Der FDP muss es echt schlecht gehen. Jetzt haben sie mich schon zum Dreikönigstreffen 2015 am 6. Januar in Stuttgart eingeladen. Mich…
Monat: Dezember 2014
Tag 345 | Geholfen
Ein Jahr nach dem Taifun auf den Philippinen: Wiederaufgebaute Häuser, neue Geschäfte und frohe Gesichter kann man in diesen Tagen endlich wieder in den Dörfern der vom Taifun betroffenen Inseln sehen. In den vergangenen Monaten konnte Opportunity International vielen Familien beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser helfen. Die Entwicklungsorganisation hat jetzt eine Zwischenbilanz veröffentlicht, nachzulesen hier: Zwischenbericht Philippinen
Tag 344 | Missgeschick
„Können Sie einen Krankenwagen schicken? Mir ist ein kleines Malheur passiert.“ Dies waren die ersten Sätze, die eine 47-Jährige aus Norden gegenüber der Rettungsleitstelle äußerte, nachdem sie am Abend des 25. Juni den Notruf gewählt hatte. (…) Mit einem Messerstich in die Brust hatte die Frau ihren 45-jährigen Lebensgefährten tödlich verletzt.
(Prozessbericht im Anzeiger für Harlingerland, heutige Ausgabe.)
Tag 343 | Heimat
Ein Altenheim, das zum Asylbewerberheim wurde. Geisenhausen in Niederbayern ist einer von vielen Orten, die sich mit ihren neuen Bewohnern verändern. Die taz präsentiert ab Freitag in Zusammenarbeit mit dem Münchener Journalistenkollektiv „Butterland“ eine Multimediareportage über das Zusammenleben von Alt- und Neubürgern in der Gemeinde. „Warten auf Heimat“ – die Vorschau macht neugierig.
Tag 342 | Tatort
Jeder hat ja so seinen persönlichen Lieblings-Tatort, und ja: Ich mag natürlich auch die Münsteraner und die Kölner und die Berliner, die Münchner, und Frau Furtwängler sowieso. Aber die Bodensee-Tatorte gefallen mir ganz besonders, weil ich die Landschaft dort liebe und die Schauplätze wiedererkenne. Nun ist leider bald Schluss mit Frau Blum und Herrn Perlmann, meldet der Nordbayerische Kurier. Schade!
Tag 341 | Fabiola
Der Tod von Königin Fabiola weckt Jugenderinnerungen. „Möchtest du heute Mittag mit zu uns kommen, es gibt was gaaanz Leckeres“, lockte ein Schulfreund auf dem Heimweg. Warum nicht? Zu Hause würde es eh wieder nur Gemüse aus dem Garten geben. „Was gibt es denn?“, fragte ich vorsichtig. „Nudeln mit Soße, aus der Dose. Hat meine Mama gekauft. So was Ausländisches. Ist nach der Königin von Belgien benannt.“ „Und wie heißt das?“, hakte ich nach. Mein Freund, weiterhin ganz weltmännisch: „Ravioli!“
Tag 340 | Land unser

Bildbände hat jede Gemeinde vorzuweisen, die etwas auf sich hält und nicht ganz bar jeglicher Sehenswürdigkeiten ist. Oft sind sie ziemlich langweilig. Mit dem Buch dagegen, das der Wilhelmshavener Fotograf Klaus Schreiber jetzt veröffentlichte, hat er nicht nur einen wunderschönen Bildband geschaffen, sondern dem Dorf, das er porträtiert, und den Menschen in dieser Gemeinde ein Denkmal gesetzt.
„Land unser. Dorf inner Gebirg“ heißt es, und der Titel lässt schon ahnen, dass Klaus Schreiber seiner geliebten norddeutschen Landschaft, über die er Dutzende von Kalendern und Büchern veröffentlicht hat, diesmal untreu geworden ist. Das Buch ist dem österreichischen Dorf Unken gewidmet.
Im Mai 2013 hatte der Wilhelmshavener Alpen-Fan zwei Wochen lang auf Einladung des Berliner Filmemachers Siegfried Kamml eine Arbeitsphase als „Artist in Residence“ in dessen Chalet in Unken verbracht. Die Dorfbewohner nahmen ihn und seine Frau Anne sehr freundlich auf, öffneten ihm Tür und Tor, luden ihn zu ihren öffentlichen Festen und privaten Feiern ein – es entstanden Tausende von Fotos von der alpinen Landschaft, dem pittoresken Dorf und – vor allem – vom immer noch ganz ursprünglichen Leben der Menschen in österreichischen Bergtälern.
Eine Ausstellung war geplant, dazu ist es dann aber nicht gekommen, stattdessen entschieden Klaus Schreiber und Siegfried Kamml sich, ein Buch zu veröffentlichen, und das hat sich als goldrichtig erwiesen. In einer ehemaligen Zollstation zwischen Unken und Ruhpolding präsentierten die beiden Freunde jetzt das 144 Seiten starke Werk, das in großartigen, teils sehr anrührenden Bildern die Welt der östlichen Chiemgauer Alpen vorführt. Klaus Schreiber ist Land und Leuten sehr, sehr nahe gekommen. Er begleitete sie in Gottesdienste, saß in ihren Küchen, beobachtete sie beim Feiern, fotografierte sie in Arbeitskleidung und in Trachten. Gewaltige Landschaftspanoramen stehen neben intimen Porträts und Schnappschüssen, die den Blick fürs kleinste Detail verraten.
„Ich habe mich dort ausgesprochen wohl gefühlt und nie das Gefühl gehabt, jemanden zu belästigen. Ich habe die Menschen ohne Komplikationen fotografieren können“, erzählt Schreiber. Das spürt man beim Durchblättern des Bandes, den Siegfried Kamml betextet hat. „Gewidmet den Bewohnern von Unken“ haben die beiden dem Buch als Motto vorangestellt. Ein schöneres Geschenk hätten sie dem Dorf nicht machen können.
Klaus Schreiber und Sigi Kamml: Land unser. Dorf inner Gebirg. 144 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen. 25 Euro. Erhältlich beim Verfasser und im örtlichen Buchhandel.
Tag 339 | Lange her
Die Kollegin, die an einem Thema recherchiert, erinnert sich daran, dass sie doch schon mal darüber geschrieben hat. Irgendwann findet sie den Artikel auch wieder. Gut, wenn man so ein starkes Gedächtnis hat. „Oh Gott, ist das nicht schrecklich?“, sagt sie plötzlich und erbleicht beim Anblick des Archivbeitrags. „Was denn?“, fragt der Kollege alarmiert. Darauf sie: „Den habe ich vor 30 Jahren geschrieben!“
Tag 338 | Imagine
Neulich bei einer hitzigen Diskussion über die Kirche werfe ich in den Raum: „Die meisten sind doch sowieso nur drin, weil sie Sorge haben, dass sie sonst später nicht anständig unter die Erde kommen!“ Spontan rufen zwei, drei anwesende Kirchenmitglieder aus: „Stimmt!“
Heute Mittag haben wir von einem lieben Freund Abschied genommen, der viel zu jung gestorben ist und nicht in der Kirche war. Die Gedenkstunde war anrührend, würdevoll, feierlich, traurig und irgendwie schön, auch wenn man das kaum sagen mag. Der Redner hat die richtigen Worte gefunden und die Musik war live und wunderbar ausgesucht. Welches Lied hätte auch besser gepasst?
Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion, too
Imagine all the people
Living life in peace
You, you may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope some day you will join us
And the world will be as one
(John Lennon, Youtube)
Tag 337 | Toyism
Kalenderverkauf für guten Zweck
Lions-Club präsentiert „Colourful Toyism“ bei der Langen Einkaufsnacht
Jever – Mit einer aufsehenerregenden Kunstausstellung, die nur einen Abend dauerte, hat der Lions-Club Jever am 11. September in Jever die weltumspannende Künstlerbewegung der „Toyisten“ präsentiert. Die farbenfrohen und formenreichen Werke der Maler, die aus verschiedensten Ländern und Erdteilen kommen, kann sich nun jeder an die Wand hängen. Zusammen mit seinem Partnerclub in Emmen (Niederlande) hat der Lions-Club Jever einen Kalender „Colourful Toyism“ aufgelegt, der im Großformat (47 mal 33 cm) und als Tisch-Standkalender für soziale Zwecke verkauft wird.

Die zwölf Kalendermotive für das Jahr 2015 zeigen Gemälde von renommierten Toyisten, aber auch Fotos von deren spektakulären Open-Air-Kunstwerken, die in Holland und auf Island an öffentlichen Gebäuden angebracht wurden. Der Kunstkalender ist für 20 Euro (Tischkalender 10 Euro) erhältlich. Ein erheblicher Teil der Auflage ist bereits verkauft.
An diesem Freitag (5. Dezember, ab 18 Uhr) bieten die Lions den Kalender während der Langen Einkaufsnacht beim „Advent am Kirchplatz“ im Zelt vor dem „Friesischen Teehaus Leidenschaften“ an.
Der Lions-Club hat bereits beschlossen, dass sechs Organisationen mit je 1000 Euro aus dem Erlös des Kalenderverkaufs und des jüngsten Altstadtfestes bedacht werden. Es sind die Kunstschule Kiebitz in Jever, der Verein Kinder von Tschernobyl, der Förderverein des Schlossmuseums Jever, die Bibliothek des Mariengymnasiums Jever, das jüdische Dokumentationszentrum Hermann-Gröschler-Haus in Jever und das Nationalparkhaus Wangerland in Minsen.