteten Trophäen, die den „Leser“ und seine Anhänglichkeit an „sein“ Blatt symbolisieren. Jurymitglied Stefan M. Kob interviewte auf der Bühne vor Verlagsmanagern und Chefredakteuren aus ganz Deutschland die aus Jever angereisten Teammitglieder Sigrid Kasdorf, Brigitte Meiners und Helmut Burlager, nachdem die Besonderheit des Projekts in einer Multimedia-Präsentation gewürdigt worden war.
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Im Urteil der Jury heißt es unter anderem: „Respekt vor dem Alter ist eine hehre gesellschaftliche Forderung. Wenn man sie aber mit bewegenden Lebensgeschichten untermauert wie das Wochenblatt, stellt sich Respekt auch bei jungen Lesern von alleine ein.“ Die Beiträge hätten „fast nebenbei“ eine Brücke zwischen Alt und Jung geschlagen. Beeindruckt habe die Jury auch die formale Umsetzung der Serie mit professionellen Porträts aus dem Fotostudio und dem durchgängig gestalteten Schreibstil mit kurzen Sätzen und klarer Sprache.
Die starke Resonanz aus der Leserschaft, die Erstellung eines Reprints in Buchform nach dem Serienende und die Planung einer Ausstellung wurden als Gesamtkonzept besonders hervorgehoben. „Besser kann man Leser – ob jung, ob alt – nicht an die Zeitung binden“, fand die Jury.
Der Verband Deutscher Lokalzeitungen ist die Interessenvertretung von mehr als 80 mittelständischen Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 1,4 Millionen Exemplaren.
In der Oldenburger Nordwest-Zeitung und den redaktionell verbundenen Blättern ist heute eine sehr schöne Rezension unseres Buches „Respekt – Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland“ von Redakteurin Lore Timme-Hänsel erschienen: Zum Artikel
Diese Schöne heißt Morning Blush. Zu Hause ist sie im Rosarium in Wilhelmshaven, wo zurzeit die Frühlingsblüher ihre volle Pracht entfalten. Am Sonntag, 12. Mai, startet der Rosengarten im Wilhelmshavener Stadtpark in die neue Saison. Schon vor der Eröffnung hat übrigens die erste Trauung stattgefunden, das Rosarium ist ein Geheimtipp für Heiratswillige.
Öffnungszeiten von Mai bis September. Montag bis Donnerstag 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr, Freitag 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr, Sonnabend 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie an Sonn-und Feiertagen 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen unter www.rosarium-wilhelmshaven.de
Jever – Sie sind ganz gewöhnliche Menschen, begegnen uns auf der Straße oder beim Einkaufen. Wir wissen nichts über sie, weil wir keine Gelegenheit hatten, etwas über sie zu erfahren. Dabei hätten sie viel zu erzählen, die Frauen und Männer aus der Kriegsgeneration, die das Land in Schutt und Asche liegen sahen und dann die Ärmel aufgekrempelt haben, um es wieder aufzubauen. Und die auf Erlebnisse und Erfahrungen zurückblicken können, welche die Nachkriegs-Wohlstandskinder folgender Generationen allenfalls aus Filmen und Büchern nachempfinden, aber kaum wirklich begreifen können.
Titel des Buches, das von der Fresenia Loge zu Jever herausgegeben wurde. Die Autoren Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz sowie die Fotografin Sigrid Kasdorf stellen 53 Menschen aus dem Jeverland vor.
Respekt vor solchen Lebensläufen und vor dem Alter überhaupt zu wecken und die Erinnerungen nicht verloren gehen zu lassen, ist das Anliegen des Buches „Respekt“, das 53 Porträts alter Menschen aus dem Jeverland vereinigt.Vier Autoren, Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz, sowie eine Fotografin, Sigrid Kasdorf, schufen intensive, anrührende Porträts von Menschen ab 75. Vom Hilfsarbeiter, der trotz einer traurigen Kindheit und ohne die Chance auf eine Berufsausbildung am Ende seinen Weg macht, bis zum Landtierarzt, der sein Leben lang nebenbei wissenschaftlich forscht und veröffentlicht. Von der Kunsterzieherin, die einst als Model ihr Studenteneinkommen aufbesserte, bis zur Ostpreußin, deren Lebensweg im Zickzackkurs durch Deutschland, Frankreich, Amerika bis ins Jeverland führt und die sagt: „Geradeaus kann jeder!“
Die Fotografin:
Sigrid Kasdorf (58) arbeitet freiberuflich in ihrem eigenen Atelier in ihrer Heimatstadt Jever. Sie erlernte das Fotografenhandwerk bei „Foto Krüger“. Nachdem sie an zahlreichen Orten in Deutschland und im Ausland gewohnt und gearbeitet hatte, kehrte sie 2005 nach Jever zurück und eröffnete ihr Studio . Sie arbeitet außerdem im „Fotoforum“, einer Gruppe von Fotokünstlern im Künstlerforum Jever, mit.
Die Autoren:
Brigitte Meiners (57) aus Jever ist freiberufliche Autorin. Geboren in Münster/Westfalen, studierte sie Deutsch und Geschichte. Nach einer Ausbildung zur Journalistin war sie 13 Jahre lang hauptberuflich für den „Anzeiger für Harlingerland“ tätig. Seit 2004 ist sie Realschullehrerin in Friedeburg, veröffentlicht aber weiter als freie Journalistin.
Cornelia Lüers (41) aus Jever stammt aus Halle/Saale. Sie volontierte ab 1990 bei der Zeitung „Der Neue Weg“. Nach der „Wende“ kam sie nach Friesland und war ab 1992 als Redakteurin beim „Anzeiger für Harlingerland“ tätig. Sie wechselte 1998 zum „Jeverschen Wochenblatt“, wo sie für das Ressort Stadt Jever verantwortlich zeichnet.
Helmut Burlager (56) wurde in Brinkum (Ostfriesland) geboren, volontierte ab 1975 bei der „Ostfriesen-Zeitung“ in Leer und wechselte 1977 nach der Ausbildung und kurzer Redakteurstätigkeit nach Jever in die Wochenblatt-Redaktion, die er seit 1994 leitet. Studium der Publizistik von 1988 bis 1993 an der Freien Universität Berlin.
Christoph Hinz (49) aus Bockhorn kam in Oldenburg zur Welt und wuchs in Rastede auf. Er studierte von 1986 bis 1990 Germanistik und Geschichte, arbeitete als Alten- und Krankenpfleger, absolvierte eine Journalistenausbildung für Radio, TV und Print und kam nach dreijähriger Selbstständigkeit im Jahr 2000 zum Jeverschen Wochenblatt. Nach einem Volontariat wurde er 2002 Redakteur.
Das Buchprojekt „Respekt“ wurde unterstützt von der Tageszeitung „Jeversches Wochenblatt“, von der Fresenia-Loge zu Jever im Deutschen Odd Fellow-Orten sowie von der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland.
Respekt. Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland. 112 Seiten, 55 Fotos, Format 17×24 cm, Hardcover mit Fadenheftung, Preis 15,90 Euro. Gesamtherstellung Brune-Mettcker Druck und Verlags-GmbH, 2013.. Hrsg.: Fresenia Loge zu Jever. ISBN 978-3-87542-079-1
52 Folgen der Zeitungsserie „Respekt“ im Jeverschen Wochenblatt haben im Jahr 2012 die Menschen bewegt, und seit dem 20. März sind in jeverschen Geschäften die großformatigen Porträtfotos alter Menschen zu sehen, die wiederum viel Aufmerksamkeit erregen. An diesem Sonnabend nun kommt das Buch zur Serie in den Handel: „Respekt. Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland“ fasst die 52 Beiträge über 53 Jeverländer, die 75 und älter sind, in überarbeiteter Form mit brillantem Druck der Porträtbilder noch einmal zusammen.
Autoren des Buches sind die Journalisten Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz sowie die Fotografin Sigrid Kasdorf. Es entstand in Zusammenarbeit des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia Loge zu Jever und der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland. Herausgeber des Bandes ist die Fresenia Loge.
Das Buch hat 112 Seiten, Format 17×24 cm, Hardcover mit Fadenheftung, es kostet 15,90 Euro. Es ist in den Geschäftsstellen des Jeverschen Wochenblatts und im Buchhandel erhältlich.
ADFC: Verkehrsplanung künftig an Bedürfnisse der Radfahrer anpassen
Eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung (StVO) bringt zum 1. April 2013 Verbesserungen für Radfahrer. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt die Gesetzesänderungen als einen Schritt in die richtige Richtung: „Wenn Städte und Gemeinden die neue StVO konsequent umsetzen, stärken sie den Radverkehr und machen ihn sicherer“, sagt der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg.
Das Fahren auf der Fahrbahn ist sicherer als auf schlechten Radwegen – und inzwischen an vielen Stellen auch erlaubt. Grundsätzlich gilt dort, wo Radwegeschilder stehen, aber nach wie vor die Benutzungspflicht. Foto: ADFC
Eine wesentliche Neuerung ist, dass nicht mehr bevorzugt Radwege angelegt werden. Der bereits 1997 eingeführte Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ist zukünftig dem Radweg gleichgestellt. Außerdem wird die Anlage von Fahrradstraßen und von Schutzstreifen für den Radverkehr auf der Fahrbahn erleichtert. Autofahrer werden sich daher darauf einstellen müssen, dass in Zukunft mehr Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs sind.
Ob der Radverkehr auf der Fahrbahn, auf einem Radfahrstreifen oder Radweg geführt wird, kann nun je nach örtlicher Situation entschieden werden. Syberg: „Das Vorurteil, die bisherigen Radwege seien für Radfahrer immer am sichersten, wird endlich ausgeräumt. Sie sind auf diesen schmalen und oft völlig heruntergekommenen Wegen schlecht zu sehen, was vor allem an Kreuzungen und Einfahrten gefährlich ist. Die Verkehrsplanung muss künftig mehr den Bedürfnissen der Radfahrer angepasst werden. Und – Radfahrer und Autofahrer müssen auf der Straße vernünftig miteinander umgehen und Rücksicht nehmen.“
Die Radwegebenutzungspflicht ist zwar nicht generell abgeschafft, soll aber auf ein erforderliches Maß beschränkt werden. Syberg: „Wenn neue Radwege gebaut werden sollen, muss dies zeitgemäß nach den geltenden Regeln der Technik geschehen. Dann werden sie so attraktiv für zügiges und komfortables Radfahren, dass keine Benutzungspflicht notwendig ist.
Zukünftig gelten Ampeln für die Fahrbahn auch für Radfahrer. Nach Fußgängerampeln mit ihren kurzen Grünphasen müssen sie sich dann nicht mehr richten. Syberg: „Der Gesetzgeber erkennt damit an, dass Radfahrer ein Fahrzeug lenken und keine Fußgänger sind. Radfahren wird so schneller, komfortabler und sicherer.“ Sind Radfahrer auf Radwegen oder Radfahrstreifen unterwegs, sind dort vorhandene Fahrradampeln zu beachten.
Solange für Radwege neben Gehwegen keine Fahrradsignale eingerichtet sind, müssen Radfahrer bis Ende 2016 weiter die Fußgängerampeln befolgen. Syberg: „Diese Übergangsfrist ist zu lang. Wir hoffen, dass Kommunen die Fußgängersignale schon eher für Radfahrer umstellen.“
Zusammen mit den seit 2009 geltenden Verwaltungsvorschriften wird die neue StVO Radfahrern Umwege ersparen. Einbahnstraßen können nun leichter für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden. Neue Sackgassenschilder werden laut ADFC künftig zeigen, dass ein Durchkommen für Radfahrer oder Fußgänger möglich ist.
Schon im September 2009 sollte die StVO fahrradfreundlicher werden, doch bald darauf erklärte Bundesverkehrsminister Ramsauer die Gesetzesänderung wegen Formfehlern für unwirksam. In den folgenden drei Jahren behob sein Ministerium die Mängel und bereitete eine insgesamt neu gefasste StVO vor. Was sich im Einzelnen geändert hat und was das für Fahrradfahrer bedeutet, hat der ADFC auf www.adfc.de/stvo übersichtlich zusammengestellt.
Jürgen Eden von Wochenblatt-TV und sein Team haben die Eröffnungsveranstaltung der „Respekt“-Ausstellung in Jever im Video dokumentiert. Ein Zusammenschnitt der Veranstaltung ist hier auf Youtube zu sehen:
Karfreitag ist der höchste evangelische Feiertag. Und die Stadtkirche in Jever kommt an diesem Tag zu besonderen Ehren. Die Deutsche Welle strahlt den Gottesdienst am 29. März live aus dem modernen Gotteshaus in die ganze Welt aus:
Karfreitagsgottesdienst aus der Stadtkirche Jever. Zum Öffnen des Links draufklicken.