Ja, es gibt auch ein Leben ohne Altstadtfest. Aber irgendwas fehlt. Deshalb nur zu Erinnerung noch einmal, für alle, die heute und morgen Abend noch nichts vorhaben: Lions-Weinlokal
Autor: Helmut Burlager
Tag 217 | Schleusen

Wer glaubt, von Wasserbau verstünden nur wir Friesen etwas, ist noch nicht in Béziers gewiesen, wo die „9 Ecluses de Fonserannes“ den Canal du Midi von einem Hochplateau fast auf Meeresspiegelhöhe herabbringen. Ein meisterhaftes Bauwerk, das allein durch die Kraft des Wassers funktioniert. Die Schleusentreppe ist ständig in Betrieb, zurzeit in der Feriensaison passieren sie wieder täglich Hunderte von Booten der Freizeitskipper auf dem Kanal, der eine Touristenattraktion in Südfrankreich ist. Mehr bei Wikipedia
Über den Canal di Midi hat der Friesenblog hier schon einmal geschrieben.
Tag 216 | Neviges
Ja, es gibt Blogs, die können einen neidisch machen, und ich rede nicht von Niggemeyer. Und der, um den es hier geht, hat auch nicht so viel mehr Klicks gehabt als der Friesenblog. Bis er vom Stern entdeckt wurde, jetzt hat er mehr. Braucht er aber gar nicht, denn so ein Blog wie 42553 Neviges hat einfach so seine Daseinsberechtigung, auch wenn ihn keiner klicken würde. Ein Blog über – Nichts! Schaut selbst.
Tag 215 | 1914
Hundert Jahre, verdammt lang her. Aber mein Großvater zum Beispiel war erst 15 Jahre alt, als der Erste Weltkrieg begann. Er war zu jung, um mitzukämpfen im „großen Krieg“, wie ihn die Franzosen bis heute nennen. Wenn es von seinen Kriegserlebnissen in Frankreich erzählte, dann vom Zweiten Weltkrieg, der ihn bis an den Golf von Biscaya brachte. Wenn ich heute einmal im Jahr nach Frankreich reise, erinnern mich zwei Schilder an der Autobahn immer kurz an den Schrecken dieser ersten Katastrophe, die vor hundert Jahren ihren Lauf nahm. An der Abfahrt Verdun und bei der Überquerung des Flusses Marne befällt mich jedes Mal ein Gefühl der Beklommenheit. Was für historische Orte. Erst recht in dem Jahr, in dem sich das zum hundertsten Mal jährt. Sonderbar, gerade jetzt in Frankreich zu sein. Die Zeitungen hier sind übrigens voll davon. Vom Ersten Weltkrieg. Und von der deutsch-französischen Freundschaft.
Tag 214 | Europa
Ist diese europäische Richtlinie, wonach Gastronomen keine offenen Öl- und Essigflaschen mehr auf den Tisch stellen dürfen, eigentlich jemals Gesetz geworden? In deutschen Lokalen habe ich nie darauf geachtet, aber bei Momo in St. Pierre la Mer, dem besten Pizzabäcker im Languedoc (weiter darf ich das geografisch nicht fassen, sonst ist mein Lieblingsitaliener in Jever beleidigt) gibt es zur rattenscharfen „Pizza Momo“ kein gewürztes Olivenöl mehr, jedenfalls nicht aus der Flasche, sondern jetzt nur noch aus jenen schmalen Plastiktütchen in der Art jener unsäglichen Senf-, Majo- und Ketchuptüten, die man nicht aufkriegt – und wenn doch, dann mit erheblichen Kollateralschäden für Hemd und Hose. Und was soll ich Euch sagen? Ein Teil Wäsche aus dem Urlaubskoffer müssen wir jetzt also gar nicht mehr mit nach Hause nehmen. Das spart ja auch Platz.
Und wer hat Schuld? Die EU! Hat sie doch immer!
Tag 213 | Auf Fangfahrt
Tag 212 | Friesisch
Touristen erliegen in Friesland (dem deutschen Friesland) ja manchmal dem Irrtum, hier werde Friesisch gesprochen. Dabei ist die Sprache hier längst ausgestorben, nur in wenigen begrenzten Regionen wie dem Saterland ist es noch Alltagssprache, vornehmlich für die Älteren. In Friesland spricht man, wenn überhaupt, noch Plattdeutsch, doch auch das ist auf dem absteigenden Ast. Um so überraschender, wenn dann in einer friesländischen Zeitung, dem Jeverschen Wochenblatt, plötzlich eine Todesanzeige auftaucht, die ganz und gar auf Friesisch gehalten ist. Ich habe sie mal eingescannt, die persönliche Daten natürlich rausgenommen, um ein Gefühl dafür zu geben,welche schöne Sprache die Friesen einst vom heutigen Holland bis nach Dänemark hoch gesprochen haben. Wie kommt so eine Todesanzeige in eine deutsche Zeitung? Durch die Kinder und Enkelkinder, die schon vor Jahren vom niederländischen Friesland ins Jeverland gezogen sind. Schön, dass sie ihre Muttersprache nicht vergessen haben.
Tag 211 | Wangerland
Weltnaturerbe Niedersächsisches Wattenmeer – das ist nicht nur ein Prädikat für den Naturschutz, sondern auch ein Gütesiegel für Tourismus. Das Wangerland versteht es, sich damit bundesweit bekannt zu machen. Deutschland today
Tag 210 | 10 Gründe
Heute mal eine Anleihe bei Lousy Pennies. Spricht mir aus der Seele: Zehn Gründe, warum Journalisten nicht bloggen sollten
Tag 209 | Oase der Ruhe
Lions laden zum Altstadtfest ein
Weinlokal seit zehn Jahren in der ehemaligen Mettcker-Druckereihalle
Jever – Altstadtfest feiern und eine gute Sache unterstützen, das geht auch in diesem Jahr im Weinlokal des Lions Clubs Jever. In der alten Mettcker-Druckereihalle am Elisabethufer, direkt an der Blankgraft, bietet der Serviceclub am Freitag, 8. August, und am Sonnabend, 9. August, jeweils ab 19 Uhr bis nach Mitternacht Weinspezialitäten aus deutschen Landen und kleine Snacks an. Am Sonnabend ist der Lions-Stand auch nachmittags von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet, dann gibt es dort Kaffee und ein Kuchenbuffet.
Der Weinausschank für einen guten Zweck gehört fast von Anfang an zu den beliebten Treffpunkten von Einheimischen und Gästen auf dem Altstadtfest, das in diesem Jahr zum 40. Mal stattfindet. In den ersten Jahren war er im Weinhausgang an der Großen Burgstraße untergebracht, der irgendwann aber nicht mehr genügend Platz bot. Vor genau zehn Jahren eröffneten die Lions ihr Weinlokal dann erstmals in und vor der alten Druckerei des Jeverschen Wochenblatts, wo fleißige Helfer alljährlich mit Strandkörben, Bierzeltgarnituren, Lichterketten und Pflanzen eine kleine Oase im Trubel des Altstadtfestes schaffen, in der man in Ruhe ein Glas Wein genießen kann. Traditionell fließt der Reinerlös aus dem Weinlokal gemeinnützigen Projekten in Friesland zu.
Nach mehreren Jahren Pause legt der Lions Club für 2015 erstmals wieder einen Jahreskalender auf, der ebenfalls für einen guten Zweck verkauft wird. Der Kunstkalender, der in Zusammenarbeit mit dem Partnerclub aus Emmen (Niederlande) erstellt wurde, befasst sich mit der dort entstandenen und mittlerweile weltweit populären Kunstbewegung der „Toyisten“. Voraussichtlich werden erste Exemplare des Kalenders bereits während des Altstadtfestes zur Ansicht ausliegen.
Der Lions Club Jever wurde 1970 gegründet und ist damit einer der ältesten Serviceclubs in der Region, er hat rund 40 Mitglieder aus Jever, Wangerland, Schortens, Varel und Zetel.


