Mit dem Lions-Club Jever in den Zoo Emmen

Von Andreas Kreye

Emmen
Gelbe Caps von der Verkehrswacht Jeverland als Wiedererkennungszeichen für die Kinder aus Friesland. Auf Einladung der Lions Clubs Jever und Emmen (NL) und betreut von den Freien Sozialen Diensten Friesland konnten sie einen spannenden Tag im Emmener Zoo verbringen. Foto (c): A. Kreye

Jever/Emmen (NL) – Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Lions Club Jever und den Freien Sozialen Diensten hat in der Vergangenheit schon vielen Kindern aus dem Jeverland Abwechslung vom tristen Alltag ermöglicht. Ein weiteres Kapitel der guten Zusammenarbeit wurde jetzt geschrieben. 15 Kinder aus Jever und Umgebung starteten früh morgens in der Marienstadt, um einen Tag im Zoo von Emmen zu verbringen. Die langjährige Freundschaft der Jeveraner zu dem Lions-Club in Emmen überwand alle bürokratischen Hindernisse und machte den besonderen Besuch möglich. Die Kinder merkten sehr schnell, dass sie im Ausland waren, zumal die Schilder nicht mehr zu lesen waren und die Gastgeber „so komisch“ sprachen. Durch den  Spaß an den exotischen Tieren und das gemeinsame Herumtoben auf den Spielgeräten entspann sich bald eine freundschaftliche Ebene, und die Kinder gewannen sehr schnell die Freundschaft der Holländer. Natürlich zogen die Elefanten, Nashörner, Giraffen, Löwen und Tiger die Kinder in ihren Bann. Aber auch die possierlichen Erdmännchen wurden zum Magnet.

Giraffen im Emmener Zoo. Eine von vielen Attraktionen. Foto (c): Udo König

Besonderen Spaß gab es bei der Fütterung der Paviane oder im Aquarium, als die Haie gefüttert wurden. Natürlich durfte die freie Zeit zum Herumtoben in der Spielscheune des Zoos nicht fehlen. Um der Gruppe ein einheitliches Aussehen zu geben und als Beitrag zur Sicherheit hat die Verkehrswacht Jeverland jedem Teilnehmer ein leuchtend gelbes Cap geschenkt. Erschöpft, aber rundherum zufrieden schlossen die Kinder ihre Eltern abends wieder in die Arme. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Freien Sozialen Diensten konnten die Lions Clubs Jever und Emmen den Kindern einen Erlebnistag ermöglichen, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden.

Ein paar Tage später hörten  einige Lions-Mitglieder aus Jever  in Emmen einen Vortrag des Zoo -Direktors Frankwin Beers, in dem er die Zukunftspläne des Zoos vorstellte. Der Zoo soll im Zuge der Verlegung aus dem Stadtzentrum auf das Zweieinhalbfache vergrößert werden und eine neue Zoo- und Erlebniswelt erhalten. Diese umfasst neben der Vergrößerung der Savanne und sonstigen Freigehegen Hallen mit Urwald- und Tropen-Atmosphäre, in denen man umhergehen oder auch mit den Affen in den Bäumen klettern kann. Es werden große Summen investiert und das Projekt soll in ertwa vier  Jahren realisiert sein. Das macht den Emmener Zoo für Besucher weiterhin hoch interessant. Bis dahin werden die Lions Jever sicher noch den einen oder anderen Besuch mit Kindern veranstalten.

Der Emmener Zoo

Dierenpark Emmen (nederlands)

Unternehmer und Politiker Warrie Nijenbrinks starb 63-jährig

Er machte sich um die deutsch-niederländischen Beziehungen verdient

DSC_3205 Von Helmut Burlager

Emmen/Jever – Im Alter von 63 Jahren ist plötzlich und unerwartet der Unternehmer und Politiker Warrie Nijenbrinks aus Emmen, Niederlande, gestorben. Er erlag am Donnerstag einem akuten Herzversagen.

Als Vertreter der liberalen Partei VVD (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie) saß Warrie Nijenbrinks zwölf Jahre lang – von 1991 bis 2003 –  im Parlament der niederländischen Provinz Drenthe und war zeitweise Fraktionsvorsitzender – eine hoch angesehene und einflussreiche Persönlichkeit.

Warrie Nijenbrinks war ob seiner Verdienste hoch dekoriert, Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau. In seiner Heimatstadt Emmen engagierte sich der in jüngeren Jahren aktive Handballer sehr stark für den Sport, so im Ehrenrat des FC Emmen, als Vorsitzender der Jury der jährlichen Sportlerehrung der Stadt Emmen und als Handball-Berichterstatter bei Radio Drenthe Sport. Viele Jahre war er Vorsitzender der Abteilung Nord des niederländischen Handballverbandes.

Beruflich als selbstständiger Personalberater im Bereich der “Human Resources” tätig, war er auch in allen Belangen des gemeindlichen Zusammenlebens in Emmen und weit darüber hinaus engagiert. Als aktives Mitglied im Lions Club Emmen, lange Jahre auch Vorstandsmitglied und mehrfach Präsident, kümmerte Warrie Nijenbrinks sich vor allem und sehr intensiv um die Verbindung zum deutschen Partnerclub in Jever. Wie er überhaupt exzellente Beziehungen in das Nachbarland pflegte – er sprach perfekt Deutsch, liebte deutsche Küche, trat charmant, witzig, liebenswürdig auf, scheute aber auch nicht das deutliche Wort, wenn er anderer Ansicht als seine Gesprächspartner war.

Sein plötzlicher Tod hat auch viele Freunde in Deutschland schockiert, ihr Mitgefühl gilt der Ehefrau Mieke und den Angehörigen – drei Kinder mit ihren Ehepartnern und vier Enkeln. Am Mittwoch, 14. März, gibt es eine Trauerfeier in Emmen, die Beisetzung erfolgt im Familien- und engeren Freundeskreis.

Reaktionen:

Der Parteifreund und ehemaliger Fraktionskollege Klaas Smidt würdigte den Verstorbenen als einen ganz besonderen Mann, der vor allem auch für die gute Atmosphäre in der liberalen Fraktion von Bedeutung gewesen sei.

Die Partei VVD stellte in einer ersten Reaktion auf ihrer Website fest: „Nijenbrinks war ein einflussreicher Politiker. Er galt als der Finanzspezialist der Fraktion. Aber vor allen war er bekannt als ein Zupackender, als Brückenbauer und Stimmungsmacher. Er freute sich an Geselligkeit, war immer positiv. Er stand zwölf Jahre lang  als treibende Kraft hinter der Drenther VVD. Nach dieser Zeit erfüllte er noch Funktionen im Vorstand der VVD Emmen, des Senioren-Netzwerks und im Parteirat von VVD. Die Partei verliert mit ihm einen passionierten Vertreter.“

Artikel bei Emmen.nu

Artikel bei RTV Drenthe

Bericht bei Nieuws Emmen

VVD Emmen 

 

 

 

NDR: Winter in Friesland

Jever, Gödens, Neuenburg, der Jade-Weser-Port, der Blaudrucker und vieles mehr: ein NDR-Beitrag über Friesland: 

NDR: Winter in Friesland

Historiker Dr. Jürgen Schmädeke gestorben

Dr. Jürgen Schmädeke in Dangast.

Berlin/Jever – Im Alter von 74 Jahren ist in Berlin der bekannte Historiker Dr. Jürgen Schmädeke, Experte für den Reichstagsbrand und die Geschichte des Reichstages sowie für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, gestorben. Dank familiärer Beziehungen nach Friesland hielt sich der Wissenschaftler und Journalist häufig in Jever auf. Ein Nachruf des Friesenblogs auf einen guten Freund auf nachfolgender Seite:

Zum Nachruf: Ein Kind der Küste und Kenner der Hauptstadt

Beiträge von Jürgen Schmädeke im „Tagesspiegel“ sind hier nachzulesen: Buchrezensionen

Marienbank kann an den Start gehen

Entwicklungshilfe: Jetzt ist schon die vierte Mikrobank in Gründung

Von Helmut Burlager

Kreditnehmerinnen in Wa im Norden Ghanas. Sie produzieren Erdnüsse für den Straßenverkauf.

Jever – „Gründe eine Bank mit Herz“, appellierte vor einem Jahr die Entwicklungshilfeorganisation Opportunity International Deutschland, die vom Freundeskreis Weser-Ems starke Unterstützung erfährt. In Jever nahm man den Aufruf sehr wörtlich: Drei Mikrobanken mit einem Startkapital von je 5000 Euro sind schon gegründet, für eine vierte werden schon Spenden gesammelt. An den Start gehen kann jetzt auch die „St.-Marienbank“, deren finanzieller Grundstock vor einem halben Jahr aus Anlass des 475. Stadtjubiläums von Jever gelegt wurde.

Opportunity International leistet weltweit Entwicklungshilfe durch Mikrofinanz-Angebote wie Kleinkredite, Mikrosparen, Mikroversicherungen oder kleine Privatschulen. Der Freundeskreis Weser-Ems unterstützt seit Jahren vor allem Projekte in der Voltaregion im westafrikanischen Ghana, mittlerweile wurden mehr als 400.000 Euro dafür gesammelt. Das Geld fließt im Empfängerland in einem Kreislauf von Ausleihungen und Rückzahlungen, Einzahlungen und Wiederausleihungen. Davon profitieren zahlreiche Familien, die sonst von keiner Bank Geld bekommen würden, und die mit den Darlehen kleine wirtschaftliche Existenzen gründen können. Von dem Erfolg der Arbeit haben sich die Mitglieder des Freundeskreises in Jever bei mehreren Besuchen in Ghana überzeugen können.

„Bank mit Herz“ ist ein neues Instrument, Spenden für diesen guten Zweck zu sammeln. Für jeweils 5000 Euro kann eine neue kleine Genossenschaftsbank ins Leben gerufen werden, die Spender erhalten dann für eine gewisse Zeit Berichte über die Entwicklung genau dieser Mikrobank. Aus Anlass der Grundsteinlegung für das St.-Annen-Quartier hatte Investor Dr. Karl Harms zusammen mit der Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever die erste „Bank mit Herz“ ins Leben gerufen, sie trägt den Namen „St.-Annen-Bank“.

Auf einem gemeinsamen Gemeindefest der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde wurde dann im Sommer als Geschenk der Kirchen zum Stadtjubiläum die St.-Marien-Bank in Erinnerung nicht nur an die Mutter Jesu, sondern auch an das Fräulein Maria von Jever gestartet. Am Silvestertag wurde mit einer Kollekte im letzten evangelischen Gottesdienst des Jahres auch dieser 5000-Euro-Topf voll und wird nun in Ghana zu einer weiteren Bankgründung führen. Doch ebenfalls ausgelöst durch das erwähnte Gemeindefest hatte bereits der Jeveraner Benno Lockmann, der der katholischen Kirchengemeinde St. Benedikt angehört, 5000 Euro für eine weitere Mikrobank gespendet. Die trägt den Namen seiner Ehefrau und heißt „Elisabethbank“.

Inzwischen hat eine Kirchenälteste der lutherischen Gemeinde mit einer Spende den Startschuss für eine vierte „Bank mit Herz“ gegeben, die noch keinen Namen trägt, an der sich aber jeder Interessierte mit Zuspenden beteiligen kann. Die Kontonummer lautet 118 003 9009 bei der Volksbank Jever, Bankleitzahl 28262254, Stichwort „Bank mit Herz“.

Neben diesen Mikrobank-Projekten befasst sich der Freundeskreis Weser-Ems zurzeit mit landwirtschaftlichen Projekten in Ghana und mit der Gründung von Mikroschulen. Opportunity International Deutschland hat außerdem gerade ein neues großes Mikrofinanz-Projekt in Indien gestartet.

Lesen Sie auch: St. Annenbank, eine Bank mit Herz

Zur Seite von Opportunity Inernational:  www.oid.org

Nordseereport: Winter in Friesland

Sendung: Sonntag, 22. Januar 2012, 18.00 – 18.45 Uhr, NDR Fernsehen

Jever/Wangerooge – In der Januar-Ausgabe des „Nordseereports“ im NDR Fernsehen sind Moderatorin Britta von Lucke und ihr Team unterwegs in Friesland.

Eines der Wahrzeichen Frieslands: der Schlossturm in Jever. Der Nordseereport stellt die Urlaubsregion vor.

Friesland ist ein ganz besonderes Land, wo Ebbe und Flut die Landschaft und das Leben prägen. Der „Nordseereport“ macht Station in der Blaudruckerei in Jever. Sie führt die Tradition der alten norddeutschen Blaudruckereien fort und arbeitet bis heute mit einer 400 Jahre alten Rezeptur.

Außerdem steht der Besuch des Schlosses Gödens auf dem Programm. Das romantische Wasserschloss brannte im Jahre 1669 vollständig nieder und wurde 1671 von Freiherr Haro Burchard von Frydag in seiner jetzigen Form wieder aufgebaut. Das im niederländischen Renaissancestil erbaute Gebäude ist heute in Privatbesitz des Grafen von Wedel, der hier mit seiner Familie auch wohnt und eine ganz persönliche Schlossführung verspricht.

Sehenswert ist auch der Neuenburger Urwald in der friesischen Wehde. Graf Anton Günther hatte hier vor fast 400 Jahren den Holzeinschlag verboten und sorgte damit für ein ganz besonderes Stück Natur. Seit 1943 ist der kleine Neuenburger Urwald Naturschutzgebiet. Hier kann man den Wald von seiner ganz ursprünglichen Seite entdecken, mit Bäumen, die über 800 Jahre alt sind.

Außerdem zeigt der „Nordseereport“ Friesische Küche zum Genießen in Jever. Und das Team begibt sich auf die einzige Insel des Landkreises Friesland: Wangerooge.

Der „Nordseereport: Winter in Friesland“ läuft am kommenden Sonntag, den 22.1.2012 um 18.00 Uhr im NDR Fernsehen. Wiederholt wird die Sendung am 23.1. um 1.40 Uhr sowie am 24.1. um 6.00 Uhr.

Die Nordsee und die Niedersachsen – mehr über dieses Verhältnis sowie vielseitige Themen präsentieren Peter von Sassen und Britta von Lucke alle vier Wochen sonntags in der Zeit von 18.00 bis 18.45 Uhr im NDR Fernsehen. Die Zuschauer erfahren mehr über die Grenznachbarn, mehr über die Nordsee und anrainende Länder. Über Kulinarisches, über Landschaften und Natur, über Musik und Kunst, über alte Kulturgüter und natürlich über die Menschen, die rund um die Nordsee leben. Der Nordseereport wird über Kabel bundesweit, über Satellit europaweit ausgestrahlt.

Jevers fünfte Jahreszeit: das Püttbier

Am Montag nach Heilige Drei Könige feiert Jever ein besonderes Fest, das Püttbier. Ein Nachbarschaftsfest mit besonderer Tradition, geht es doch auf eine Art Lebensmittelverordnung zurück: Es dreht sich um sauberes Wasser.

Wangerpütt

Auf dieser historischen Aufnahme ist die Püttacht Wangerstraße zu sehen, eine von mehr als einem Dutzend historischer Püttgemeinschaften, die bis auf den heutigen Tag einmal im Jahr zusammenkommen, um die Rechnungslegung der Pütt (des Gemeinschaftsbrunnens) zu beschließen und einen neuen Püttmeister zu küren – und um kräftig zu feiern.

Mehr über das Püttbier in einem Artikel, der weitgehend auf Recherchen und einem vor fünf Jahren verfassten Text von Jevers früherem Stadtdirektor Ingo Hashagen fußt, hier: Zum Beitrag

Das Friesenblog-Weihnachts-Bilderrätsel

Da rechnet man stündlich mit dem Rücktritt des Bundespräsidenten und sucht schon mal Archivbilder raus. Und dann kündigt er uns vertrauensvolle Zusammenarbeit auch 2012 an. Na schön. Und was mache ich nun mit dem Bild? Ein Bilderrätsel vielleicht? Der erste, der dem Friesenblog alle sechs Personen auf diesem Bild in der richtigen Reihenfolge von links nach rechts mit vollem Namen benennen kann, der kriegt von mir, der kriegt, na was kriegt er denn? Ich werde mir was einfallen lassen. Also: Einfach eine Mail an friesenblogger@googlemail.com und her mit den Namen.

Und ansonsten: Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht

der FRIESENBLOG

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P.S.: Das Bild entstand am 11. April 1994 in Waddewarden. Da hatte jemand Geburtstag…

P.P.S.: Na gut, ich gebe mich auch mit Teilergebnissen zufrieden. Mal sehen, wer die meisten Personen auf dem Bild benennen kann …

Kleinkredite durch Spenden aus Weser-Ems

Das Genossenschafts-Magazin Weser-Ems berichtet über eine Veranstaltung von Opportunity International in Jever. Zum Bericht

Unternehmer

Aktion für die Tafel: Kauf ein Teil mehr

An diesem Sonnabend im Famila-Markt Jever

DSC_4845Jever – Der Lions Club Jever und der gerade neugegründete Leo-Club „Achtern Diek“ starten an diesem Sonnabend eine großen Spenden-Aktion zugunsten der jeverschen „Tafel“.

Bei „Famila“  in Jever, der bereits zu den Unterstützern der „Tafel“ gehört,  werden die ehrenamtlichen Mitglieder beider Clubs den ganzen Sonnabend, von 8 bis 20 Uhr, nach dem Motto „Kauf ein Teil mehr“ um eine Lebensmittelspende für bedürftige Familien im Jeverland bitten.

Bild: Sie zeigen schon mal, welche Produkte für eine Spende zugunsten der Tafel ideal wären. Von rechts Luise Eden, Vorsitzende der Tafel, stellvertretender Marktleiter Thorsten Huismann, Lions-Präsident Andreas Kreye und der Initiator und Organisator der Aktion, Martin Schadewald. Foto: Cornelia Lüers

Am Sonnabend werden alle Kunden gebeten, ein länger haltbares Lebensmittel zusätzlich zu kaufen und für die „Tafel“ zu spenden. Die Spenden werden dann in bereitgestellten Einkaufswagen im Kassenbereich gesammelt und von den Mitarbeitern der Tafel in der Weihnachtszeit an die betreuten Familien ausgegeben.

Bereis im Eingangsbereich werden die Kunden einen Handzettel von den Mitgliedern der beiden Service-Clubs  bekommen, auf denen länger haltbare Produkte aufgeführt sind, die besonders gebraucht werden, wie zum Beispiel H-Milch, Kaffee, Tee, Konserven, Reis, Nudeln und Marmelade.

“Das ist eine ganz tolle Aktion“, freut sich Luise Eden, Vorsitzende der „Tafel“ in Jever, und hofft, dass viele der sicherlich Tausenden von Kunden am Sonnabend ein zusätzliches Lebensmittel einkaufen werden.

Was man sinnvollerweise kaufen könnte: Einkaufsliste

© Cornelia Lüers, Jeversches Wochenblatt

Postscriptum, 12. Dezember: Die Aktion ist sensationell gut gelaufen. 25 Einkaufskörbe voll mit Lebensmittel im Wert von schätzungsweise 2500 Euro für die Tafel. Hier der Bericht von Eva Hanken im Jeverschen Wochenblatt:

25 gefüllte Einkaufswagen für die jeversche Tafel

Spendenaktion/ Lions und Leo Club nach dem Motto: „Kauf ein Teil mehr“

Jever – „Ein Teil mehr zu kaufen“ zauberte zahllosen Kunden von „Famila“ in Jever am vergangenen Sonnabend ein Lächeln ins Gesicht. Denn: Dieses zusätzliche „Teil“, ein länger haltbares Lebensmittel, kommt der jeverschen „Tafel“ zugute.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Lions Clubs Jever und des neugegründeten Leo Clubs „Achtern Diek“ baten die Kunden von „Famila“ im Zeitraum von 8 bis 20 Uhr um eine Lebensmittelspende. „Das läuft hier wie ein Länderspiel“, freute sich Andreas Kreye, Präsident des Lions Clubs Jever. Es mache wirklich Spaß zu sehen, wie gerne die Menschen dazu bereit sind, abzugeben.

Das bewies auch ein Kunde, der einen rappelvollen Einkaufswagen vor den Mitarbeitern der Tafel und den Mitgliedern des Lions und Leo Clubs abstellte. Er nahm lediglich Olivenöl aus diesem Einkaufswagen heraus und schenkte den großen Rest den Mitwirkenden der Spendenaktion mit den Worten „Das ist eine solch tolle Aktion!“

„Der Lions Club Jever ist sehr froh darüber, dass Famila bereit ist, für diese Aktion mit uns zu kooperieren, so Stephan Rüstmann, Mitglied des Lions Clubs Jever. Auch Thorsten Huismann, stellvertretender Marktleiter begrüßte die Spendenaktion: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung“.

Rund 140 bedürftige Familien aus dem Jeverland werden sich über das Resultat der Spendenaktion von 25 gefüllten Einkaufswagen, jeweils im Wert von mindestens 100€ sehr freuen. „Ich bin wirklich überwältigt von dem großen Interesse der Kunden“, so Luise Eden, Vorsitzende der Tafel. Sie freue sich auch sehr über Lebensmittelprodukte, wie eine Riesen- Nutella oder Ravioli, die besonders Kindern sehr schmecken.

„Ich finde diese Aktion super und freue mich, die Tafel unterstützen zu können“, so die Famila Kundin Sabine Szlezak aus dem Wangerland. Auch die beiden jungen Geschwister Laura und Marieke Stellmach finden es super, dass die Spendenaktion passend zur Weihnachtszeit stattfindet.

Durch die tolle Kooperation der beiden Clubs können unterschiedliche Generationen angesprochen werden. „Diese Aktion macht richtig viel Spaß“, stellte Simon Ritter, Pressesprecher des Leo Clubs fest. Man hätte rundum das Gefühl gehabt, dass die Kunden nach ihrem Kauf sehr glücklich seien.

Insbesondere haltbare Lebensmittel wie Margarine, Tee, Konserven, Zucker oder Nudeln sollen in der Weihnachtszeit an die betreuten Familien ausgegeben werden. Damit die Kunden diese Produkte vor Augen haben konnten, wurde Ihnen im Eingangsbereich von Famila ein kleiner Handzettel als Leitfaden entgegengereicht. „Ich habe mich da in keinster Weise bedrängt gefühlt“, so die Kundin Ute Brinkmann. Im Gegenteil habe ihr dies das Einkaufen erleichtert, um die unterschiedlichen Bereiche des Einkaufswagens zu füllen und damit die tolle Idee zu unterstützen.

Insgesamt war diese Spendenaktion für alle Beteiligten eine wirklich tolle Erfahrung. Es ist nicht auszuschließen, dass es eine derartige Zusammenarbeit für die jeversche Tafel in naher Zukunft noch einmal geben wird, denn „es macht Freude, wenn man helfen kann“.