Beim Geisterschiff in Dangast gibt es keine Statisten

39 Schauspieler, 39 Rollen, 39 Charaktere

Dangast. In der Inszenierung „Das Geisterschiff“ gibt es keine Statisten. Das Markenzeichen der Inszenierungen des Hamburger Regisseurs Frank Düwel ist es, dass er die Textbücher parallel zu den Probenarbeiten mit den Schauspieler entwickelt. Klar, der Stoff, „der Fliegende Holländer“, der verdammt ist, für alle Ewigkeit über die Weltmeere zu kreuzen, ist vorgegeben.

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Alfons Wojakilowski im „Geisterschiff“. Foto: Gaudium Frisia

„Der Holländer“ – der Kapitän des Geisterschiffs – wird von Julian Richter gekonnt und wandlungsfähig gespielt. Er verfügt über eine solide schauspielerische Ausbildung. Über die Theaterschule Neuenburg wirkte er schon 2000 als Jugendlicher bei der ersten Freilichtinszenierung in Dangast mit. Damals verkörperte er den wissbegierigen und aufgeweckten jugendlichen Hauke Haien beim Schimmelreiter im ersten Akt. 17 Jahre später brilliert er in der Rolle des mysteriösen Fremden. „Der Holländer“ stehst charmant und doch ein düsterer Geselle, bis ihn „die Liebe ans Herz greift“ – dorthin wo er doch keines hat. Normalerweise „trinken die Geisterfahrer die Seelen der Lebenden aus“ doch bei seinem Landgang in Dangast ist alles anders – dort begegnet er „Senta“, der Tochter des Kapitäns Daland.

Die Rolle der „Senta“ wird von der Oldenburgerin Kristina Trey dargestellt. Ihre Begeisterung fürs Theater übernahm sie von Ihren Eltern Inge und Dieter Trey, die sich u.a. im Westersteder Weihnachtstheater engagierten. „Das Theater war schon als Kind für mich wie ein zweites Zuhause.“ 1993 – mit neun Jahren – besuchte sie die Theaterschule Neuenburg, blieb dem Theater Neuburg bis heute treu. Ihr Können konnte sie bereits in zahlreichen Inszenierungen der Niederdeutschen Sparte des Oldenburgischen Staatstheaters unter Beweis stellen. Seit 2014 nimmt sie auch Gesangsunterricht, was der Rolle der Senta sehr entgegenkommt.

Senta ist bereits verlobt. Bei der Ankunft des Seglers ihres Vaters, der„Leven“, kann sie es kaum erwarten, ihren Geliebten Hendrik wieder in die Arme zu schließen. Doch im Verlauf des Stückes durchlebt die Figur „Senta“ alle Höhen und Tiefen der Liebe – von kindlicher Freude bis zum melancholischen Zweifel. Diese Bandbreite der Gefühle wird von Kristina Trey mit einer ebenso breiten Palette von künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten mimisch, gestisch und gesanglich verkörpert.

Ob Sentas Liebe den Fluch des Holländers brechen kann?   … können die Gäste des Freilichttheater bei der Premiere am 27. Juli selbst herausbekommen.

Der Kartenverkauf über die Nordwest-Ticket-Vorverkaufsstellen und den Onlineservice  unter 0421 36 36 36  schon recht gut angelaufen. Schon mehr als 8000 Theaterbegeisterte haben sich gute Plätze gesichert.

Informationen zum geplanten Freilichttheater:   www.freilichttheater-dangast.de.

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Tag 226 | Der Schrei

Edvard Munch: Der Schrei.  Aufnahme: Archiv Dr. Gerd Presler
Edvard Munch: Der Schrei.
Aufnahme: Archiv Dr. Gerd Presler

Als Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“ zu Beginn des Jahres 2012 in New York für 119,9 Millionen US Dollar versteigert wurde, bewahrheitete sich, was schon lange bekannt war: Munchs „Schrei“ ist das berühmteste und meist reproduzierte Gemälde des 20. Jahrhunderts. Was die wenigsten wissen: Das Werk durchlief eine mehrjährige Entstehungsgeschichte. Munch entwickelte das Thema aus skizzenhaften Anfängen Schritt für Schritt bis zur heute weltweit bewunderten Vollendung. Fünf Fassungen sind bekannt. Eine wurde noch nie öffentlich gezeigt. Prof. Dr. Dr. Gerd Presler, Munch-Experte, kennt das Gemälde.

Im Rahmen eines Vortrags am Sonntag, 24. August, um 11.30 Uhr in der Galerie „Kunstraum“ in der Kuranlage Deichhörn  in Dangast wird er mit beeindruckendem Bildmaterial alle Fassungen vorstellen und die Entstehungsgeschichte der Öl- und Pastellbilder darlegen.

„Der Schrei“ gilt als erstes Bild des Expressionismus und zugleich als Meisterwerk dieser Epoche. Neben Öl und Pastellausführungen existieren Lithographien des Bildes. Im Vordergrund des Bildes steht ein Mann mit leeren Augen, der sich die Hände an die Ohren hält. Sein Mund ist geöffnet als lautloser Ausdruck seines Entsetzens.

Spannend daran ist auch, dass das berühmte Motiv in den Skizzenbüchern Munchs noch nicht kurz als „Der Schrei“ benannt wurde, sondern Munch die Bildidee zunächst als „das Geschrei der Natur“ betitelte. Handschriftliche Äußerungen Munchs vom Januar des Jahres 1892 beschreiben eine Szene, in der der Künstler mit Freunden bei Sonnenuntergang spazieren geht. In dieser Situation fühlte er „das große Geschrei durch die Natur“ und Angst überkam ihn. Dieses Gefühl verewigte er in den Fassungen von “Der Schrei”, sie beschreiben die Verzweiflung und die existentielle Angst des Menschen der Moderne ebenso wie Gefühle gegenüber den Naturmächten. Damit ist das Thema im Begleitprogramm der Ausstellung über Franz Radziwill und die Natur bestens untergebracht.

Gerd Presler wohnt bei Karlsruhe, ist Kunsthistoriker, insbesondere Experte von Deutschem Expressionismus, Radziwill und Munch und er hat kürzlich das Werkverzeichnis von Munchs Skizzenbüchern erstellt.

(Quelle Text und Bild: Franz-Radziwill-Gesellschaft)

Tag 195 | Sundowner

Die Redaktionskonferenz tagt. Drei Redakteure anwesend, drei Abendtermine sind zu besetzen. Ein historischer Vortrag in Jever, eine feierliche Ordensverleihung in Jever, ein Hintergrundgespräch mit Bier und Würstchen im Beach-Club „Sonnendeck“ in Dangast. Ich hab mich dann geopfert und den Auswärtstermin übernommen…

Tag 150 | Ausbaufähig

Gern hätte ich hier heute erzählt, wie schön es ist, mit dem Fahrrad einmal ganz um den Jadebusen herumzufahren. Kann ich leider nicht, denn wirklich schön ist die Tour nur auf der friesländischen und Wilhelmshavener Seite, also der westlichen, der Meeresbucht. Traumhaft schöne Radwege, mal binnendeichs, mal außendeichs, nur um das Gelände des Marinestützpunkts muss man, als nachvollziehbaren Gründen, herumfahren, weil es eingezäunt ist. Ansonsten eine tolle Strecke von Hooksiel über den Südstrand und Dangast (Rhabarberkuchen im Alten Kurhaus) bis zum Vareler Hafen und noch ein kleines Stück weiter bis zur Mündung des Flüsschens Jade in den Jadebusen. Von da an ist es ätzend. Die Radfahrer werden an der B 436 entlang geführt bis nach Diekmannshausen, von dort geht es immer schnurgerade auf einem schlechten Radweg Richtung Norden. Die Binnendeichs-Strecke ist gesperrt, weil sie so marode ist. Keine Abwechslung, keine Infrastruktur, nur Gegenwind…

Wär ja mal eine Aufgabe für die JadeBay-Region, sich um einen vernünftigen Rundweg um den Jadebusen zu kümmern, wenn der Landkreis Wesermarsch es nicht hinkriegt. Eine Fähre von Wilhelmshaven nach Eckwarderhörne, zweimal täglich, gibt’s schließlich schon seit Jahren. Sie könnte richtig attraktiv werden, wenn man wirklich schön rundherum fahren könnte.

Tag 87 | Radiotipp

Franz Radziwill (1895-1983) präsentierte die Natur und das Meer als geheimnisvolle Idylle, engagierte sich aber auch für den Schutz der Natur. Das Franz-Radziwill-Haus in Dangast und das Schlossmuseum in Jever würdigen den Maler und sein Lebenswerk vom 6. April bis 31. August in dem Ausstellungsprojekt „Die Halbinsel der Seligen – Franz Radziwill in der Natur“. Damit befasst sich am Dienstag, 1. April, in der Stunde ab 19 Uhr der „Kulturspiegel“ auf NDR 1 Niedersachsen. Livestream

„Kein Bild von mir ist ohne Dangast möglich“

Zum 30. Todestag des Malers Franz Radziwill

Vortrag im Rahmen der aktuellen Ausstellung „In der Nähe des Paradieses – Der Maler entdeckt die Natur“

Der Maler Franz Radziwill in Dangast. Foto (c): Franz-Radziwill-Archiv
Der Maler Franz Radziwill in Dangast. Foto (c): Hergen Deuter

Dangast – Am Sonntag, 25. August, spricht Prof. Gerd Presler im Franz-Radziwill-Haus über das Lebenswerk des Malers (1895-1983). Der promovierte Theologe und Kunsthistoriker hat Franz Radziwill gut gekannt. Als Zeitzeuge und hervorragender Kenner des Werkes berichtet er mit eindringlichem Bildmaterial von neuen Forschungsergebnissen und bisher nicht bekannten Zusammenhängen.

Am 12. August jährt sich der 30. Todestag Franz Radziwills. Als der junge Künstler 1923 nach Dangast zog, besaß das kleine Fischerdorf am Jadebusen bereits eine künstlerisch reiche Geschichte. Die Maler der Dresdner „Brücke“ hatten hier zwischen 1907 und 1912 ihre vielleicht besten Bilder gemalt: Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel und Max Pechstein. Ein reiches Erbe, das Franz Radziwill als „Repräsentant einer neuen Generation der Schaffenden“ dort weiterführte – selbständig und doch in der prägenden Kontinuität des Ortes. Das „Erlebnis Dangast“ inspirierte ihn zu großartigen Gemälden. Heute wissen wir: Was sich im anbrechenden 20. Jahrhundert in Dangast ereignete, gehört zu den unerhörten Kühnheiten künstlerischen Gestaltens.

Gerd Presler hat mehrfach über die Expressionisten und Willy Hinck publiziert. Er war bekannt mit dem Oldenburger Arzt und Radziwill-Sammler Georg Düser. Im Jahr 1993 veröffentlichte er das Werkverzeichnis über die Druckgrafik Franz Radziwiills, von dem 2010 die zweite Auflage erschien.

Ort/Zeit: Franz Radziwill Haus, 25.08.2013, 11:30 Uhr | Kosten: Erwachsene 3,00 € zzgl. Eintritt 3,50 (Schüler/Studenten 1,50 zzgl. 2,00 €)

Programmzettel zur Ausstellung  „In der Nähe des Paradieses“


Gerd Presler (geb. am 27. November 1937 in Hannover), ist Theologe und Kunsthistoriker. Er war Professor an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Gerd Presler studierte Germanistik, Philosophie, evangelische Theologie, Pädagogik und Kunstgeschichte an den Universitäten Münster/W., Berlin, Kopenhagen und Heidelberg. Im Rahmen seiner theologischen Forschungsarbeit veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Beiträge in Fachzeitschriften, so beispielsweise über Martin Luther King jr. und Soeren Kierkegaard.

Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Wirkens liegt in der Bildenden Kunst. Zu seinen maßgeblichen Publikationen gehören Bücher über die Künstlergruppe Die Brücke, Art Brut sowie über die Neue Sachlichkeit. Darüber hinaus erarbeitete er Werkverzeichnisse der Skizzenbücher von Ernst Ludwig Kirchner, Edvard Munch, Asger Jorn, Max Beckmann, Willi Baumeister, Walter Stöhrer und Ludwig Meidner. Bis heute ist er mit zahlreichen Aufsätzen an den Ausstellungskatalogen der Franz-Radziwill-Gesellschaft in Dangast beteiligt.

www.presler.de


In Dangast: Franz Radziwill – In der Nähe des Paradieses

Der Maler entdeckt die Natur – Ausstellung vom 24.3.2013 – 12.1.2014

Dangast/Friesland – Nach dem 25-jährigen Jubiläum des Franz Radziwill Hauses 2012 steht das zentrale Motiv des Malers im Fokus der Betrachtung: Landschaft und Meer, Flora und Fauna.  An diesem Wochenende wird in Dangast die neue Ausstellung „In der Nähe des Paradieses“ eröffnet. Sie ist bis Anfang 2014 zu sehen.

Deich von Schillig, 1939, Sammlung Würth (Foto I. Barschang)
Deich von Schillig, 1939, Sammlung Würth (Foto I. Barschang)

Betrachtet man das Gesamtwerk von Franz Radziwill, so sind es vorrangig Motive aus der Natur, die der Maler in rund fünf Jahrzehnten geschaffen hat. Bis hin zum späten Werk spielt Landschaft die zentrale Rolle. Um dem Thema insgesamt gerecht zu werden, ist die Ausstellung als zweijähriges Projekt konzipiert. In zwei Jahren zeigt das Franz Radziwill Haus  Landschaft in vielen Formen: zunächst als friedlichen Raum, in dem Reetdachhäuser eingebettet sind und Bauern und Fischer ihrer Arbeit nachgehen. Und als Raum, in dem dicke Pilze wachsen oder Spatzen pfeifen. Einst auf der untersten Stufe der Rangskala der Künste positioniert, ist das Thema Landschaft mithin hochaktuell, es avancierte von der Staffage zum Idyll und zeigt sich immer öfter als Abbild von Zerstörung – die Bandbreite reicht mithin sehr weit.

1895 geboren, fand Franz Radziwill schnell seinen Lebensmittelpunkt, als er sich 1923 in Dangast niederließ. Mit dem Umzug von Stadt zu Land erhält die unmittelbar erlebte Landschaft den ersten Rang in seinem Oeuvre. Im Zentrum seines Interesses stand der nahe Kontakt zur rauen Natur und die sinnliche Erfahrung augenblicksgebundener Atmosphäre. Die Motive sind erlebte Beschreibungen seiner Umgebung. Dangast war damals ein Bauern- und Fischerdorf inmitten einer Landschaft von beachtlicher Vielfalt – vor der Haustür das Wattenmeer und nicht weit entfernt die Nordsee.

Das Plakatmotiv: In der Nähe des Paradieses, 1951, Privatbesitz -Sammlung Würth (Foto I. Barschang)
Das Plakatmotiv: In der Nähe des Paradieses, 1951, Privatbesitz -Sammlung Würth (Foto I. Barschang)

Zwar brachten Reisen und Studienaufenthalte sowie eine Professur an der Düsseldorfer Akademie den Maler auch an andere Orte, doch eigentlich ist die norddeutsche Landschaft das Fundament seines Schaffens. Und deshalb wurde bei der Auswahl der Leihgaben der Fokus auf Motive aus dem Nordwesten gesetzt – von der Ostsee bis zur holländischen Küste.

Das Frühwerk des norddeutschen Malers kennzeichnet noch eine expressive Farbpalette und ein schwungvoller Pinselduktus, was gegenüber dem Ölgemälde „Ostseelandschaft bei Hohwacht“, 1922, zum Ausdruck kommt. Das Gemälde belegt das frühe Interesse an der Natur, in dem sich Mann und Frau bewegen. Üppiges Grün dominiert die Szenerie.

Angesichts der faszinierenden Naturschauspiele, die er in seiner Wahlheimat am Jadebusen erlebte, distanzierte sich Radziwill von der expressionistischen Ausdrucksform und bemühte sich um eine weit mehr naturalistische Wiedergabe des Sichtbaren, wenngleich er seine kräftige Palette nicht ablegte. Mit einer altmeisterlichen Lasurtechnik strebte Radziwill eine stärkere Naturnähe an und studierte dazu die altdeutsche und die niederländische Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Gleichzeitig unternimmt er regelmäßig Reisen nach Holland, insbesondere zum nördlichen Küstenort Schoorl. Die hohen Dünen faszinierten ihn derartig, dass er sie gleich in mehreren Varianten auf die Leinwand brachte, eine davon befindet sich in der Ausstellung: „Blick von den Dünen bei Schoorl“. Das Werk aus dem Jahr 1926 wurde jüngst restauratorisch überarbeitet und besticht jetzt durch eine krasse Farbigkeit.

Durch ein Studium der Romantik in Dresden wurden Radziwills Bildräume größer und die Himmel farbiger. Die Inspiration durch die Malerei der Romantiker findet ihren sichtbaren Niederschlag zum Beispiel im Gemälde „Blick auf Dangast“, 1927 oder „Brandungsmauer mit Netzflickern“, 1933. Der Naturraum wird hier nicht als reine Idylle idealisiert, sondern stellt vielmehr den Daseinsraum des Menschen dar, als Fundament und Lebensgrundlage.

Im Gegensatz zu den sehr großformatigen Panoramen entstanden schon seit den 20er Jahren zahlreiche kleine Naturstudien, die einzelnen Entdeckungen gewidmet sind: Gräser mit Schneeglöckchen, ein dicker Steinpilz, ein Vogelnest, das Bild einer Maus – ebenso ein Spatz.

Selbstverständlich sind wieder Bilder dabei, die seit vielen Jahrzehnten nicht öffentlich ausgestellt wurden, darunter „Das kleine Bienenhaus“, 1948 und „Das Stillleben mit Bastkorb“, 1958.

In den späten 50er Jahren wandelte sich das Paradies Franz Radziwills. Kaum hat sich die Natur von den Einschlägen des Krieges erholt, folgt eine neue Bedrohung von Flora und Fauna. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung wuchsen Utopien der Modernisten im Ort und der Tourismus brach in das Kleinod ein. Sich jetzt in idyllische Bildwelten friesischer Natur zurückzuziehen, war Radziwills Sache keineswegs – doch sollen Sie genügend Gründe und Neugier behalten, um 2014 zum zweiten Teil der Ausstellung zu kommen.

Die Ausstellung 2014 wird den späten Werken aus der Nachkriegszeit bis 1971 gewidmet sein. Parallel dazu wird im Schlossmuseum Jever eine Dokumentation zum persönlichen Engagement des Malers für seine Wahlheimat stattfinden. Über das künstlerische Schaffen hinaus hat sich Franz Radziwill seit den späten 50er Jahren auch aktiv als Umweltschützer für die Region am Jadebusen eingesetzt, um die ursprüngliche Landschaft und gleichsam Dangast als pittoresken Künstlerort zu erhalten.

Blick in den Dangaster Groden. 1936. Franz Radizwill Haus
Blick in den Dangaster Groden. 1936. Franz Radizwill Haus

Zur Eröffnung der Ausstellung an diesem Sonntag, 24. März 2013, sprechen Ivo Kügel, 1. Vorsitzender der Franz Radiziwill Gesellschaft, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Frieslands stellvertretender Landrat Gustav Zielke, Konstanze Radziwill, 2. Vorsitzende der Radziwill Gesellschaft, und Kuratorin Birgit Denizel.

Zur Eröffnung des zweiten Teils – am 30. März 2014 – an den Standorten Franz Radziwill Haus in Dangast und Schlossmuseum inJever erscheint ein umfangreicher und reich illustrierter Katalog, in dem die friedvollen Frühwerke den zivilisationskritischen Spätwerken gegenüber treffend gestellt werden.

„IN DER NÄHE DES PARADIESES – Der Maler entdeckt die Natur“
Zeitraum: 24. März 2013 bis 12. Januar 2014
Adresse: Franz Radziwill Haus, Sielstraße 3, 26316 Dangast/Varel, Tel. 04451 – 2777, www.radziwill.de
Öffnungszeiten: Mi – Fr 15-18 Uhr / Sa, So und Feiertag 11-18 Uhr

Quelle: Pressemitteilung des Franz Radziwill Hauses