Ich schütze das Klima

Von Helmut Burlager

„Wir haben uns ein Ziel gesetzt.“ Wir, das ist der Landkreis Friesland, und als einer von ungefähr hunderttausend Friesländern gehöre ich natürlich dazu, also habe auch ich mir ein Ziel gesetzt, wie ich aus einer Broschüre erfahre, die der Landkreis herausgegeben hat. Unser Ziel ist, so lese ich, das Klima zu retten. Wer macht da nicht gerne mit?

Es ist auch ganz einfach. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, nicht warten, sondern starten, jeder kann etwas tun, ich muss nur erstens aus einer Liste von Klimatschutzmaßnahmen drei auswählen und sie umsetzen und dann zweitens mindestens drei Personen über die Folgen des Klimawandels und die möglichen Klimaschutzmaßnahmen informieren. Punkt zwei ist erledigt, sobald mindestens drei Leute diesen Beitrag gelesen haben.

Punkt eins ist da schon etwas schwieriger, auch wenn als Überschrift „So einfach geht’s“ drüber steht. Doch wie soll man sich entscheiden? Schalte ich, Vorschlag 1, alle Elektrogeräte aus, ehe ich in die Ferien fahre? Die Tiefkühltruhe würde es mir nach zwei Wochen mit pestilenzähnlichem Gestank heimzahlen. Soll ich, Vorschlag vier, beim Duschen das Wasser abstellen, wenn ich mich einseife? Mich fröstelts doch eh schon in diesem schrecklichen April. Soll ich, Vorschlag fünf, regionale Produkte kaufen? Mein Winzer von der Mosel wird mich für verrückt erklären, wenn ich ihm sage, dass ich nur noch Wein aus Friesland trinke. Soll ich, Vorschlag neun, beim Kochen immer den Topf mit einem passenden Deckel auf die passende Platte stellen? Dazu müsste ich den Deckel im Chaos des Topfschranks erst mal wiederfinden.

Nun, es bleiben ja noch ein paar andere Möglichkeiten, die Welt zu retten. Ich kann die Raumtemperatur um ein Grad senken (brrrr…), ich kann nur noch Energiesparlampen verwenden (gibt’s andere überhaupt noch?), ich kann auf Plastiktüten verzichten (habe allerdings 47 davon im Küchenschrank liegen), ich kann mich über die Vorteile einer energetischen Gebäudesanierung informieren (sich informieren ist immer gut, tut auch nicht weh!).

Die Welt retten, den Fön verkaufen. Foto(c): Anneke Glabasnia

Und dann werde ich dem Landkreis mal schreiben, dass er einen besonders effektiven Vorschlag vergessen hat. Ich habe nämlich schon vor Jahren begonnen, das Klima auf meine eigene Art und Weise zu schützen. Ich habe meinen Fön abgeschafft …

Sex and Crime statt Datenrecherche

Wie Journalisten mit Material von Wikileaks umgehen

Prof. Dr. Andrea Czepek in der Vortragsreihe des Instituts für Medienwirtschaft und Journalismus

Von Katrin Busch

Andrea Czepek
Prof. Dr. Andrea Czepek lehrt im Studiengang Medienwirtschaft und Journalismus an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. (c) Katrin Busch

Wilhelmshaven 250 000 teilweise geheime Dokumente des US-Außenministeriums veröffentlichte die Enthüllungsplattform Wikileaks ab Dezember 2010. Es handelte sich um Korrespondenz zwischen dem Außenministerium und den Botschaften der USA. Eigentlich eine wahre Einladung an Journalisten, die Daten auszuwerten und investigativ zu berichten. Doch die Medien beschäftigten sich kaum mit dem brisanten Material, sondern vornehmlich mit dem Wikileaks-Sprecher Julian Assange, den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung und mit seiner Festnahme. Das ergab eine Analyse von Prof. Dr. Andrea Czepek, die sie am Donnerstagnachmittag als zweiten Beitrag der Vortragsreihe „Journalismus vordenken …“ des Instituts für Medienwirtschaft und Journalismus an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven vorstellte.

Czepek hat in einer Inhaltsanalyse 1125 Fernsehbeiträge und Zeitungsartikel über Wikileaks vom Dezember 2010 aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Schweden verglichen. Drei Studierende, die Schwedisch, Französisch bzw. Spanisch sprechen, unterstützten sie dabei. Ein zentrales Ergebnis: Der Datenjournalismus ist bei den traditionellen Medien noch nicht angekommen. „Sex and Crime“ spielte in der Berichterstattung eine weit wichtigere Rolle. Fast ein Drittel der untersuchten Nachrichtenbeiträge erwähnte Assange als handelnde Person. Ein Großteil der Berichte handelte von den Vergewaltigungsvorwürfen, die mit in Wikileaks veröffentlichten Dokumenten nichts zu tun hatten. Neben der Personifizierung waren „Nähe“ und „Konflikt“ weitere entscheidende Nachrichtenfaktoren. In allen untersuchten Ländern war das Land, über das in den Wikileaks-Artikeln am meisten berichtet wurde, das eigene Land. Und durchschnittlich rund 73 Prozent aller Beiträge in den fünf Ländern betonten einen Konflikt.

Weitaus größere Unterschiede als zwischen den Ländern stellte Andrea Czepek zwischen den verschiedenen Medienarten fest. Der Zwang, im Fernsehen zu visualisieren, führte in den untersuchten TV-Nachrichten zu einer stärkeren Personifizierung und Ereignisbezogenheit. So interviewte zum Beispiel die britische BBC den Rocksänger Meat Loaf, der erklärte, er wolle Julian Assange am liebsten „die Zehen abschneiden“. In einem anderen BBC-Beitrag waren peruanische Schamanen zu sehen, die in ihren Vorhersagen für 2011 Assange als große Gefahr für US-Präsident Barack Obama identifizierten und den Wikileaks-Sprecher mit einem Fluch belegten. Insgesamt verwendeten Fernsehnachrichten mehr Interviews mit Experten – wie etwa ehemaligen Botschaftern – während Zeitungen mehr Analysen und zum Teil drastische Kommentare veröffentlichten. So bezeichnete der Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), Ulrich Reitz, die Veröffentlichung der Dokumente als größten Geheimnisverrat der Geschichte.

Insgesamt wurde jedoch mit Ausnahme der britischen Zeitung „The Guardian“ recht wenig Bezug auf die Originaldokumente genommen oder gar aus ihnen zitiert. Czepek führt diese länderübergreifende Erscheinung auf die weiter zunehmende Digitalisierung und Ökonomisierung der Mediensysteme zurück: Erhöhter Zeit- und Wettbewerbsdruck ließen kaum noch Raum für journalistische Leistungen wie das aufwändige Untersuchen umfangreicher Datensammlungen. Stattdessen werde auf leicht zugängliche Informationen wie PR-Texte oder bereits in anderen Medien veröffentlichte Inhalte zurückgegriffen.

Dass die Professorin mit ihrem Vortragsthema den Nerv der Medienwirtschaft- und Journalismus-Studierenden und ihrer Kollegen im Publikum getroffen hatte, zeigte die anschließende lebhafte Diskussion über den Datenjournalismus, über die Zukunft von Wikileaks und über das Schicksal des US-Soldaten Bradley Manning, der beschuldigt wird, Wikileaks die geheimen Daten zugespielt zu haben.

Quelle: Pressemitteilung der Jade Hochschule, Autorin Katrin Busch

Jade Hochschule

Naturschutzbund kritisiert Torfabbau

Holger Buschmann: „Irreführung beim Klimaschutz – Torf gehört ins Moor!“

Bahnsteig Der NABU Niedersachsen lehnt die Ausweisung von neuen Torfabbauflächen als Vorranggebiete für Rohstoffnutzung im Landesraumordnungsprogramm besonders aus Klimaschutzgründen ab. Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen, erklärte zur Kabinettsentscheidung am Dienstag, 17. April 2012: „Es ist ein Unding, dass gegen den Protest vieler Kommunen und der Naturschutzverbände, behördlich abgesichert, weiterhin den Mooren in Niedersachsen zusätzlich auf neuen Flächen buchstäblich ‚der letzte Torf abgegraben‘ wird. Trotz Reduzierung der Vorranggebiete für die Rohstoffnutzung erhöht sich real die Vorrangfläche für den Torfabbau um über 1000 Hektar.

Foto: Abgetorftes Moor bei Elisabethfehn. © Helmut Burlager

Der Trick ist nämlich, dass bereits abgetorfte Flächen herausgenommen sowie neue Gebiete aufgenommen worden sind. Somit entsteht rechnerisch eine Reduzierung, die in der Realität aber eine Flächenerweiterung bedeutet. Das Land Niedersachsen wird damit seiner hohen Verantwortung im Moor- und Klimaschutz keineswegs gerecht.

Es ist aus Gründen des Klimaschutzes unverantwortlich, die als größte Kohlenstoffspeicher in Niedersachsen funktionierenden Moore abzutorfen und damit Unmengen von Kohlendioxid in die Luft zu blasen. Schon heute werden auf den aktuell 29.600 Hektar Abtorfungsflächen in Niedersachsen über 1,7 Mio Tonnen Kohlendioxid pro Jahr emittiert. Mit den zusätzlich neuen Flächen von 1035 Hektar wird diese Bilanz noch schlechter.

Die Ausweisung von weiteren Hoch- und Niedermoorflächen als Vorranggebiete für den Torfabbau stellen einen Rückfall in die 70-er Jahre dar. Wir lehnen die Ausweisung von Torfabbauflächen als Vorranggebiete für Rohstoffnutzung insbesondere aus Klimaschutzgründen ab.

Gärtnern ist auch ohne Torf durchaus möglich, da heute bereits vielfach torffreie Erde im Handel und Baumärkten angeboten wird. Und auch für den Erwerbsgartenbau gibt es für Torf schon heute Alternativen, so dass eine deutliche Reduzierung des Torfbedarfs möglich ist.

Wir fordern, die Ausweisung neuer Vorranggebiete für den Rohstoff Torf bis zur Erstellung eines Moorschutzprogramms mit integriertem Klimaschutzkonzept zurückzustellen. Die Ausweisung konterkariert die ‚Empfehlungen der Regierungskommission Klimaschutz‘, die am 15. Februar 2012 dem Niedersächsischen Umweltminister übergeben wurden. Hierin wird die große Bedeutung der niedersächsischen Moore für den Klimaschutz verdeutlicht und ebenfalls vom Land Niedersachsen die Entwicklung eines entsprechenden Moorschutzprogramms gefordert.“

Schon allein aus Naturschutzgesichtspunkten dürften Moore keinesfalls abgebaut werden. Hier fordert der NABU das Land auf, das Versprechen von Ex-Umweltminister Sander einzuhalten, diese Fläche als Vorranggebiet zu löschen.

Vor genau 30 Jahren wurde das Niedersächsische Moorschutzprogramm erstellt, um eine einzigartigen niedersächsische Naturlandschaft zu bewahren. Bereits damals wurde den Abbauunternehmen der Ausstieg aus der Moornutzung, aufgrund endlicher Ressourcen und aufgrund besonderer Naturschutzauflagen nicht erweiterbaren Abbauflächen, als unumgänglich klargestellt.

2. Internationales Street Art Festival in Wilhelmshaven

Der große Erfolg des letzten Jahres geht in die zweite Runde

Wilhelmshaven – Das Street Art Festival geht in die zweite Runde. “Die intensiven Vorbereitungen laufen seit Januar“ sagen Mirco Wenzel und Michael Diers vom Organisationsteam und freuen sich auf ein noch größeres Straßenmalerfest in diesem Jahr.

Valoisplatz
Ein riesiges 3D-Bild entstand 2011 auf dem Valoisplatz. Alles ist Illusion, die Menschen und die Häuser und Bäume oben sind echt. Foto: WTF

Das Team der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (WTF) und Radio Jade will mehr für die 2. Auflage. So wird es wahrscheinlich einen Guinness Weltrekordversuch geben.

LogoDas größte 3D Straßenmalerbild der Welt soll auf dem Valoisplatz in Wilhelmshaven gemalt werden. Derzeit sucht man dafür Sponsoren, denn das Orga-Team will dafür unter anderem zwei der besten 3D Künstler der Welt verpflichten Edgar Müller und Gregor Wosik, neben drei weiteren Straßenmalern, die man für dieses über 1.200qm große Straßenbild benötigt. Gregor Wosik hat im letzten Jahr schon bewiesen, was er zu leisten vermag und hat zusammen mit Marion Ruthardt einen überdimensionalen Wasserfall auf den Platz gezaubert.

In diesem Jahr in diesem Jahr sollen weitere internationale Künstler verpflichtet werden und natürlich wird es auch wieder einen Kindermalwettbewerb an der NordseePassage geben. Da an diesem Wochenende der JadeWeserPort eröffnet wird, ist für die Innenstadt ein insgesamt ereignisreiches Wochenende geplant. Daran wird derzeit eifrig gearbeitet und die Organisatoren hoffen bis Mitte April genaueres mitteilen zu können.

Eines steht aber schon jetzt fest, der Zauber der farbigen Straßenbilder wird am 4. und 5. August wieder sehr viele Menschen in ihren Bann ziehen und das sollte niemand versäumen. Mehr Informationen unter www.streetart-wilhelmshaven.de .

Hooksmeer, Hafenbarkasse Große Freiheit II

Hooksmeer
Auf der Hafenbarkasse "Große Freiheit II" auf dem Hooksmeer in Hooksiel. (c) Helmut Burlager
Kapitän Klaus-Peter Schmitz fährt die "Große Freiheit II" im Hooksmeer.
Kapitän Klaus-Peter Schmitz fährt die "Große Freiheit II" im Hooksmeer. (c) Helmut Burlager
Offizieller Heimathafen Emden: Die "Große Freiheit II"
Offizieller Heimathafen Emden: Die "Große Freiheit II". (c) Helmut Burlager
Hooksmeer
Hooksmeer. (c) Helmut Burlager

Der Bericht zum Start der Hooksmeer-Rundfahrten mit der Barkasse „Große Freiheit“ ist hier nachzulesen: Mit Käpt’n Schmitz auf Tour – Jeversches Wochenblatt

 

Schlecker und die Stunde der politischen Heuchler

Ein lesenswerter Kommentar von Günther Lachmann zur Entscheidung über die Schlecker-Bürgschaft:   Schlecker und die Stunde der politischen Heuchler

Zwei weitere Journalisten in Syrien getötet

Hamburg/Damaskus – Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt darüber, dass erneut zwei Journalisten in Syrien getötet wurden. Walid Blidi und Nassim Terreri kamen einer Pressemitteilung von ROG zufolge am 26. März bei einem Angriff syrischer Truppen in Darkusch nahe der syrisch-türkischen Grenze ums Leben. Ein weiterer Reporter wurde verletzt und in ein Krankenhaus in der türkischen Grenzstadt Antakya gebracht.

„Wir verurteilen die gezielte Ermordung der beiden Journalisten“, so ROG. Die zwischen 28 und 32 Jahre alten Reporter waren zu Recherchen für eine Dokumentation über das Gebiet Idlib im Nordwesten Syriens unterwegs. Die Region gilt als einer der Ausgangspunkte der Aufstände in Syrien. Walid Blidi ist britischer Staatsbürger mit algerischen Wurzeln, die Nationalität seines Kollegen ist bislang unklar.

„Mitunter ist es sehr schwierig, Identität und Nationalität getöteter oder verletzter Journalisten festzustellen“, so ROG. Die Organisation appelliert an freie Journalisten, sich vor dem Einsatz in Krisengebieten entsprechend zu versichern und Kollegen über ihre Reisepläne zu unterrichten. Redaktionen müssten Kosten für Versicherungen und entsprechende Ausrüstung freiberuflicher Reporter in Krisengebieten übernehmen bzw. im Honorar berücksichtigen.

Ausführliche Informationen zum Thema Sicherheit für Journalisten in Krisengebieten unter: http://bit.ly/H6gqKG.

Ausnahmezustand in Patagonien: „Ich hoerte Schuesse und Schreie uebers Telefon“ « marinelapotor

Marinela Potor berichtet aus Südamerika von einem Konflikt, der in den Nachrichten so gut wie gar nicht vorkommt:

Ausnahmezustand in Patagonien: „Ich hoerte Schuesse und Schreie uebers Telefon“ « marinelapotor.

Seenotretter bringen Besatzung in Sicherheit

Feuer auf Krabbenkutter westlich von Sylt

Tönning/Bremen – Nach einem Brand auf dem Krabbenkutter „Sigrid“ (Heimathafen Tönning) westlich der Insel Sylt haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am frühen Morgen des 22. März 2012 die beiden Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht. Die Seenotkreuzer MINDEN/Station List auf Sylt und VORMANN LEISS/Station Amrum der DGzRS waren im Einsatz.

Gegen 2.55 Uhr meldete sich der Fischkutter „Theodor Storm“ über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS. Die Fischer meldeten, auf einem Schiff in ihrer Nähe habe sich eine Verpuffung ereignet. Anschließend beobachteten sie rote Leuchtkugeln – ein internationales Seenotsignal.

Die DGzRS alarmierte umgehend die beiden Seenotkreuzer “Minden” und “Vormann Leiss”, deren Besatzungen den Notruf der Fischer bereits mitgehört hatten. Der Kutter „Theodor Storm“ holte seine Netze ein und lief auf die Position des brennenden Schiffes, des 18 Meter langen Stahlkutters „Sigrid“, etwa zehn Seemeilen (19 Kilometer) westlich Westerland auf Sylt zu.

Die Besatzung der „Sigrid“ hatte ihr Schiff bereits verlassen und war in die Rettungsinsel gestiegen. Die „Thoeodor Storm“ übernahm die Männer bis zum Eintreffen des Seenotkreuzers “Minden”. Die “Minden” brachte die beiden jeweils 51 Jahre alten Fischer nach Havneby auf der dänischen Insel Rømø. Sie blieben unverletzt.

Unterdessen begann der Seenotkreuzer “Vormann Leiss” mit den Löscharbeiten am nach wie vor brennenden Krabbenkutter „Sigrid“. Das später eintreffende Wasserschutzpolizeiboot „Helgoland“ leuchtete den Einsatzort aus. Der Notschlepper „Nordic“ ist unterwegs zum Havaristen.

Zur Unfallzeit herrschten im Revier vor Sylt schwache nordwestliche Winde um zwei Beaufort.

Die DGzRS setzt von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Ihre eigene Seenotleitung Bremen (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit. Das bereits 1865 gegründete Seenotrettungswerk finanziert seine gesamte Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und nimmt keinerlei staatlich-öffentliche Mittel in Anspruch.

ACC 1 – der Friesenblog-Kutter, heute mal in Acryl

Heute hat der Friesenblog ein schönes Geschenk bekommen. Meine treue Followerin, Facebook-Freundin, Kommentatorin und Retweeterin, die Microbloggerin Debora Hennigs aus Schortens, hat den Krabbenkutter ACC 1 aus Westeraccumersiel-Dornumersiel, der das Logo des Friesenblogs von Anfang an ziert, in Acryl (60×60) gemalt, abfotografiert und die Erlaubnis gegeben, das Bild im Blog zu veröffentlichen. Sogar die Möwe auf dem Dalben ist mit drauf. Was für eine schöne Idee, seht selbst:

MalereiKutter1

© Debora Hennigs / Friesenblog