„Dem Mann wird Unrecht getan“

Hetzjagd auf Nobelpreisträger Muhammad Yunus

Köln –  „Dem Mann wird Unrecht getan!“, sagteyunisknuplhorklein Stefan Knüppel, Vorstand von Opportunity International Deutschland,  angesichts der jüngsten Berichte über Muhammad Yunus, den Nobelpreisträger aus Bangladesh.  „Wie kaum ein anderer hat sich Yunus in den letzten Jahrzehnten dem Kampf gegen die Armut verschrieben“.

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Eine schöne antiquierte Geschichte über den Maibaum

Beim Aufräumen wiedergefunden: eine schön antiquierte Geschichte über den Maibaum  und die Regeln für das Klauen von Maibäumen. Ostfriesisches Brauchtum, das bis heute gilt:

Der Maienbaum und seine Regeln

Gegen die Marktschreierei

Ich bin überrascht und erfreut über die Reaktionen auf meinen gestrigen Tagebucheintrag zum Thema Mahnwachen: Vom Brüllen und vom Schweigen.  Mir haben inzwischen etliche Leserinnen und Leser auf verschiedenen Wegen bestätigt, dass sie genauso empfinden: Angesichts der Tragödie in Japan ist die marktschreierische Debatte, die bei uns begonnen hat, einfach unwürdig. Vielen Dank für alle Rückmeldungen. Nach reiflicher Überlegung und durch andere bestärkt werden wir den Tagebucheintrag morgen auch in Print veröffentlichen. #Jeversches Wochenblatt

Vom Brüllen und vom Schweigen

Heute Abend bin ich auf einer dieser spontanen Demos gewesen, die von den Veranstaltern als “Mahnwachen” angekündigt wurden. Ich war als Beobachter da. Etliche Menschen waren nach meinem Eindruck als Zuschauer da. Leute, die in der Vergangenheit sicher eine Meinung zur Atomkraft hatten, aber nie auf die Straße gegangen sind. Ganz junge Leute, ziemlich alte Leute, und neben den üblichen Verdächtigen auch ganz unverdächtige. Gekommen, um irgendwie teilzunehmen an weltweiter Solidarität mit Menschen, in deren Lage man jetzt nicht sein möchte. Um überhaupt irgendetwas zu tun in einer Situation, in der man eigentlich nichts tun kann als sprachlos vor dem Fernseher zu sitzen.

Mahnwache. Wer denkt da nicht an Menschen, die – eine Fackel in der Hand – stumm dastehen und allein durch ihre Anwesenheit für oder gegen eine Sache eintreten. Vielleicht ein paar wohlgesetzte Worte des Mitgefühls erwartend. Ein Gebet gar? Ansonsten Schweigen. Was bleibt einem angesichts der Bilder aus Japan, unter dem Eindruck dieser gewaltigen Katastrophe, auch anderes, als still zu sein und mitzufühlen. Und sich zu sorgen, wie es wohl weitergeht, dort und hier?

Es war ganz anders. Mit bunten Fahnen rückten sie an, mit gelb-schwarzen Totenkopf-Fässern, einem Rinderkopf aus Pappmaché, was immer sie damit ausdrücken wollten. Ein Megafon hatte der Cheforganisator dabei, und als er es einschaltete und loslegte, da was es vorbei mit der “Mahnwache”. Ohne auch nur eine kleine Gedenkminute für die Opfer der Katastrophe in Japan einzulegen, nur einen Halbsatz dem Leid der Menschen widmend, trötete er los, schrie seine Anti-Atom-Überzeugung fast heraus, was nicht allein am Megafon lag. Sätze aus dem Anfängerbaukasten des Funktionärs, ohne Empathie, ohne diejenigen mitzunehmen, die vielleicht erst in diesen Tagen zu der Überzeugung gelangt sind, dass die Menschheit auf dem Holzweg ist, und die nicht zu einer Kundgebung gehen wollten, sondern zu einer Mahnwache.

Wer überzeugen will, muss nicht laut sein. Und viel braucht es in diesen Tagen ohnehin nicht, andere zu überzeugen, dass es so nicht weitergeht in der Energiepolitik, in Deutschland, auf der Erde.

Ich habe später wieder vor dem Fernseher gesessen, habe Bilder aus Japan angeschaut. Bilder von Menschen, die allen Grund hätten, herumzubrüllen, Transparente zu schwenken, ihre Regierung zu beschimpfen, zu sagen, sie wären schon immer dagegen gewesen und hätten Recht behalten. Sie tun es nicht. Sie sind still. So still, wie man sein sollte, wenn über so viele Menschen so viel Leid hereingebrochen ist. Warum nur strahlen die Japaner so viel mehr Würde aus?

Ein Benefizkonzert für Ghana

Benefizveranstaltung in Bredehorn (Friesland) für eine Schule in Ghana. Einladung hier: Spende für Schule in Eguafo

Mahnwache für Japan, gegen Atomenergie

Mahnwache: Die Grünen, Kreisverband Friesland, veranstalten nach Angaben des Jeverschen Wochenblatts heute um 18 Uhr auf dem Alten Markt in Jever eine Mahnwache. Der Kreisvorstand lädt dazu alle ein, die ihre Betroffenheit angesichts der Naturkatastrophe in Japan und des vermutlich bevorstehenden Super-Gaus in Atomkraftwerken zum Ausdruck bringen wollen. Die Mahnwache ist Teil einer bundesweiten Aktion.

OID-Chef spricht von Hetzjagd gegen Yunus

Der Vorstand von Opportunity International Deutschland, Stefan Knüppel, hat zu der Abberufung von Muhammad Yunus bei der Grameen-Bank in Bangla Desch Stellung genommen, er spricht von einer Hetzjagd gegen den Nobelpreisträger. Die Pressemitteilung von OID finden Sie hier: http://deichblick.files.wordpress.com/2010/10/pm-muhammad-yunus.pdf

Maria, seit 1575 vermisst…

Um Fräulein Maria, die legendäre Herrscherin im Jeverland, ranken sich Legenden. Als sie starb, wurde ihr Tod zunächst geheimgehalten, damit der Graf von Oldenburg das Erbe antreten konnte, bevor die Feinde vom Ableben Marias erfuhren. Seither gilt die Herrin von Jever als verschollen. Ein sehr schöner, interessanter Beitrag dazu ist bei RTL zu sehen:

zum RTL-Beitrag:

Ex-Staatssekretär erstattet Strafanzeige gegen Seehofer

(hbu) Der frühere Parlamentarische Staatssekretär und SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kasparick hat nach eigenen Angaben bei der Staatsanwaltschaft Passau Strafanzeige gegen den CSU-Vorsitzenden und bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer erstattet. Die Staatsanwaltschaft soll den Verdacht der Volksverhetzung prüfen. Wie Kasparick in seinem Internetblog ausführt, habe Seehofer beim politischen Aschermittwoch gesagt, er wolle in der Berliner Koalition „bis zur letzten Patrone“ dafür kämpfen, dass Zuwanderer „nicht in deutsche Sozialsysteme einwandern“. Kasparick sieht diese Äußerung in einer Linie mit den Durchhalteparolen der Nationalsozialisten, Stalingrad bzw. Berlin “bis zur letzten Patrone” zu verteidigen. Seehofer habe damit “eine rote Linie überschritten”, so Kasparick, der nach eigenen Angaben noch nie in seinem Leben gegen jemand Strafanzeige erstattet hat.

Weblog von Ulrich Kasparick

Ulrich Kasparick auf Wikipedia

In der Diktion von Horst Seehofer müssten sie Deutschland „bis zur letzten Kugel“ verteidigen, die Jungs, über die ich heute in einem Beitrag im Jeverschen Wochenblatt schrieb. Hasan aus der Türkei, Dennis aus Kasachstan, Jakob aus Russland. Migrantenkinder – und Soldaten der deutschen Bundeswehr…

Die Besten kommen zum Schluss