Tag 75 | Weltreise

GlobusVon England über die Türkei nach Amerika, und das mit dem Fahrrad, das geht nirgendwo anders als im Friesischen. Allerdings gibt es Ortsnamen, die zugleich Namen von Ländern oder gar Kontinenten sind, nicht nur auf der Ostfriesischen Halbinsel, sondern auch in anderen Regionen Deutschlands, wenn auch nicht so gehäuft. Die Zeit hat in ihrer Serie „Deutschlandkarte“ eine schöne Landkarte dazu veröffentlicht, die man sich glatt als Poster an die Wand hängen könnte. Hier geht’s zum Artikel und hier zur Karte.

Tag 66 | Im Gezeitentakt

Über eine etwas abenteuerlich wirkende Brückenkonstruktion passierte die Tidebahn die Deichlinie.  Foto: Archiv Manfred Terhardt
Über eine etwas abenteuerlich wirkende Brückenkonstruktion passierte die Tidebahn die Deichlinie.
Foto: Archiv Manfred Terhardt

Eine Bahnstrecke, deren Fahrplan sich nach Ebbe und Flut richtet – diese Besonderheit gaben die Deutsche Bahn AG und der Landkreis Friesland vor 25 Jahren freiwillig und voreilig auf. 1989 wurde die Linie Jever-Harle stillgelegt. Im vergangenen Jahr hätte sie ihr 125-jähriges Jubiläum feiern können. Aber sie „überlebte“ nur gerade mal 100 Jahre. Im vergangenen Jahr, zum 125-jährigen „Geburtstag“ der Bahnstrecke, hat Manfred Terhardt einen Beitrag über die Tidebahn und ihr Ende verfasst, den er dem Friesenblog zur Verfügung stellte. Nachzulesen ist er hier

Tag 62 | Was macht eigentlich…?

ICEDas war ein Ereignis im Sommer 2008, als ein Intercity Express (ICE) der Deutschen Bahn AG in den „Hauptbahnhof“ von Jever einfuhr und auf den Namen der Kleinstadt getauft wurde. Seitdem verkehren hier wieder nur die Züge der Nordwestbahn, die ja auch ganz schick, aber nicht so mondän sind. Bleibt die Frage: Was ist eigentlich aus dem Jever-ICE geworden? Er fährt. Und zwar auf der Strecke vom dänischen Århus nach Berlin Ostbahnhof (ICE 381), wie auf Bahnbilder.de dokumentiert ist. Wie es aussieht, geht’s dem Intercity „Jever“ gut. Schade nur, dass er nicht zwischen Wilhelmshaven und Berlin fährt.

Tag 52 | Fremdsprache

Das Buch bestellen: Hier klicken!
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Wer im Norden wohnt und ab und zu ein paar plattdeutsche Brocken in sein Reden einbaut, wird verstanden und wundert sich, wenn es woanders nicht funktioniert. Die nette Dame aus Süddeutschland, die sich mal kurz das Buch „Respekt“ mit Lebensgeschichten älterer Menschen aus dem Jeverland ausgeliehen hat, erzählt beim Mittagessen, sie habe schon etliche Geschichten gelesen, sie sei sehr beeindruckt. „Da oben wird ja anscheinend noch viel Plattdeutsch gesprochen“, sagt sie, jedenfalls sei sie an solchen kurzen Passagen im Buch hängengeblieben. „Verstanden“, gibt sie zu, „habe ich kein Wort.“

Tag 44 | Upjever

Der Fliegerhorst Upjever wird seit dem Sommer 2013 nicht mehr als Flugplatz genutzt und wird es wohl nie wieder werden. Was für eine Verschwendung von teuer bezahlter Infrastruktur, sagen die einen, denn schließlich wurde da eine vollständig intakte Start- und Landbahn samt Rollfeld aufgegeben. Was für eine Chance, sagen die anderen. Denn der Fliegerhorst war ja nicht immer da. In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Zuge von Hitlers Rüstungspolitik in einem zusammenhängenden Waldgebiet angelegt und in den fünfziger Jahren für die Royal Air Force der Briten noch einmal drastisch erweitert, hat die Militärbasis über Jahrzehnte einen überregional zusammenhängenden Grünzug zerschnitten, sagt Helmut Wilbers, Sprecher der Initiative „Upjever-lieb-ich“. Er denkt, was viele noch nicht denken mögen: den teilweisen Rückbau der nun ohnehin stillgelegten Betonflächen Mehr lesen: Upjever-lieb-ich

Tag 41 | Echt Nordwest

RTL-Beitrag zum Thema. Einfach draufklicken!
RTL-Beitrag zum Thema. Einfach draufklicken!

Das streiten sich die Niedersachsen und die Schleswig-Holsteiner also darüber, was der „echte Norden“ ist. Sollen sie doch. Wir Ostfriesen und Oldenburger sind ja nicht wirklich betroffen, denn Niedersachsen sind wir nicht freiwillig geworden, Schleswig-Holstein ist weit weg und den Titel, dass wir der „echte Nordwesten“ und hundert Prozent Friesland sind, kann uns sowieso keiner nehmen.

RTL Nord – Slogan provoziert Niedersachsen

Tag 40 | Jewer

Das Video, mit dem Jever erklärt, warum Jefer als Jewer ausgesprochen wird.
Das Video, mit dem Jever erklärt, warum Jefer als Jewer ausgesprochen wird.

So, nun wäre das auch erklärt. Das Friesische Brauhaus zu Jefer hat ein kleines Video veröffentlicht, in dem erläutert wird, warum alle Welt Jewer sagt, wenn es ums Bier geht und nicht um die Stadt. Allerdings: Das mag für Menschen gelten, die jenseits des Küstenkanals wohnen. Für Jeveraner bleibt es bei Jefer, auch wenn sie von Bier reden. Zum Video

Tag 38 | Lichtblick

Es wird ja ständig vom „Problem“ der Zuwanderung und der steigenden Asylbewerberzahlen gesprochen. Man könnte also vermuten, dass auch die andauernde Berichterstattung über solche Themen ein „Problem“ für die Mediennutzer darstellen könnte. Es ist eine angenehme Erfahrung, dass der Beitrag über den Tod des 24-jährigen Fidel Kuflu aus Eritrea, der nach zweijähriger Flucht in Schortens angekommen war und nun gestorben ist, ausnahmslos Reaktionen der Anteilnahme und der Hilfsbereitschaft ausgelöst hat. Bei der Familie, die sich um die trauernden Afrikaner kümmert, stand gestern das Telefon nicht still. Unbekannte Menschen drückten ihr Mitgefühl aus, fragten, wie sie die Eritreer unterstützen können. Manche werden heute mit auf den Friedhof gehen, wenn Fidel Kuflu um 10.30 Uhr in Sande, wo er im Krankenhaus starb, beigesetzt wird. Wie sagte die Nachbarin Henderika de Winter? „In solchen schweren Zeiten ist es so wichtig, dass man zusammenhält, egal welche Hautfarbe oder Religion man hat.“ Nichts hinzuzufügen.

Tag 37 | Lampedusa

Lampedusa ist weit weg. Die schrecklichen Bilder von gekenterten Seelenverkäufern, ausgezehrten Schiffbrüchigen, angeschwemmten Leichen und eingesperrten Asylbewerbern berühren uns, aber wir können ja nichts tun. Was, wenn wir erkennen, dass Lampedusa überall ist, dass wir die Probleme der Elendsmigration nicht von uns fernhalten können? Dass die dunkelhäutigen Frauen und Männer, die man in jüngerer Zeit in größerer Zahl in der Nachbarstadt Schortens sieht, über das Mittelmeer und Italien hierher gekommen sind, steht ja nicht auf einem Namensschild an ihrer Brust. Vor wenigen Tagen ist einer von ihnen, 24-jährig, im Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch gestorben, seine Organe, vermutlich strapaziert durch eine zweijährige aufregende Flucht von Eritrea nach Friesland, versagten ihren Dienst. Am Freitag wird Fidel, wie er hieß, in Sande beigesetzt, viele seiner afrikanischen Freunde, die genauso abenteuerliche Wege hinter sich haben, werden ihn beweinen. Lampedusa ist bei uns angekommen. Die ganze Geschichte dazu heute im Jeverschen Wochenblatt.

Tag 35 | Big Jim

Bandfoto2012Musik hören und Gutes tun. Wer das kombinieren möchte, hat am 15. März die Gelegenheit dazu. Zum dritten Mal gibt die Rockband „Big Jim“ in der Partyhalle des Restaurants „Jever Fass“ am Alten Markt in Jever ein Benefizkonzert zugunsten des Friedel-Orth-Hospizes. Auch der Lions Club Jever stellt sich an diesem Abend in den Dienst der guten Sache, er organisiert das Konzert und sorgt für die Bewirtung. Wie spät es losgeht und wo man Karten bekommt: Hier klicken