Tag 160 | Hafen

So muss das aussehen: Jade-Weser-Port am Pfingstmontag, 9. Juni. Zwei Containerschiffe am Kai, die Brücken in Betrieb.

Container-Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port am 9. Juni 2014. Foto: Helmut Burlager
Container-Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port am 9. Juni 2014. Foto: Helmut Burlager

Tag 159 | Street Art

Heute mal ein kleiner Terminhinweis. Das nächste Street Art Festival in Wilhelmshaven steht bevor. Der Veranstalter , die Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH, an deren Spitze inzwischen ja der „Erfinder“ des Festivals, Michael Diers, steht, will in dieser Woche das detaillierte Programm bekanntgeben. „Street Art“ gibt es an der Jade am 2. und 3. August 2014. Es ist schon das vierte Festival dieser Art in Wilhelmhaven.

Street Art Festival 2011 in Wilhelmshaven. Mittlerweile ist die vierte Auflage der Großveranstaltung in Planung. Foto: Helmut Burlager
Street Art Festival 2011 in Wilhelmshaven. Mittlerweile ist die vierte Auflage der Großveranstaltung in Planung. Foto: Helmut Burlager

Tag 158 | Radeln

Pfingsten aufs Fahrrad, das gehört einfach dazu. Es wird ganz schön was los sein auf den Straßen und Radwegen. Ob da die Polizei etwas genauer hinschaut? Bringt nichts, wenn man einem Beitrag im Fahrrad-Blog der Zeit glauben schenken darf. In Holland gibt’s nicht mehr Kontrollen als bei uns, aber deutlich weniger Probleme. Es hat was mit der Fahrradkultur zu tun. In diesem Sinne: Frohe Pfingsten und eine schöne Tour.

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Tag 154 | Ein Mensch

Tag 154 war irgendwie ein Sch…-Tag. Ist ja nicht schön, wenn einem im ICE von Berlin nach Hannover das Portemonnaie mit Bargeld, allen Bank- und Kreditkarten, Ausweisen und Führerschein wegkommt. Was da alles dranhängt. Schon im Zug von Hannover nach Bremen beginnt die Telefoniererei. Karten sperren, Fundbüro, Bahnhöfe, Zugbegleiter, Polizei …  Irgendwann steht ein Mann meines Alters vor mir, der die Gespräche offenbar alle mit angehört hat. Will er sich über die Dauerbeschallung beschweren? „Ich habe gehört, was Ihnen passiert ist. Kann ich Ihnen mit Geld aushelfen? Ich gebe Ihnen, was Sie brauchen!“ Verblüfft stammle ich „Danke, vielen, vielen Dank, aber das ist nicht nötig, ich komme zurecht.“ „Schön“, sagt er. „Aber wenn Sie es sich anders überlegen und was brauchen, ich sitze dahinten. Kommen Sie gut nach Hause!“

Tag 153 | Ostfriesisch

Heute wieder mal mit einem Leser rumgestritten, der mir erklären wollte, Wangerooge sei keine der Ostfriesischen Inseln, wie wir das geschrieben hätten. Sie sei eine friesische Insel, genauer gesagt die friesische Insel.

Na ja, habe ich ihm geantwortet, dann wohl doch eher die oldenburgische oder jeverländische Insel, denn Friesland sei  ja erst unter den Nazis entstanden, die hätten Wangerooge aber nicht erfunden. Und es gehe ja nicht um Politik, sondern um Geografie, wenn von den Ostfriesischen Inseln die Rede sei, und genau genommen reiche diese Inselkette sogar im Osten bis nach Mellum.

Nein, antwortete der Mann, er habe deswegen sogar beim Bürgermeister von Wangerooge angerufen, der meine auch, Wangerooge sei eine friesische Insel.

Tja, wenn der das sagt… Ich hab’s dann aufgegeben. Er hat ja auch nicht zum ersten Mal angerufen mit seinem offensichtlich großen Problem. Wo wir schon mal beim Thema sind. Hier ist ein ganz frischer dpa-Beitrag über Wangerooge. Der kleine Rechtschreibfehler im Vorspann des Zeitungsartikels passt übrigens haargenau zum Thema: Wangerooge ist keine ostfriesische, sondern eine Ostfriesische Insel. Das macht den Unterschied.

Tag 152 | Rehnot

Den wohl ungewöhnlichsten Einsatz der vergangenen Tage fuhren die Norderneyer Seenotretter am Sonntagmorgen, 1. Juni. Aus dem Fahrwasser vor Norddeich retteten sie einen jungen Rehbock. Die Besatzung der „Frisia II“ hatte das um sein Leben kämpfende Tier von der hoch gelegenen Brücke der Fähre entdeckt und die DGzRS informiert. Mit dem Tochterboot „Johann Fidi“ des Seenotkreuzers „Bernhard Gruben“ näherten sich die Seenotretter dem völlig erschöpften Reh. Ein Seenotretter ging im Überlebensanzug ins Wasser und trug das Reh durch die Bergungspforte an Bord. „Es zitterte am ganzen Körper, war aber sonst völlig ruhig. Man konnte spüren, dass es über unsere Hilfe froh war“, sagt Seenotretter Ralf Jüttner. In Norddeich übernahm ein Jäger das Reh in seine Obhut.

Rehnotretter Ralf Jüttner vom Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" von der Station Norderney, mit dem geretteten Rehbock am Anleger der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Norddeich am 1. Juni 2014. Foto (c): DGzRS
Rehnotretter Ralf Jüttner vom Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ von der Station Norderney, mit dem geretteten Rehbock am Anleger der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Norddeich am 1. Juni 2014. Foto (c): DGzRS

 

Tag 151 | Bach

50 Jahre Stadtkirche. Als wollte der Architekt Prof. Dr. Dieter Oesterlen aus dem Jenseits demonstrieren, wke er sich das mit den Glasbetonfenstern damals gedacht hat, schien während des ganzen Jubiläumskonzerts der Stadtkantorei Jever die Tonne und warf ein mystisches Licht auf die Szenerie. Unter der Leitung von Kantor Klaus Wedel sangen und musizierten die Stadtkantorei, die Solisten Dorothea Winkel, Frauke Becker, Hilke Andersen, Wolfgang Klose und Werner Kraus, das Ensemble concertino Jever erweitert um Instrumentalsolisten. Foto: Helmut Burlager
50 Jahre Stadtkirche. Als wollte der Architekt Prof. Dr. Dieter Oesterlen aus dem Jenseits demonstrieren, wie er sich das mit den Glasbetonfenstern damals gedacht hat, schien während des ganzen Jubiläumskonzerts der Stadtkantorei Jever die Sonne und warf ein mystisches Licht auf die Szenerie. Unter der Leitung von Kantor Klaus Wedel sangen und musizierten die Stadtkantorei, die Solisten Dorothea Winkel, Frauke Becker, Hilke Andersen, Wolfgang Klose und Werner Kraus sowie das Ensemble concertino Jever erweitert um Instrumentalsolisten. Foto: Helmut Burlager

Jevers Stadtkantorei unter der großartigen Leitung von Kantor Klaus Wedel hat den Konzertfreunden der Region und dem „Geburtstagskind“ Stadtkirche gestern Abend ein sehr schönes Geschenk gemacht. Fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der Einweihung der modernen Kirche, die die alte abgebrannte Stadtkirche ersetzte, führten Chor, Solisten und Instrumentalisten das Himmelfahrtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf. Dazu gab es Werke von Henry Purcell und, wie so oft, für einen Teil der Konzertbesucher, die Antwort auf die Frage: „Wann darf man klatschen?“. Sie lautet: Nicht an der falschen Stelle. Jedenfalls heutzutage nicht. Früher war das anders. Kinderleicht erklärt ist es hier – für Kinder: Hör mal! Sieh mal. Eine Rezension des Konzerts gibt’s morgen von meinem Kollegen Christoph Hinz im Jeverschen Wochenblatt.