Ein Programmtipp vom NDR. In der „nordstory“ geht es um Viehhändler:
Viehhandel vom Ammerland bis nach Ostfriesland: erst werden Sprüche geklopft, dann wird zwischen den Vertragspartnern lautstark geschachert, am Schluss einigt man sich per Handschlag. Und der zählt seit über 500 Jahren. Die traditionellen Viehmärkte sind Anziehungspunkt für Tausende Schaulustige und Landwirte aus ganz Deutschland. Rund drei Dutzend Familien in der Region bestreiten schwerpunktmäßig ihren Lebensunterhalt durch den Handel mit Vierbeinern, auch wenn die Geschäfte schwieriger werden.
Detlef Ferdinand aus Ostfriesland handelt mit Rindern. Der Ferdinand-Clan ist ein professionell aufgezogenes Familienunternehmen. Ehefrau Elke kümmert sich um das Büro. Sohn Eike, inzwischen 24 Jahre alt, hat eine Ausbildung im Fleischhandel absolviert und mehrere Jahre in Lübbecke gearbeitet. Nun ist Eike zurück und im Betrieb seines Vaters angestellt. Vorerst wohnt er auch wieder bei seinen Eltern. Seine erste Bewährungsprobe wird der Gallimarkt sein.
Dirk Sandstede besitzt im Ammerland einen Betrieb mit fast 300 Tieren. Der Pferdehandel läuft schleppend. Nebenbei züchtet Sandstede Limousin-Rinder, die er an den Mann bringt. Handeln liegt ihm im Blut. Bereits als Elfjähriger verschacherte er Tauben in der Schule. In der Region ist Dirk Sandstede wie bunter Hund bekannt. Nach dem Motto „man muss im Gespräch bleiben“, setzt er sich gerne in Szene, nimmt bei den jährlichen Landesmeisterschaften in der Kutschvielseitigkeit teil, veranstaltet legendäre Viehabtriebe im Herbst und auch er lässt den Gallimarkt nie aus.
„die nordstory“ begleitet die beiden Viehhändler und ihre Familien in ihrem Kampf um lebendige Tradition und blickt mit ihnen hinter die Kulissen des Gallimarktes.
die nordstory – Die Viehhändler | Sendung am Freitag, 25. April 2014 um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen
Alle Welt redet von Roboterjournalismus. Da geht es um Nachrichten vom Fließband. Computerprogramme machen aus standardisierten Informationsbrocken standardisierte Beiträge. Also nichts anderes als wir Menschen in Redaktionen leider in viel zu vielen Arbeitsstunden machen müssen. Was sollten wir also gegen Maschinen haben, die uns diese lästige Arbeit abnehmen?
Der Jenaer Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Seufert glaubt, dass die Regionalzeitungen nicht aussterben werden. Zwar sind seit 1991 rund hundert Lokalausgaben eingestellt worden und ihre Zahl werde noch weiter sinken. Die meisten Verlage haben aber trotz sinkender Einnahmen und Leserschwund geschafft, kaum Gewinneinbußen hinnehmen zu müssen, so Seufert im Interview mit newsroom.de
Jan-Keno Janssen volontierte beim Jeverschen Wochenblatt. Heute ist er Redakteur beim Computermagazin c’t.
Wollte ich erzählen, was aus all den jungen Leuten geworden ist, die wir in der Wochenblatt-Redaktion ausgebildet haben, müsste ich mir nicht mehr so viele Gedanken darüber machen, womit ich meinen Blog bis zum Jahresende fülle. Die meisten, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht geblieben sind, haben heute spannende Jobs. Jan-Keno Janssen zum Beispiel ist so einer, der nicht nur bleibenden Eindruck hinterlassen hat (es gilt das Redaktionsgeheimnis), sondern bis heute von sich reden macht. Jetzt zum Beispiel in einem Interview in der Neuen Osnabrücker Zeitung, in dem er über seine Erfahrungen als Google-Glass-Tester erzählt. Zum Interview
Er machte es anders als die anderen und er machte „sein Ding“. Zu den untereinander gut vernetzten Journalisten der übrigen Lokal- und Regionalzeitungen im Nordwesten pflegte er eher gar kein als ein distanziertes Verhältnis. Trotzdem schauten die Kollegen mit einiger Hochachtung auf den Mann, der die „Emder Zeitung“ revolutionierte und aus ihr Anfang der 80er Jahre ein Blatt machte, das bis heute völlig anders daherkommt als jede andere Zeitung. Am vergangenen Freitag ist Herbert Kolbe, wie die Deutsche Presseagentur meldet, im Alter von 72 Jahren gestorben.
Mit den Innovationen, die Kolbe bei der EZ veranlasste, die bis dahin „Rhein-Ems-Zeitung“ geheißen hatte, stieß er auch Neuerungen in anderen deutschen Blättern an. Besonders beachtet wurde in der Branche der Umstand, dass Kolbe in Emden wieder eine Vollredaktion schuf und sich vom sogenannten „Mantelbezug“ bei der Neuen Osnabrücker Zeitung löste. Damit konnte die EZ lokale, regionale und überregionale Nachrichten nach eigener Schwerpunktsetzung zusammenstellen, was seinerzeit noch wenig üblich war, heute bei vielen Lokalzeitungen gang und gäbe ist. Besonders ist auch die Titelseite der Emder Zeitung, die mittlerweile nur noch aus Überschriften, Unterzeilen und Vorspännen sowie Fotos besteht und optisch in jeder Hinsicht ungewöhnlich daherkommt.
2006 hatte Kolbe nach 25 Jahren das Amt an seinen Nachfolger und zuvor langjährigen Stellvertreter Klaus Fackert übergeben.
Wisst Ihr, was ich an meinem Beruf so liebe? Den täglichen Umgang mit spannenden Nachrichten und relevanten gesellschaftlichen Themen. Gestern zum Beispiel bei der Auswertung des Polizeiberichts der Inspektion Aurich dieses spektakuläre Fundstück: „Biotonne umgefahren: Ein unbekannter Verkehrsteilnehmer fuhr in der Nacht zu Montag, 07.04.2014, eine Biotonne um und flüchtete anschließend unerkannt. Die Tonne stand an der Straße Moorweg zur Entleerung bereit, jedoch nicht unmittelbar an der Fahrbahn. Die Tonne ist für eine weitere Nutzung für Bioabfall nicht mehr tauglich. Zeugen des Unfalles werden gebeten, sich bei der Polizei Aurich, 04941/606-215, zu melden.“ Da darf man auf die Aufklärung des Falls gespannt sein.
„Gäbe es diese Zeitschrift nicht“, so sagte es einmal „Stern“-Gründer Henri Nannen über das Ostfriesland Magazin, „ich müsste sie erfinden.“ Henri Nannen, Jahrgang 1913, hat seine Jugend im ostfriesischen Emden verbracht. Diese Jahre in der Seehafenstadt, die Paddeltouren im Faltboot auf Ostfrieslands Kanälen, die grünen Weiden und Wiesen mit ihren Gerüchen haben Henri Nannen geprägt und eine Sinnlichkeit geweckt, für die er später berühmt und berüchtigt wurde. Den „Stern“ hat er mindestens ebenso „aus dem Bauch“ wie mit dem Intellekt gemacht. Der Journalist, der als Chefredakteur über viele Jahrzehnte eine Millionenauflage zu verantworten hatte, hat das Ostfriesland Magazin gemocht, hatte es abonniert und zu Hause im Wohnzimmer auf einem Tisch hinter dem Sofa – neben anderen renommierten Zeitschriften wie „GEO“, „Der Spiegel“ oder „art“ – gestapelt. Zum 50. Heft im April 1988 hat er der Redaktion ein „Salut gen Norden!“ geschrieben, in dem es heißt: „Dem Verein zur gegenseitigen Beweihräucherung gehören wir nicht an, und doch muss ich Ihnen heute von Herzen die Hand drücken und sie dreimal schütteln, weil es Ihnen gelungen ist, in diesem Monat die 50. Ausgabe Ihres Magazins vorzulegen, ohne dass Ihr Verleger darüber hätte Konkurs anmelden müssen.“
Oma Nummer 1 mit einem Beitrag über das sagenhafte Städtchen Jever.
Im April 1984 begann die Ära Ostfriesland Magazin. Das Heft wartete damals mit 104 Seiten auf. Mittendrin und in Farbe: 26 Seiten zum „sagenhaften Städtchen Jever“. Die erste Reportage im Heft titelte mit „Selbstvertrauen aus der Folterkammer – warum Frauen Wert auf Muskeln legen“. Seitdem ragt das Regionalmagazin im Nordwesten aus der Flut der Zeitschriftentitel heraus und gewährt exklusive Einblicke und Aussichten. Es berichten über Land, Inseln und Leute zwischen Dollart und Jadebusen – und Monat für Monat gibt es zwischen Ems und Jade viel Neues zu entdecken. Das Angebot der Themen ist breit gefächert: Menschen und Landschaften, Häfen und Seefahrt, Politik und Wirtschaft, Inseln und Küste, Gärten und Umwelt, Geschichte und Geschichten, Kunst und Kultur, Bücher und Humor, Hoch- und Plattdeutsch. Mit jeder Ausgabe nimmt das Ostfriesland Magazin seine Leser mit auf eine Entdeckungsreise und zeigt ihnen den Landstrich in qualitätsvollen Texten und erstklassigen Fotos aus immer neuen Perspektiven.
Eine der erfolgreichsten Regionalzeitschriften
Als 1984 die erste Ausgabe vom Ostfriesland Magazin erschien, konnte niemand ahnen, dass es sich zu einer der erfolgreichsten Regionalzeitschriften Deutschlands entwickeln würde. Als erste Illustrierte für Land und Inseln zwischen Dollart und Jadebusen im Ostfriesland Verlag – SKN (Soltau-Kurier-Norden) von dessen Verleger Christian Basse gegründet, ist das Ostfriesland Magazin seit 1984 monatlich mit immer neuen Perspektiven sowohl auf dem regionalen Markt als auch am überregionalen Markt präsent. Nur einmal, zum Millennium, gab es eine Doppelausgabe. So erschien zum 25. Jubiläum im April 2009 nicht die 300., sondern exakt die 299. Ausgabe. Zum 30. Geburtstag erscheint nun die 359. Ausgabe: das sind schätzungsweise 37.500 Seiten.
„Es war einmal… eine Idee – die Idee von der Illustrierten zwischen Dollart und Jadebusen“, so schrieb es damals der Verleger Christian Basse in seinem Wort vorweg. „Ausgelöst wurde der anfangs vage Gedanke von den vielen bunten Prospekten, die Ostfriesland als das Erholungsland an der südlichen Nordsee priesen. In Wirklichkeit gaben die Fremdenverkehrsprospekte jedoch fast alle ein falsches Bild von unserer Region wieder. Der sprichwörtlich ,etwas beschränkte Ostfriese‘ oder die ,Costa Granata‘ sind eigentlich eine Beleidigung für das wirkliche Ostfriesland.“ Die Idee von der ostfriesischen Illustrierten knüpft hier an. In vielen Momentaufnahmen soll das Geschehen in der Region mit Reportagen eingefangen werden. Reportagen sind wie Entführungsfälle aus bekanntem Terrain, ein Aufbruch ins Ungewisse. Sie sind Abenteuerreisen zu Menschen auf nahen und fernen Planeten. Reportagen beginnen mit einem Befremden. Denn wer den Mittelpunkt der Erde nicht an seinen Schreibtisch glaubt, der kann noch immer überall ins Staunen geraten. Und nur der wird es finden: Das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen. Das Verborgene unter der Oberfläche. Das zweite Gesicht der Wirklichkeit. Aufbrüche ins Unbekannte, Beobachtungen aus der Abenteuerlichkeit des Alltags. Dieses Magazin, geliebt und vielfach gelobt für eine Reportage-Fotografie, die selbst schon Zeitschriften-Geschichte geschrieben hat und vor allem von Martin Stromann geprägt wurde. Schon immer standen beim Ostfriesland Magazin Wort und Bild nebeneinander.
Leser in 14 Ländern
In 14 Ländern der Erde wird das Ostfriesland Magazin gelesen. Dazu gehören Australien, Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Kanada, Marokko, Mexiko, Niederlande, Österreich, die Schweiz, Spanien und die Vereinigten Staaten von Amerika. Mehr als 290 Abonnentinnen und Abonnenten sind seit 1984 dabei! Sie leben unter anderem in Achim, Adelsheim, Affinghausen, Berlin, Bad Homburg, Bad Kreuznach, Bad Reichenhall, Bad Zwischenahn, Bielefeld, Bremen, Bockhorn, Bonn, Butjadingen, Dachau, Darmstadt, Delmenhorst, Dillenburg, Dörpen, Düsseldorf, Duisburg, Ellwangen, Ennepetal, Erkelenz, Frankfurt, Gevelsberg, Grevenbroich, Großkrotzenburg, Gummersbach, Halle, Hamburg, Hannover, Hasbergen, Heidelberg, Hildesheim, Jüchen, Kassel, Kiel, Krefeld, Leonberg, Lingen, Loxstedt, Lüdenscheid, Lüneburg, Mannheim, Markdorf, Meckenheim, Meppen, Minden, München, Neutraubling, Nordhorn, Nürtingen, Oberkirch, Oldenburg, Osnabrück, Papenburg, Preußisch Oldendorf, Recklinghausen, Rethem, Sendenhorst, Singen, Spardorf, St. Augustin, Sulingen, Tornesch, Unna, Unterschleißheim, Varel, Verden, Waiblingen, Westerstede, Wetter, Weyhe, Witten, Wolfenbüttel, Wunstorf und Wuppertal … sowie unter anderem im ostfriesischen Aurich, Berumbur, Carolinensiel, Detern, Dornum, Emden, Esens, Großefehn, Großheide, Hage, Hesel, Hinte, Ihlow, Jever, Krummhörn, Leer, Lütetsburg, Marienhafe, Moormerland, Norden, Osteel, Schortens, Stedesdorf, Südbrookmerland, Weener, Westoverledingen, Wiesmoor, Wittmund … und auf den Inseln Borkum, Juist, Langeoog, Norderney und Spiekeroog.
Die Jubiläums-Ausgabe 30 Jahre.
148 Seiten Jubiläumsausgabe
Die aktuelle Geburtstags-Ausgabe des Ostfriesland Magazins ist jetzt am Kiosk. Die Ausgabe hat einen Umfang von 148 Seiten und kostet 5,50 Euro. In einem 30-seitigen Sonderteil blickt die Redaktion auf 30 Jahre Ostfriesland Magazin zurück, blättert unter anderem zurück in die April-Ausgabe von 1984 und erinnert an das Aus der Spiekerooger Inselbahn im Jahr 1981. Im Jubiläumspreisrätsel gibt es exklusive Schmuckstücke aus einer eigens für das OMa-Jubiläum entworfenen Kollektion von Hermann Arends zu gewinnen.
Franz Radziwill (1895-1983) präsentierte die Natur und das Meer als geheimnisvolle Idylle, engagierte sich aber auch für den Schutz der Natur. Das Franz-Radziwill-Haus in Dangast und das Schlossmuseum in Jever würdigen den Maler und sein Lebenswerk vom 6. April bis 31. August in dem Ausstellungsprojekt „Die Halbinsel der Seligen – Franz Radziwill in der Natur“. Damit befasst sich am Dienstag, 1. April, in der Stunde ab 19 Uhr der „Kulturspiegel“ auf NDR 1 Niedersachsen. Livestream
„Die Vorstellung, dass die Kommunikation von Journalisten abgehört, mitgelesen, gespeichert und ausgewertet wird, ist ein Alptraum für die ganze Gesellschaft“ – sagt der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken (Wilhelmshaven). Der DJV hat die Mitglieder des Bundestags-Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der NSA-Affäre aufgefordert, intensiv möglichen Verletzungen der Pressefreiheit und des Informantenschutzes nachzugehen. Konken: „Wo die Freiheit der Medien eingeschränkt wird, ist es um die Freiheit der Gesellschaft schlecht bestellt.“
„Twitterer sind Narzisten, überschätzen ihre Talente, haben einen Hang zum Exhibitionismus, können Kritik nur ganz schwer ertragen und empfinden wenig Empathie für andere – haben US-Wissenschaftler herausgefunden.“ Das lese ich beim Mediendienst „Turi2“. Na ja, dann wisst Ihr ja jetzt, mit wem Ihr es zu tun habt. https://twitter.com/HelmutBurlager