
Kategorie: Leben
Guten Rutsch!
Im memoriam Dave Brubeck
Friesen trinken mehr Tee als alle anderen auf der Welt

Hamburg – Die Ostfriesen sind Spitzenreiter beim Teekonsum, und zwar weltweit. Das geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Teeverbandes hervor. Im Jahr 2011 hat Deutschland mit 53.768 Tonnen das Importvolumen vom Vorjahr (50.838 t) um knapp 6 % (3.000 t) steigern können. Auch die Exporte konnten ein Plus verzeichnen: Rund 27.196 t Tee (im Vergleich: 25.940 t in 2010), 4,8 % mehr als im Vorjahr, wurden in Deutschland veredelt und in 96 Länder rund um den Globus exportiert. Damit hat Deutschland seine wichtige Position im internationalen Teehandel weiter ausgebaut.
Tee gehört zu den beliebtesten Getränken der Deutschen: Der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland blieb mit 26 Litern auf dem Niveau der Vorjahre. Insgesamt konsumierten die deutschen Verbraucher 18.490 t Tee, davon 76,5 % Schwarzen Tee und 23,5 % Grünen Tee.
Schwarztee bleibt demnach unangefochten der „Lieblingstee“ der deutschen Teegenießer. Bekannt für den höchsten Schwarzteekonsum in Deutschland ist Ostfriesland: Dort wird die Tradition der „Tee-Tied“ mit der echten ostfriesischen Schwarzteemischung seit Generationen gewahrt. Mit knapp 300 Litern, dem fast 12-fachen des bundesweiten Pro-Kopf-Verbrauchs, geben die Ostfriesen jedoch nicht nur in Deutschland den Ton in Sachen Schwarztee an. Sie sind auch die Spitzenreiter der Teegenießer rund um den Globus. Vor Kuwait (Platz 2 mit 290 Litern), Irland (Platz 3 mit 257 Litern) und der Türkei (Platz 4 mit 225 Litern) nehmen sie Platz 1 auf der „Hitliste der Teetrinker“ ein.
Da möchte man doch wohnen:
Die Disco-Legende: Rio und das Whisky
Zum Abschluss der Ausstellung „Break on through“
gibt es eine DJ-Nacht vor dem Schloss und
erscheint ein Buch über den DJ aus Wittmund

Jever/Wittmund – Er ist, neben „Meta“, eine der Disco-Legenden auf der ostfriesischen Halbinsel. Silverio de Luca, alias „Rio“, langjähriger Betreiber der Diskothek „Whisky“ in Wittmund, heute „Dr. Jack“. Dass die Sonderausstellung „Break on through to the other side“ im Schlossmuseum Jever seit Jahren so ein großer Erfolg ist, liegt auch an Typen wie „Rio“, die für die wilden 60er und 70er Jahre stehen.
An diesem Sonntag geht die Ausstellung in Jever nach fast fünf Jahren zu Ende, und wie sollte das anders geschehen als mit einer weiteren großen DJ-Night vor dem Schloss. Sie beginnt an diesem Sonnabend um 19 Uhr. Eintritt 6 Euro, Einlass ab 18 Uhr.
Pünktlich zu diesem Anlass erscheint ein brandneues Buch: „Music in another dimension“ von André Klattenberg und Jonas Katzenberger, die es „die Bibel der Whisky-Kinder“ nennen. Monatelang wühlten sie in den Archiven, führten Interviews, schrieben die Lebensgeschichte(n) von „Rio“ und seiner Diskotheken. Dazu gab Mediengestalter André Klassenberg dem Buch noch eine ganz besondere Gestalt: „Music in another dimension“ sieht aus wie eine klassische Langspielplatte. Hier gibt’s mehr zu lesen: Die Bibel der Whisky-Kinder
Friesenblog 29.06.2012
Mit MS „Rudolf“ fing alles an
60 Jahre Reederei Cassen Eils: Fährverkehr nach Helgoland
Cuxhaven – Vor 60 Jahren nahm der Schraubendampfer „Rudolf“ seinen Linienfahrplan von Cuxhaven nach Helgoland auf – damals ein großes Ereignis.

Die Geschichte der Reederei ist von Beginn an eng mit der Entwicklung der Insel Helgoland verknüpft. Nach deren Wiederfreigabe an Deutschland im März 1952 begann Kapitän Cassen Eils zunächst mit der Inselversorgung und legte den Grundstein für das heutige Unternehmen. Der Tourismus auf die Hochseeinsel kam recht schnell in Gang, die Flotte der Reederei wurde nach und nach erweitert. Schiffe wie z.B. die „Seute Deern“ erlangten unter Helgolandfahrern einen nahezu legendären Ruf.
Nachdem der Reederkapitän Cassen Eils verstorben war, wurde die Reederei Cassen Eils Mitte 2010 an die Firmengruppe AG „EMS“ übereignet. Die Reederei AG „EMS“ geht ihrerseits auf das Jahr 1843 zurück und betreibt u.a. den Schiffsliniendienst zur Insel Borkum. Bereits seit 1926 werden Ausflugsfahrten nach Helgoland angeboten, darunter seit 1989 Fahrten mit MS „Nordlicht“, dem ersten deutschen High-Speed-Katamaran.

Geschäftsführer Peter Eesmann freut sich über das Firmenjubiläum: „Ich freue mich, dieses Jubiläum der Reederei Cassen Eils mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Land und auf See feiern zu dürfen. Auch wenn die letzten Jahre von sehr viel Unruhe im Helgoland-Verkehr geprägt waren, die Reederei Cassen Eils stand stets wie der Fels in der Brandung und sicherte das ganze Jahr die Anbindung der Insel. Als Inselversorger im Winter haben wir unter Beweis gestellt, dass man auf uns zählen kann.“ Die Reederei Cassen Eils hat heute Gäste an die Alte Liebe in Cuxhaven eingeladen, um in maritimer Atmosphäre auf das Firmenjubiläum anzustoßen und deutlich zu machen, dass sie auch weiterhin für Helgoland einsteht.
Heute sind MS „Atlantis“, MS „Funny Girl“, MS „Fair Lady“ und MS „Helgoland“ von Cuxhaven, Büsum, Bremerhaven und Wilhelmshaven zur Hochseeinsel unterwegs. Helgoland ist aufgrund des Fahrplanangebots von Cassen Eils das ganze Jahr über auf dem Seeweg erreichbar.
Zusätzlich verbindet MS „Flipper“ die in der Elbmündung liegende Insel Neuwerk mit Cuxhaven und unternimmt verschiedene Ausflugsfahrten z.B. in den Nord-Ostsee-Kanal oder zu den Seehundsbänken.
Ein Hauch von Afrika in Ostfriesland
Aboubacar „Bouba“ Diakité bringt Nordlichtern das Trommeln bei
Von Daniela Buhl

Foto (c): Daniela Buhl
Wittmund – Die Musikschule Friesland-Wittmund hat Afrika nach Ostfriesland geholt. Aboubacar „Bouba“ Diakité aus Berlin brachte schon bei seinem ersten Workshop in Wittmund alle Teilnehmer dazu, mit dem guineischen Trommel- und Tanzkünstler gekonnt verschiedener Rhythmen zu trommeln. Nach einer Erklärung der Herkunft des zu spielenden Rhythmus‘ “Makru“ und deren drei Begleitungen wurde diese Schlagfolge auf Djembe, Dundun, Sangban und Kenkeni eingeübt.Mit viel Humor und Geduld von „Bouba“ vermittelt, spielten die Nachwuchstrommler diesen Rhythmus am Ende fast perfekt und sauber.
„ Es ist sehr schön hier oben an der Nordsee, die Gegend stahlt viel Ruhe aus“ so Bouba Diakité. „ Ich freue mich sehr, dass ich hier her kommen durfte und komme auch gerne wieder, wenn ihr möchtet“. Der jüngste Teilnehmer John-Wyclef Buhl (9Jahre) ist besonders begeistert von dem Künstler, „ Es macht sehr viel Spaß, hier zu trommeln, Bouba ist ein sehr guter Lehrer“, sagte er.

Im September kommt Bouba Diakitè , allein schon aufgrund der vielen Nachfragen, wieder nach Wittmund, um für die vielen Freunde der Djembe noch einige Workshops zu leiten. Mehr Infos auf der Homepage von „Bouba“:
Sprachvarianten: Fehlbare Hundehalter werden verzeigt
Ich schütze das Klima
Von Helmut Burlager
„Wir haben uns ein Ziel gesetzt.“ Wir, das ist der Landkreis Friesland, und als einer von ungefähr hunderttausend Friesländern gehöre ich natürlich dazu, also habe auch ich mir ein Ziel gesetzt, wie ich aus einer Broschüre erfahre, die der Landkreis herausgegeben hat. Unser Ziel ist, so lese ich, das Klima zu retten. Wer macht da nicht gerne mit?
Es ist auch ganz einfach. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, nicht warten, sondern starten, jeder kann etwas tun, ich muss nur erstens aus einer Liste von Klimatschutzmaßnahmen drei auswählen und sie umsetzen und dann zweitens mindestens drei Personen über die Folgen des Klimawandels und die möglichen Klimaschutzmaßnahmen informieren. Punkt zwei ist erledigt, sobald mindestens drei Leute diesen Beitrag gelesen haben.
Punkt eins ist da schon etwas schwieriger, auch wenn als Überschrift „So einfach geht’s“ drüber steht. Doch wie soll man sich entscheiden? Schalte ich, Vorschlag 1, alle Elektrogeräte aus, ehe ich in die Ferien fahre? Die Tiefkühltruhe würde es mir nach zwei Wochen mit pestilenzähnlichem Gestank heimzahlen. Soll ich, Vorschlag vier, beim Duschen das Wasser abstellen, wenn ich mich einseife? Mich fröstelts doch eh schon in diesem schrecklichen April. Soll ich, Vorschlag fünf, regionale Produkte kaufen? Mein Winzer von der Mosel wird mich für verrückt erklären, wenn ich ihm sage, dass ich nur noch Wein aus Friesland trinke. Soll ich, Vorschlag neun, beim Kochen immer den Topf mit einem passenden Deckel auf die passende Platte stellen? Dazu müsste ich den Deckel im Chaos des Topfschranks erst mal wiederfinden.
Nun, es bleiben ja noch ein paar andere Möglichkeiten, die Welt zu retten. Ich kann die Raumtemperatur um ein Grad senken (brrrr…), ich kann nur noch Energiesparlampen verwenden (gibt’s andere überhaupt noch?), ich kann auf Plastiktüten verzichten (habe allerdings 47 davon im Küchenschrank liegen), ich kann mich über die Vorteile einer energetischen Gebäudesanierung informieren (sich informieren ist immer gut, tut auch nicht weh!).

Und dann werde ich dem Landkreis mal schreiben, dass er einen besonders effektiven Vorschlag vergessen hat. Ich habe nämlich schon vor Jahren begonnen, das Klima auf meine eigene Art und Weise zu schützen. Ich habe meinen Fön abgeschafft …


