Es ist nie zu spät! « Andreas Herzog’s Blog. befasst sich heute mit dem Thema: Nichtraucher werden
Kategorie: Leben
Homo constructus: Ein Biotop namens Baumarkt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft
Geisterschreiber
Da ich jetzt gerade mal sechs Tage am Stück frei habe, könnte ich ja eigentlich auch einen Ghostwriter beauftragen: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/der-streit-der-geister/
Medizin
Merkwürdig, wenn man ein Präparat, das der Arzt verschreibt und das in der Apotheke so viel kostet wie eine Tankfüllung, bei Rossmann rezeptfrei und für weniger als drei Euro kaufen kann …
Vom Brüllen und vom Schweigen
Heute Abend bin ich auf einer dieser spontanen Demos gewesen, die von den Veranstaltern als “Mahnwachen” angekündigt wurden. Ich war als Beobachter da. Etliche Menschen waren nach meinem Eindruck als Zuschauer da. Leute, die in der Vergangenheit sicher eine Meinung zur Atomkraft hatten, aber nie auf die Straße gegangen sind. Ganz junge Leute, ziemlich alte Leute, und neben den üblichen Verdächtigen auch ganz unverdächtige. Gekommen, um irgendwie teilzunehmen an weltweiter Solidarität mit Menschen, in deren Lage man jetzt nicht sein möchte. Um überhaupt irgendetwas zu tun in einer Situation, in der man eigentlich nichts tun kann als sprachlos vor dem Fernseher zu sitzen.
Mahnwache. Wer denkt da nicht an Menschen, die – eine Fackel in der Hand – stumm dastehen und allein durch ihre Anwesenheit für oder gegen eine Sache eintreten. Vielleicht ein paar wohlgesetzte Worte des Mitgefühls erwartend. Ein Gebet gar? Ansonsten Schweigen. Was bleibt einem angesichts der Bilder aus Japan, unter dem Eindruck dieser gewaltigen Katastrophe, auch anderes, als still zu sein und mitzufühlen. Und sich zu sorgen, wie es wohl weitergeht, dort und hier?
Es war ganz anders. Mit bunten Fahnen rückten sie an, mit gelb-schwarzen Totenkopf-Fässern, einem Rinderkopf aus Pappmaché, was immer sie damit ausdrücken wollten. Ein Megafon hatte der Cheforganisator dabei, und als er es einschaltete und loslegte, da was es vorbei mit der “Mahnwache”. Ohne auch nur eine kleine Gedenkminute für die Opfer der Katastrophe in Japan einzulegen, nur einen Halbsatz dem Leid der Menschen widmend, trötete er los, schrie seine Anti-Atom-Überzeugung fast heraus, was nicht allein am Megafon lag. Sätze aus dem Anfängerbaukasten des Funktionärs, ohne Empathie, ohne diejenigen mitzunehmen, die vielleicht erst in diesen Tagen zu der Überzeugung gelangt sind, dass die Menschheit auf dem Holzweg ist, und die nicht zu einer Kundgebung gehen wollten, sondern zu einer Mahnwache.
Wer überzeugen will, muss nicht laut sein. Und viel braucht es in diesen Tagen ohnehin nicht, andere zu überzeugen, dass es so nicht weitergeht in der Energiepolitik, in Deutschland, auf der Erde.
Ich habe später wieder vor dem Fernseher gesessen, habe Bilder aus Japan angeschaut. Bilder von Menschen, die allen Grund hätten, herumzubrüllen, Transparente zu schwenken, ihre Regierung zu beschimpfen, zu sagen, sie wären schon immer dagegen gewesen und hätten Recht behalten. Sie tun es nicht. Sie sind still. So still, wie man sein sollte, wenn über so viele Menschen so viel Leid hereingebrochen ist. Warum nur strahlen die Japaner so viel mehr Würde aus?
Ein paar Bilder zum Internationalen Frauentag
Frauenquoten braucht es im Mikrofinanzwesen nicht. In Ghana, wo Opportunity International Mikrokredite für Existenzgründungen vergibt und Menschen hilft, wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen, liegt der Anteil der weiblichen Kreditnehmer bei über 90 Prozent. Frauen verstehen besser mit Geld umzugehen, sie übernehmen Verantwortung für sich, ihre Familien und das Gemeinwesen. Zum Internationalen Frauentag ein paar selbstbewusste Frauen in Ghana, Afrika: Starke Frauen
Canal du Midi
Idylle pur im Süden Frankreichs
Wasserstraße verbindet seit dem 17. Jahrhundert das Mittelmeer mit dem Atlantik
Von Brigitte Meiners
Das Tempo ist mehr als gemächlich: Die erlaubten acht Stundenkilometer ermöglichen dem Auge, alles in Ruhe zu erfassen, sich an der vorbeiziehenden Landschaft zu erfreuen,
die Lichtspiele der Sonne durch das dicke grüne Dach, das die Platanen über den Kanal spannen, zu beobachten. Am Canal du Midi, dem knapp 240 Kilometer langen Wasserweg in Südfrankreich, der das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet und von Sète nach Toulouse führt, können die Freizeitkapitäne auf den Sportbooten ihre Seele baumeln lassen.
Mehr lesen: Canal du Midi
Tief im Osten
Das Leben der Kaschuben wird im Heimatmuseum Klucken lebendig
Von Brigitte Meiners
Kaschubien: In meiner Erinnerung
taucht der alte Englischlehrer auf. „Ich bin Kaschube“, hat er stets stolz erklärt und so ist er in meinem Gedächtnis verknüpft mit Anna Bronski, der kaschubischen Großmutter, die Günter Grass für den „Blechtrommler“ Oskar Matzerath erfunden hat. Die Kaschuben – den Deutschen zu polnisch und den Polen zu deutsch.
Ein Reisebericht:
Tage der Einheit
Wissen Sie noch, was Sie am 11. April 1986 gemacht haben? Ich wüsste es auch nicht, hätte ich nicht vor einigen Monaten aus einer Laune heraus bei einem Besuch in der Birthler-Behörde in Berlin einen Antrag auf Zugang zu den personenbezogenen Stasi-Unterlagen gestellt.
Hier geht’s weiter: https://friesenblog.wordpress.com/uber-mich/tage-der-deutschen-einheit/
Wir können alles, außer..
Ein Viertele
In den Stuttgarter Nachrichten vom 2. März 2011 hat der Leser Hans-Peter Bott aus Backnang unter der Rubrik “Auf gut Schwäbisch” eine schöne Geschichte erzählt, die in den Sechzigern auf einem Fliegerhorst in Friesland, also vermutlich in Upjever, spielt:
„Es war in den frühen sechziger Jahren. Als frischgebackener, stolzer junger Leutnant wurde ich aus dem Schwäbischen bis ans Ende von Deutschland, nach Ostfriesland, geschickt. Am ersten Abend im Offiziersheim, mitten unter Starfighter-Piloten und Technikern, fragte mich die Heimdame Frau H. in ihrem Friesenplatt nach meinem Wunsch: ,Nu, Herr Leutnant, watt kann eck for sei don. Watt wünschen sei syck?‘ Ich antwortete: I hätt‘ gern a Viertele!‘ Erneutes Fragen ihrerseits: ,Watt darf et seyn?‘ Ich: ,Ha, a Viertele!‘
Frau H. ging in die Küche, und eine Ordonanz kam: ,Watt soll eick den Herrn Leutnant bringen?‘ Ich blieb dabei: ,A Viertele, bitte!‘
Kurze Zeit später erschien die Ordonanz mit einer Frikadelle (Fleischküchle), schön garniert mit Petersilie.“