Neuer Fotokalender von Klaus Schreiber

Klaus Schreiber mit seinem neuen Kalender. Foto (c): Helmut Burlager

Wilhelmshaven – Seine Kalender erscheinen in großer Auflage, trotzdem sind sie alle Jahre wieder schnell vergriffen. Klaus Schreiber, Foto-Designer aus Wilhelmshaven, bringt nun schon im 18. Jahr sein großformatiges Werk „Lichtzauber | Friesland“ heraus. Auch die 2013er-Ausgabe ist wieder eine Liebeserklärung an die großartigen Landschaften zwischen Ems und Jade. Eine Rezension hier: Der mit dem Licht zaubert

Die Disco-Legende: Rio und das Whisky

Zum Abschluss der Ausstellung „Break on through“
gibt es eine DJ-Nacht vor dem Schloss und
erscheint ein Buch über den DJ aus Wittmund

Die DJ-Legende: Rio aus Wittmund legt am Sonnabend in Jever auf. Außerdem erscheint ein Buch über den Betreiber des „Whisky“. Foto: privat

Jever/Wittmund – Er ist, neben „Meta“, eine der Disco-Legenden auf der ostfriesischen Halbinsel. Silverio de Luca, alias „Rio“, langjähriger Betreiber der Diskothek „Whisky“ in Wittmund, heute „Dr. Jack“. Dass die Sonderausstellung „Break on through to the other side“ im Schlossmuseum Jever seit Jahren so ein großer Erfolg ist, liegt auch an Typen wie „Rio“, die für die wilden 60er und 70er Jahre stehen.

An diesem Sonntag geht die Ausstellung in Jever nach fast fünf Jahren zu Ende, und wie sollte das anders geschehen als mit einer weiteren großen DJ-Night vor dem Schloss. Sie beginnt an diesem Sonnabend um 19 Uhr. Eintritt 6 Euro, Einlass ab 18 Uhr.

http://www.dj-night-jever.de

Pünktlich zu diesem Anlass erscheint ein brandneues Buch: „Music in another dimension“ von André Klattenberg und Jonas Katzenberger, die es „die Bibel der Whisky-Kinder“ nennen. Monatelang wühlten sie in den Archiven, führten Interviews, schrieben die Lebensgeschichte(n) von „Rio“ und seiner Diskotheken. Dazu gab Mediengestalter André Klassenberg dem Buch noch eine ganz besondere Gestalt: „Music in another dimension“ sieht aus wie eine klassische Langspielplatte. Hier gibt’s mehr zu lesen: Die Bibel der Whisky-Kinder

 

Friesenblog 29.06.2012

Ein Hauch von Afrika in Ostfriesland

Aboubacar „Bouba“ Diakité bringt Nordlichtern das Trommeln bei 

Von Daniela Buhl 

Der jüngste Teilnehmer John-Wyclef Buhl (9 Jahre) ist besonders begeistert von dem Künstler, „ Es macht sehr viel Spaß, hier zu trommeln, Bouba ist ein sehr guter Lehrer“, sagte er.
Foto (c): Daniela Buhl

Wittmund – Die Musikschule Friesland-Wittmund hat Afrika nach Ostfriesland geholt. Aboubacar „Bouba“ Diakité aus Berlin brachte schon bei seinem ersten Workshop in Wittmund alle Teilnehmer dazu, mit dem guineischen Trommel- und Tanzkünstler gekonnt verschiedener Rhythmen zu trommeln. Nach einer Erklärung der Herkunft des zu spielenden Rhythmus‘ “Makru“ und deren drei Begleitungen wurde diese Schlagfolge auf Djembe, Dundun, Sangban und Kenkeni eingeübt.Mit viel Humor und Geduld von „Bouba“ vermittelt, spielten die Nachwuchstrommler diesen Rhythmus am Ende fast perfekt und sauber.

„ Es ist sehr schön hier oben an der Nordsee, die Gegend stahlt viel Ruhe aus“ so Bouba Diakité. „ Ich freue mich sehr, dass ich hier her kommen durfte und komme auch gerne wieder, wenn ihr möchtet“. Der jüngste Teilnehmer John-Wyclef Buhl (9Jahre) ist besonders begeistert von dem Künstler, „ Es macht sehr viel Spaß, hier zu trommeln, Bouba ist ein sehr guter Lehrer“, sagte er.

Im September kommt er wieder: Aboubacar „Bouba“ Diakité aus Berlin. Foto (c): Daniela Buhl

Im September kommt Bouba Diakitè , allein schon aufgrund der vielen Nachfragen, wieder nach Wittmund, um für die vielen Freunde der Djembe noch einige Workshops zu leiten. Mehr Infos auf der Homepage von „Bouba“:

www.bouba-diakite.com

Filmfest mit Blick nach Nordwesten

Preise und Premieren – 23. Internationales Filmfest Emden-Norderney nominiert 21 Filme für den  Wettbewerb

BühneLichtstimmung Emden – Die Wettbewerbsnominierungen des 23. Internationalen Filmfests Emden-Norderney stehen fest: 21 Spiel- und Dokumentarfilme aus Deutschland und dem nordwesteuropäischen Raum gehen in das große Rennen um die vier Langfilm-Preise, den DGB-Filmpreis für den besten gesellschaftlich engagierten Film, den NDR-Filmpreis für den Nachwuchs, den AOK-Filmpreis für gesundheitsbezogene Themen und, allen voran, den Bernhard-Wicki-Preis für den besten Kinofilm. Vier Filme von den britischen Inseln, drei belgische, zwei französische und zwei norwegische sowie eine niederländische Produktion sind in den Wettbewerben vertreten, mit neun Beiträgen stellt Deutschland in diesem Jahr das größte Kontingent. Insgesamt werden auf dem Festival 93 Filme aus 13 Ländern präsentiert. Davon sind 55 Produktionen abendfüllende Langfilme und 38 Kurzfilme.

Der Blick vom Deich aufs Wattenmeer geht in Ostfriesland meist nach Nordwesten. Der Ruf des hier beheimateten Internationalen Filmfests Emden-Norderney als führendes Publikumsfestival für nordwesteuropäische Filme beruht nicht nur auf dieser geografischen Gegebenheit – er hat auch viel mit der Mentalitätsverwandtschaft zu den ebenfalls meist Tee trinkenden Nachbarn zu tun. Schon seit 20 Jahren versteht man sich hier als Schaufenster des britischen und irischen Films. Hinzu kamen mit den Jahren auch immer mehr Filmproduktionen von den direkten Nachbarn aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich, aber auch aus Norwegen, wo – ebenfalls an der Küste – Emdens Partnerfestival Haugesund beheimatet ist.

Britisches Kino at its best

Das Feinste des britischen und irischen Kinos findet zum Festival seinen Weg nach Emden. Wo sonst könnte die Zombie-Tragikomödie „Harold’s Going Stiff“ (Regie: Keith Wright) entstanden sein, in der merkwürdige Typen kuriosen Krankheitserregern den Kampf ansagen? Wohin würde das schräge Familienpsychogramm „Black Pond“ (Regie: Tom Kingsley u. Will Sharpe), das gekonnt mit filmischen Konventionen bricht, besser passen? Das Resozialisierungs-Drama „Will Bill“ von Dexter Fletcher wird das Publikum ebenso begeistern wie die typisch britische nostalgisch-romantische Komödie „In Love With Alma Cogan“ (Regie: Tony Britten), in der es nicht nur um die Rettung eines alten Theaters, sondern auch um die Rettung einer alten Freundschaft geht.

Starke Filme aus Belgien

„Hasta la vista“, die berührend-witzige Geschichte dreier behinderter junger Männer auf der Suche nach dem „ersten Mal“ (Regie: Geoffrey Enthoven) entpuppt sich in Belgien gerade als absoluter Kassenmagnet und “Germaine“ von Regisseur Frank van Mechelen erzählt aus der Perspektive eines Mädchens von einem der längsten Streiks Belgiens. Außerordentlich beeindruckend auch „Time Of My Life“ (Regie: Nic Balthazar), eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und dem Recht auf ein selbstbestimmtes Leben – und Sterben.

Neues aus Frankreich

Mit zwei herausragenden Filmen präsentiert sich Frankreich im Wettbewerb. In „Dans la tourmente“ (Regie: Christophe Ruggia) wird aus einem Sozialdrama um Entlassungen rasch ein waschechter Polit-Thriller und in „On Air“ (Regie: Pierre Pinaud) spielt die großartige Karin Viard eine Radiomoderatorin mit Geheimnissen in ihrer eigenen Vergangenheit.

Norwegische Filme: komisch und skurril

„King Curling“ von Ole Endresen erzählt ebenso witzig wie dramatisch von dem Versuch eines psychisch erkrankten Spitzensportlers, Geld für die Operation eines Freundes aufzubringen und „Sons Of Norway“ (Regie: Jens Lien, Eröffnungsfilm Haugesund Filmfestivalen 2011) ist eine spannende und humorvolle Geschichte über Rebellion und Punkrock – mit einem Gastauftritt von Johnny Rotten.

Niederländischer Beitrag von Paula van der Oest

„Black Butterflies“ in Regie von Paula van der Oest entwirft ein poetisches Portrait der südafrikanischen Dichterin Ingrid Jonker, das bereits in den Niederlanden und in Südafrika ausgezeichnet worden ist.

Alle bisher aufgeführten Filme sind in deutscher Erstaufführung zu sehen.

Deutsche Filme im Wettbewerb stark vertreten

Gleich neun Beiträge in den Wettbewerben kommen aus Deutschland.  Als Uraufführung ist dabei Sheri Hagens sensibles Episodengeflecht „Auf den zweiten Blick“ im Programm, das Menschen mit Sehbehinderungen auf ihren Wegen in neue Beziehungen begleitet. Komödienspezialist Bernd Böhlich präsentiert „Bis zum Horizont, dann links!“, in dem Bewohner eines Altenheims bei einem Rundflug das Flugzeug zum Mittelmeer „umleiten“. Annika Wangards Debüt „Crashkurs“ entdeckt die Banken- und Finanzkrise als Filmthema und in „Schuld sind immer die Anderen“ (Regie: Lars Gunnar Lotz) wird ein jugendlicher Gewalttäter mit einem seiner Opfer konfrontiert. „Werden Sie Deutscher“ von Britt Beyer porträtiert mit viel Humor einen VHS-Integrationskurs, während Cornelia Grünberg in „Vierzehn“ vier sehr junge Frauen auf ihrem schwierigen Weg in die Mutterrolle begleitet. In der quirligen Familienkomödie „Pommes Essen“ (Regie: Tina von Traben) geht es um einen Imbissbuden-Wettbewerb und das Geheimrezept für die weltbeste Currysoße. „Zombies from Outer Space“ von Martin Faltermeier mixt aus den B-Movie-Rezepturen der 50er Jahre den ersten deutschen Science-Fiction-Heimatfilm. Offiziell eröffnet wird das Festival mit „Die Männer der Emden“  von Berengar Pfahl, einem historischen Abenteuerfilm über den legendären Marinekreuzer „Emden“ im ersten Weltkrieg.

Filmgäste

Katharina Thalbach, die mit dem „Emder Schauspielpreis“ geehrt wird, kommt zu diesem Anlass nach Ostfriesland und wird im Rahmen der Preisverleihungsgala die Auszeichnung entgegen nehmen. Aus Großbritannien, Irland, Frankreich, Belgien, Norwegen und den Niederlanden haben sich bereits weitere Filmgäste angekündigt. Rund 70 Schauspieler, Regisseure, Produzenten und Autoren werden zum Festival erwartet, darunter Otto Sander, Sheri Hagen, Geoffrey Enthoven, Pierre Sanoussi-Bliss, Pierre Pinaud, Hans-Erich Viet und  Angelica Domröse.

Galas und Events

Neben den Galaveranstaltungen zur Eröffnung und Verleihung der Filmpreise stehen Talks und Filmgespräche, die feierliche Verleihung des Drehbuchpreises sowie der traditionelle Schiffsausflug mit Beachvolleyball-Turnier für Gäste und Akkreditierte nach Norderney auf dem Programm. Der im letzten Jahr eingeführte Filmtee mit Dorothee Wenner wird aufgrund der großen Resonanz wieder aufgelegt.  Im Mitternachtstalk plaudern Hilke Theessen und Volker Bergmeister in lockerer Runde im Grand Café mit Festivalgästen.

– Festivaleröffnung, Mittwoch 6. Juni, 19.00 Uhr

– Eröffnung auf Norderney, Donnerstag 7. Juni, 19.00 Uhr

– Mitternachtstalk mit Hilke Thessen und  Volker Bergmeister, Donnerstag 7. bis Samstag 9. Juni, 23.30 Uhr

– Filmtee mit Dorothee Wenner, Freitag 8. Juni und Samstag 9. Juni, 17 Uhr

– DGB Filmgespräch, Freitag 8. Juni, 14.30 Uhr

– Preisverleihung Drehbuchpreis, Freitag 8. Juni, 19.15 Uhr

– Dünentalk auf Norderney, Samstag 9. Juni, 12.00 Uhr

– Preisverleihung Filmpreise, Sonntag 10. Juni, 20.15 Uhr

Preise und Förderer
Auf der großen Galaveranstaltung am Sonntag sind Preisgelder in Höhe von 51.000 Euro zu gewinnen. Neben dem mit insgesamt 15.000 Euro dotierten, nach Bernhard Wicki benannten, Hauptpreis werden der NDR Filmpreis für den Nachwuchs, der DGB-Filmpreis, der AOK Filmpreis, der Ostfriesische Kurzfilmpreis der VGH und der Emder Schauspielpreis vergeben. Den Emder Drehbuchpreis vergibt die vom Grimme-Institut berufene Jury bereits am Freitag, dem 8. Juni in der Kunsthalle Emden. Der wohl ungewöhnlichste Preis eines deutschen Filmfestivals „Ein Schreibtisch am Meer“ beinhaltet ein zweiwöchiges Kurzstipendium auf Norderney und wird schon am Festivalsamstag auf der Insel vergeben.

Das Festival findet vom 6. bis 13. Juni 2012 statt.  Unter www.filmfest-emden.de steht das vollständige Programm. Aktuelle Informationen auch auf www.facebook.com/filmfestemden.

Quelle: Pressemitteilung des Filmfests Emden

Lebendig auf den Scheiterhaufen

Hexenprozesse im Jeverland – bewegender Vortrag im Schlossmuseum

Jever – Im Jahr 1592 ist es in Jever zu einem regelrechten Massenprozess gekommen, nach dessen Abschluss 13 Frauen und zwei Männer hingerichtet wurden. Ein Hexenprozess, und die nach schwerer Folter verurteilten wurden auf grausame Weise hingerichtet. Über diesen und andere Hexenprozesse im Jeverland berichtete Prof. Dr. em. Almuth Salomon in einem Vortrag vor dem Jeverländischen Altertums- und Heimatverein. Aberglaube, Liebe, Missgunst, Neid und Habsucht – solcherart waren die Zutaten der spektakulären Verfahren, aus denen es für die Angeklagten kein Entrinnen gab. Ein interessanter Bericht über den Vortrag, Verfasser Jörg Stutz, ist hier nachzulesen: Jeversches Wochenblatt

 

Gärtnerisches Kunstwerk: Der Jaspersche Garten

Dr. Eberhard Pühl nahm den Jasperschen Garten in seinen Gartenführer „Parks und Gärten zwischen Weser und Ems“ auf, der inzwischen in vierter Auflage im Isensee-Verlag erschienen ist. Das Bild zeigt Pühl 2008 in dem Garten, als die Anlage akut bedroht war.
Foto (c): Helmut Burlager

Jever – Hinter einer hohen Hecke gelegen und öffentlich nicht zugänglich fristet in Jever ein Kunstwerk im wahren Sinn des Wortes ein Schattendasein, der verwunschene Garten hinter dem sogenannten Schulerschen Haus an der Lindenallee. Früher auch als Jasperscher Garten bezeichnet, weil er auf dem weitläufigen Gelände angelegt wurde, das früher zum Anwesen der Familie Jaspers am Schlosserplatz gehörte. Aus ihr ist der berühmte Philosoph Karl Jaspers hervorgegangen. Er streifte als Kind in der Gegend dort herum und dürfte auch den Garten hinterm Schulerschen Haus gekannt haben. Der wurde schon vor knapp zwei Jahrzehnten in den Gartenführer „Parks und Gärten zwischen Weser und Ems“ des Gartenhistorikers Dr. Eberhard Pühl aufgenommen. Zwischenzeitlich war die Anlage von Parzellierung und Bebauung bedroht, weil Denkmalpfleger den wahren Wert dieses außergewöhnlichen Gartens nicht erkannten. Mehr lesen

2. Internationales Street Art Festival in Wilhelmshaven

Der große Erfolg des letzten Jahres geht in die zweite Runde

Wilhelmshaven – Das Street Art Festival geht in die zweite Runde. “Die intensiven Vorbereitungen laufen seit Januar“ sagen Mirco Wenzel und Michael Diers vom Organisationsteam und freuen sich auf ein noch größeres Straßenmalerfest in diesem Jahr.

Valoisplatz
Ein riesiges 3D-Bild entstand 2011 auf dem Valoisplatz. Alles ist Illusion, die Menschen und die Häuser und Bäume oben sind echt. Foto: WTF

Das Team der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (WTF) und Radio Jade will mehr für die 2. Auflage. So wird es wahrscheinlich einen Guinness Weltrekordversuch geben.

LogoDas größte 3D Straßenmalerbild der Welt soll auf dem Valoisplatz in Wilhelmshaven gemalt werden. Derzeit sucht man dafür Sponsoren, denn das Orga-Team will dafür unter anderem zwei der besten 3D Künstler der Welt verpflichten Edgar Müller und Gregor Wosik, neben drei weiteren Straßenmalern, die man für dieses über 1.200qm große Straßenbild benötigt. Gregor Wosik hat im letzten Jahr schon bewiesen, was er zu leisten vermag und hat zusammen mit Marion Ruthardt einen überdimensionalen Wasserfall auf den Platz gezaubert.

In diesem Jahr in diesem Jahr sollen weitere internationale Künstler verpflichtet werden und natürlich wird es auch wieder einen Kindermalwettbewerb an der NordseePassage geben. Da an diesem Wochenende der JadeWeserPort eröffnet wird, ist für die Innenstadt ein insgesamt ereignisreiches Wochenende geplant. Daran wird derzeit eifrig gearbeitet und die Organisatoren hoffen bis Mitte April genaueres mitteilen zu können.

Eines steht aber schon jetzt fest, der Zauber der farbigen Straßenbilder wird am 4. und 5. August wieder sehr viele Menschen in ihren Bann ziehen und das sollte niemand versäumen. Mehr Informationen unter www.streetart-wilhelmshaven.de .

Vinyl-Scheiben und Schlaghosen

Michael Diers - Moderator Marx – Drei Monate sind wieder um, die Kult-Party im Tunis mit DJ Michael Diers (Radio Jade) ist wieder da! Wer die Discothek Tunis aus den ganz frühen Tagen noch kennt und liebt, ist hier genau richtig!

Sonnabend, 10. März 2012:

TUNIS REVIVAL PARTY in Marx (Friedeburg)

Die Revival-Party in Original-Location mit originalem DJ ist ein Muss für jeden, der damals schon dabei war oder gerne gewesen wäre. Raritäten, Klassiker und Perlen der Anfangszeiten wecken Erinnerungen, hier trifft man die Freunde, Bekannten und auch die skurrilen Figuren von damals wieder. Und für dieses Mal gibt es wieder ein Detail mehr, das damals Kult war: Der gute alte Portwein!
Also stimmt Euch drauf ein, pustet den Staub von Euren alten Vinyl-Scheiben, kramt in alten Fotos – und wer richtig authentisch sein möchte, sucht vielleicht auf dem Dachboden noch nach der alten Schlaghose…

NDR: Winter in Friesland

Jever, Gödens, Neuenburg, der Jade-Weser-Port, der Blaudrucker und vieles mehr: ein NDR-Beitrag über Friesland: 

NDR: Winter in Friesland

Vom Blues am Ende der Welt

„Men in Blues“ im Tunis in Marx

Von Carsten Feist

Men in Blues.(c) Meyer original

Ein regnerischer Freitagabend mitten in Ostfriesland. Für Kölner Berufsmusiker liegt dieser Teil Deutschlands am Ende der Welt. Sagt Klaus „Major“ Heuser, einer der „Men in Blues“. Sein Bühnennachbar Richard Bargel hätte Marx irgendwo anders erwartet und hält das „Tunis“ für ein Museum.

Er sagt dies zutiefst respektvoll. Bargel mag dünn besiedelte Regionen, auch wenn sich dort anreisenden Musikgrößen gelegentlich Pferde auf der Fahrbahn in den Weg stellen. Zusammen sind Heuser & Bargel (http://www.bargelheuser.de/) mit ihrer Band ein Beweis, wie erwachsene Blues-Musik auch im winterlichen Dauerschmuddelwetter in Ostfriesland ein überwiegend fachkundiges Publikum anzieht.

Die Herren gehören seit Jahren – nein: Jahrzehnten – der Spitzengruppe der Musik-Bundesliga der Republik an und füllen in den Metropolen mühelos große Clubs. Die gut 100 Gäste im Tunis werden mit allerfeinster Musik und bisweilen etwas langatmigen Anekdoten drei Stunden bestens unterhalten. Als Duo haben sich Heuser & Bargel mit ihrer gerade erschienen zweiten CD weiter entwickelt. Sind rockiger geworden – lässiger. Entwickeln einen eigenen Stil, eine individuelle Klanglichkeit mit Wiedererkennungswert.

War das erste Programm der letzten beiden Jahre noch mit vielen (hörenswerten) Cover-Versionen durchzogen, so spielen sie nun ihr eigenes Ding. Mit großer Leichtigkeit auf Basis perfekten Handwerks lassen sie ihre Gitarren sich unterhalten. Ein dreistündiger Dialog auf zwölf Saiten. Dies ist nur möglich, weil sich hier zwei Musiker mit großem Respekt begegnen, sich gegenseitig Raum lassen – sich nichts mehr beweisen müssen. So etwas ist wohl als Alterssouveränität zu bezeichne und es fühlt sich gut an.

Das Publikum genießt, lässt sich ein auf eine Reise durch Epochen und Stile. Geht mit, wenn das Quartett auf der Bühne die Handbremse löst und die Verstärker aufdreht. Bleibt aufmerksam bei den ruhigen Geschichten, leidet auf dem Höhepunkt des Blues. Und begegnet den vier Herren auf der Bühne mit Respekt und Wertschätzung. Diese genießen sichtbar die intime Atmosphäre eines großen Wohnzimmers und bedanken sich beim Publikum mit Blues-Rock auf höchstem Niveau.

Insgesamt eine wirklich brillante Idee der Betreiber des Tunis, ein solches Event anzubieten! Bleibt zu hoffen, dass weitere Konzertangebote dieser Güteklasse folgen werden!