Der Strandkorbkönig und der Seenotretter

Am 14. Oktober um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen: Menschen am Meer

Ob am Festland oder auf der Insel, die niedersächsische Nordseeküste ist ein beliebtes Ziel für Urlauber aus ganz Deutschland. Und das soll auch so bleiben, sagen die Einheimischen. Die Mitarbeiter in den Kurverwaltungen und Gemeinden sind in der Saison jeden Tag damit beschäftigt, dass es den Gästen am Deich, Hafen oder am Strand gut geht und sie auch im nächsten Jahr wiederkommen. Denn davon leben sie hier die Menschen am Meer.

Drei Männer, drei echte Typen, drei Geschichten von der Küste: Das ist zum einen Enno König aus Neuharlingersiel. Der schwergewichtige Leiter des Bauhofes ist der „König der Strandkörbe“. Im Frühjahr hat er Hochsaison , dann kommen die Gäste und es muss alles stimmen. 550 Strandkörbe werden am Strand und im Hafen aufgestellt, Stress pur.

Im gleichen Dorf lebt Wolfgang Gruben. Er ist Hafenmeister und Seenotretter. Als Vormann des Rettungsbootes „Neuharlingersiel“ ist er ständig auf Abruf und sobald ein Notruf eingeht, ist er zur Stelle. Wolfgang Gruben kennt jedes Schiff, jeden Kapitän im kleinen Sielhafen. Sein Leben lang war er für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) tätig. Das ist seine Berufung.

Ähnlich gewissenhaft ist Rufus Handschuh von der Insel Juist. Seit fast 50 Jahren steht er jeden Tag am Hafen und wartet auf die Fähren. Denn Rufus ist der letzte freischaffende Gepäckträger der Insel. In großen goldenen Lettern prangt sein Name auf seiner Dienstmütze, doch notwendig ist das kaum. Denn jeder Insulaner und alle Stammgäste kennen ihn seit vielen Jahren. Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht, dafür macht es ihm noch viel zu viel Spaß.

Quelle: NDR

Neuer Kalender: Vareler Stimmungen 2012

Unterstützung für Hoffmann-Stiftung und Hospizbewegung –
Fotos von Anke Kück

Ankekueck Varel. Der im letzten Jahr herausgegebene Kalender Vareler Stimmungen wurde sehr gut angenommen. Mehr als 700 Exemplar konnten zu Gunsten der Hospizbewegung Varel verkauft werden, einige davon schmücken heute Wände in Kanada, Australien oder Frankreich.

Daher gibt es auch für das Jahr 2012 einen Kalender Vareler Stimmungen – herausgegeben von der Journalistin und Fotografin Anke Kück und in Zusammenarbeit mit der Hospizbewegung und der Hans-Joachim-Hoffmann-Stiftung. Er kostet wie im Vorjahr 12 Euro, fünf Euro pro Kalender gehen an die Hospizbewegung Varel.

Der Kalender im Format DIN A3 zeigt Varel und Dangast im Wandel der Jahreszeiten von seinen schönsten Seiten: Aufnahmen vom Mühlenteich, Winterstimmungen aus Dangast oder vom Vareler Hafen gehören ebenso dazu wie die von typischen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Die Schlosskirche, die Windmühle und die „Etta von Dangast“ fehlen ebenso wenig wie stimmungsvolle Sonnenuntergänge. Zu allen Fotos gibt es passende Sprüche.

Neben den zwölf Monatsfotos mit Kalendarium sind Informationen über die Hospizbewegung Varel und die Hoffmann Stiftung enthalten.

Wer den Kalender erwerben möchte, erhält ihn bei der Hospizbewegung Varel, Oldenburger Straße 30 (04451/804733), oder beim Friesländer Boten, Elisabethstraße 13 (04451/911911). Mehr Informationen auch unter anke.kueck@ewetel.net.

Voransicht des Kalenders hier: Vareler Stimmungen

(c) Anke Kück

Besuch aus Ghana beim Freundeskreis Weser-Ems

Mikrofinanz:  Schon 400 000 Euro Spenden für Ghana aus dem Nordwesten
Tony Fosu spricht auf Veranstaltung von Opportunity International in Jever

Tony Fosu ist Vorstand der Entwicklungsbank Sinapi Aba Trust in Kumasi (Ghana). Foto: Helmut Burlager

Jever – Unterstützung für arme Menschen in armen Ländern hat sich der Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity International auf die Fahnen geschrieben. Seit 2007 wirbt ein kleiner Kreis von Aktiven rund um die Gründer Jochen Ewald, Dr. Karl Harms und Rüdiger Möllenberg Spenden für Ghana ein.

Dabei geht es nicht darum, in Afrika Almosen zu verteilen. Die Stiftung Opportunity International Deutschland (OID) widmet sich der sozialen Mikrofinanz. Direkt oder über Partnerorganisationen in den Ländern, in denen die Stiftung tätig ist, vergibt sie Mikrokredite vornehmlich an Frauen aus ärmsten Verhältnissen, die dadurch in die Lage versetzt werden, auf einfachste Weise unternehmerisch tätig zu werden. Sei es als Händlerin, sei es als Friseurin, Schneiderin oder in der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte. Zudem helfen weitere Instrumente der sozialen Mikrofinanz – Mikrosparen, Mikroversicherungen, Mikroschulen, Vermarktungshilfen – die wirtschaftliche und soziale Situation armer Familien nachhaltig abzusichern.

400 000 Euro sind in Weser-Ems in den knapp fünf Jahren seit Beginn seiner Tätigkeit bereits zusammengekommen, dank vieler Einzelspenden, aber auch durch große Zuwendungen von Unternehmen, Einzelpersonen und Organisationen aus der Weser-Ems-Region. „Was ist aus den vielen Spenden bis jetzt konkret geworden?“ – um diese Frage geht es am Donnerstag, 27. Oktober, um 17.30 Uhr in einer Veranstaltung im Audienzsaal des Schlosses in Jever, zu der ein Ehrengast eingeladen worden ist, der die Frage so authentisch beantworten kann wie wenige andere. Tony Fosu aus Ghana ist Vorstand der Mikrofinanzorganisation Sinapi Aba Trust (SAT) mit Sitz in der Großstadt Kumasi. Die aus christlichen Wurzeln entstandene Entwicklungsbank setzt die Projekte von Opportunity vor Ort um. Die Spenden aus Weser-Ems sind dabei im Wesentlichen in die Voltaregion geflossen, ein wenig entwickeltes Gebiet im Osten Ghanas, in dem die Menschen von Fischfang, Landwirtschaft sowie bescheidenem Handel und Handwerk leben.

Moderiert wird der Vortrags- und Gesprächsabend von Stefan Knüppel, Vorstand der in Köln ansässigen Stiftung OID, und von Jochen Ewald. Wer Interesse an der Arbeit von Opportunity International hat und dabei sein möchte, kann sich per E-Mail melden: opportunityweserems@googlemail.com.

In 25 Jahren Tonnen von Münzen gesammelt

Lions Club Jever unterstützt die DGzRS mit Fremdwährungs-Aktion

Von Dietmar Bökhaus

Jever/Wilhelmshaven – Der Lions Club Jever hat die Möglichkeit, Münzen in ausländischer Währung, die von den Geschäftsbanken nicht eingetauscht werden, in Euro zu tauschen. Diese Aktion läuft seit einigen Jahren in Jever, im Wangerland und Wilhelmshaven mit großem Erfolg. An der Sammlung beteiligen sich auch die Soldaten der Deutschen Marine, die mit ihren Einheiten fast nur noch im Auslandseinsatz sind.

Unserem Fotografen stellten sich unter dem "Eisernen Kreuz" das nur die Fregatte Emden fahren darf, v.l: Hans- Joachim Katenkamp (DGzRS), der symbolisch die Spende von Udo König und Andreas Kreye übernahm. Zeuge des ganzen war der Kommandant der Emden, Fregattenkapitän Jörg- Mchael Horn. Foto: Dietmar Bökhaus

Im Jahr 2010 hat sich so eine Summe in Höhe von 1500 Euro angesammelt, die vor wenigen Tagen an Bord der Fregatte „Emden“ im Marinestützpunkt Wilhelmshaven an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergeben wurde. Udo König und Andreas Kreye vom Lions Club Jever sind sich sicher, das die Retter der DGzRS, die bei jedem Wetter
hinausfahren, um anderen in Seenot befindlichen Menschen Hilfe zu bringen, die Hilfe großzügiger Menschen an Land brauchen. Die Arbeit und das moderne Material der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger kostet Geld, und die DGzRS finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Deshalb war es für den Lions Club auch in diesem Jahr klar, dass mit den 1500 Euro die Arbeit der DGzRS unterstützt werden soll. Hans-Joachim Kattenkamp von der DGzRS nahm diese Spende dankend an und meinte: „In dieser schnelllebigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, dass sich Menschen langfristig zur Unterstützung von Hilfsorganisationen bereitfinden. In den vergangenen 25 Jahren sind bei der Sammel- und Tauschaktivität der Jeveraner einige Tonnen Fremdwährung zusammengekommen und bisher zu in einem Gesamtbetrag von 46.000 Euro eingetauscht worden.“ Dieser Betrag ist im genannten Zeitraum an die DGzRS übergeben worden.

Für den Kommandanten der „Emden“, Fregattenkapitän Jörg- Michael Horn, und seine Besatzung ist es eine Ehrensache, die harte und gefahrvolle Arbeit der Seenotretter zu unterstützen. Das gleiche gelte für die Besatzungen der  anderen Einheiten der Marine, schob der Kommandant nach.  In díesem Jahr wurde die Fregatte Emden als Übergabeschiff der Spende an die DGzRS ausgewählt, weil sie das Patenschiff der Seestadt an der Emsmündung ist. Vor genau 150 Jahren wurde hier in Emden der „Verein zur Rettung Schiffbrüchiger  in Ostfriesland“ durch Georg Breusing gegründet. Daher passe es gut, diese Bürgerspende auf der Fregatte Emden zu übergeben, sagte der Präsident des Lions Clubs, Andreas Kreye.

Neuer Start für Plattdeutsch in der Schule

Ostfriesische Landschaft bietet Netzwerk an / Postkartenaktion von „Platt is cool“

Postkarte Wi köönt ok anners Ostfriesland. Die Ostfriesische Landschaft spricht von einer Revolution in Sachen Plattdeutsch in der Schule! Das Land Niedersachsen hat im Schulverwaltungsblatt 8/2011 einen neuen Erlass „Die Region und ihre Sprachen im Unterricht“ in Kraft gesetzt. Darin werden die Schulen ausdrücklich ermuntert, Plattdeutsch als Unterrichtssprache in verschiedenen Fächern einzusetzen.

Damit wird ein Spracherwerbsmodell gefördert, das bisher auf einige spezialisierte Schulen beschränkt war – der Immersionsunterricht. „För dat Lehren van Plattdüütsch is dat en groot Verbetern“, meint Landschaftspräsident Helmut Collmann. Er schickt in diesen Tagen an alle Schulen einen Brief mit der Bitte, Ansprechpartner für die Umsetzung des Erlasses zu benennen.

Diese Lehrkräfte sind eingeladen, unter dem Dach der Ostfriesischen Landschaft zusammenzukommen und sich darüber auszutauschen, welche Möglichkeiten der neue Erlass bietet.In dem neuen Erlass werden nicht nur heimatbezogene Fächer für den Gebrauch des Plattdeutschen aufgezählt. Auch Biologie, Wirtschaft oder Musik eignen sich für einen Unterricht auf Plattdeutsch.

Damit soll die Regionalsprache aus der rückwärts gewandten Brauchtumspflege befreit und als allgemeines Kommunikationsmittel, mit dem man alle schulischen Themen behandeln kann, angeboten werden: Plattdeutsch nicht nur zu “Martini”, sondern als alltagstaugliche Sprache.

Das ist für die Lehrkräfte eine große Herausforderung und eine große Chance zugleich. Der Plattdeutschunterricht in AGs oder als Unterrichtseinheit zwei Mal pro Jahr, wie es die Kerncurricula verlangen, ist nicht vergleichbar mit einem Fachunterricht auf Plattdeutsch. Es werden Fragen z. B. bezüglich der Fachterminologie oder nach geeignetem Material auftauchen.

Um die Lehrkräfte mit diesen Fragen nicht allein zu lassen, bietet die Ostfriesische Landschaft die Bildung eines Netzwerks unter ihrem Dach an.Das Land Niedersachsen veranstaltet zudem Fortbildungen zum Thema Plattdeutsch.

Die Initiative „Platt is cool“, getragen von Landschaften und Landschaftsverbänden in Niedersachsen, begleitet diese Entwicklung mit niedrigschwelligen Impulsen und interessanten Angeboten, die Plattdeutsch als Sprache für Schüler und Jugendliche transportieren. Da ist z. B. „Plattsounds“, der plattdeutsche Band-Wettbewerb für junge Leute, an dem sich auch Schülerbands beteiligen. Ein Voting dazu läuft gerade unter www.plattsounds.de. I

n diesen Tagen erhalten die Schulen zudem frisch und ansprechend gestaltete Postkarten, die im Unterricht als Sprechanlässe eingesetzt werden können. Im diesjährigen „Plattdüütskmaant“ wurden in Ostfriesland Bücher über die plattdeutsche Sprache an Schulen mit Oberstufe verteilt.Unterstützung kommt also von vielen Seiten. Die Erwartung ist nun, dass die Schulen die Angebote annehmen.

Die Ostfriesische Landschaft ist optimistisch, dass die Lehrkräfte in Ostfriesland sich auf Plattdeutsch als vollwertige Sprache einlassen.

Quelle: Ostfriesische Landschaft, Aurich

“Deichprinzen” beim Treffpunkt Kirchplatz

Deichprinzen1 “Popschlager” ist das Metier der “Deichprinzen”, die am Freitag, 7. Oktober, beim “Treffpunkt Kirchplatz“ in Jever auftreten. “Die Deichprinzen”, das sind die Emder Garritsen und Steve Vania, so ihre Künstlernamen. Die beiden Musiker arbeiten schon einige Jahre in verschiedenen Bandprojekten zusammen. Als freiberufliche Musiker reisen sie schon seit  Jahren quer durch Deutschland. Tief im Herzen lieben Sie den deutschen Schlager. Im eigenen Tonstudio haben die beiden einige hitverdächtige Schlager komponiert.

Noch bis Dezember stehen jeweils am ersten Freitag im Monat ab 18 Uhr Live-Bands auf der Bühne beim “Treffpunkt Kirchplatz”. Der Eintritt ist frei, die Live-Bands sorgen bis 22 Uhr für Stimmung und die Gastronomie für Speisen und Getränke. Die Marketing und Tourismus GmbH ist Organisator der Musikevents. Am 4. November gastieren “Casino 59” und am 2. Dezember die “Good Old Boys”.

Hier kann man schon mal reinhören: Deichprinzen

Der neue Fotokalender von Klaus Schreiber ist da

Schreiber Kalender Seite1

Die Fotografie, schrieb vor ein paar Jahren Prof. Dr. Ingo Sommer, sei das Lebensthema von Klaus Schreiber, die Kamera sein Lebensbegleiter. “Er hält fest, was droht, verloren zu gehen. Viele seiner Bilder sind höchst populär, finden sich als  Serien in Kalendern und Bildbänden der Region und man vergisst leicht, wer sie gemacht hat. Ein Mensch hinter der Kamera, der die Welt nicht mit gleichgültigem Blick betrachtet. Er sieht, was anderen oft für immer verborgen bleibt. Und die ist keinesfalls immer nur die Wirklichkeit.” Soeben ist der neue Bildkalender von Klaus Schreiber erschienen, “Lichtküste" Friesland”, erhältlich im Direktvertrieb des Fotografen (einfach aufs Bild oben klicken, dort kann man alle zwölf Motive betrachten). Wer mehr über den 63-jährigen Fotodesigner aus Wilhelmshaven erfahren will, klickt hier: Laudatio

Inselsommer auf Langeoog

NDR-Fernsehen: Sendung am Freitag, 30. September, um 20.15 Uhr

Friesland – Urlaub auf Langeoog: Viele Menschen können sich nichts Schöneres vorstellen, als einmal im Jahr für zwei oder drei Wochen auf die autofreie ostfriesische Insel zu fahren.
Doch wie sieht das Leben der Insulaner aus, die auf Langeoog zuhause sind?
Wie verändert sich ihr Alltag in der Hochsaison, wenn die Touristen im Rhythmus von Ebbe und Flut kommen und gehen, wo tanken die Insulaner auf, wenn kein einziges Bett auf der Insel mehr frei ist und die Gäste von früh bis spät ihren Alltag bestimmen?

Bärbel Fening hat einige von ihnen den Sommer über begleitet: Uwe Garrels, der  die Urlauber auf unvergessliche Art und Weise durchs Watt führt und kurze Zeit später als Standesbeamter im Seemannshus die Heiratswilligen traut, Anselm Prester, den Inselmaler, der in der Saison zahlreiche Malkurse für kleine und große Künstler gibt, sich in allem Trubel noch die Zeit nimmt, eigene Werke zu vollenden und mitten in der Saison sogar noch das Kleinste Museum der Welt auf Langeoog eröffnet, den Biohändler Gerrit Agena, der jede freie Minute der Musik widmet und nach Ladenschluss mit dem Langeooger Shantychor „De Flinthörners“ und seiner Band, der „Washhouse Company“, zahlreiche Auftritte hat, Jonny Vestering, der die Gäste im Wahrzeichen der Insel, dem Wasserturm empfängt und Jörg Börgmann, den Strandmeister, der den langen Sandstrand für die Gäste herausputzen muss und weit mehr zu tun hat, als nur die 1600 Strandkörbe aufzustellen.

Unter Bloggern

Was treibt einen Blogger um? Wie ist er dazu gekommen, was will er bewirken, wie soll der Blog sich weiterentwickeln? Das Sonntags-Interview des West-Side-Bloggers stellt jede Woche einen anderen Blogger vor, der vorgegebene Fragen beantwortet. An diesem Sonntag nun den Friesenblog. Hier geht’s zum Interview

UN-Aktionsplan zum Schutz von Journalisten

Berlin, 21.09.2011/djv – Der Deutsche Journalisten-Verband hat den neuen Aktionsplan der Vereinten Nationen als wirksamen Schritt zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten in Krisenregionen begrüßt. Der Plan sieht vor, die Sicherheit von Journalisten als neuen Indikator in die Jahresbilanz derjenigen Staaten aufzunehmen, die Entwicklungshilfe erhalten. Die Bilanz ist maßgeblich für Art und Umfang der geleisteten Entwicklungshilfe. Der Aktionsplan verlangt ferner, dass der Mord an einem Journalisten ebenso entschlossen aufgeklärt und bestraft wird wie es bei einem Polizistenmord der Fall ist.

„Wir hoffen, dass sich durch den Aktionsplan der Vereinten Nationen die Lage der Kolleginnen und Kollegen in den unterentwickelten Ländern schnellstens verbessert“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Kritische Journalisten müssen in vielen Ländern der Erde um ihr Leben fürchten. Kapitalverbrechen an Berichterstattern werden oft gar nicht oder nur unzureichend geahndet.“ Die Kopplung der Entwicklungshilfe an die Situation der Pressefreiheit sei die beste Maßnahme, um den Schutz der Journalisten zu gewährleisten. Der DJV erwarte, so Konken, dass die politischen Entscheidungsträger bei den Vereinten Nationen den Aktionsplan so schnell wie möglich Wirklichkeit werden ließen.