„Ostfreeske Tuffel 2011” verliehen

Die Verleihung der Ostfreeske Tuffel 2011, des ONNO-Preises für nachhaltige Ernährungskultur, fand im Rahmen des 31. Ostfrieslandmahles im Bagbander Ostfriesenbräu statt. Preisträger in diesem Jahr ist der Verein “Appelhoff” aufgrund seiner Verdienste um Schutz und Erhalt alter ostfriesischer Apfelsorten. Jedes Jahr sucht der Verein Onno einen Preisträger für die Osfreeske Tuffel, die sich als ein schönes Symbol für den Einsatz einer regionalen Ernährungskultur in Ostfriesland bewiesen hat. Damit soll wertgeschätzt werden, was in jüngster Zeit an positiven Impulsen für die regionale Ernährungswirtschaft getan wurde. Mit mehr als 60 Gästen war das 31. Ostfrieslandmahl bereits Wochen vorher ausgebucht. In gemütlichem Ambiente genossen die Teilnehmer das Vier-Gänge-Menü in der Bagbander Brauerei, das Mahl stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Bieres.

Die Ostfrieslandmahle finden meist an besonderen, ungewöhnlichen oder auch traditionellen Orten statt, an denen sich auch eine ernährungs-, landesbezogene- oder landeskulturelle Geschichte dazu erzählen lässt, mit dem Ziel am Ende die regionalen Produzenten und Gastronomen nicht nur für eine einmalige, sondern eine wiederkehrende Zusammenarbeit und für kulinarische Genüsse zusammenzubringen. Hier geht es vor allem auch darum, den Gästen etwas zu den Produkten, seinen Produzenten und Produktionsweisen zu erzählen.

Tuffel Auf dem Bild ist der Vorsitzende des Vereins, Johannes Bolland, zu sehen, gemeinsam mit Rene Krischer vom Ostfriesenbräu, sowie Hedda Schattke und Reinhard Pfriem von ONNO.

Jahre des Donners

Ein neues Buch über den Mythos “Starfighter”

2348 Bild KropfDrei Jahrzehnte lang bildete ein Flugzeug das Rückgrat der Deutschen Luftwaffe, das so umstritten war wie kein anderes. Für die Öffentlichkeit war die Lockheed F-104, besser bekannt als „Starfighter“, ein Skandalvogel, nicht nur wegen der nach Bestechung riechenden Umstände der Beschaffung des Waffensystems, sondern vielmehr wegen einer schrecklichen Absturzserie.

Von 916 Maschinen, die die junge Luftwaffe Anfang der sechziger Jahre beschaffte, stürzten im Laufe der Jahre 292 ab, 116 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Gleichzeitig war der Kampfjet, der als Bomber, Jäger und Aufklärer eingesetzt wurde, ein Flieger mit herausragenden Flugeigenschaften – eigentlich eher eine bemannte Rakete als ein Flugzeug im klassischen Sinne.

Foto_Autor_Max Der Ex-Flugzeugführer Hannsdieter Loy, mit 1500 Flugstunden auf der F-104 ein erfahrener Starfighter-Pilot und heute als Schriftsteller in Rosenheim lebend, hat jetzt ein Buch geschrieben, in dem er – in Romanform – mit dem Mythos Starfighter aufräumt. Loy (links im Bild mit Hund Max“) zieht das Resümee: Nicht das Flugzeug war ein Skandal, sondern die Art und Weise, wie es in die Luftwaffe eingeführt wurde. „Fehler im System“ nennt Loy in seiner Abrechnung „Jahre des Donners“ als Hauptgrund für die tödliche Serie. Zum Bericht

Musikalischer Vollwaschgang mit Wingenfelder:Wingenfelder

Friesenblog verlost dreimal zwei Karten für den 30. November in der Jugendherberge Esens

Esens– Ein außergewöhnliches Kulturformat bietet das OLB Musik Camp Nordwest am 30. November in der Jugendherberge Esens-Bensersiel. Es gibt noch Karten für das Abendkonzerte mit den Wingenfelder-Brüdern (ehemals Fury in the Slaughterhouse).

pressefoto2 Seit September bieten die Wingenfelder-Brüder Kai und Thorsten (Foto), einer ganzen Generation noch als Sänger und Gitarrist der Band Fury in the Slaugtherhouse bekannt, allen Musikbegeisterten im Norden einen musikalischen Vollwaschgang. In 20 Jugendherbergen im nordwestlichen Niedersachsen treten sie gemeinsam mit Freunden aus Sport, Musik und Kultur an, um von Norderney bis Meppen und Osnabrück bis Bremen für außergewöhnliche Konzerterlebnisse zu sorgen. Viele Konzerte sind ausverkauf, so auch das am heutigen Mittwoch in Jever.

Für Esens aber gibt es noch Karten: Friesenblog darf dreimal zwei Karten verlosen. Interessierte können sich ab sofort unter friesenblogger@googlemail.com melden. Die Gewinner werden dann rechtzeitig benachrichtigt.

Den Besuchern versprechen die Wingenfelder-Brüder nebst Gästen eine ungewöhnliche Mischung aus Livekonzert, Ausstellung, Lesung und Aftershowparty. Das künstlerische Konzept sieht dabei vor, dass die Jugendherbergen als innovative Kulturorte genutzt werden. Speisesäle, Foyers oder Tagungsräume werden zu Veranstaltungsstätten umfunktioniert. Jedes Mal anders, jedes Mal neu – aber immer eine Begegnung zwischen verschiedensten Arten von Kultur und Menschen. „Das werden dann so Sachen sein, wo wir selbst, wenn wir anreisen, nicht genau wissen, wie der Abend ausgeht – und das finden wir auch gut!“ erklärt Thorsten Wingenfelder.

Container_Musik-Camp Aber eins soll unbedingt sein: das Miteinander zwischen Publikum und Künstlern!
Für diese innovative Veranstaltungsreihe holten sich die Brüder einen befreundeten bücherschreibenden Fußballer (Ansgar Brinkmann), einen Comedian (Dieter Wischmeyer alias Günther der Treckerfahrer), eine Regisseurin (Franziska Stünkel) und natürlich viele Musiker (Mousse T, Bosse, Astrid North, Johannes Strate, Tobias Regner u.v.m.) mit ins Boot.

„Das Grundprinzip, dass eine Jugendherberge eine Begegnungsstätte ist, werden wir an diesen Abenden mittransportieren“, sagt Kai Wingenfelder, „so dass man sich mit den Künstlern, die man normalerweise entweder aus dem Fernsehen oder Radio kennt oder aus sonst 30 Metern Entfernung auf der Bühne – an diesem Abend kann man sich mit Ihnen unterhalten.“ Promis zum Anfassen also.

Im Rahmen des OLB Musik-Camps gibt es jedoch nicht nur die Abendveranstaltungen. Tagsüber besteht für rund vierzig Kids von 12 bis 16 Jahren die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops rund um Musik und das Musikbusiness teilzunehmen. Angeboten werden die Bausteine Streetdance / Hip Hop Dance, Rap / Rapsongwriting und Bandworkshop. Für den Baustein „Bandworkshop“ wird der Musik-In-Liner vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Der Musik-in-Liner ist ein „rollendes Tonstudio“, komplett ausgestattet mit allem, was man zum Aufnehmen und Abmischen von Musik braucht. Der umgebaute Linienbus bietet eine Vielzahl musikpädagogischer Angebote für Kinder und Jugendliche. Durchgeführt werden die Workshops von Dozenten vom Musikzentrum Hannover unter der Leitung von Sarah Schlück.

Weitere Konzerte gibt es in Lingen (24.11.), Meppen (25.11.) und Damme (1.12.). Hier gehen jeweils nur jeweils 80 bis 200 Tickets in den Verkauf.

Astrid North In der Jugendherberge Esens-Bensersiel werden die Wingenfelder von Tobias Regner (DSDS) und Astrid North (Foto) unterstützt. Der Einlass startet um 18.30 Uhr, der Beginn der Veranstaltung ist für 19.30 Uhr geplant.

Ticket-Info: www.projektjugendherberge.de

Tickets an allen Nordwest Ticket Vorverkaufsstellen unter 0421 – 36 36 36 und online unter www.nordwest-ticket.de. VVK: 15,-€ / Abendkasse 18,-€

DJH-Mitglieder zahlen 13,50€

FAN werden kann man auf: www.facebook.com/olbmusikcamp

3000 Unterschriften zum Erhalt der Südzentrale

Übergabe an den Rat am 23. November

verein_1a Wilhelmshaven – Nach der Rodungsaktion auf dem Gelände der Südzentrale Anfang des Jahres schien der Abriss des historischen Marinekraftwerks beschlossene Sache zu sein. Dank unermüdlicher Aktivitäten engagierter Bürger zum Erhalt der Südzentrale steht das Baudenkmal aber immer noch. Ein Symposium zum Thema im Juni, die Gründung des gemeinnützigen Vereins zum Erhalt der Südzentrale, vor allem aber der fortlaufende Kontakt zu den Eigentümern und die Vermittlung neuer Gespräche zwischen diesen und städtischen Entscheidungsträgern konnten die Vernichtung des einzigartigen Industriedenkmals bis heute abwenden.

Südzentrale_Wilhelmshaven_ImkeZwochDem Verfall preisgegeben: Die historische Südzentrale in Wilhelmshaven. Foto: Imke Zwoch

Im Vorfeld der Kommunalwahl sprachen sich alle jetzt im Rat vertretenen Parteien und Wählervereinigungen und auch der jetzt amtierende Oberbürgermeister Andreas Wagner für den Erhalt des Gebäudes aus. Das entspricht dem starken Wunsch aus der Bürgerschaft: Seit Juli unterzeichneten etwa 3000 Menschen die Petition zum Erhalt der Südzentrale.

Direkt vor der ersten Sitzung am kommenden Mittwoch (23. November, Beginn 14 Uhr) werden die Unterschriftenlisten dem neuen Rat übergeben. Bis dahin werden weitere Unterschriften gesammelt, um den Ratsvertretern ein klares Votum mit auf den Weg zu geben.

Wer aktiv dazu beitragen möchte, kann das Formular auf der neu gestalteten Webseite www.suedzentrale.de herunterladen und ausdrucken und selbst im Bekanntenkreis über die Zielsetzung informieren und Unterschriften sammeln. Auf der Website gibt es auch weitere Infos zur Geschichte des Gebäudes und zum Verein (mit Beitrittsformular, Jahresbeitrag 24 Euro), dazu eine Bildergalerie und ein eindrucksvolles interaktives Panoramabild.

Die Unterschriftenlisten bitte bis zum 22. November weiterleiten an die Geschäftsstelle des Vereins zum Erhalt der Südzentrale, Weserstr. 78 a, 26382 Wilhelmshaven. Kontakt: info@suedzentrale.de.

(Quelle: Imke Zwoch, Verein zum Erhalt der Südzentrale)

Traditionelle und weihnachtliche Gospels in der Stadtkirche

Benefizkonzert des Gospelchors Heidmühle zu Gunsten eines Schulprojekts
der Tetta-von-Oldersum-Grundschule in Tettens

Jever – Zum zweiten Mal veranstalten der Lions Club Jever und der Gospelchor Heidmühle unter der Leitung von Janine Wilson ein Benefizkonzert. Nach dem erfolgreichen, sehr gut besuchten letzten Gospelabend vor zwei Jahren in der St.-Stephanus-Kirche in Schortens wird das diesjährige vorweihnachtliche Konzert in Jever stattfinden, und zwar am Mittwoch, dem 30. November, um 20 Uhr in der Stadtkirche. Der Eintritt ist frei, am Ende des Konzerts wird um eine Spende gebeten. Mehr über das Konzert: Zum Bericht 

Gospelgemalt

Der Gospelchor Heidmühle, gemalt von Heide und Idda aus der Klasse 4 der Tetta-von-Oldersum-Grundschule in Tettens. Der Erlös des Benefizkonzerts fließt in das Projekt „Klasse 2000“ dieser Schule.

Friesenblog wird ein Jahr alt

So schnell vergeht die Zeit. Der Friesenblog wird heute ein Jahr alt. Fast 300 Artikel und mehr als 100 Seiten sind bislang erschienen, daran haben neben dem „Friesenblogger“ noch etliche weitere Autoren mitgewirkt, die ihm freundlicherweise ihre Beiträge und Fotos überlassen haben. Vielen Dank dafür. Besonders erfreulich ist, dass seit Anfang 2011 kein Tag verging, an dem die Seite keine Besucher hatte, mal sind es nur wenige, mal sind es Dutzende. Insgesamt waren es rund 15.000 Seitenaufrufe, am verkehrsreichsten Tag waren es 539. So viel zur Statistik, die aber nicht von Bedeutung ist. Wichtig ist, dass die Leserinnen und Leser des Friesenblogs sich gut unterhalten und informiert fühlen. Wenn das erreicht ist, macht der Friesenblog gerne weiter.

Mit besten Grüßen

Helmut Burlager

Justizministerin für Stärkung der Pressefreiheit

Würzburg, 7.11.2011 / DJV – Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat am heutigen Montag auf dem Verbandstag des Deutschen Journalisten-Verbands in Würzburg die zahlreichen Verstöße gegen die Pressefreiheit in aller Welt verurteilt. Sie forderte einen stärkeren Einsatz für die freie Presse und betonte die wichtige Rolle der Medien bei der Aufdeckung von Skandalen: „Die Medien sind die wichtige vierte Gewalt in Deutschland.“ Die Politik müsse die rechtlichen Rahmenbedingungen für die freie Presse schaffen. „Der Staat darf nicht einmal den Eindruck erwecken, Journalisten von kritischer Recherche abhalten zu wollen.“

Vehement setzte sich Leutheusser-Schnarrenberger für den Gesetzentwurf ihres Ministeriums zur Stärkung der Pressefreiheit ein. Nur so seien Durchsuchungen und Beschlagnahmen bei Journalisten auf Dauer zu verhindern. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Koalition im kommenden Frühjahr dem Gesetz zustimmen werde. Eine klare Absage erteilte sie hingegen gesetzlich verordneten Netzsperren.

Die Justizministerin wiederholte in Würzburg ihre Kritik an einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung. So lange die Überprüfung der Datenspeicherung auf europäischer Ebene nicht abgeschlossen sei, müsse Deutschland mit einer isolierten Gesetzgebung warten.

Leutheusser-Schnarrenberger unterstützte im Zusammenhang mit dem Einsatz des so genannten Bundestrojaners die Forderung des DJV nach einer lückenlosen Aufklärung. „Wir müssen politisch diskutieren, ob sich diese Technik auf den Zweck ihres Einsatzes begrenzen lässt.“

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken forderte nach ihrer Rede die Bundesjustizministerin auf, in der Koalition weiterhin für die Pressefreiheit zu streiten.

Pressemitteilung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) vom 7. November 2011

Die Fachsprache der Küstenfischer

„Von Kamerunern, Pilgrims und Tobiaswaden”: Ein neues Buch von Klaus Siewert unter Mitarbeit von Wilko Theessen

Fischersprache Carolinensiel – Um die Fachsprache der Küstenfischer geht es in einem neuen Buch, das der Sprachwissenschaftler Klaus Siewert in Zusammenarbeit mit Wilko Theesen herausgegeben hat: „Von Kamerunern, Pilgrims und Tobiaswaden. Die Fachsprache der Küstenfischer in Ostfriesland“. Am Donnerstag wird es in Carolinensiel vorgestellt. Hier weiterlesen

Respekt für die Leistungen eines Lebens

Helden des Alltags gesucht: Senioren sollen ihre Geschichte erzählen

ff 25% schwarz-Harm Kampen_1331 Jever – Aus seiner Verwandtschaft kennt das jeder: Wenn die Großeltern „von früher“ erzählen oder man von der alten Tante plötzlich Dinge aus ihrem Leben erfährt,die man nicht einmal geahnt hat. Leute, die man für langweilig gehalten
hat, entpuppen sich plötzlich als Helden des Alltags. Solche Menschen suchen das Jeversche Wochenblatt, die Fresenia-Loge Jever und die Seniorenbeauftragte des Landkreises Friesland, Nantke Ihnen, für ein Vorhaben, das den Titel „Respekt“ trägt. Mit einer Zeitungsserie aus 52 Kurzporträts, die sich über das ganze Jahr 2012 erstrecken wird und einer Buchveröffentlichung sowie weiteren Aktionen sollen die Leistungen der älteren Generation für unsere Gesellschaft gewürdigt werden. Frauen und Männer ab 75, die ihre Geschichte erzählen möchten, können sich melden und vorgeschlagen werden. Mehr dazu: Respekt

Foto: Harm Kampen aus Cleverns ist ein Kandidat für die “Respekt”-Porträts.© Sigrid Kasdorf