Vinyl-Scheiben und Schlaghosen

Michael Diers - Moderator Marx – Drei Monate sind wieder um, die Kult-Party im Tunis mit DJ Michael Diers (Radio Jade) ist wieder da! Wer die Discothek Tunis aus den ganz frühen Tagen noch kennt und liebt, ist hier genau richtig!

Sonnabend, 10. März 2012:

TUNIS REVIVAL PARTY in Marx (Friedeburg)

Die Revival-Party in Original-Location mit originalem DJ ist ein Muss für jeden, der damals schon dabei war oder gerne gewesen wäre. Raritäten, Klassiker und Perlen der Anfangszeiten wecken Erinnerungen, hier trifft man die Freunde, Bekannten und auch die skurrilen Figuren von damals wieder. Und für dieses Mal gibt es wieder ein Detail mehr, das damals Kult war: Der gute alte Portwein!
Also stimmt Euch drauf ein, pustet den Staub von Euren alten Vinyl-Scheiben, kramt in alten Fotos – und wer richtig authentisch sein möchte, sucht vielleicht auf dem Dachboden noch nach der alten Schlaghose…

NDR: Winter in Friesland

Jever, Gödens, Neuenburg, der Jade-Weser-Port, der Blaudrucker und vieles mehr: ein NDR-Beitrag über Friesland: 

NDR: Winter in Friesland

Vom Blues am Ende der Welt

„Men in Blues“ im Tunis in Marx

Von Carsten Feist

Men in Blues.(c) Meyer original

Ein regnerischer Freitagabend mitten in Ostfriesland. Für Kölner Berufsmusiker liegt dieser Teil Deutschlands am Ende der Welt. Sagt Klaus „Major“ Heuser, einer der „Men in Blues“. Sein Bühnennachbar Richard Bargel hätte Marx irgendwo anders erwartet und hält das „Tunis“ für ein Museum.

Er sagt dies zutiefst respektvoll. Bargel mag dünn besiedelte Regionen, auch wenn sich dort anreisenden Musikgrößen gelegentlich Pferde auf der Fahrbahn in den Weg stellen. Zusammen sind Heuser & Bargel (http://www.bargelheuser.de/) mit ihrer Band ein Beweis, wie erwachsene Blues-Musik auch im winterlichen Dauerschmuddelwetter in Ostfriesland ein überwiegend fachkundiges Publikum anzieht.

Die Herren gehören seit Jahren – nein: Jahrzehnten – der Spitzengruppe der Musik-Bundesliga der Republik an und füllen in den Metropolen mühelos große Clubs. Die gut 100 Gäste im Tunis werden mit allerfeinster Musik und bisweilen etwas langatmigen Anekdoten drei Stunden bestens unterhalten. Als Duo haben sich Heuser & Bargel mit ihrer gerade erschienen zweiten CD weiter entwickelt. Sind rockiger geworden – lässiger. Entwickeln einen eigenen Stil, eine individuelle Klanglichkeit mit Wiedererkennungswert.

War das erste Programm der letzten beiden Jahre noch mit vielen (hörenswerten) Cover-Versionen durchzogen, so spielen sie nun ihr eigenes Ding. Mit großer Leichtigkeit auf Basis perfekten Handwerks lassen sie ihre Gitarren sich unterhalten. Ein dreistündiger Dialog auf zwölf Saiten. Dies ist nur möglich, weil sich hier zwei Musiker mit großem Respekt begegnen, sich gegenseitig Raum lassen – sich nichts mehr beweisen müssen. So etwas ist wohl als Alterssouveränität zu bezeichne und es fühlt sich gut an.

Das Publikum genießt, lässt sich ein auf eine Reise durch Epochen und Stile. Geht mit, wenn das Quartett auf der Bühne die Handbremse löst und die Verstärker aufdreht. Bleibt aufmerksam bei den ruhigen Geschichten, leidet auf dem Höhepunkt des Blues. Und begegnet den vier Herren auf der Bühne mit Respekt und Wertschätzung. Diese genießen sichtbar die intime Atmosphäre eines großen Wohnzimmers und bedanken sich beim Publikum mit Blues-Rock auf höchstem Niveau.

Insgesamt eine wirklich brillante Idee der Betreiber des Tunis, ein solches Event anzubieten! Bleibt zu hoffen, dass weitere Konzertangebote dieser Güteklasse folgen werden!

Jevers fünfte Jahreszeit: das Püttbier

Am Montag nach Heilige Drei Könige feiert Jever ein besonderes Fest, das Püttbier. Ein Nachbarschaftsfest mit besonderer Tradition, geht es doch auf eine Art Lebensmittelverordnung zurück: Es dreht sich um sauberes Wasser.

Wangerpütt

Auf dieser historischen Aufnahme ist die Püttacht Wangerstraße zu sehen, eine von mehr als einem Dutzend historischer Püttgemeinschaften, die bis auf den heutigen Tag einmal im Jahr zusammenkommen, um die Rechnungslegung der Pütt (des Gemeinschaftsbrunnens) zu beschließen und einen neuen Püttmeister zu küren – und um kräftig zu feiern.

Mehr über das Püttbier in einem Artikel, der weitgehend auf Recherchen und einem vor fünf Jahren verfassten Text von Jevers früherem Stadtdirektor Ingo Hashagen fußt, hier: Zum Beitrag

Gauck ist im Kommen

Wo jetzt doch schon mal alle spekulieren, ob Wulff das durchhält und was danach kommen könnte, hier die Erinnerung an jemanden, der auch schon mal wollte:

Oldenburger Landesverein. Pressemitteilung – Nr. 16 – 3.1.2012:

Joachim Gauck im Oldenburger Schloss – Leider schon ausverkauft

Oktober-2010-GauckB008-1-Foto-Reto KlarAm Donnerstag, 9. Februar 2012, 20 Uhr ist Joachim Gauck im Oldenburger Schloss zu Gast beim Oldenburger Landesverein. Sein Thema lautet: 20 Jahre nach der Wiedervereinigung – Ist „zusammengewachsen, was zusammengehört?“ Der Autor von „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ (2009) hat die Wende von 1989 als Sternstunde der Freiheit erlebt, die er nie vergessen wird. Die Anspielung auf Willy Brandts Diktum beim Fall der Berliner Mauer kündigt eine Zwischenbilanz über Chancen, Versäumnisse und Aufgaben im wiedervereinigten Deutschland an.

Am 10. Januar meldet der Veranstalter, dass die Tickets leider schon ausverkauft sind. Schade für alle, die gern hingegangen wären…

www.oldenburger-landesverein.de

15. A-cappella-Festival mit internationalen Highlights

Neun Konzerte mit Künstlern aus England, Polen,

der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland

02 Logo A-cappella-Festival 2012 k grau Wilhelmshaven – Das 15. internationale A-cappella-Festival präsentiert vom 7. Januar bis 9. Mai neun Highlights und erstklassige Gesangkünstler der internationalen A-cappella-Szene. Zählt das Wilhelmshavener Festival sowieso zu den besten seiner Art ist das Programm diesmal außergewöhnlich hochkarätig. Die erstklassigen Ensembles kommen aus England, den Niederlanden, Polen, der Schweiz und Deutschland.

Neben den deutschen Formationen wie den Wise Guys, Viva Voce, Sonic Suite und Aquabella sind auch neue, stimmgewaltige Formationen im Programm. Hervorragende internationale Ensemble wie The Magnets und Rock4 glänzen mit neuen Programmen. Die Festival-Tipps sind The Boxettes aus London, Martin O. aus der Schweiz sowie Affabre Concinui aus Polen. Die Locations sind das Pumpwerk, die Stadthalle und die Christus- und Garnisonkirche. Gefördert wird das Festival durch die Volksbank Wilhelmshaven und durch Reichelt Elektronik. Für das Festival wird erstmals ein Festival Abonnement angeboten. Tickets gibt es im Vorverkauf in zahlreichen Vorverkaufsstellen sowie online unter www.pumpwerk.de.

Die Festivaleröffnung findet am Sonnabend, dem 7. Januar, um 20 Uhr in der frisch renovierten Christus- und Garnisonkirche statt. Die Berliner Frauen-A-cappella-Gruppe AQUABELLApräsentiert ihr neues Winterprogramm „Nordlichter – klanggewordene Sagen“. Ihrem weltmusikalischen Konzept treu bleibend stehen Stücke aus Schweden, Island, Norwegen und Lettland auf dem Programm.

b 15 01  The Boxettes Ein sensationelles Konzert erwartet die Besucher am Sonntag, dem 15. Januar um 20 Uhr im Pumpwerk. THE BOXETTESaus London sind die europäische A-cappella-Sensation der Saison 2011/12. Die Zuhörer erwartet ein einzigartiger Stil: Urban, funky und mit einem fetten Sound aus HipHop, Drum’n‘Bass, Funk, Dance und Soul. Das Debüt-Video „Free“ eroberte YouTube im Sturm. Eine sensationelle Band!

„Von Barock bis Rock“ heißt am Samstag, dem 4. Februar, um 20 Uhr wiederum in der Christus- und Garnisonkirche. Erstmals gastiert im Festival das polnische A-cappella-Sextett AFFABRE CONCINUI. Der Abend mit dem polnischen Sextett verspricht Klangfülle und emotionale Erregung. Ein Klangerlebnis vom Feinsten mit Ravels Bolero als Höhepunkt! Affabre Concinui ist die perfekte Harmonie von sechs faszinierenden Stimmen.

Es gibt Niemanden weltweit, der es so gut kann. Der Schweizer Stimm- und Klangvirtuose MARTIN O. ist der am Samstag, dem 18. Februar um 20 Uhr im Pumpwerk „ … mit der Stimme tanzt“. Die Show ist einzigartig. Virtuos setzt er seine Stimme, seinen Körper und seinen feinen Humor ein. Ein optischer und klanglicher Genuss. Grandios!

Sie überzeugten mit Soul, R&B und Pop sowie ihrem frischen und jungen Stil schon beim 13. A-cappella-Festival. Jetzt gastiert SONIC SUITEam Sonnabend, dem 3. März, um 20 Uhr im Pumpwerk mit dem neuen Programm „Rhythm’n Voices“ – die große Lust am Singen! Sonic Suite sind eine der aktuellsten und mit vielen Preisen gekrönten deutschen jungen A-cappella-Gruppen.

Die WISE GUYSgastieren am Sonntag, dem 18. März, um 20 Uhr in der Stadthalle mit ihrem neuen Vokal-Pop-Programmkonzept „Die Wunschtour 2012“. Das Programm wählten aus 160 Titeln die Fans aus! Die Wise Guys sind Deutschlands Vokal-Pop-Band Nummer 1.

g 23 03  The Magnets Sie sind die Pop-Giganten und die englischen Voice-’n-Beat-Stars. THE MAGNETSaus London gehören zu den erfolgreichsten A-cappella-Gruppen der Welt. Sie traten mit Robbie Williams, Earth Wind & Fire und als „Spice Boys“ mit Geri Halliwell auf. Nun präsentieren sie am Freitag, dem 23. März, um 20 Uhr im Pumpwerk ihre neue Produktion mit internationalen Hits.

Die wunderschönen Rock- und Popklassiker stehen auf dem Programm, wenn am Samstag, dem 14. April, um 20 Uhr die holländische A-cappella-Gruppe ROCK4 die Pumpwerk-Bühne betritt. Rock4 bezaubert seit Jahren mit ihren Stimmen das Publikum. „Voices“ ist eine einzigartige Bearbeitung von Pop- und Rockklassikern.

Das letzte Festivalkonzert bleibt VIVA VOCE vorbehalten. Am 9. Mai heißt es im Pumpwerk um 20 Uhr „Commando a cappella“, das neue Vox-Pop-Programm von Viva Voce. Hier herrscht gute Laune vom ersten Lied bis zur dritten Zugabe. Popsongs vom Feinsten.

Neuer Oldenburg-Krimi spinnt realen Fall weiter

Ex-OB-Redenschreiber legt ersten Krimi vor

Oldenburg. Vor einigen Jahren „besuchte“ in Oldenburg eine politische Gruppe, die sich „Die Überflüssigen“ nannte, Edelrestaurants und bildete „Hartz-4-Bedarfsgemeinschaften“ mit den Gästen. Mit anderen Worten: Sie aßen von den Tellern der Gäste. Eine Meldung darüber in der Oldenburger Nordwest-Zeitung inspirierte den Diplom-Politologen und Ex-OB-Redenschreiber Udo Brandes dazu, diesen Fall zu einem Krimi weiterzuspinnen. Dieser ist jetzt unter dem Titel „Die Aussortierten“ als ebook bei amazon erschienen.

„Während ich noch überlegte, wie man diese Ereignisse zu einem spannenden Krimi weiterspinnen könnte, machte diese Gruppe mit einem Tortenanschlag auf Oberbürgermeister Gerd Schwandner bundesweit Schlagzeilen. Es war so, als würde die Realität an meinem Krimi mitschreiben wollen“, berichtet Udo Brandes über seine Erlebnisse beim Schreibprozess.

Herausgekommen ist ein Krimi, bei dem nicht mit Gesellschaftskritik gespart wird. Hauptfigur ist der Erste Kriminalhauptkommissar Dr. Ulrich de Wall, der aus Berlin nach Oldenburg zurückkommt und das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion „Region Oldenburg“ als neuer Leiter übernimmt. Er hadert mit seinem Beruf, weil er der Auffassung ist, dass das Grundgesetz in der gelebten Praxis von Staat und Gesellschaft inzwischen längst zum Märchenbuch verkommen ist.

Von seinem Vorgesetzten Kriminaldirektor Hans Ulrich Tauber bekommt er den Auftrag, gegen die politische Aktivistengruppe „Die Aussortierten“ zu ermitteln, die mit „Besuchen“ in Edelrestaurants und anderen Aktionen gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse protestiert. De Wall merkt schnell, dass sein Vorgesetzter offenbar aus irgendeinem Grund keinerlei Interesse daran hat, dass de Wall ernsthaft gegen „Die Aussortierten“ ermittelt, und dass er genau deshalb als Ermittler ausgesucht wurde. Denn eigentlich gehört dieser Fall nicht in seinen Zuständigkeitsbereich, sondern wird ihm als Sonderauftrag zugeteilt.

Wie können durchschnittliche „Otto Normalbürger“, die wirtschaftlich abhängig und dadurch erpressbar sind, trotzdem sich selber treu bleiben und aufrecht durch’s Leben gehen, ohne sich moralisch zu prostituieren? Das ist das Leitmotiv des Krimis.

Udo Brandes hat für die Recherche zu seinem Roman einen Kripobeamten interviewt und sich mehrfach bei der Pressestelle der Polizei über deren Organisationsstruktur informiert. „Ich bin zwar nicht der Meinung, dass Realismus dadurch entsteht, dass Realität kopiert wird. Ich meine auch nicht, dass in einem Kriminalroman alles exakt wie in der Realität sein muss. Aber ich wollte grobe Fehler vermeiden, wie man sie manchmal in Fernsehkrimis erleben kann. Die stören einfach den Lesegenuss“, erläutert der Autor.

Der Roman wird mit einem innovativen Konzept vermarktet: Er erscheint von vornherein lediglich als ebook. „Ich sehe darin die Zukunft des Buches. Und ich hatte keine Lust, Monate oder Jahre Verlage abzuklappern. Ich will schnell und zeitnah publizieren“, erläutert Udo Brandes seinen Ansatz. Und dies ist mit der neuen Direktvermarktungsplattform von amazon möglich.

Der Roman kann ab sofort unter dem Titel „Die Aussortierten“ bei Amazon als ebook zum Preis von 3,44 Euro heruntergeladen werden. Er ist auch auf normalen PC’s lesbar. amazon bietet dafür kostenlose Kindle-Lese-Apps zum Herunterladen an.

30 Jahre “Hot Club du Nord”

Wilhelmshaven/Jever – Im Herbst 1981 wurde die Jazzband Hot Club du Nord in Wilhelmshaven gegründet, und bis heute steht sie für Gipsy-Swing nach dem Vorbild des legendären Django Reinhardt. Aus Anlass ihres Geburtstages gibt die Formation am Sonnabend, 10. Dezember, um 20 Uhr in Jubiläumskonzert im “Godewind” in Jever.

Hotclubhistory Von Anfang an beschäftigte sich “Hot Club du Nord” vor allem mit Swingstücken aus der Zeit Django Reinhardts, des damaligen Jazz-Supergitarristen. Die ersten Jahre liefen in wechselnden Besetzungen ab, gespielt wurde zunächst im Jugendheim Kirchreihe in Wilhelmshaven, dann in der Galerie “Perspektive”. Die Zeit war geprägt von Frühschoppen-Auftritten auf der Pumpwerk-Bühne.

Logohotclub In einer weiteren Phase war die Band dann am Südstrand im Café “Seewärts” bei Roland Rath beheimatet, und hier entwickelte sich dann das bekannte Gipsyswing-Jazzfestival “Djangos Promenade”, von dem es über die Jahre immerhin 14 Veranstaltungen mit vielen hochkarätig besetzten internationalen Bands mit insgesamt fast 200 Musikern dieses Genres gab.

Danach kamen die Jahre im “Piratenamüseum” von Roland Rath und viele weitere Stationen: die Happy Jazz Night in Jever, das Altstadtfest, der Fliegerhorst Upjever, das Bürgerhaus Schortens, das Schloss Neuenburg, das Jazzfestival in Bad Zwischenahn, Konzerte in Oldenburg, Worpswede, Bremen, in Marssen und Arnheim in den Niederlanden. Dazu Radiosendungen, Studioaufnahmen und vieles mehr.

Im Laufe der Jahre hat sich die Band ein beachtenswertes, qualitativ hochwertiges Repertoire immer im Idiom der Swingtradition des Quintettes “Hot Club de France” mit Django Reinhardt und Stephane Grapelli erarbeitet.

Seit gut 15 Jahren spielt die Gruppe in der heutigen Stammbesetzung: Michael Müller, Wilhelmshaven (Sologitarre), Werner Schröder, Schortens (Violine, Gesang), Jacek Witkowski, Wilhelmshaven (Klarinette, Saxofon), Ude Lambrecht, Jever (Rhythmus- und Lead-Gitarre), Helmut Geisendorf, Zetel (Bass). Ab und zu stößt als Gast Hartwig Oldenettel, Schortens (Akkordeon) dazu. Freunde des “Zigeunerjazz” dürfen sich schon freuen auf den 10. Dezember, 20 Uhr im “Godewind”.  (Quelle: Ude Lambrecht, Hot Club du Nord)

www.djangos-promenade.de

Hautkontakt mit dem Publikum

Carsten Feist  war bei Wingenfelder:Wingenfelder
und hat dies an Friesenblogs Pinnwand gepostet:

„Esens. Jugendherberge. Frühstücksraum. Hier tummeln sich eigentlich Heerscharen aufgeregter Schulklassen auf der Flucht vor lauwarmen Früchtetee und Aufsichtführenden Lehrkräften. Eigentlich.
Lautsprechertürme, unendliche Kabelstränge, rockmusiktaugliche Instrumente und 150 erwartungsfrohe sehr erwachsene Menschen geben dem Raum ein völlig anderes Ambiente.
Nettes Personal, gepflegte Getränke. Irgendetwas ist anders in dieser Jugendherberge im Herzen Ostfrieslands.
Irgendwas? – Nein. Kai Wingenfelder & Thorsten Wingenfelder sind anders. Die Herren waren jahrelang mit einer Hannoveraner Nachspielend (Selbstauskunft!) erfolgreich auf deutschen Bühnen am Start. Diese Combo gibt es gerade mal nicht mehr, aber die Jungs haben (erfreulicherweise) weiterhin Lust auf Rockmusik. Erwachsene Rockmusik. Authentisch und souverän. Musik, die niemandem mehr etwas beweisen muss.
Mit solchem Material traut sich das Duo, begleitet von handwerklich bundesligatauglichen Musikern, mal eben in die Jugendherbergen in der norddeutschen Provinz. Das Publikum nicht nur in Sichtweite. Hautkontakt. Eine Bühne so groß wie sonst wahrscheinlich die Garderobe.
Wer sich so etwas traut, weiß, was er kann. Über 2 Stunden werden Geschichten erzählt, wird gerockt, gejamt und zwischendurch mal kurz die Instrumente gestimmt. Unaufgeregt. Ehrlich. Beeindruckend.
Mit im Programm Tobias Regner, der irgendeine Casting-Show gewonnen haben soll, hier aber zeigt, dass er es kann und Astrid North (Cultured Pearls), die mit ihrem stimmlichen Charisma dem Frühstücksraum für die nächsten 10 Jahre den Soul eingehaucht hat.
Ein wirklich nette Idee und eine wirklich beeindruckende Umsetzung, diese Tour durch Jugendherbergen. Bleibt die Hoffnung, dass die mitgeschnittenen Takes vom Konzert irgendwann (legal!) zu haben sein werden.
Danke an W&W für das Konzert und an HB für die Karten!“

Stunden der Angst

Das Martyrium der Gefängnistherapeutin Susanne Preusker

Eine Geiselnahme in der JVA Straubing sorgte im April 2009 für bundesweites Entsetzen: Gefängnistherapeutin Susanne Preusker war mehrere Stunden in der Gewalt eines Häftlings, wurde von ihm mit dem Messer bedroht und mehrfach vergewaltigt. Ihr Martyrium hat sie nun in einem Buch verarbeitet. Ungeschminkt schildert Susanne Preusker darin die Tragödie in der JVA, die Todesangst, aber auch, wie sie nach dem Trauma überlebt hat.

Aus diesem Buch liest Susanne Preusker auf Einladung der Fresenia-Loge zu Jever

      am Freitag, 2. Dezember 2011 um 19.30 Uhr im Schützenhof Jever

in einer öffentlichen Veranstaltung. Karten sind an der Abendkasse für € 7,00 erhältlich.

Zum Vorbericht