„Blömen för Evi“ heißt das zweite plattdeutsche Hörspiel von Manfred Briese, das bei Radio Bremen produziert wurde und am 19. Januar 2015 ab 19.05 Uhr im NDR 1 Radio Niedersachsen zu hören ist. Auch bei Radio Bremen Nordwestradio wird das Hörspiel gesendet, sogar zweimal, und zwar am Sonntag, 25. Januar, ab 17.05 Uhr und an dem folgenden Montag ab 21.05 Uhr.
In Ostfriesland, zwischen Aurich, Wiesmoor und Emden, spielt die Handlung. Brieses langjährige Passion als Kantoreisänger lieferte den Hintergrund für diesen Krimi. Das Geschehen: Der Bachchor studiert Mendelssohns „Hymne“ ein, und wieder betraut der Chorleiter, den sie „Masur“ nennen, die Sopransängerin Fanny mit dem Solo. Darüber ist die Freundin sehr enttäuscht. Evi ist der Meinung, dass sie Fanny in nichts nachsteht und bedrängt diese, ihr zuliebe auf das Solo zu verzichten. Der Konflikt, der sich daraus ergibt, ist Inhalt des Hörspiels. Er endet tragisch.
Als der Redakteur das Skript für dieses Hörspiel gelesen hatte, schrieb er zurück, er fände darin „die Schreibe so schön und den Humor so erfreulich bös“. Eine Schnulze ist demnach nicht zu erwarten.
Bekannte Ensemblemitglieder des Ohnsorgtheaters Hamburg wie Sandra Keck haben die Sprechrollen übernommen, großartige Künstler allesamt, mit eindrucksvollen Stimmen. Von dem Bremer Chor „Plan B“, der die Mendelssohn-Hymne einstudiert hat, sind die musikalischen Anteile eingespielt worden. Die Regie führte Michael Uhl vom Oldenburger Staatstheater.
Nach Stationen in Dänemark und Schleswig-Holstein ist die Wanderausstellung „Orgeln an der Nordsee – Kultur der Marschen“ nun auch im Bereich der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg zu sehen: Vom 12. bis 17. Januar in der St. Lambertikirche in Oldenburg, vom 18. Januar bis zum 17. Februar in der Stadtkirche Delmenhorst und vom 18. Februar bis zum 15. März in der Sitxtus- und Sinicius-Kirche in Hohenkirchen, Wangerland.
Konrad Küster, Professor für Musikgeschichte an der Universität Freiburg, hat diese multimediale Ausstellung im Auftrag der Nordkirche und in Kooperation mit der Landeskirche Hannovers und der oldenburgischen Kirche entwickelt.
Die Orgelausstellung ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017, denn die norddeutsche Musik hat das Luthertum geprägt. Die ansprechend illustrierten Bildtafeln, Tondokumente, Filme und Computerpräsentationen der interaktiven Ausstellung sind das Ergebnis einer 15-jährigen Forschungsarbeit. Sie zeigen die Schätze der einzigartigen und ältesten Orgellandschaft der Welt und erklären ihre Entstehung an der Nordseeküste.
Seit dem Spätmittelalter (16. Jhdt.) kamen die Marschbewohner durch Landwirtschaft und Handel mit den aufstrebenden Städten Nord- und Mitteleuropas zu Wohlstand. Neben dem Küstenschutz entwickelte sich in den Marschen eine zweite große Kulturleistung: sie statteten ihre zum Teil kleinen Dorfkirchen mit hochklassigen Orgeln aus. Kleinste Dörfer sind wegen ihrer großen, traditionsreichen Instrumente zu Weltruhm gelangt. Dies erzählt die Ausstellung quer durch die Jahrhunderte, durch die Geschichte von Orgelbau und -musik. Ein Großteil der berühmten Orgeln befindet sich in Kirchengebäuden, die zur Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg gehören.
In allen drei Kirchen ist die Ausstellung täglich von 11.00-18.00 Uhr zu sehen.
Old Marytown Jazzband spielt am 11. Januar im Lokschuppen
Foto (c): Old Marytown Jazzband
Jazz fürs Hospiz. Die Old Marytown Jazzband tritt an diesem Sonntag, 11. Januar 2015, um 11 Uhr im Kulturzentrum Lokschuppen in Jever auf. Der Erlös des Jazz-Frühschoppens fließt der Arbeit des Friedel-Orth-Hospizes in Jever zu. Karten gibt es für 12 Euro im Vorverkauf.
Die Old Marytown Jazzband hatte ihren Ursprung schon im Jahre 1959, als die Band in Jever als Schülerband am Mariengymnasium Jever gegründet wurde. Sie existierte allerdings nur zwei Jahre. 1997 – also nach über 30-jähriger Pause – wurde die Band wieder ins Leben gerufen und erfreut seitdem in regelmäßigen Abständen die Freunde der ewig fröhlichen alten Jazzmusik.
Im Mittelpunkt der Auftritte stand aber nicht nur die Musik, sondern stets auch der Gedanke, kulturelle und soziale Projekte in der Region und darüber hinaus zu fördern. So wurde gleich beim allerersten Konzert der Band im Jahre 1998 Geld für die heute noch vorhandenen Tische und Stühle im Lokschuppen Jever eingesammelt, wie überhaupt der Lokschuppen ganz wesentlich im Fokus der Benefizveranstaltungen stand. Aber auch die Lebensweisen Schortens, ein Projekt von Opportunity International in Ghana und in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Varel-Friesland sowie dem Lions Club Jever zahlreiche andere Projekte aus der Region wurden gefördert. Das Motto war, doppelte Freude zu bereiten, zum einen durch die Musik und zum anderen durch Spenden für einen guten Zweck.
Die Band hat sich in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit zwar sehr rar gemacht, ist aber weiter federführend bei der Organisation der Reihe Swinging Lok und versteht es dabei immer wieder besondere Akzente zu setzen. Und das möchte die Band auch jetzt wieder tun und ist der Bitte des Hospizfördervereins nach einem Benefizkonzert gefolgt.
Am 11. Januar ist es so weit. Mit dabei sind die sehr vielseitigen Bläser an der Front mit Werner Britz (Trompete, Posaune, Saxofon, Querflöte, Gesang) und Jacek Witkowski (Klarinette und Saxofon) und zur besonderen Freude der Band der VollblutmusikerHartwig Oldenettel (Akkordeon), der in den letzten Jahren immer wieder als gern gesehener Gast bei der old marytown mitgejazzt hat. Wenn man dieses im Jazz eher ungewöhnliche Instrument so beherrscht wie Oldenettel, dann ist das Akkordeon für diese Art der Musik geradezu ein ideales Instrument.
Die Rhythmusgruppe wird angeführt von Liesbeth Blauuw, die sowohl den Kontrabass als auch das Sousaphon perfekt beherrscht und von Heiner Olech am Schlagzeug, der auch gerne fröhliche Gesangsstücke einstreut. – Und natürlich ist ein besonderes Highlight der Band die großartige Sängerin Sheila Heyartz , die liebevoll auch als Spatz von Jever bezeichnet wird.
Neben diesen sechs Stammmusikern sind auch die Oldies und Gründungsmitglieder der Band dabei, nämlich Heinz Unting am Banjo, der an diesem Tag Anne van der Waal ersetzt, und Jochen Ewald (Trompete, Posaune) der immer noch auch als Bandleader und Moderator mitwirkt und zusammen mit den anderen sieben Musikern den Zuhörern ein fröhliches und abwechslungsreiches Programm bieten wird.
Vorverkauf: Jever Marketing +Tourismus GmbH, Schortens Touristik – Jeversches Wochenblatt in Schortens und Jever – Volksbank Jever und Schortens oder im Lokschuppen.
Die aktuelle Besetzung von „Laway“ mit (v.l.n.r.): Keno Brandt, Tjado Ihmels, Petra Fuchs, Jörg Fröse, Jonas Rölleke und Gerd „Ballou“ Brandt. Foto: Artychoke.
Plattdeutsche Lieder und Friesen-Folk zum Winter mit der Folkgruppe „Laway“ – das gehört inzwischen unverzichtbar zur Zeit rund um den Jahreswechsel in den Kirchen auf der ostfriesischen Halbinsel. Und wie jedes Jahr seit 2003 gehen die friesischen Barden mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus alten Weihnachtsliedern und rhythmischer Volksmusik bis Maria Lichmeß (2. Februar) wieder auf Tour. Handgemachte Folkmusik, wunderschöne Melodien, tiefgehende Songtexte, Lieder, die nichts Düsteres haben, nichts Resignatives und auch nichts Trauriges – im Gegenteil: In ihrer Grundstimmung vermitteln die meisten Songs Hoffnung, Stärke, Standhalten, den Blick nach vorn – und das ist eben das ganz Besondere an „Laway“. Die Konzertreihe startet 2015 bereits am ersten Januarwochenende mit Auftritten in Carolinensiel (2. Januar), Hage (3. Januar, Hesel (4. Januar) und Schortens (5. Januar).
Zur Stammbesetzung von „Laway“ gehören seit 1996 Petra Fuchs aus Schortens, Gerd Brandt aus Neustadtgödens und Jörg Fröse aus Neuwesteel. Die ebenso vielfältige wie abwechslungsreiche Auswahl an Instrumenten umfasst neben der akustischen Gitarre u.a. auch noch Handharmonika, Bouzouki, Cister, Geige, Mandoline, Lowwhistle Als neue Mitglieder hinzugekommen sind der Düsseldorfer Jonas Rölleke, der mit seinem wunderbaren Violinenspiel bereits bei den Störtebeker- Festspielen glänzen durfte, und Tjado Ihmels aus Upgant-Schoot am Schlagzeug. Die musikalische Leitung der Band hat Keno Brandt, der mit Piano, Keyboard und seinem tollen Bass-Bariton die Arrangements bereichert. „Laways“ Liebe zu irisch-schottischen Klängen ist dabei nicht zu überhören, aber die sechs Musikanten haben einen ganz eigenen Stil kreiert, den Sie selber als Friesenfolk-Rock bezeichnen.
Übersicht LAWAY-WINTERLEED-Tour im Januar 2015
Fr. 2.1. Carolinensiel 19.30 Uhr Deichkirche
Sa. 3.1. Hage 19.30 Uhr St Ansgari-Kirche
So. 4.1. Hesel 17.00 Uhr Ludgeri-Kirche
Mo. 5.1. Schortens 19.30 Uhr St. Stephanus-Kirche
Sa. 10.1. Düsseldorf 20.00 Uhr Maxhaus (Vvk. für 12,- im Maxhaus, Tel.: 0211 – 90 10 252)
So. 11.1. Ochtrup 17.00 Uhr Ev. luth. Kirche (Vorbestellungen über Tel.: 02553 – 983 77)
Fr. 16.1. Rellingen 20.00 Uhr Rellinger Kirche
Sa. 17.1. HH-Altengamme 19.30 Uhr Nicolai-Kirche
So. 18.1. Wittmund 17.00 Uhr Nicolaikirche
Fr. 23.1. Wiesmoor 19.30 Uhr Friedenskirche
Sa. 24.1. Zetel 19.30 Uhr St. Martinskirche
So. 25.1. Ostrhauderfehn 17.00 Uhr Ev. luth. Kirche (Konzert für die Gemeindestiftung)
Fr. 30.1. Westerstede 20.00 Uhr St. Petri Kirche
Sa. 31.1. Aurich 19.30 Uhr Lamberti-Kirche
So. 1.2. Wilhelmshaven 16.00 Uhr Neuender Kirche
Mo. 2.2. Emden 19.30 Uhr Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche
Ermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Auszubildende, Behinderte, Bedürftige und Kleinstrentner
Tickets online über info@laway.de oder telefonisch unter 04422 – 986 001
Vorverkauf Buchhandlungen
Buchhandlung Plenter in Leer und Emden (Bücherstube am Rathaus),, Buchhandlung Müller in Varel und Bockhorn, Buchhandlung Lübben in Zetel, Bücher Cassens in Hage, Buchhandlung Am Wall in Aurich
VVK Zeitungen
Anzeiger für Harlingerland in Wittmund, Wiesmoor und Esens, Jeversches Wochenblatt in Jever und SKN-Info in Norden
VVK Kirchengemeinden
Kirchenbüro Neuende, Schortens, Ostrhauderfehn, Zetel, Ochtrup und Altengamme
VVK sonstige
Schreibwaren Grundei in Sande, Touristinfo in Wilhelmshaven und Westerstede, Schreibwaren van Ahlen in Hesel, Raiffeisenbank Idafehn-Strücklingen, Maxhaus Düsseldorf, Fotostudio Gaedigk in Rellingen
Lions-Club präsentiert „Colourful Toyism“ bei der Langen Einkaufsnacht
Jever – Mit einer aufsehenerregenden Kunstausstellung, die nur einen Abend dauerte, hat der Lions-Club Jever am 11. September in Jever die weltumspannende Künstlerbewegung der „Toyisten“ präsentiert. Die farbenfrohen und formenreichen Werke der Maler, die aus verschiedensten Ländern und Erdteilen kommen, kann sich nun jeder an die Wand hängen. Zusammen mit seinem Partnerclub in Emmen (Niederlande) hat der Lions-Club Jever einen Kalender „Colourful Toyism“ aufgelegt, der im Großformat (47 mal 33 cm) und als Tisch-Standkalender für soziale Zwecke verkauft wird.
De Stip oder Der Punkt. VonToyisten gestalteter Gasbehälter in Emmen. Foto: Toyism Studio
Die zwölf Kalendermotive für das Jahr 2015 zeigen Gemälde von renommierten Toyisten, aber auch Fotos von deren spektakulären Open-Air-Kunstwerken, die in Holland und auf Island an öffentlichen Gebäuden angebracht wurden. Der Kunstkalender ist für 20 Euro (Tischkalender 10 Euro) erhältlich. Ein erheblicher Teil der Auflage ist bereits verkauft.
An diesem Freitag (5. Dezember, ab 18 Uhr) bieten die Lions den Kalender während der Langen Einkaufsnacht beim „Advent am Kirchplatz“ im Zelt vor dem „Friesischen Teehaus Leidenschaften“ an.
Der Lions-Club hat bereits beschlossen, dass sechs Organisationen mit je 1000 Euro aus dem Erlös des Kalenderverkaufs und des jüngsten Altstadtfestes bedacht werden. Es sind die Kunstschule Kiebitz in Jever, der Verein Kinder von Tschernobyl, der Förderverein des Schlossmuseums Jever, die Bibliothek des Mariengymnasiums Jever, das jüdische Dokumentationszentrum Hermann-Gröschler-Haus in Jever und das Nationalparkhaus Wangerland in Minsen.
„Blömen för Evi“ heißt das zweite plattdeutsche Hörspiel von Manfred Briese, das bei Radio Bremen produziert wurde und am 19. Januar 2015 ab 19.05 Uhr im NDR 1 Radio Niedersachsen zu hören ist. Auch bei Radio Bremen Nordwestradio wird das Hörspiel gesendet, sogar zweimal, und zwar am Sonntag, 25.01., ab 17.05 und an dem folgenden Montag ab 21.05 Uhr.
In Ostfriesland, zwischen Aurich, Wiesmoor und Emden, spielt die Handlung. Brieses langjährige Passion als Kantoreisänger lieferte den Hintergrund für diesen Krimi.
Das Geschehen: Der Bachchor studiert Mendelssohns „Hymne“ ein, und wieder betraut der Chorleiter, den sie „Masur“ nennen, die Sopransängerin Fanny mit dem Solo. Darüber ist die Freundin sehr enttäuscht. Evi ist der Meinung, dass sie Fanny in nichts nachsteht und bedrängt diese, ihr zuliebe auf das Solo zu verzichten. Der Konflikt, der sich daraus ergibt, ist Inhalt des Hörspiels. Er endet tragisch.
Als der Redakteur das Skript für dieses Hörspiel gelesen hatte, schrieb er zurück, er fände darin „die Schreibe so schön und den Humor so erfreulich bös“. Eine Schnulze ist demnach nicht zu erwarten.
Bekannte Ensemblemitglieder des Ohnsorgtheaters Hamburg wie Sandra Keck haben die Sprechrollen übernommen, großartige Künstler allesamt, mit eindrucksvollen Stimmen. Von dem Bremer Chor „Plan B“, der die Mendelssohn-Hymne einstudiert hat, sind die musikalischen Anteile eingespielt worden. Die Regie führte Michael Uhl vom Oldenburger Staatstheater.
Dieses Aquarell vom Glockenturm in Jever wird versteigert. Der Erlös fließt in die Sanierung des historischen Gebäudes. Foto: Cornelia Lüers
Falls einer unter Euch ist, der gerne an Versteigerungen teilnimmt, der sich über Aquarelle, Antiquitäten, Kuriosa so richtig freuen kann, der sei auf die Auktion eines kleinen Bildes beim Jeverschen Wochenblatt hingewiesen. Die Aquarellmalerei von 1901 zeigt einen Entwurf für den Glockenturm der Stadtkirche in Jever. Der Erlös der Versteigerung fließt in die Sanierung des historischen Gebäudes. Bis zum 23. Dezember kann jeder mitbieten.
Ein Almanach (mittelniederl.almanag aus mittellatein.almanachus = (astronomisches) Jahrbuch von der arabischen Wurzel منح manaḥa) ist eine periodische, meist einmal im Jahr erscheinende Schrift zu einem thematisch abgegrenzten Fachbereich. Der Duden unterscheidet zwischen einem (früheren) Gebrauch mit einem Kalender verbundene bebilderte Sammlung von Texten aus verschiedenen Sachgebieten wie der Belletristik, Theater, Mode, Reisen und ähnlichem sowie einem aus besonderem Anlass oder aus Werbegründen veröffentlichter Querschnitt aus der Jahresproduktion eines Verlages.
Das war Wikipedia. Ostfriesisches Almanach nennt sich im Untertitel der Harlinger Heimatkalender, und aus der Wikipedia-Definition darf man sich in diesem Fall herausgreifen, dass es sich um eine „mit einem Kalender verbundene bebilderte Sammlung von Texten aus verschiedenen Sachgebieten“ handelt. Im 66. Jahrgang erscheint das Kalendarium aus dem Brune-Mettcker-Verlag in Wittmund inzwischen. Und neben kalendarischen Informationen, die man nicht überall findet, zum Beispiel dass der 15. Oktober der Gedenktag der Hedwig von Schlesien ist, bietet der Heimatkalender wieder eine Vielzahl historischer Informationen. Karl-Heinz de Wall hat „Historische Notizen“ aus der Gemeinde Friedeburg beigesteuert, Gerd Rokahr schribt über Sinti und Roma in Esens, Ude Hangen über 250 Jahre Friedrichsgroden und Friedrichsschleuse. Ein kleines Porträt des ostfriesischen Politikers Jann Berghaus verfasste Martin Stolzenau. Axel Heinz erinnert an untergegangene Marschendöfer im Watt vor Bensersiel. Einen Kunstschatz in der Burg Edenserloog, nämlich einen Fayence-Kachelofen, beschreibt Ulrich Cramer. Rainer Hinrichs stellt das Neudorfer Grashaus bei Buttforde vor und Rolf Adert erzählt, wo das „Alte Tief“ durch Wittmund verlief. Detlef Kiesé, der den Kalender auch redigiert,hat über die fast vergessene Industrie der Muschelkalkwerke in Ostfriesland geforscht und beschreibt das Muschelkalkwerk in Esens. Der Erste Weltkrieg, der vor hundert Jahren den Kontinent erschütterte, hatte seine Auswirkungen bis in die einsamsten ostfriesischen Dörfer. Davon berichtet Rainer Hinrichs.
Ein besonderes Nachschlagwerk beschließt den Kalender. Von Landkreis, Städten und Gemeinden über Schulen, Kirchen und Gerichten bis zu Vereinen und Verbände im Harlingerland und darüber hinaus sind Namen, Anschriften, Telefonnummern und etliche weitere Informationen über die wichtigsten Institutionen der Region aufgelistet. Das erspart manche schwierige Suche in Telefonbuch, Adressbuch oder im Internet. Dass der Heimatkalender traditionell mit dem Trächtigkeitskalender endet, unterstreicht seine Bedeutung für eine sehr ländliche Region.
Der Kalender kostet 5,95 Euro, bestellen kann man ihn hier (zuzüglich 4 Euro Versandkosten). Es gibt ihn auch in den Geschäftsstellen des Anzeiger für Harlingerland und des Jeverschen Wochenblatts sowie im regionalen Buchhandel.
Ein Konzertabend mit Texten von Oswald Andrae im Foyer des Sozialgerichts
Am kommenden Sonnabend, 22.November, ab 20 Uhr stehen unter dem Motto „Stiekelstrüük – Stachelsträucher“ im Foyer des Elisabeth-Anna-Palais am Schlosswall 16 (Sozialgericht) in Oldenburg zwei Auftritte auf dem Programm, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Werk des jeverschen Schriftstellers Oswald Andrae (1926-97) befassen.
Iko Andrae, der in Oldenburg lebende Sohn des Autores und seine Band haben 2009/10 im wunderschönen Foyer des Palais ihre CD „Stiekelstrüük“ aufgenommen, 19 auf Oswald-Andrae-Texte komponierte Songs. Die vier Musiker wollen ihr Werk nun fünf Jahre später am Ort der Aufnahme live aufführen. Iko Andrae wird dabei begleitet von seinen Kollegen Michael Jungblut an der Gitarre, Bahli Bahlmann an den Drums und Olaf Liebert am Bass.
Cor-a-Song ist ein gemischter Chor aus Oldenburg und hat beim Plattart-Festival 2013 im Oldenburgischen Staatstheater „De Fahn“ aufgeführt. „De Fahn“ ist ein kurzes Gedicht Oswald Andraes gegen den Fahnenkult und wurde 1973 vertont von Günther Maurischat. Cor-a-Song wird im Elisabeth-Anna-Palais dieses Chorstück noch einmal aufführen.
Iko Andrae und seine Band haben 2009/10 ihre CD „Stiekelstrüük“ aufgenommen. Die vier Musiker wollen ihr Werk nun fünf Jahre später am Ort der Aufnahme live aufführen. Iko Andrae wird dabei begleitet von seinen Kollegen Michael Jungblut an der Gitarre, Bahli Bahlmann an den Drums und Olaf Liebert am Bass.
Oswald Andrae war ein über die Grenzen seiner Heimat bekannter und preisgekrönter Lyriker aus Jever. Zu Lebzeiten schon wurde er als Erneuerer der niederdeutschen Dichtkunst gefeiert, der diese in seinen Versen ab den 1960ern vom Verstaubten und oft Gestrigen befreite und sie in einen aktuellen und sehr wirklichkeitsnahen Kontext brachte. Viele seiner Texte wurden von niederdeutschen Folksängern in musikalische Form gebracht.
Die CD „Stiekelstrüük“ erschien 2010 beim Folklabel Artychoke und wurde schon bald in der Liederbestenliste des Vereins für deutschsprachige Musik e.V. als CD des Monats Januar 2011 ausgezeichnet. Das Album wurde überwiegend im Elisabeth-Anna-Palais aufgenommen. „Das große Foyer des Hauses bot sich wegen seiner fast sakralen Akustik als Aufnahmeort an. Das ganze Album war inspiriert durch das Cowboy-Junkies-Album „The Trinity Sessions“ von 1988,“ so Iko Andrae.
Am Tag nach dem Konzert im Foyer des Sozialgerichts wird Oswald Andrae ein weiteres Mal geehrt. Das Mariengymnasium in Jever wird einen Raum einweihen, der seinen Namen tragen und sich ganz dem vielseitigen Schaffen seines ehemaligen Schülers widmen soll.
Die „Norddeutsche Landschaft“ von Heiner Altmeppen, Kunstfreunden im Nordwesten vielleicht bekannt von Besuchen in der Kunsthalle Emden, ziert jetzt ein Haus in Wilhelmshaven. Foto: Wilhelmshaven Touristik
Die „Norddeutsche Landschaft“ ist ein fotorealistisches Gemälde, das im Nordwesten viele kennen, denn es gehört zu den wichtigen Exponaten der Emder Kunsthalle. Neuerdings können auch die Wilhelmshavener das Bild betrachten, allerdings um ein Mehrfaches größer als in der benachbarten Hafenstadt, hundert Quadratmeter groß genauer gesagt.
Buko Königshoff. Foto: Wilhelmshaven Touristik
Denn der Künstler Buko Königshoff (kleines Foto) hat das Altmeppen-Gemälde in mehrwöchiger Arbeit auf eine Hausfassade in der Bismarckstraße reproduziert. Es ist nicht das erste Großkunstwerk in der Jadestadt. Im vergangenen Jahr ist bereits eine Hauswand in der Luisenstraße mit einer überdimensionalen Reproduktion von Franz Radziwills Werft-Bild verziert worden.
Initiiert worden ist die Kunst am Bau von der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH unter ihrem Geschäftsführer Michael Diers, der auch der „Erfinder“ des Wilhelmshavener Street-Art-Festivals ist. Gesponsert wurde das Werk in der Bismarckstraße 143 am Haus von Bernd Frerichs von dem örtlichen Malerei- und Gerüstbauunternehmen Nietiedt.