Tag 49 | Geburtshelfer

Der Seenotrettungskreuzer "Bernhard Gruben". Foto: DGzRS
Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“. Foto: DGzRS

An dieser Stelle berichte ich ja gern mal über die Arbeit der harten Jungs von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die man als Küstenbewohner einfach unterstützen muss. Sie sind ja nicht nur in Orkannächten unterwegs, um in Seenot geratene Besatzungen zu bergen, ihre Aufgaben sind so unglaublich vielfältig. Wer weiß zum Beispiel schon, dass die Seenotretter jedes Jahr 20 bis 30 schwangere Frauen von den Inseln zum Festland bringen?

In der Nacht zu gestern war es wieder mal so weit. Die Seenotretter transportierten eine hochschwangere Frau von Norderney nach Norddeich, bei der bereits sehr starke Wehen eingesetzt hatten und die dringend in die Klinik musste. Mitten in der Nacht brachte die Besatzung der „Bernhard Gruben“ die Frau bei ordentlichem Seegang ans Festland.

Wie gesagt, so etwas passiert regelmäßig. Zuweilen kommt es sogar zur Geburt an Bord zu einer Geburt – zuletzt am 28. Oktober 2011 auf dem Seenotkreuzer „Vormann Leiss“ der Station Amrum.

Tag 48 | Es-Zett

Dass die Schweizer meinen, ohne das „ß“ auskommen zu können, fand ich etwas sonderbar, aber es wird mir immer sympathischer. Gestern zum Beispiel, in der „Sonntagszeitung“, hieß es in einem Beitrag über ein Gesundheitsthema: „In Massen genossen kann Rotwein durchaus entspannen.“ Das kann ich so unterschreiben …

Tag 47 | Weiterbildung

Hab ja schon ’ne Menge Seminare mitgemacht und interessiere mich trotz fortgeschrittenen Alters weiter für jedes halbwegs sinnvolle Fortbildungsangebot. Man lernt ja nie aus. Aber soll ich mich wirklich in der alljährlichen Frühjahrs-Fitnesskur hierfür anmelden: „Das Auge isst mit. Gemüseschnitzen für jedermann!“ ?!?

Tag 46 | Komma

KommaErst wenn das Steuertipps-Programm plötzlich eine Steuerrückerstattung von 43.597,13 Euro ausweist und einem die Kaffeetasse aus der Hand fällt, weiß man, wie wichtig ein richtig gesetztes Komma bei der Eingabe der Sonderausgaben ist.

Tag 45 | Abenteuerurlaub

SchweizPlane für heute übrigens eine Fahrt in die Schweiz. Gehe aber fest davon aus, dass mich die 49,7 Prozent der Schweizer, die gegen die SVP-Initiative gestimmt haben, so freundlich aufnehmen wie in all den vergangenen Jahren.

Tag 44 | Upjever

Der Fliegerhorst Upjever wird seit dem Sommer 2013 nicht mehr als Flugplatz genutzt und wird es wohl nie wieder werden. Was für eine Verschwendung von teuer bezahlter Infrastruktur, sagen die einen, denn schließlich wurde da eine vollständig intakte Start- und Landbahn samt Rollfeld aufgegeben. Was für eine Chance, sagen die anderen. Denn der Fliegerhorst war ja nicht immer da. In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Zuge von Hitlers Rüstungspolitik in einem zusammenhängenden Waldgebiet angelegt und in den fünfziger Jahren für die Royal Air Force der Briten noch einmal drastisch erweitert, hat die Militärbasis über Jahrzehnte einen überregional zusammenhängenden Grünzug zerschnitten, sagt Helmut Wilbers, Sprecher der Initiative „Upjever-lieb-ich“. Er denkt, was viele noch nicht denken mögen: den teilweisen Rückbau der nun ohnehin stillgelegten Betonflächen Mehr lesen: Upjever-lieb-ich

Tag 43 | Verdächtigt

Der Hund auf dem Bürgersteig macht den Rücken krumm, Herrchen am anderen Ende der Leine bleibt stehen. Haben wir ihn endlich erwischt, den Missetäter, der dafür sorgt, dass man im Dunkeln nicht mehr spazieren gehen mag, weil hinterher garantiert die Schuhe versaut sind. Ganz abgesehen davon, wie das seit Monaten aussieht in unserer Straße. Haufen an Haufen, manche dezent an die Hecke gesetzt, viele direkt aufs Pflaster. „He, Sie wollen doch nicht etwa weitergehen, ohne das wegzumachen? Was ist das für eine Sauerei?“ Man wundert sich über sich selbst, wie laut man plötzlich geworden ist. Das Gegenüber kann es allerdings auch. „Was glauben Sie, was ich hier habe?“, schreit er, zieht dünne Plastiktütchen aus der Jackentasche hervor. „Und was glauben Sie, wie mir das stinkt, ständig angepöbelt zu werden, weil ich meinen Hund ausführe?“ Tja, da ist eine kleine Entschuldigung fällig, verbunden mit der Bitte um Verständnis, wie sehr einen das mittlerweile anekelt, dass manche Hundehalter sich so verhalten. Aber eben nicht dieser. Sorry. Irgendwann wird uns der Richtige über den Weg laufen. Das wird dann wirklich  laut werden.

Tag 42 | Synergie

Schleichende Veränderung auf dem einst so vielfältigen Zeitungsmarkt in Ostfriesland. In der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) sind bereits drei ehemals selbstständige Presseverlage aufgegangen, die Ostfriesen-Zeitung (OZ), die Ostfriesischen Nachrichten (ON) und der General-Anzeiger (GA). Für ein paar Jahre bewahrten sie ihre relative Eigenständigkeit, doch inzwischen zieht die Zeitungsgruppe mehr und mehr die Synergien aus dem Zusammenschluss. Jüngst wurde zum Beispiel der Vertrieb der Blätter am Hauptsitz der ZGO zusammengefasst. Die ZVO aus Rhauderfehn ist mittlerweile dorthin verlegt worden.  Zum Bericht.

Tag 41 | Echt Nordwest

RTL-Beitrag zum Thema. Einfach draufklicken!
RTL-Beitrag zum Thema. Einfach draufklicken!

Das streiten sich die Niedersachsen und die Schleswig-Holsteiner also darüber, was der „echte Norden“ ist. Sollen sie doch. Wir Ostfriesen und Oldenburger sind ja nicht wirklich betroffen, denn Niedersachsen sind wir nicht freiwillig geworden, Schleswig-Holstein ist weit weg und den Titel, dass wir der „echte Nordwesten“ und hundert Prozent Friesland sind, kann uns sowieso keiner nehmen.

RTL Nord – Slogan provoziert Niedersachsen

Tag 40 | Jewer

Das Video, mit dem Jever erklärt, warum Jefer als Jewer ausgesprochen wird.
Das Video, mit dem Jever erklärt, warum Jefer als Jewer ausgesprochen wird.

So, nun wäre das auch erklärt. Das Friesische Brauhaus zu Jefer hat ein kleines Video veröffentlicht, in dem erläutert wird, warum alle Welt Jewer sagt, wenn es ums Bier geht und nicht um die Stadt. Allerdings: Das mag für Menschen gelten, die jenseits des Küstenkanals wohnen. Für Jeveraner bleibt es bei Jefer, auch wenn sie von Bier reden. Zum Video