Ursula Kray stellt im Lokschuppen Jever aus

Aktmalerei und Menschen in Bewegung – die in Düsseldorf geborene Künstlerin liebt das große Format

Kray.jpg
Ursula Kray aus Jever stellt vom 25. Juli an in der Galerie im Lokschuppen aus. Foto: H. Burlager

Nicht allzu oft gibt das Künstlerforum Jever einem seiner Mitglieder die Gelegenheit, in der Galerie im Lokschuppen eine Einzelausstellung zu zeigen. Der langjährig in dem Verein engagierten Künstlerin Ursula Kray wird diese Ehre nun zuteil. Anlass ist ihr 75. Geburtstag, den die aus Düsseldorf stammende Jeveranerin im Oktober feiert. Vom 24. Juli an zeigt sie in den Räumen des Künstlerforums am Moorweg etwa 30 Bilder aus verschiedenen Schaffensperioden.

Zur Malerei ist Ursula Kray schon als Kind gekommen, ihr angeborenes Talent wurde nach Kräften gefördert von einer „tollen Kunstlehrerin“, wie sie sagt, und untermauert durch das Lesen jeder nur greifbaren Fachliteratur. Doch der Wunschtraum, Kunst zu studieren, ließ sich in der Nachkriegszeit nicht realisieren, so lernte sie was Handfestes, wurde kaufmännische Angestellte und später Chefsekretärin in großen Unternehmen der Getränkebranche. Beruf und Familie ließen ihr keine Zeit, weiter zu malen und zu zeichnen. Erst 1987, als die Kinder erwachsen waren, fing sie wieder damit an, wurde Mitglied der Gruppe Collage in Bad Neuenahr.

1992 kam sie zum Friesischen Brauhaus, und einer der ersten Wege in Jever führte sie zum Künstlerforum, wo sie sich seither engagiert – selbst ihren Wohnsitz nahm sie nur einen Steinwurf vom Lokschuppen entfernt. Konsequent ging sie nun ihre Ausbildung an, von Kursen in Porträt- und Aktzeichnen bei Andreas Reiberg und Doris Garduhn über Lehrgänge an der Europäischen Kunstakademie Trier, einem Meisterkurs bei Helge Leiberg im Kloster Irsee bis zu den alljährlichen sommerlichen Kunstakademien in Bad Reichenhall, Kolbermoor und im Allgäu, die sie bis heute regelmäßig besucht.

Die Akademieaufenthalte verschafften ihr eine Möglichkeit, die sie in ihrer kleinen Wohnung und auch in den Räumen des Künstlerforums so nicht besaß: das große Format auszuprobieren. Heute malt sie fast nur noch in Acryl auf voluminösen Leinwänden, lässt Farbe und Form großflächig wirken. Begrenzt sind die Rahmengrößen nur von der Kofferraumkapazität ihres Autos, wie sie augenzwinkernd verrät.

Ihre Leidenschaft sind Akte –  Frauen und Männer – und Menschen in Bewegung, sei es beim Sport, sei es beim Tanz, oft an der Grenze zwischen Figürlichem und Abstraktion. Solche Arbeiten wird sie auch in der Ausstellung in der Galerie im Lokschuppen zeigen. Daneben Beispiele aus anderen Schaffensperioden seit etwa 1995, schließlich ist ihr Werk von bemerkenswerter Vielseitigkeit, angefangen einst mit Pastellkreidezeichnungen, bis sie die Radierung für sich entdeckte und dann die Arbeit mit Acryl, die ihr so liegt.

So ist ein Lebenstraum am Ende doch noch in Erfüllung gegangen. Über die Jahre hat sie aufgeholt, was ihr als junge Frau verwehrt blieb. „Alles, was ich mir angeeignet habe, habe ich an den Sommerakademien gelernt. Die möchte ich in keinem Jahr missen“, sagt Ursula Kray. Der Lohn ist die Anerkennung des Publikums. Nicht nur zu den Ausstellungen des Künstlerforums in Jever, Schortens und Zerbst gehören ihre Arbeiten immer dazu, sondern auch zur Harle-Kunstausstellung in Wittmund, den Ausstellungen der Künstlervereinigung Nordbrücke in Wiesmoor und Opladen. Nun also die lang ersehnte Einzelausstellung in Jever. Eröffnet wird sie am Sonntag, 24. Juli, um 15 Uhr. Zu sehen ist sie mittwochs, sonnabends und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Die Einführung hält der Journalist Christoph Hinz.

African Nudes

Als Blogger wünscht man sich natürlich Feedback, und wenn die Leserinnen und Leser schon zu scheu sind, auf die „Gefällt-mir“-Buttons zu drücken oder gar einen Kommentar zu posten, dann kommt der Blogbetreiber ihnen wenigstens auf die Schliche, wenn er ab und zu in die Statistiken schaut, die ein so guter Blogdienst wie WordPress selbstverständlich anbietet. Also schaut man mal nach, auf welchen Seiten die Besucher sich so herumtreiben (in meinem Fall heute bei den Beiträgen über Hugo Rase, die Krabbenkutter, die Windparks auf der Nordsee und über Big Easy (um nur die beliebtesten an diesem Tag  zu nennen). Ich erfahre auf dem Wege auch, dass die meisten Besucher über Facebook kommen, einige von den Blogrolls befreundeter Blogs hierher geleitet wurden, neuerdings auch ein paar über google+ zu mir finden. Und dann gibt es eine weitere interessante Rubrik, in der man nachschauen kann, was die User auf die Seite getrieben hat: die Suchanfragen.

Und da wird’s interessant. Heute zum Beispiel haben Besucher zuvor nach neuen Fischkuttern gesucht, nach dem Freilichtschauspiel in Dangast, dem letzten Juden von Jever, nach Claus Fischer und, und, und. Offenbar sind sie alle fündig geworden, sonst wären sie ja nicht auf meinem Blog gelandet.

Bis auf einen, den ich zumindest im Verdacht habe, ein Mann zu sein. Er hat wohl irgendwie rausgekriegt, dass es im Friesenblog auch um Afrika und afrikanische Frauen geht. Wie mag er enttäuscht gewesen sein, als er die wunderbaren Bilder gesehen hat, die sich auf dieser Seite finden: Frauen in Ghana. Nur leider entsprachen sie wohl nicht seiner Suchanfrage. Sie lautete „nacktbilder von afrikanischen buschfrauen“. Sorry, mein unbekannter Fan. Damit kann ich nun gar nicht dienen …

Postscriptum (23.8.): Steht das Wort „Nude“ erst einmal auf der Internetseite, ist der Zuspruch gewiss: Friesenblog bei dieser Google-Abfrage inzwischen auf Platz 1. Unglaublich …