Die Hintergründe der Mikrofinanz-Krise in Indien

Ein aufklärender Beitrag von Oliver Schmidt, akademischer Berater für Mikrofinanzangelegenheiten an Ugandas Mountains of the Moon University, erschien bei E+Z.  Schmidt ist vom Deutschen Entwicklungsdienst DED entsandt. Zuvor arbeitete er als Berater für Mikrofinanzdachverbände in Indien und Uganda. Er schreibt über die Mikrofinanz-Krise in Indien und ihre Ursachen: akademischer Berater für Mikrofinanzangelegenheiten an Ugandas Mountains of the Moon University. Er ist vom Deutschen Entwicklungsdienst DED entsandt. Zuvor arbeitete er als Berater für Mikrofinanzdachverbände in Indien und Uganda. Hier schreibt er über die Krise in Indien und ihre wahren Ursachen: http://www.inwent.org/ez/articles/184683/index.de.shtml

Wir können alles, außer..

Ein Viertele

In den Stuttgarter Nachrichten vom 2. März 2011 hat der Leser Hans-Peter Bott aus Backnang unter der Rubrik “Auf gut Schwäbisch” eine schöne Geschichte erzählt, die in den Sechzigern auf einem Fliegerhorst in Friesland, also vermutlich in Upjever, spielt:

„Es war in den frühen sechziger Jahren. Als frischgebackener, stolzer junger Leutnant wurde ich aus dem Schwäbischen bis ans Ende von Deutschland, nach Ostfriesland, geschickt. Am ersten Abend im Offiziersheim, mitten unter Starfighter-Piloten und Technikern, fragte mich die Heimdame Frau H. in ihrem Friesenplatt nach meinem Wunsch: ,Nu, Herr Leutnant, watt kann eck for sei don. Watt wünschen sei syck?‘ Ich antwortete: I hätt‘ gern a Viertele!‘ Erneutes Fragen ihrerseits: ,Watt darf et seyn?‘ Ich: ,Ha, a Viertele!‘

Frau H. ging in die Küche, und eine Ordonanz kam: ,Watt soll eick den Herrn Leutnant bringen?‘ Ich blieb dabei: ,A Viertele, bitte!‘

Kurze Zeit später erschien die Ordonanz mit einer Frikadelle (Fleischküchle), schön garniert mit Petersilie.“

Der Originalbeitrag in den Stuttgarter Nachrichten

Yunus ist Thema in den Medien

Heute beschäftigen sich zahlreiche Medien mit dem Rauswurf von Muhammad Yunus bei der Grameen-Bank. Der Einfachheit halber gebe ich hier die Google-News-Suche zum Thema Yunus weiter, dort finden sich zahlreiche Links: http://news.google.de/news/search?aq=f&pz=1&cf=all&ned=de&hl=de&q=Yunus

Die Medien beschäftigen sich außerdem mit dem Fachgespräch Mikrofinanzierung vom 2. März in Bonn. Die Links dazu finden sich hier:

https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/links-zum-thema-mikrofinanzierung/

Alles Wissenswerte über Mikrofinanzierung im Wiki:

http://www.mikrofinanzwiki.de/wikifront

Selbsthilfe oder Schuldenfalle – ein Gespräch über Mikrofinanz

Auf Einladung von Oikocredit und Opportunity International trafen sich heute Vertreter aus Wissenschaft und Praxis in Bonn, um aktuelle Geschehnisse im Mikrofinanzsektor kritisch zu diskutieren.  Was dabei herauskam, lesen Sie hier:

Zum Bericht

100 Jahre motorisierte Seenotretter

1911: Helfer erstmals mit einem Motorrettungsboot im Einsatz

2011-03-01  Motorrettungsboot OBERINSPECTOR PFEIFERVor 100 Jahren begannen die Seenotretter mit der Motorisierung ihrer Rettungsflotte. Das erste Motorrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fuhr am 2. März 1911 seinen ersten Einsatz vor Laboe in der Ostsee. Erst zwei Monate zuvor hatte die DGzRS den Neubau mit Namen OBERINSPECTOR PFEIFER in Dienst gestellt. Mehr darüber hier:

Zum Bericht

Ich habe nur die Worte – etwas über das Bloggen

Ein interessanter Beitrag über die politische Kraft, die Blogger und Social Networks inzwischen haben. Internet-Community versus Bild-Meinungsführerschaft. Von Plagiatsdiskussion, Nordafrika und Wellen im Netz:

Ulrich Kasparick: Ich habe nur die Worte – etwas über das bloggen.

Ehrenamtspreis: Bewerbungsfrist läuft ab

Lions Club Jever will junge Ehrenamtliche auszeichnen

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens wird ein mit 500 Euro dotierter Preis ausgelobt.

Jever/Friesland. Letzte Chance, sich zu bewerben oder jemanden vorzuschlagen: Der Lions Club Jever sucht den „Ehrenamtler des Jahres“, und zwar nicht irgendeine/n, sondern eine junge Frau oder einen junger Mann nicht älter als 22. Mit 500 Euro ist der Ehrenamtspreis dotiert, den der Serviceclub ausgelobt hat und der am 1. April im Lokschuppen vergeben soll, wenn der LC Jever sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Viele jüngere Menschen engagieren sich – von der Öffentlichkeit oftmals kaum wahrgenommen – in Vereinen, Verbänden, Kirche oder Politik. Dieses Wirken soll gewürdigt und hervorgehoben werden. „Wir wollen bewusst keine Leute ehren, die schon seit 30 Jahren etwas machen, dafür gibt es andere Auszeichnungen. Wir möchten junge Menschen herausstellen, die erst am Anfang ihres Engagements stehen“, erläuterten der Präsident der Lions, Dr. Peter Pietsch, und der Initiator und Organisator des Wettbewerbs, Martin Schadewald. Eine Reihe von Bewerbungen und Vorschlägen sind schon eingegangen, bis zum 10. März können noch Nominierungen eingereicht werden.

Benannt werden können junge Leute, die ab dem 1. April 1988 geboren wurden und ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Landkreis Friesland ausüben. Voraussetzung ist, dass das Ehrenamt mit gewissem zeitlichen und persönlichen Aufwand seit mindestens drei Jahren ausgeübt wird. Eine Jury aus Mitgliedern des Lions Clubs Jever trifft dann die Auswahl.

Anmeldungen sind an den Lions Club Jever, zu Händen Martin Schadewald, Ludwig-Meinardus-Straße 17, in 26441 Jever zu richten, per E-Mail an
martin.schade-wald@web.de. Nachfragen werden unter 04461/9151570 oder 0173/6047867 beantwortet. Den Nominierungsbogen kann man auch im Internet herunterladen: www.lions.de/jever

Deutsche Verkehrswacht fordert totales Alkoholverbot

Die Deutsche Verkehrswacht e.V. setzt sich schon seit vielen Jahren dafür ein, dass Autofahrer die Parole beherzigen: „Wer fährt, trinkt nicht, wer trinkt, fährt nicht“. Um die Auswirkungen von Alkohol am Steuer zu diskutieren und eine einheitliche Position der Deutschen Verkehrswacht zu finden, hatte der Vorstand der Deutschen Verkehrswacht eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die jetzt ihr Ergebnis vorgelegt hat. Der Vorstand hat das Papier der Arbeitsgruppe als Vorlage eines Beschlusses genommen, der mit nur einer Gegenstimme verabschiedet wurde und am 21. Mai 2011 auch der Mitgliederversammlung zur Beratung vorliegt. Er lautet: „Kein Alkohol am Steuer!“

Mehr dazu: https://friesenblog.wordpress.com/aktuelles/verkehrswacht-fordert-totales-alkoholverbot/

Social Business könnte viel bewegen…

Die neuesten Links zum Thema soziale Mikrofinanz finden sich hier:

https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/links-zum-thema-mikrofinanzierung/

Gerade frisch reingekommen: Beiträge über die Arbeit der Christoffel Blindenmission in Ägypten und ein Bericht aus dem Donaukurier über Social Business. Wenn jedes Unternehmen nur drei Prozent vom Umsatz dafür ausgeben würde, wäre schon viel geholfen, sagt Hans Reitz, Berater des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus.

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank“, ließ Bertolt Brecht einen seiner Protagonisten in der „Dreigroschenoper“ sagen und hat damit vor über 90 Jahren bereits negative Auswüchse der Finanzbranche kritisiert, wie wir sie in den letzten zwei, drei Jahren wieder einmal erlebt haben. Spekulation auf dem Rücken der Volkswirtschaften macht wenige Leute reich und viele Leute arm. Gerade Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern bekamen die Folgen der Finanzkrise massiv zu spüren.

Nun sind die meisten von uns eh noch nie in die Verlegenheit gekommen, eine Bank zu gründen, wer hätte schon das Kapital dafür? Doch das ändert sich gerade. Mit der neuen Kampagne der Mikrofinanz-Stiftung Opportunity International Deutschland „Bank mit Herz“ lässt sich schon für die vergleichsweise bescheidene Summe von 5000 Euro eine Bank gründen: eine sogenannte Trust-Bank (Trust ist Englisch und steht für Vertrauen), und Vertrauen ist die oftmals einzige Sicherheit, die Kreditnehmerinnen in Afrika bieten können, wenn sie Geld benötigen, um ein Kleingewerbe auf- oder auszubauen. Bank mit Herz

Eine „Bank mit Herz“ gründen

Mit 5000 Euro also lässt sich eine Mikrobank gründen, die wiederum etwa ein Dutzend Kreditnehmerinnen und -nehmer schult und begleitet und ihnen schließlich Darlehen zur Existenzgründung und -erweiterung gibt. Meist sind es nur Summen um die 200 Euro, die eine Frau braucht, um beispielsweise einen Gemüsehandel, ein winziges Textilgeschäft, einen Friseurladen oder eine Nähstube eröffnen zu können.

Mikrokredite als Hilfe zur Selbsthilfe, ergänzt um Schulungsangebote, Mikrosparen, Mikroversicherungen, Ausbildung für Kinder und Jugendliche – mit diesem ganzheitlichen Ansatz hilft Opportunity International in Afrika, Asien und Lateinamerika, das Leben von Menschen zu transformieren und Familien Zukunft zu geben.

Es ist nichts Ehrenrühriges daran, eine Bank zu gründen. Schon gar nicht, wenn man es mit 5000 Euro tut. Nicht jeder hat 5000 Euro übrig, deshalb bietet sich natürlich an, sich zusammenzutun: Kirchengemeinden, Vereine, Serviceclubs, Firmen, Belegschaften – gemeinsam werden sie es schaffen, eine „Bank mit Herz“ mit dem Kapitalgrundstock auszustatten, der erforderlich ist, um nachhaltige Entwicklung anzustoßen.

Einer für alle – alle für einen

In Deutschland haben die Ideen von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch, die ein ganzes Menschenalter vor Bertolt Brecht lebten und unzähligen Landwirten, Handwerkern und Häuslebauern die Möglichkeit gaben, ihre wirtschaftliche Existenz zu erweitern, viel Fruchtbares bewirkt. Einer für alle, alle für einen – nach diesem Prinzip funktionieren auch die Trustbanks. Spenden aus den Industrieländern geben nur den Anstoß, dass Menschen auf Dauer unabhängig werden können. Helfen müssen sie sich letztlich selbst. Dass sie es leichter schaffen, dazu bedarf es unserer Unterstützung.

Opportunity International

Erfahrungsbericht aus Ghana