Tag 140 | Treue

Es gibt sie noch, die richtig langen Beziehungen. Hier der Beweis:

Daimler-Benz, C190. Foto: Helmut Burlager
Daimler-Benz, C190. Foto: Helmut Burlager

Tag 139 | Gelüste

Für die Süddeutschen ist ja alles, was nördlich von Kassel liegt,  „Ostfriesland“, aber es sieht so aus, als ob auch die Ostfriesen selbst klammheimlich ihr Territorium erweitern. Gestern hieß es in einer Pressemitteilung, eine Kindertagesstätte aus „Apen in Ostfriesland“ habe einen Wettbewerb gewonnen, und dann wurde noch gemeldet, dass ein Ostfriese den Zentralverband der Ingenieurvereine führe, nämlich Wilfried Grunau aus Edewecht-Friedrichsfehn. Das sollte den Oldenburgern zu denken geben. Aber solange sie nicht wieder ein Auge aufs Jeverland werfen, soll es uns egal sein.

Tag 138 | Lazy Sunday Afternoon

Der Tag war soooo schön, ich hab’s einfach nicht über mich gebracht, am Schreibtisch zu sitzen und was zu schreiben. Ihr hoffentlich auch nicht. Eine schöne Woche Euch allen!

Tag 136 | Paradoxon

Manches, was selbstverständlich erscheint, scheint nicht selbstverständlich zu sein. Überschrift der Woche in einer Pressemeldung der Polizei Wilhelmshaven: „Anti-Gewalt-Veranstaltung in Wilhelmshaven verlief friedlich“

Tag 135 | Royals

Man muss ja kein Monarchist sein, um den König von Holland zu mögen. Bei mir reicht es, dass er früher mal den Spitznamen „Prins Pilsje“ trug. Schade, dass er auf seiner Norddeutschland-Reise nicht nach Jever kommt, das Bier hätte ihm bestimmt geschmeckt. Aber immerhin wird er sich in Ostfriesland umschauen. Hier das Besuchsprogramm: NiederlandeNet

Tag 134 | Oben ohne

Dem Kollegen, der mich vor ein paar Jahren auf die Idee gebracht hat, mich ebenfalls von der Drei-Millimeter-Frisur zu verabschieden, geht es auch nicht besser als mir. Läuft gerade mit einer großen Macke auf dem kahlen Schädel herum. „Na, auch beim Rasieren geschnitten?“ „Nein“, antwortet er, „im Garten an einem  Ast gestoßen.“ Tragen wir also beide sichtbar einen Schorf herum – der Preis für wahre Schönheit. „Man könnte sich ja die Haare wieder wachsen lassen“, sag ich noch im Weggehen. „Nein, auf keinen Fall“, ruft er mir hinterher. Wie recht er hat.

Tag 133 | Pauken und Trompeten

Ein  besonderer Höhepunkt steht Ende Mai auf dem Programm der Stadtkirche in Jever: Zum 50. Geburtstag des Gotteshauses singt die Stadtkantorei eines der großartigsten Werke von Johann Sebastian Bach: das Himmelfahrtsoratorium.

Namhafte Solisten singen gemeinsam mit der Stadtkantorei, und die Orchesterbesetzung ist „mit Pauken und Trompeten“, Flöten, Oboen, Fagott und Streichern besonders festlich.

Ergänzt wird das Jubiläumsprogramm durch ein weiteres Werk des berühmten Meisters: Bachs Doppelkonzert für Violine und Oboe sowie einem zweiten großartigen Oratorium für Soli, Chor und Orchester: Henry Purcells „Te Deum und Jubilate“ – ebenso festlich wie das Hauptwerk des Abends.

Ausführende sind die Stadtkantorei Jever unter der Leitung von Kreiskantor Klaus Wedel, das concertino Jever und die Solisten Dorothea Winkel und Frauke Becker (Sopran), Hilke Andersen (Alt), Wolfgang Klose (Tenor) und Werner Kraus (Bass).

Karten für das Konzert am Sonnabend, 31. Mai, um 19 Uhr in der Stadtkirche gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Am Kirchplatz (Tel.: 04461 / 912015). Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr, Einlass ist um 18.15 Uhr.

Tag 132 | Sonne

Nein, der Titel soll nicht in die Irre führen, in Norddeutschland herrscht Schietwetter. Aber vielleicht können diese schönen Bilder Eure Gemüter aufhellen. Überführung des Forschungsschiffs „Sonne“ von Papenburg zur Nordsee.

Tag 131 | Entschuldigung

Neulich habe ich ja schon mal preisgegeben, wie es zustande kommt, dass die Friesenblog-Beiträge meist kurz nach Mitternacht online sind; jedenfalls bin ich nicht der Nachtschwärmer, für den mich manche Leser bis dahin gehalten haben. Die neuen Blogeinträge sind einfach oft vordatiert. Allerdings kommt es vor, dass ich vergesse, die Uhrzeit auf die Geisterstunde einzustellen. Und manchmal hat es sich einfach noch nicht ergeben, dass ich überhaupt was schreibe, man hat ja auch noch ein paar andere Verpflichtungen. Dann hole ich es im Laufe des Tages nach, der ja zum Glück 24 Stunden hat. Aber die Erwartung ist nun mal geweckt, die Friesenblog-Freunde wollen die Kolumne offenbar morgens geliefert bekommen, so wie das Jeversche Wochenblatt, nur für umsonst. Also: Tut mir Leid, dass es gestern wieder nicht geklappt hat, und den sanften Tadel von meinem Freund Jürgen, den er gestern Mittag per E-Mail schickte, nehme ich einfach mal als Kompliment. Er schrieb: „Heute Morgen fehlte mir was: Der Friesenblog. Nun ist er doch gekommen. Mein Defizit ist nun ausgeglichen.“ Mehr kann ein Blogger doch wirklich nicht erwarten.