Der neue Fotokalender von Klaus Schreiber ist da

Schreiber Kalender Seite1

Die Fotografie, schrieb vor ein paar Jahren Prof. Dr. Ingo Sommer, sei das Lebensthema von Klaus Schreiber, die Kamera sein Lebensbegleiter. “Er hält fest, was droht, verloren zu gehen. Viele seiner Bilder sind höchst populär, finden sich als  Serien in Kalendern und Bildbänden der Region und man vergisst leicht, wer sie gemacht hat. Ein Mensch hinter der Kamera, der die Welt nicht mit gleichgültigem Blick betrachtet. Er sieht, was anderen oft für immer verborgen bleibt. Und die ist keinesfalls immer nur die Wirklichkeit.” Soeben ist der neue Bildkalender von Klaus Schreiber erschienen, “Lichtküste" Friesland”, erhältlich im Direktvertrieb des Fotografen (einfach aufs Bild oben klicken, dort kann man alle zwölf Motive betrachten). Wer mehr über den 63-jährigen Fotodesigner aus Wilhelmshaven erfahren will, klickt hier: Laudatio

Inselsommer auf Langeoog

NDR-Fernsehen: Sendung am Freitag, 30. September, um 20.15 Uhr

Friesland – Urlaub auf Langeoog: Viele Menschen können sich nichts Schöneres vorstellen, als einmal im Jahr für zwei oder drei Wochen auf die autofreie ostfriesische Insel zu fahren.
Doch wie sieht das Leben der Insulaner aus, die auf Langeoog zuhause sind?
Wie verändert sich ihr Alltag in der Hochsaison, wenn die Touristen im Rhythmus von Ebbe und Flut kommen und gehen, wo tanken die Insulaner auf, wenn kein einziges Bett auf der Insel mehr frei ist und die Gäste von früh bis spät ihren Alltag bestimmen?

Bärbel Fening hat einige von ihnen den Sommer über begleitet: Uwe Garrels, der  die Urlauber auf unvergessliche Art und Weise durchs Watt führt und kurze Zeit später als Standesbeamter im Seemannshus die Heiratswilligen traut, Anselm Prester, den Inselmaler, der in der Saison zahlreiche Malkurse für kleine und große Künstler gibt, sich in allem Trubel noch die Zeit nimmt, eigene Werke zu vollenden und mitten in der Saison sogar noch das Kleinste Museum der Welt auf Langeoog eröffnet, den Biohändler Gerrit Agena, der jede freie Minute der Musik widmet und nach Ladenschluss mit dem Langeooger Shantychor „De Flinthörners“ und seiner Band, der „Washhouse Company“, zahlreiche Auftritte hat, Jonny Vestering, der die Gäste im Wahrzeichen der Insel, dem Wasserturm empfängt und Jörg Börgmann, den Strandmeister, der den langen Sandstrand für die Gäste herausputzen muss und weit mehr zu tun hat, als nur die 1600 Strandkörbe aufzustellen.

Unter Bloggern

Was treibt einen Blogger um? Wie ist er dazu gekommen, was will er bewirken, wie soll der Blog sich weiterentwickeln? Das Sonntags-Interview des West-Side-Bloggers stellt jede Woche einen anderen Blogger vor, der vorgegebene Fragen beantwortet. An diesem Sonntag nun den Friesenblog. Hier geht’s zum Interview

UN-Aktionsplan zum Schutz von Journalisten

Berlin, 21.09.2011/djv – Der Deutsche Journalisten-Verband hat den neuen Aktionsplan der Vereinten Nationen als wirksamen Schritt zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten in Krisenregionen begrüßt. Der Plan sieht vor, die Sicherheit von Journalisten als neuen Indikator in die Jahresbilanz derjenigen Staaten aufzunehmen, die Entwicklungshilfe erhalten. Die Bilanz ist maßgeblich für Art und Umfang der geleisteten Entwicklungshilfe. Der Aktionsplan verlangt ferner, dass der Mord an einem Journalisten ebenso entschlossen aufgeklärt und bestraft wird wie es bei einem Polizistenmord der Fall ist.

„Wir hoffen, dass sich durch den Aktionsplan der Vereinten Nationen die Lage der Kolleginnen und Kollegen in den unterentwickelten Ländern schnellstens verbessert“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Kritische Journalisten müssen in vielen Ländern der Erde um ihr Leben fürchten. Kapitalverbrechen an Berichterstattern werden oft gar nicht oder nur unzureichend geahndet.“ Die Kopplung der Entwicklungshilfe an die Situation der Pressefreiheit sei die beste Maßnahme, um den Schutz der Journalisten zu gewährleisten. Der DJV erwarte, so Konken, dass die politischen Entscheidungsträger bei den Vereinten Nationen den Aktionsplan so schnell wie möglich Wirklichkeit werden ließen.

Wenn das Unvorstellbare geschieht

„Sind Sie Opfer oder Überlebende?“ – „Schwere Frage. Ich glaube, irgendwo dazwischen.“
clip_image002Jever– Der Fresenia Loge zu Jever ist es wieder einmal gelungen, eine außergewöhnliche Lesung zu organisieren, die am Freitag, 2. Dezember, um 20 Uhr im „Schützenhof“ Jever stattfinden wird .

Im Frühjahr 2009, zehn Tage vor ihrer Hochzeit, erlebt Susanne Preusker eine Katastrophe: An ihrem Arbeitsplatz, einem Hochsicherheitsgefängnis, wird die Psychologin von einem inhaftierten Sexualstraftäter sieben Stunden lang in ihrem Büro eingesperrt, mit dem Tode bedroht und mehrfach vergewaltigt. Ungeschminkt und mit erzählerischer Präzision schildert Susanne Preusker in „Sieben Stunden im April“ (Patmos Verlag) das Unvorstellbare, ihre Todesangst, aber auch, wie sie das Trauma bewältigt.

Denn dem Entsetzlichen, dem Unfassbaren die Macht über ihr Leben einzuräumen, das wäre für Susanne Preusker nie infrage gekommen. Darum erzählt sie, was ihr geholfen hat, zurück in ein neues Leben zu finden. Ihre Familie und ihre Freunde haben sie stark gemacht, das Kochen, Zumba und frische Nordseeluft haben geholfen, wenn die Angst ihr die Luft abschnürte. Susanne Preuskers Geschichten vom Überleben machen Mut. „Sieben Stunden im April“ ist ein bewegendes und gnadenlos offenes Buch über den Kampf einer mutigen Frau gegen die Dämonen im Kopf, im Herzen und in der Seele.

Susanne Preusker ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin. Sie war Leiterin der sozialtherapeutischen Abteilung für Sexualstraftäter im Hochsicherheitsgefängnis Straubing. Heute lebt sie in Straubing und Magdeburg. Über ihr Buch sagt sie selbst:

„Wenn es mir mit diesen Geschichten gelingen sollte, nur einem Menschen, der sich in einem ungewollten Leben wiederfindet, Mut zum Überleben zu machen, hat es sich gelohnt.“

Susanne Preusker

Sieben Stunden im April

Meine Geschichten vom Überleben

Format 14 x 22 cm

160 Seiten

Hardcover mit Schutzumschlag

€ 17,90 (D) / € 18,40 (A) / sfr 25,90

ISBN 978-3-8436-0038-5

Patmos Verlag

Reporter ohne Grenzen: Maikel Nabil Sanad freilassen

Ägyptischer Blogger im Hungerstreik

Hamburg / 6.9.2011 – Reporter ohne Grenzen (ROG) wiederholt seine Forderung nach einer umgehenden, bedingungslosen Freilassung des ägyptischen Bloggers Maikel Nabil Sanad. Der Gesundheitszustand des inhaftierten Cyberdissidenten ist äußerst besorgniserregend, nachdem Sanad am 23. August 2011 in den Hungerstreik getreten war.

Mittlerweile wurde Sanad in das Krankenhaus des El-Marg-Gefängnis von Kairo verlegt und ihm wurde Glukose zugeführt. Der 25-Jährige verweigert allerdings weiter die Einnahme von Medikamenten, die er wegen seiner Herzkrankheit nehmen muss. Er kündigte zudem an, erneut in den Hungerstreik treten zu wollen, um den Protest gegen seine unrechtmäßige Gefängnisstrafe fortzusetzen.
Für den aktuellen kritischen Gesundheitszustand von Sanad macht ROG den Obersten Rat der ägyptischen Streitkräfte verantwortlich: „Auch wenn der Hungerstreik eine persönliche Entscheidung des Bloggers ist, so sind die Behörden doch für die Ursache seines Protestes verantwortlich: für die unrechtmäßige und antidemokratische politische Inhaftierung“, so ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard.

Der 25-jährige Sanad gilt als erster politischer Gefangener seit Beginn der ägyptischen Revolution. Er wurde am 28. März 2011 verhaftet, nachdem er in seinem Blog Kritik an der Armee geübt hatte. Er warf dem Militär unter anderem vor, während der Revolution an Verhaftung und Folter von Demonstranten beteiligt gewesen zu sein.

Dafür musste sich der Blogger und Kriegsdienstverweigerer vor einem Militärgericht verantworten. Am 10. April wurde er wegen Verunglimpfung der Armee, Verbreitung falscher Informationen und Störung der öffentlichen Ordnung zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der Prozess fand in Abwesenheit der Rechtsanwältin des Bloggers statt. Eine Berufung wurde ausgeschlossen.

ROG kritisierte seinerzeit die Art des Verfahrens gegen Sanad: Nach eigenem Bekunden strebt die ägyptische Übergangsregierung den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft an. Es widerspreche aber demokratischen Standards, wenn Zivilisten vor ein Militärgericht gestellt würden, so ROG. Es müsse außerdem möglich sein, die Armee wie jede andere Institution des Staates zu kritisieren.

Noch könnten die ägyptischen Behörden verhindern, dass der Blogger zum Symbol eines repressiven „post-Mubarak“-Ägypten werde, so Julliard. Die Entlassung von Sanad wäre gleichfalls eine wichtige symbolische Geste gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft.

Friesenblog goes Wochenblatt

Der neue Blog bei WOCHENBLATTonline

Wenn ich hier momentan etwas weniger blogge, dann liegt das auch daran, dass ich neuerdings woanders etwas mehr blogge. Weil die Internetseite meines Arbeitgebers seit dem Relaunch die Möglichkeit dazu bietet, einen eigenen Blog zu veröffentlichen, was mir wiederum sehr gefällt. Lassen sich doch dort Dinge publizieren, die mit meinem Hauptberuf zu tun haben, aber nicht unbedingt in die Printausgabe des Jeverschen Wochenblatts gehören. Oder doch dorthin gehören, es aber wert sind, einem breiteren Publikum angeboten zu werden. Kurzum: Ihr findet mich jetzt auch im RedaktionsBlog

Es geht um die Türen

1. September 2011, 9.05 Uhr, das Telefon klingelt. „Ja, guten Morgen, es geht um die Türen, die wir bestellt haben. Ich hab‘ da noch mal eine Frage…“

Heute auf den Tag genau seit 34 Jahren rufen Leute bei uns an, die eigentlich einen Baustoffhandel erreichen wollten. Früher fast täglich, heute nur noch ab und zu, was so ungefähr ein, zwei Mal im Monat bedeutet. Manchmal schon morgens um sieben. Manchmal ist es ein Faxgerät, das gibt dann nicht auf und nervt durch Wahlwiederholung, bis man den Stecker aus der Wand zieht. Heute also wieder ein leibhaftiger Mensch mit Türproblemen.

Nun könnte ich der Dame ja ihre Frage eigentlich beantworten, schließlich haben die Leute bei mir auch schon Steine, Holz, Zement, Fliesen, Isoliermaterial, Fenster, Zargen, Profile, Waschbecken und, und und … bestellt. Mit der Zeit kennt man sich ja aus.

Stattdessen sage ich wieder ganz freundlich: „Darf ich Sie kurz unterbrechen? Sie sind falsch verbunden. Sie haben sich verwählt. Sie haben eine Null vergessen. Sie wollen bestimmt die Firma Trauco in Großefehn anrufen …“ Großes Erstaunen („Woher wissen Sie das denn?“)  und eine schnelle Entschuldigung auf der anderen Seite. Aufgelegt.

Neulich las ich von einer Familie in Ostfriesland, bei der seit Jahren jeden Tag etliche Telefonanrufe für eine große Behörde in Nordrhein-Westfalen auflaufen. Echter Telefonterror, weil die Nummer der Dienststelle (bis auf die Null davor) mit der Vorwahl und Telefonnummer der Ostfriesen identisch ist.

Da kann man heilfroh sein, wenn man zu Hause nur die Telefonzentrale für Trauco spielen muss.

Mit den Seenotrettern durchs Jahr

Neuer Kalender der DGzRS:  „…wir kommen! 2012“

Friesland – Sie fahren raus, wenn andere Schiffe den schützenden Hafen anlaufen – bei Wind und Wetter. Gemeint sind die Seenotretter, deren Arbeit im neuen Kalender „…wir kommen 2012“, soeben erschienen im DSV-Verlag (Vertrieb: Delius Klasing Verlag), in 13 eindrucksvollen Aufnahmen festgehalten ist.

Der DGzRS-Kalender 2012

In enger Zusammenarbeit mit der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) ist es dem Hamburger Seefotografen Peter Neumann (YPS/ Yacht Photo Service) erneut gelungen, die vielfältigen Aufgaben im Seenotrettungsdienst im Wechsel der Jahreszeiten fotografisch zu dokumentieren. Das Spektrum reicht von der Kontrollfahrt im Eis über Detailbilder bis zum echten Einsatz für die Sport- oder Handelsschifffahrt.

Wenngleich Technik eine große Rolle spielt, steht im Mittelpunkt der DGzRS nach wie vor der Mensch. Professionelles Handeln in extremen Situationen, eine umfassende Qualifikation und eine Portion Mut sind unerlässlich, wenn es über 2000 Mal pro Jahr heißt: „wir kommen!“

Die Arbeit der DGzRS wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden finanziert. Im Verkaufspreis von Euro 19,90 (in Österreich Euro 20,50, in der Schweiz sFr 29,90) ist somit eine Spende für die Seenotretter in Höhe von Euro 2,60 pro Exemplar enthalten.

Der neue Kalender ist zu beziehen im Buchhandel oder unter der Hotline 0521-559955 beim Delius Klasing Verlag, Bielefeld (ISBN 978-3-88412-480-2).

African Nudes

Als Blogger wünscht man sich natürlich Feedback, und wenn die Leserinnen und Leser schon zu scheu sind, auf die „Gefällt-mir“-Buttons zu drücken oder gar einen Kommentar zu posten, dann kommt der Blogbetreiber ihnen wenigstens auf die Schliche, wenn er ab und zu in die Statistiken schaut, die ein so guter Blogdienst wie WordPress selbstverständlich anbietet. Also schaut man mal nach, auf welchen Seiten die Besucher sich so herumtreiben (in meinem Fall heute bei den Beiträgen über Hugo Rase, die Krabbenkutter, die Windparks auf der Nordsee und über Big Easy (um nur die beliebtesten an diesem Tag  zu nennen). Ich erfahre auf dem Wege auch, dass die meisten Besucher über Facebook kommen, einige von den Blogrolls befreundeter Blogs hierher geleitet wurden, neuerdings auch ein paar über google+ zu mir finden. Und dann gibt es eine weitere interessante Rubrik, in der man nachschauen kann, was die User auf die Seite getrieben hat: die Suchanfragen.

Und da wird’s interessant. Heute zum Beispiel haben Besucher zuvor nach neuen Fischkuttern gesucht, nach dem Freilichtschauspiel in Dangast, dem letzten Juden von Jever, nach Claus Fischer und, und, und. Offenbar sind sie alle fündig geworden, sonst wären sie ja nicht auf meinem Blog gelandet.

Bis auf einen, den ich zumindest im Verdacht habe, ein Mann zu sein. Er hat wohl irgendwie rausgekriegt, dass es im Friesenblog auch um Afrika und afrikanische Frauen geht. Wie mag er enttäuscht gewesen sein, als er die wunderbaren Bilder gesehen hat, die sich auf dieser Seite finden: Frauen in Ghana. Nur leider entsprachen sie wohl nicht seiner Suchanfrage. Sie lautete „nacktbilder von afrikanischen buschfrauen“. Sorry, mein unbekannter Fan. Damit kann ich nun gar nicht dienen …

Postscriptum (23.8.): Steht das Wort „Nude“ erst einmal auf der Internetseite, ist der Zuspruch gewiss: Friesenblog bei dieser Google-Abfrage inzwischen auf Platz 1. Unglaublich …