Historiker Dr. Jürgen Schmädeke gestorben

Dr. Jürgen Schmädeke in Dangast.

Berlin/Jever – Im Alter von 74 Jahren ist in Berlin der bekannte Historiker Dr. Jürgen Schmädeke, Experte für den Reichstagsbrand und die Geschichte des Reichstages sowie für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, gestorben. Dank familiärer Beziehungen nach Friesland hielt sich der Wissenschaftler und Journalist häufig in Jever auf. Ein Nachruf des Friesenblogs auf einen guten Freund auf nachfolgender Seite:

Zum Nachruf: Ein Kind der Küste und Kenner der Hauptstadt

Beiträge von Jürgen Schmädeke im „Tagesspiegel“ sind hier nachzulesen: Buchrezensionen

Nordseereport: Winter in Friesland

Sendung: Sonntag, 22. Januar 2012, 18.00 – 18.45 Uhr, NDR Fernsehen

Jever/Wangerooge – In der Januar-Ausgabe des „Nordseereports“ im NDR Fernsehen sind Moderatorin Britta von Lucke und ihr Team unterwegs in Friesland.

Eines der Wahrzeichen Frieslands: der Schlossturm in Jever. Der Nordseereport stellt die Urlaubsregion vor.

Friesland ist ein ganz besonderes Land, wo Ebbe und Flut die Landschaft und das Leben prägen. Der „Nordseereport“ macht Station in der Blaudruckerei in Jever. Sie führt die Tradition der alten norddeutschen Blaudruckereien fort und arbeitet bis heute mit einer 400 Jahre alten Rezeptur.

Außerdem steht der Besuch des Schlosses Gödens auf dem Programm. Das romantische Wasserschloss brannte im Jahre 1669 vollständig nieder und wurde 1671 von Freiherr Haro Burchard von Frydag in seiner jetzigen Form wieder aufgebaut. Das im niederländischen Renaissancestil erbaute Gebäude ist heute in Privatbesitz des Grafen von Wedel, der hier mit seiner Familie auch wohnt und eine ganz persönliche Schlossführung verspricht.

Sehenswert ist auch der Neuenburger Urwald in der friesischen Wehde. Graf Anton Günther hatte hier vor fast 400 Jahren den Holzeinschlag verboten und sorgte damit für ein ganz besonderes Stück Natur. Seit 1943 ist der kleine Neuenburger Urwald Naturschutzgebiet. Hier kann man den Wald von seiner ganz ursprünglichen Seite entdecken, mit Bäumen, die über 800 Jahre alt sind.

Außerdem zeigt der „Nordseereport“ Friesische Küche zum Genießen in Jever. Und das Team begibt sich auf die einzige Insel des Landkreises Friesland: Wangerooge.

Der „Nordseereport: Winter in Friesland“ läuft am kommenden Sonntag, den 22.1.2012 um 18.00 Uhr im NDR Fernsehen. Wiederholt wird die Sendung am 23.1. um 1.40 Uhr sowie am 24.1. um 6.00 Uhr.

Die Nordsee und die Niedersachsen – mehr über dieses Verhältnis sowie vielseitige Themen präsentieren Peter von Sassen und Britta von Lucke alle vier Wochen sonntags in der Zeit von 18.00 bis 18.45 Uhr im NDR Fernsehen. Die Zuschauer erfahren mehr über die Grenznachbarn, mehr über die Nordsee und anrainende Länder. Über Kulinarisches, über Landschaften und Natur, über Musik und Kunst, über alte Kulturgüter und natürlich über die Menschen, die rund um die Nordsee leben. Der Nordseereport wird über Kabel bundesweit, über Satellit europaweit ausgestrahlt.

Der Bundespräsident und die Bürgermeister

Von Helmut Burlager

Natürlich bekommt jeder Chefredakteur Anrufe von Politikern, die wegen eines Berichts oder eines Kommentars sauer sind. Sonst würden er und seine Leute ja was falsch machen. Wenn sich nie ein Politiker über die Zeitung aufregt, ist die Zeitung nicht kritisch und distanziert genug.

Chefredakteure gehen, wenn sie Charakter und Berufsethos haben, auf solche Beschwerdeanrufe nicht ein, sofern die Kollegen sauber recherchiert, die Betroffenen angehört und die Sachverhalte korrekt dargestellt haben. Gibt es begründete Beschwerden über einen Beitrag, dann wird der Verfasser befragt, werden die Fakten gegebenenfalls noch einmal geprüft, im ungünstigeren Fall muss mit einer Richtigstellung oder einer Entschuldigung reagiert werden. Das kommt vor.

Es kommt, allerdings sehr, sehr selten, auch vor, dass von einer Berichterstattung Betroffene im Vorfeld versuchen, einen unbequemen Beitrag zu verhindern. Ein Chefredakteur, der sich darauf einließe, ebenso ein Verlagsleiter oder Verleger, der dem nachgäbe, hätte komplett versagt. Ein Politiker, der so etwas versuchen würde, ebenfalls. Ein guter Politiker weiß das auch. Deshalb versuchen es auch nicht viele. In meiner mehr als 35-jährigen Laufbahn ist das noch nicht vorgekommen, und ich habe in meinem kollegialen Umfeld hier im Nordwesten selten davon gehört.

Was mich nun in diesen Tagen ärgert, ist neben der Causa Wulff vor allem die Art und Weise, wie große Medien darüber berichten. So sagte der stellvertretende Chefredakteur der „taz“, Rainer Metzger, in einem Interview mit dem Heute-Journal am Montag, 2. Januar 2012, über Wulff: „Worum geht es ihm eigentlich? Er denkt, er kann da einfach Einfluss ausüben, mit einem Telefonat bei einer so großen Zeitung. Das ist keine Lokalzeitung.“

Und ähnlich hat sich laut Deutschlandfunk eine bekannte Journalistin der Süddeutschen Zeitung geäußert: „’Die Symbiose zwischen Medien und Politikern sei enger geworden. Aber es sei außergewöhnlich, dass ein Bundespräsident sich so benimmt‘, sagt die SZ-Journalistin Franziska Augstein. Das kenne man von Lokalpolitikern und von wütenden Rumpelstilzchen wie dem französischen Präsidenten Sarkozy.“ Und so ähnlich argumentieren auch andere.

Nun hat man bei der taz und der Süddeutschen im besseren Falle Vorstellungen von der Arbeit bei einer Lokalzeitung, die sich nicht ganz mit der Realität decken. Im schlimmeren Fall ist es Arroganz. Es macht nämlich überhaupt keinen Unterschied, ob ein Lokalpolitiker oder ein Bundes-Promi versucht, missliebige Berichterstattung zu unterbinden, und es sollte genauso gleichgültig sein, ob er sich dabei an die Verlegerin der „Bild“ wendet oder an die einer kleinen Provinzzeitung. Denn Pressefreiheit unterscheidet nicht  zwischen groß und klein, bedeutend oder unbedeutend. Und gute Journalisten und Verleger lassen sich nirgendwo in der Bundesrepublik einschüchtern, egal ob da der Bundespräsident anruft oder der Bürgermeister.

Menschen am Meer

Die Nordstory – Sendung am Freitag, 6. Januar 2012 um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen

Ostfriesland/Hamburg – Wenn der Winter an der Küste einkehrt und die Sommerurlauber längst wieder zu Hause sind, dann beginnt diesseits und jenseits der Deiche ein ganz anderes Leben. Dann sind die Menschen am Meer wieder unter sich. Einige von ihnen warten sehnsüchtig auf den Frost, und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Behrend Meyer aus Bedekaspel beispielsweise ist Reetbauer. Erst wenn die Schilfhalme gefroren waren und ihre Blätter abgeworfen haben, kann er ernten. Und auch die zahlreichen Friesensportler brauchen einen gefrorenen Boden, denn nur dann kann der traditionsreiche Feldkampf der Klootschießer ausgetragen werden. Die Männer auf dem Tonnenleger „Lüttge Oog“ legen in dieser Zeit auf der Nordsee ihre Wintertonnen aus, damit Kutter und Fähren auch bei Eisgang ihren Weg durch Fahrwasser und Priele finden.

„Bild dir deine Meinung“ mit der Süddeutschen

„Bild dir deine Meinung“ mit der Süddeutschen.

via„Bild dir deine Meinung“ mit der Süddeutschen.

Ein Beitrag von Heinz-Peter Tjaden  zur Frage, warum eigentlich die Süddeutsche und nicht Bild über einen merkwürdigen Anruf des Bundespräsidenten berichtete. Plausibel…

Das wundersamste Ereignis des Jahres 2011

Aus dem Jahresrückblick der “Welt am Sonntag” vom 18. Dezember 2011, Seite 23:

Erschossen

„Einer von beiden hatte erst sich, dann den Freund erschossen.“

Justizministerin für Stärkung der Pressefreiheit

Würzburg, 7.11.2011 / DJV – Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat am heutigen Montag auf dem Verbandstag des Deutschen Journalisten-Verbands in Würzburg die zahlreichen Verstöße gegen die Pressefreiheit in aller Welt verurteilt. Sie forderte einen stärkeren Einsatz für die freie Presse und betonte die wichtige Rolle der Medien bei der Aufdeckung von Skandalen: „Die Medien sind die wichtige vierte Gewalt in Deutschland.“ Die Politik müsse die rechtlichen Rahmenbedingungen für die freie Presse schaffen. „Der Staat darf nicht einmal den Eindruck erwecken, Journalisten von kritischer Recherche abhalten zu wollen.“

Vehement setzte sich Leutheusser-Schnarrenberger für den Gesetzentwurf ihres Ministeriums zur Stärkung der Pressefreiheit ein. Nur so seien Durchsuchungen und Beschlagnahmen bei Journalisten auf Dauer zu verhindern. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Koalition im kommenden Frühjahr dem Gesetz zustimmen werde. Eine klare Absage erteilte sie hingegen gesetzlich verordneten Netzsperren.

Die Justizministerin wiederholte in Würzburg ihre Kritik an einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung. So lange die Überprüfung der Datenspeicherung auf europäischer Ebene nicht abgeschlossen sei, müsse Deutschland mit einer isolierten Gesetzgebung warten.

Leutheusser-Schnarrenberger unterstützte im Zusammenhang mit dem Einsatz des so genannten Bundestrojaners die Forderung des DJV nach einer lückenlosen Aufklärung. „Wir müssen politisch diskutieren, ob sich diese Technik auf den Zweck ihres Einsatzes begrenzen lässt.“

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken forderte nach ihrer Rede die Bundesjustizministerin auf, in der Koalition weiterhin für die Pressefreiheit zu streiten.

Pressemitteilung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) vom 7. November 2011

Respekt für die Leistungen eines Lebens

Helden des Alltags gesucht: Senioren sollen ihre Geschichte erzählen

ff 25% schwarz-Harm Kampen_1331 Jever – Aus seiner Verwandtschaft kennt das jeder: Wenn die Großeltern „von früher“ erzählen oder man von der alten Tante plötzlich Dinge aus ihrem Leben erfährt,die man nicht einmal geahnt hat. Leute, die man für langweilig gehalten
hat, entpuppen sich plötzlich als Helden des Alltags. Solche Menschen suchen das Jeversche Wochenblatt, die Fresenia-Loge Jever und die Seniorenbeauftragte des Landkreises Friesland, Nantke Ihnen, für ein Vorhaben, das den Titel „Respekt“ trägt. Mit einer Zeitungsserie aus 52 Kurzporträts, die sich über das ganze Jahr 2012 erstrecken wird und einer Buchveröffentlichung sowie weiteren Aktionen sollen die Leistungen der älteren Generation für unsere Gesellschaft gewürdigt werden. Frauen und Männer ab 75, die ihre Geschichte erzählen möchten, können sich melden und vorgeschlagen werden. Mehr dazu: Respekt

Foto: Harm Kampen aus Cleverns ist ein Kandidat für die “Respekt”-Porträts.© Sigrid Kasdorf

Von der Kanzel in den Bundestag und zurück

Porträt eines Aussteigers: Ein interessanter kurzer Beitrag im MDR über den früheren Staatsekretär Ulrich Kasparick, der nach einer Auszeit wieder seinem alten Beruf als Pfarrer nachgeht (aufs Bild klicken):

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Ulrich Kasparick engagiert sich für Armutsbekämpfung durch Mikrofinanz und ist Schirmherr von Opportunity International Deutschland