Das wundersamste Ereignis des Jahres 2011

Aus dem Jahresrückblick der “Welt am Sonntag” vom 18. Dezember 2011, Seite 23:

Erschossen

„Einer von beiden hatte erst sich, dann den Freund erschossen.“

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Wir Griechen

Was zeigen wir im Moment gern mit dem Finger auf die Griechen, von denen gefühlte 60 Prozent im Staatsdienst sind und die anderen 40 Prozent in Rente. Und wenn sie nicht gerade streiken, sitzen sie in den Cafés und schimpfen über den Staat und über Europa. In Deutschland ist alles ganz anders, da arbeiten alle fleißig, sind bescheiden und meckern nicht… Die ganze Geschichte hier: Die Samstagskolumne im Wochenblatt

Nordseereport Spezial – Der Leuchtturm Roter Sand

Sendung am 25.12.2011 um 19.00 Uhr im NDR Fernsehen

Das Team des Nordseereport hat sich für seine Spezialausgabe am 25. Dezember etwas Besonderes ausgedacht: Eine Reise zum wohl berühmtesten deutschen Leuchtturm – „Roter Sand“ in der Außenweser – der erste Leuchtturm weltweit, der in die offene See gebaut wurde.

Das NDR Team startet von Bremerhaven aus und erreicht den rund 30 Meilen entfernten Turm mit einem kräftigen Hafenschlepper, der aufgrund seines besonderen Antriebs gut an der exponierten Landestelle festmachen kann. Jedes Gepäckstück der umfangreichen Kameraausrüstung muss per Seilzug an Bord gebracht  werden , ebenso Lebensmittel und Wasser für die insgesamt sechs vorübergehenden Leuchtturmwärter. Das Team und zwei fachkundige Begleiter wohnen für drei Tage auf diesem Außenposten in der Nordsee und stellen den Turm, seine Geschichte und die letzten „echten“ Leuchtturmwärter vor.

Ergänzt wird dieses romantische und spannende Porträt durch Beiträge aus der Welt der Seefahrt und Geschichten von Menschen „am Ende der Welt“.

Wer hilft, lebt gesünder…

Warum verschenken die einen die Hälfte ihres Vermögens, während die anderen am hungernden Mitmenschen achtlos vorbeigehen? Und warum lebt gesünder, wer sich dafür einsetzt, die Armut auf der Welt zu verringern, den Hunger und die Krankheiten zu bekämpfen? Und warum sollte ich was abgeben, wenn die anderen auch nichts oder viel weniger abgeben? Ein interessanter Aufsatz im Magazin der Süddeutschen: „Es geht nicht um viel, es geht um alles“, schreibt Michaela Haas: Zum SZ-Beitrag

15. A-cappella-Festival mit internationalen Highlights

Neun Konzerte mit Künstlern aus England, Polen,

der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland

02 Logo A-cappella-Festival 2012 k grau Wilhelmshaven – Das 15. internationale A-cappella-Festival präsentiert vom 7. Januar bis 9. Mai neun Highlights und erstklassige Gesangkünstler der internationalen A-cappella-Szene. Zählt das Wilhelmshavener Festival sowieso zu den besten seiner Art ist das Programm diesmal außergewöhnlich hochkarätig. Die erstklassigen Ensembles kommen aus England, den Niederlanden, Polen, der Schweiz und Deutschland.

Neben den deutschen Formationen wie den Wise Guys, Viva Voce, Sonic Suite und Aquabella sind auch neue, stimmgewaltige Formationen im Programm. Hervorragende internationale Ensemble wie The Magnets und Rock4 glänzen mit neuen Programmen. Die Festival-Tipps sind The Boxettes aus London, Martin O. aus der Schweiz sowie Affabre Concinui aus Polen. Die Locations sind das Pumpwerk, die Stadthalle und die Christus- und Garnisonkirche. Gefördert wird das Festival durch die Volksbank Wilhelmshaven und durch Reichelt Elektronik. Für das Festival wird erstmals ein Festival Abonnement angeboten. Tickets gibt es im Vorverkauf in zahlreichen Vorverkaufsstellen sowie online unter www.pumpwerk.de.

Die Festivaleröffnung findet am Sonnabend, dem 7. Januar, um 20 Uhr in der frisch renovierten Christus- und Garnisonkirche statt. Die Berliner Frauen-A-cappella-Gruppe AQUABELLApräsentiert ihr neues Winterprogramm „Nordlichter – klanggewordene Sagen“. Ihrem weltmusikalischen Konzept treu bleibend stehen Stücke aus Schweden, Island, Norwegen und Lettland auf dem Programm.

b 15 01  The Boxettes Ein sensationelles Konzert erwartet die Besucher am Sonntag, dem 15. Januar um 20 Uhr im Pumpwerk. THE BOXETTESaus London sind die europäische A-cappella-Sensation der Saison 2011/12. Die Zuhörer erwartet ein einzigartiger Stil: Urban, funky und mit einem fetten Sound aus HipHop, Drum’n‘Bass, Funk, Dance und Soul. Das Debüt-Video „Free“ eroberte YouTube im Sturm. Eine sensationelle Band!

„Von Barock bis Rock“ heißt am Samstag, dem 4. Februar, um 20 Uhr wiederum in der Christus- und Garnisonkirche. Erstmals gastiert im Festival das polnische A-cappella-Sextett AFFABRE CONCINUI. Der Abend mit dem polnischen Sextett verspricht Klangfülle und emotionale Erregung. Ein Klangerlebnis vom Feinsten mit Ravels Bolero als Höhepunkt! Affabre Concinui ist die perfekte Harmonie von sechs faszinierenden Stimmen.

Es gibt Niemanden weltweit, der es so gut kann. Der Schweizer Stimm- und Klangvirtuose MARTIN O. ist der am Samstag, dem 18. Februar um 20 Uhr im Pumpwerk „ … mit der Stimme tanzt“. Die Show ist einzigartig. Virtuos setzt er seine Stimme, seinen Körper und seinen feinen Humor ein. Ein optischer und klanglicher Genuss. Grandios!

Sie überzeugten mit Soul, R&B und Pop sowie ihrem frischen und jungen Stil schon beim 13. A-cappella-Festival. Jetzt gastiert SONIC SUITEam Sonnabend, dem 3. März, um 20 Uhr im Pumpwerk mit dem neuen Programm „Rhythm’n Voices“ – die große Lust am Singen! Sonic Suite sind eine der aktuellsten und mit vielen Preisen gekrönten deutschen jungen A-cappella-Gruppen.

Die WISE GUYSgastieren am Sonntag, dem 18. März, um 20 Uhr in der Stadthalle mit ihrem neuen Vokal-Pop-Programmkonzept „Die Wunschtour 2012“. Das Programm wählten aus 160 Titeln die Fans aus! Die Wise Guys sind Deutschlands Vokal-Pop-Band Nummer 1.

g 23 03  The Magnets Sie sind die Pop-Giganten und die englischen Voice-’n-Beat-Stars. THE MAGNETSaus London gehören zu den erfolgreichsten A-cappella-Gruppen der Welt. Sie traten mit Robbie Williams, Earth Wind & Fire und als „Spice Boys“ mit Geri Halliwell auf. Nun präsentieren sie am Freitag, dem 23. März, um 20 Uhr im Pumpwerk ihre neue Produktion mit internationalen Hits.

Die wunderschönen Rock- und Popklassiker stehen auf dem Programm, wenn am Samstag, dem 14. April, um 20 Uhr die holländische A-cappella-Gruppe ROCK4 die Pumpwerk-Bühne betritt. Rock4 bezaubert seit Jahren mit ihren Stimmen das Publikum. „Voices“ ist eine einzigartige Bearbeitung von Pop- und Rockklassikern.

Das letzte Festivalkonzert bleibt VIVA VOCE vorbehalten. Am 9. Mai heißt es im Pumpwerk um 20 Uhr „Commando a cappella“, das neue Vox-Pop-Programm von Viva Voce. Hier herrscht gute Laune vom ersten Lied bis zur dritten Zugabe. Popsongs vom Feinsten.

Aktion für die Tafel: Kauf ein Teil mehr

An diesem Sonnabend im Famila-Markt Jever

DSC_4845Jever – Der Lions Club Jever und der gerade neugegründete Leo-Club „Achtern Diek“ starten an diesem Sonnabend eine großen Spenden-Aktion zugunsten der jeverschen „Tafel“.

Bei „Famila“  in Jever, der bereits zu den Unterstützern der „Tafel“ gehört,  werden die ehrenamtlichen Mitglieder beider Clubs den ganzen Sonnabend, von 8 bis 20 Uhr, nach dem Motto „Kauf ein Teil mehr“ um eine Lebensmittelspende für bedürftige Familien im Jeverland bitten.

Bild: Sie zeigen schon mal, welche Produkte für eine Spende zugunsten der Tafel ideal wären. Von rechts Luise Eden, Vorsitzende der Tafel, stellvertretender Marktleiter Thorsten Huismann, Lions-Präsident Andreas Kreye und der Initiator und Organisator der Aktion, Martin Schadewald. Foto: Cornelia Lüers

Am Sonnabend werden alle Kunden gebeten, ein länger haltbares Lebensmittel zusätzlich zu kaufen und für die „Tafel“ zu spenden. Die Spenden werden dann in bereitgestellten Einkaufswagen im Kassenbereich gesammelt und von den Mitarbeitern der Tafel in der Weihnachtszeit an die betreuten Familien ausgegeben.

Bereis im Eingangsbereich werden die Kunden einen Handzettel von den Mitgliedern der beiden Service-Clubs  bekommen, auf denen länger haltbare Produkte aufgeführt sind, die besonders gebraucht werden, wie zum Beispiel H-Milch, Kaffee, Tee, Konserven, Reis, Nudeln und Marmelade.

“Das ist eine ganz tolle Aktion“, freut sich Luise Eden, Vorsitzende der „Tafel“ in Jever, und hofft, dass viele der sicherlich Tausenden von Kunden am Sonnabend ein zusätzliches Lebensmittel einkaufen werden.

Was man sinnvollerweise kaufen könnte: Einkaufsliste

© Cornelia Lüers, Jeversches Wochenblatt

Postscriptum, 12. Dezember: Die Aktion ist sensationell gut gelaufen. 25 Einkaufskörbe voll mit Lebensmittel im Wert von schätzungsweise 2500 Euro für die Tafel. Hier der Bericht von Eva Hanken im Jeverschen Wochenblatt:

25 gefüllte Einkaufswagen für die jeversche Tafel

Spendenaktion/ Lions und Leo Club nach dem Motto: „Kauf ein Teil mehr“

Jever – „Ein Teil mehr zu kaufen“ zauberte zahllosen Kunden von „Famila“ in Jever am vergangenen Sonnabend ein Lächeln ins Gesicht. Denn: Dieses zusätzliche „Teil“, ein länger haltbares Lebensmittel, kommt der jeverschen „Tafel“ zugute.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Lions Clubs Jever und des neugegründeten Leo Clubs „Achtern Diek“ baten die Kunden von „Famila“ im Zeitraum von 8 bis 20 Uhr um eine Lebensmittelspende. „Das läuft hier wie ein Länderspiel“, freute sich Andreas Kreye, Präsident des Lions Clubs Jever. Es mache wirklich Spaß zu sehen, wie gerne die Menschen dazu bereit sind, abzugeben.

Das bewies auch ein Kunde, der einen rappelvollen Einkaufswagen vor den Mitarbeitern der Tafel und den Mitgliedern des Lions und Leo Clubs abstellte. Er nahm lediglich Olivenöl aus diesem Einkaufswagen heraus und schenkte den großen Rest den Mitwirkenden der Spendenaktion mit den Worten „Das ist eine solch tolle Aktion!“

„Der Lions Club Jever ist sehr froh darüber, dass Famila bereit ist, für diese Aktion mit uns zu kooperieren, so Stephan Rüstmann, Mitglied des Lions Clubs Jever. Auch Thorsten Huismann, stellvertretender Marktleiter begrüßte die Spendenaktion: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung“.

Rund 140 bedürftige Familien aus dem Jeverland werden sich über das Resultat der Spendenaktion von 25 gefüllten Einkaufswagen, jeweils im Wert von mindestens 100€ sehr freuen. „Ich bin wirklich überwältigt von dem großen Interesse der Kunden“, so Luise Eden, Vorsitzende der Tafel. Sie freue sich auch sehr über Lebensmittelprodukte, wie eine Riesen- Nutella oder Ravioli, die besonders Kindern sehr schmecken.

„Ich finde diese Aktion super und freue mich, die Tafel unterstützen zu können“, so die Famila Kundin Sabine Szlezak aus dem Wangerland. Auch die beiden jungen Geschwister Laura und Marieke Stellmach finden es super, dass die Spendenaktion passend zur Weihnachtszeit stattfindet.

Durch die tolle Kooperation der beiden Clubs können unterschiedliche Generationen angesprochen werden. „Diese Aktion macht richtig viel Spaß“, stellte Simon Ritter, Pressesprecher des Leo Clubs fest. Man hätte rundum das Gefühl gehabt, dass die Kunden nach ihrem Kauf sehr glücklich seien.

Insbesondere haltbare Lebensmittel wie Margarine, Tee, Konserven, Zucker oder Nudeln sollen in der Weihnachtszeit an die betreuten Familien ausgegeben werden. Damit die Kunden diese Produkte vor Augen haben konnten, wurde Ihnen im Eingangsbereich von Famila ein kleiner Handzettel als Leitfaden entgegengereicht. „Ich habe mich da in keinster Weise bedrängt gefühlt“, so die Kundin Ute Brinkmann. Im Gegenteil habe ihr dies das Einkaufen erleichtert, um die unterschiedlichen Bereiche des Einkaufswagens zu füllen und damit die tolle Idee zu unterstützen.

Insgesamt war diese Spendenaktion für alle Beteiligten eine wirklich tolle Erfahrung. Es ist nicht auszuschließen, dass es eine derartige Zusammenarbeit für die jeversche Tafel in naher Zukunft noch einmal geben wird, denn „es macht Freude, wenn man helfen kann“.

Neuer Oldenburg-Krimi spinnt realen Fall weiter

Ex-OB-Redenschreiber legt ersten Krimi vor

Oldenburg. Vor einigen Jahren „besuchte“ in Oldenburg eine politische Gruppe, die sich „Die Überflüssigen“ nannte, Edelrestaurants und bildete „Hartz-4-Bedarfsgemeinschaften“ mit den Gästen. Mit anderen Worten: Sie aßen von den Tellern der Gäste. Eine Meldung darüber in der Oldenburger Nordwest-Zeitung inspirierte den Diplom-Politologen und Ex-OB-Redenschreiber Udo Brandes dazu, diesen Fall zu einem Krimi weiterzuspinnen. Dieser ist jetzt unter dem Titel „Die Aussortierten“ als ebook bei amazon erschienen.

„Während ich noch überlegte, wie man diese Ereignisse zu einem spannenden Krimi weiterspinnen könnte, machte diese Gruppe mit einem Tortenanschlag auf Oberbürgermeister Gerd Schwandner bundesweit Schlagzeilen. Es war so, als würde die Realität an meinem Krimi mitschreiben wollen“, berichtet Udo Brandes über seine Erlebnisse beim Schreibprozess.

Herausgekommen ist ein Krimi, bei dem nicht mit Gesellschaftskritik gespart wird. Hauptfigur ist der Erste Kriminalhauptkommissar Dr. Ulrich de Wall, der aus Berlin nach Oldenburg zurückkommt und das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion „Region Oldenburg“ als neuer Leiter übernimmt. Er hadert mit seinem Beruf, weil er der Auffassung ist, dass das Grundgesetz in der gelebten Praxis von Staat und Gesellschaft inzwischen längst zum Märchenbuch verkommen ist.

Von seinem Vorgesetzten Kriminaldirektor Hans Ulrich Tauber bekommt er den Auftrag, gegen die politische Aktivistengruppe „Die Aussortierten“ zu ermitteln, die mit „Besuchen“ in Edelrestaurants und anderen Aktionen gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse protestiert. De Wall merkt schnell, dass sein Vorgesetzter offenbar aus irgendeinem Grund keinerlei Interesse daran hat, dass de Wall ernsthaft gegen „Die Aussortierten“ ermittelt, und dass er genau deshalb als Ermittler ausgesucht wurde. Denn eigentlich gehört dieser Fall nicht in seinen Zuständigkeitsbereich, sondern wird ihm als Sonderauftrag zugeteilt.

Wie können durchschnittliche „Otto Normalbürger“, die wirtschaftlich abhängig und dadurch erpressbar sind, trotzdem sich selber treu bleiben und aufrecht durch’s Leben gehen, ohne sich moralisch zu prostituieren? Das ist das Leitmotiv des Krimis.

Udo Brandes hat für die Recherche zu seinem Roman einen Kripobeamten interviewt und sich mehrfach bei der Pressestelle der Polizei über deren Organisationsstruktur informiert. „Ich bin zwar nicht der Meinung, dass Realismus dadurch entsteht, dass Realität kopiert wird. Ich meine auch nicht, dass in einem Kriminalroman alles exakt wie in der Realität sein muss. Aber ich wollte grobe Fehler vermeiden, wie man sie manchmal in Fernsehkrimis erleben kann. Die stören einfach den Lesegenuss“, erläutert der Autor.

Der Roman wird mit einem innovativen Konzept vermarktet: Er erscheint von vornherein lediglich als ebook. „Ich sehe darin die Zukunft des Buches. Und ich hatte keine Lust, Monate oder Jahre Verlage abzuklappern. Ich will schnell und zeitnah publizieren“, erläutert Udo Brandes seinen Ansatz. Und dies ist mit der neuen Direktvermarktungsplattform von amazon möglich.

Der Roman kann ab sofort unter dem Titel „Die Aussortierten“ bei Amazon als ebook zum Preis von 3,44 Euro heruntergeladen werden. Er ist auch auf normalen PC’s lesbar. amazon bietet dafür kostenlose Kindle-Lese-Apps zum Herunterladen an.

Bildung als Instrument der Entwicklungshilfe

Da, wo sie herkommen, können viele Menschen noch nicht lesen und schreiben. Viele leben von der Hand in den Mund, in ärmsten Verhältnissen, ohne fließendes Wasser oder elektrischen Strom. Ihre Heimat ist Guatemala, und die vier jungen Leute, die in ihrer farbenfrohen Landeskleidung im Wohnzimmer der jeverschen Ärzte Ulrike und Matthias Vincenz ein wenig verloren wirken, sind der lebendige Beweis dafür, wie nachhaltige und damit gelungene Entwicklungsarbeit aussehen kann: Entwicklungshilfe durch Bildung … Mehr lesen: Zum Artikel 

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Die jungen Mayas Maria, Alma, Irma und Robelio haben dank der Projekts Samenkorn eine berufliche Zukunft, von der sie sonst nur hätten träumen können. © Brigitte Meiners

Vor 50 Jahren: Schiffsunglück auf dem Großen Vogelsand

Seenotretter bringen 65 Seeleute des auf Grund gelaufenen englischen Frachters „Ondo“ in Sicherheit

Ondo1_800x600 Einer der spektakulärsten Einsätze in der fast 150-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) jährt sich am Dienstag, 6. Dezember 2011, zum 50. Mal: Am Nikolaustag 1961 strandete der englische Dampfer „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“. Die Seenotretter holten die 65 Besatzungsmitglieder in mehreren schwierigen Anläufen von Bord. Reste des Wracks der „Ondo“ sind bis heute stumme Zeugen der gewaltigen Kraft der See.

Bild1 : Die aufgelaufene „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“

Bei einem schweren Südweststurm mit Wind bis Orkanstärke war die „Ondo“ am 6. Dezember 1961 auf dem „Großen Vogelsand“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen. Schnell lief eine aufwendige und mitunter gefahrvolle Rettungsaktion an. Die Beteiligten scheuten keine Mühen: Zum Teil versuchten die Seenotretter unter Einsatz des eigenen Lebens, Schlimmeres zu verhindern. Trotz aller Anstrengungen: Drei Seeleute blieben bei dem Unglück auf See.

Ruhr-Stahl800x600 Lotsen hatten versucht, an Bord der „Ondo“ zu gehen, um sie auf einen ungefährlicheren Kurs als den von ihr eingeschlagenen zu bringen. Um die Männer nicht durch den Propeller des Schiffes zu gefährden, drehte die „Ondo“ und lief dabei an einer Sandbank auf Grund. Allerdings zerbrach sie nicht, wie Fachleute befürchtet hatten, sondern trieb immer weiter auf den Sand.

Bild 2:Der Seenotkreuzer RUHR-STAHL der DGzRS war vor 50 Jahren tagelang im Dauereinsatz, nachdem der englische Frachter „Ondo“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen war.

Nach erfolglos gebliebenen Freischleppversuchen rettete der Seenotkreuzer RUHR-STAHL/Station Cuxhaven der DGzRS die Besatzung der „Ondo“: 51 Engländer und 14 deutsche Schauerleute. Insgesamt sechs Tage dauerten die zum Teil äußerst riskanten und gefährlichen Bemühungen, um die englischen Seeleute in immer wieder neuen Anläufen von Bord der „Ondo“ zu holen.

Ondo2_800x600Die drei Lotsen hingegen waren beim Versuch, zur „Ondo“ zu gelangen, mit ihrem Versetzboot in schwerer See abgetrieben. Ihr Boot war anschließend offenbar gekentert. Für sie gab es keine Rettung. Der Mahlsand des „Großen Vogelsands“ hielt die „Ondo“ dauerhaft fest, sodass eine Bergung des Schiffes nie gelang. Das Wrack liegt heute noch in dem Bereich, in dem das Unglück 1961 geschah. Überreste des Schiffs ragen bei niedrigem Wasserstand sichtbar aus dem Boden – als mahnende stumme  Zeugen des großen Schiffsunglücks vor 50 Jahren.

Bild 3: Schwere Schlagseite: Die gestrandete “Ondo”.

Fotos © DGzRS

Quelle: DGzRS, 5.12.2011

www.seenotretter.de