Unternehmer und Politiker Warrie Nijenbrinks starb 63-jährig

Er machte sich um die deutsch-niederländischen Beziehungen verdient

DSC_3205 Von Helmut Burlager

Emmen/Jever – Im Alter von 63 Jahren ist plötzlich und unerwartet der Unternehmer und Politiker Warrie Nijenbrinks aus Emmen, Niederlande, gestorben. Er erlag am Donnerstag einem akuten Herzversagen.

Als Vertreter der liberalen Partei VVD (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie) saß Warrie Nijenbrinks zwölf Jahre lang – von 1991 bis 2003 –  im Parlament der niederländischen Provinz Drenthe und war zeitweise Fraktionsvorsitzender – eine hoch angesehene und einflussreiche Persönlichkeit.

Warrie Nijenbrinks war ob seiner Verdienste hoch dekoriert, Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau. In seiner Heimatstadt Emmen engagierte sich der in jüngeren Jahren aktive Handballer sehr stark für den Sport, so im Ehrenrat des FC Emmen, als Vorsitzender der Jury der jährlichen Sportlerehrung der Stadt Emmen und als Handball-Berichterstatter bei Radio Drenthe Sport. Viele Jahre war er Vorsitzender der Abteilung Nord des niederländischen Handballverbandes.

Beruflich als selbstständiger Personalberater im Bereich der “Human Resources” tätig, war er auch in allen Belangen des gemeindlichen Zusammenlebens in Emmen und weit darüber hinaus engagiert. Als aktives Mitglied im Lions Club Emmen, lange Jahre auch Vorstandsmitglied und mehrfach Präsident, kümmerte Warrie Nijenbrinks sich vor allem und sehr intensiv um die Verbindung zum deutschen Partnerclub in Jever. Wie er überhaupt exzellente Beziehungen in das Nachbarland pflegte – er sprach perfekt Deutsch, liebte deutsche Küche, trat charmant, witzig, liebenswürdig auf, scheute aber auch nicht das deutliche Wort, wenn er anderer Ansicht als seine Gesprächspartner war.

Sein plötzlicher Tod hat auch viele Freunde in Deutschland schockiert, ihr Mitgefühl gilt der Ehefrau Mieke und den Angehörigen – drei Kinder mit ihren Ehepartnern und vier Enkeln. Am Mittwoch, 14. März, gibt es eine Trauerfeier in Emmen, die Beisetzung erfolgt im Familien- und engeren Freundeskreis.

Reaktionen:

Der Parteifreund und ehemaliger Fraktionskollege Klaas Smidt würdigte den Verstorbenen als einen ganz besonderen Mann, der vor allem auch für die gute Atmosphäre in der liberalen Fraktion von Bedeutung gewesen sei.

Die Partei VVD stellte in einer ersten Reaktion auf ihrer Website fest: „Nijenbrinks war ein einflussreicher Politiker. Er galt als der Finanzspezialist der Fraktion. Aber vor allen war er bekannt als ein Zupackender, als Brückenbauer und Stimmungsmacher. Er freute sich an Geselligkeit, war immer positiv. Er stand zwölf Jahre lang  als treibende Kraft hinter der Drenther VVD. Nach dieser Zeit erfüllte er noch Funktionen im Vorstand der VVD Emmen, des Senioren-Netzwerks und im Parteirat von VVD. Die Partei verliert mit ihm einen passionierten Vertreter.“

Artikel bei Emmen.nu

Artikel bei RTV Drenthe

Bericht bei Nieuws Emmen

VVD Emmen 

 

 

 

Leute, kauft und lest Zeitungen, sonst wird diese statistische Spielerei wirklich wahr

Avatar von Klaus MeierJournalistik

Für Vorträge in diesen Tagen habe ich die Auflagenzahlen der gedruckten Tageszeitungen in Deutschland der vergangenen 20 Jahre in eine einfache Trendberechnung geschickt. Das Ergebnis ist frappierend: Fast alle Werte liegen tatsächlich sehr genau auf einer Kurve, die sich langsam, aber immer stärker senkt. Im Jahr 1992 waren es noch 26 Millionen verkaufte Tageszeitungen, 2002 23,2 Millionen (minus 11%) und 2011 nur noch 18,8 Millionen (minus 19%). Die Statistik sagt uns voraus: 2022 werden noch ca. 11 Millionen Exemplare verkauft – und 2034 ist dann Schluss.

Statistiker mögen mich dafür steinigen, dass ich für diese schnelle Berechnung mit Excel gearbeitet habe. Mir geht es auch nicht darum, das Jahr des Untergangs exakt vorauszusagen. Denn wie immer bei Prognosen können sich die Randbedingungen massiv ändern. Wenn zum Beispiel ein neues elektronisches Trägermedium für tagesaktuellen, auf Text basierenden Journalismus billig produziert und massenhaft verkauft werden sollte – dann ist wohl früher Schluss mit…

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Nach den Politikerrabatten die Journalistenrabatte

Transparency International fordert Abschaffung von Vergünstigungen
DJV will es jedem einzelnen Journalisten überlassen

Berlin– Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. fordert ein Ende der Journalistenrabatte. Die Organisation begrüßt die Entscheidung der Deutschen Bahn, nicht länger Journalistenrabatte zu gewähren.

Jürgen Marten, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Journalistenrabatte sind anachronistisch. Unternehmen sollten nicht auf bessere Berichterstattung schielen, indem sie Journalisten potenziellen Interessenkonflikten aussetzen.“

Die Deutsche Bahn hatte vor wenigen Tagen bekannt gegeben, die Journalistenrabatte zum 15.04.2012 abzuschaffen. Bisher konnten Journalisten die Bahncard mit 50% Rabatt erwerben. Zahlreiche Unternehmen, u.a. Autokonzerne, Mobilfunkunternehmen und Fluggesellschaften, bieten weiterhin Journalistenrabatte an.

Laut “Welt online” hat sich der Deutsche Journalistenverband gegen die Forderung von Transparency International gewandt. “Das ist Sache eines jeden Journalisten, ob er Presserabatte annimmt oder nicht“, wird DJV-Sprecher Hendrik Zörner zitiert.

Humedica entsendet Ärzteteam in die Republik Kongo

Nach Explosion eines Munitionsdepots in Brazzaville sind Tausende verletzt

Kaufbeuren – Die Explosion eines Munitionsdepots in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville am Sonntagmorgen hat dramatischere Konsequenzen als bislang angenommen. Präsident Denis Sassou Nguesso beklagte in einer Ansprache an die Bevölkerung den Tod von bisher 146 Menschen.

Etwa 1500 Menschen seien verletzt worden. Diplomaten in Brazzaville befürchten sogar mehr als 200 Tote, darüber hinaus gefährden die noch immer lodernden Brandherde ein weiteres Munitionslager. Nach offiziellen Angaben sei ein Kurzschluss Auslöser der gewaltigen Explosion gewesen.

Die kaum vorstellbaren Dimensionen dieses Unglücks aber stellen die lokalen Helfer vor große Herausforderungen im medizinischen und logistischen Bereich. Entsprechend bat die Regierung durch Präsident Denis Sassou Nguesso um konkrete Hilfe.

Rettungskräfte sind noch immer auf der Suche nach Verschütteten, Verletzten und Toten unter den Trümmern rund um die Unglücksstelle. Vertreter von Krankenhäusern in Brazzaville riefen die Menschen zu Blutspenden auf.

„Nach der Anfrage von Regierungsseite haben wir in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Katastrophenmedizin sofort ein hochqualifiziertes Ärzteteam zusammengestellt“, erklärte humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. „Die Einsatzkräfte werden bereits in wenigen Stunden in Richtung Kongo aufbrechen. Wir sind sehr dankbar, dass das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland unsere Hilfe erneut gezielt unterstützt und wir mit der internationalen Organisation Mercy Ships einen kompetenten Partner haben.“

Neben dem erfahrenen Katastrophenmediziner und Chirurgen Prof. Dr. Dr. Bernd Domres (Tübingen) bilden die beiden Anästhesisten Norman Hecker (Bergisch Gladbach) und Dr. Annette Frick (Balingen) sowie Chirurg Dr. Philipp Fischer (Bonn) und Krankenpfleger Sebastian Möschen (Sonthofen) das Team. Geleitet wird der Einsatz von Koordinator Albrecht Stickel (Herrenberg) die Gruppe der humedica-Helfer. Sie sind ausgestattet mit  speziellen Medikamenten und medizinischem Bedarf zur Erstversorgung von bis zu 3000 Patienten.

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland um Spenden für diesen Katastropheneinsatz in Form einer Spende auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort „Katastrophe Kongo“
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Zur Internetseite von Humedica

Vinyl-Scheiben und Schlaghosen

Michael Diers - Moderator Marx – Drei Monate sind wieder um, die Kult-Party im Tunis mit DJ Michael Diers (Radio Jade) ist wieder da! Wer die Discothek Tunis aus den ganz frühen Tagen noch kennt und liebt, ist hier genau richtig!

Sonnabend, 10. März 2012:

TUNIS REVIVAL PARTY in Marx (Friedeburg)

Die Revival-Party in Original-Location mit originalem DJ ist ein Muss für jeden, der damals schon dabei war oder gerne gewesen wäre. Raritäten, Klassiker und Perlen der Anfangszeiten wecken Erinnerungen, hier trifft man die Freunde, Bekannten und auch die skurrilen Figuren von damals wieder. Und für dieses Mal gibt es wieder ein Detail mehr, das damals Kult war: Der gute alte Portwein!
Also stimmt Euch drauf ein, pustet den Staub von Euren alten Vinyl-Scheiben, kramt in alten Fotos – und wer richtig authentisch sein möchte, sucht vielleicht auf dem Dachboden noch nach der alten Schlaghose…

NDR: Winter in Friesland

Jever, Gödens, Neuenburg, der Jade-Weser-Port, der Blaudrucker und vieles mehr: ein NDR-Beitrag über Friesland: 

NDR: Winter in Friesland

Neuer Vormann auf der „Otto Behr“

DGzRS verabschiedet Ingo Owen – Erwin Clausen ist sein Nachfolger

Wilhelmshaven – Die Freiwilligenstation Wilhelmshaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat seit Anfang Februar einen neuen Vormann. Erwin Clausen ist Ingo Owen nachgefolgt. Das teilte die DGzRS am Dienstag mit.

Der neue Vormann der OTTO BEHR, Erwin Clausen (2.v.r. mit seinem Team bei einer Spendenübergabe. Axel Kempe (2.v.l.) vom "Havencafé" warf den ersten Cent in ein neues Sammelschiffchen. Links Rettungsmann Günter Thoß, weiter v.l. der Leiter des Informationszentrums Nordwest, Hans-Joachim Katenkamp, Erwin Clausen und Rettungsmann Ernst-Reiner Linden. Foto: DGzRS

Owen schied Ende Januar  im Alter von 72 Jahren nach über 25 Jahren Engagement für die Seenotretter aus dem aktiven Dienst aus. Er hatte seine Tätigkeit als freiwilliger Rettungsmann im Juni 1985 in Wilhelmshaven begonnen, zunächst auf den Seenotkreuzern MINDEN und VORMANN STEFFENS. Seit Juli 1993 führte er als freiwilliger Vormann das Seenotrettungsboot OTTO BEHR.

Erwin Clausen ist wie sein Vorgänger ein erfahrener Rettungsmann. Seit März 1993 ist er freiwillig für das Seenotrettungswerk im Einsatz. Die Funktion des Vormanns übernahm er am 1. Februar 2012 von Ingo Owen.

Die Station Wilhelmshaven gehört zu den ältesten deutschen Seenotrettungsstationen. 1870 stationierte die DGzRS dort das erste Ruderrettungsboot. Heute zählt die Station rund zehn freiwillige Seenotretter. Sie sind im Notfall mit ihrem modernen 8,5-Meter-Seenotrettungsboot OTTO BEHR zur Stelle, um Menschen in Seenot schnell und professionell zu helfen. Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen ermöglicht.

SWR-Beitrag über den Canal du Midi

Der Friesenblog hat vor einiger Zeit den Canal du Midi vorgestellt. Am 26. Februar 2012 sendete der SWR einen wunderschönen Beitrag über das Bauwerk, das heute Weltkulturerbe ist. Hier geht’s zum Beitrag in der Mediathek und hier zum Reisebericht im Friesenblog

Der Canal du Midi bei Béziers, Südfrankreich. Foto: Helmut Burlager

Historiker Dr. Jürgen Schmädeke gestorben

Dr. Jürgen Schmädeke in Dangast.

Berlin/Jever – Im Alter von 74 Jahren ist in Berlin der bekannte Historiker Dr. Jürgen Schmädeke, Experte für den Reichstagsbrand und die Geschichte des Reichstages sowie für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, gestorben. Dank familiärer Beziehungen nach Friesland hielt sich der Wissenschaftler und Journalist häufig in Jever auf. Ein Nachruf des Friesenblogs auf einen guten Freund auf nachfolgender Seite:

Zum Nachruf: Ein Kind der Küste und Kenner der Hauptstadt

Beiträge von Jürgen Schmädeke im „Tagesspiegel“ sind hier nachzulesen: Buchrezensionen