Bildung als Instrument der Entwicklungshilfe

Da, wo sie herkommen, können viele Menschen noch nicht lesen und schreiben. Viele leben von der Hand in den Mund, in ärmsten Verhältnissen, ohne fließendes Wasser oder elektrischen Strom. Ihre Heimat ist Guatemala, und die vier jungen Leute, die in ihrer farbenfrohen Landeskleidung im Wohnzimmer der jeverschen Ärzte Ulrike und Matthias Vincenz ein wenig verloren wirken, sind der lebendige Beweis dafür, wie nachhaltige und damit gelungene Entwicklungsarbeit aussehen kann: Entwicklungshilfe durch Bildung … Mehr lesen: Zum Artikel 

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Die jungen Mayas Maria, Alma, Irma und Robelio haben dank der Projekts Samenkorn eine berufliche Zukunft, von der sie sonst nur hätten träumen können. © Brigitte Meiners

Vor 50 Jahren: Schiffsunglück auf dem Großen Vogelsand

Seenotretter bringen 65 Seeleute des auf Grund gelaufenen englischen Frachters „Ondo“ in Sicherheit

Ondo1_800x600 Einer der spektakulärsten Einsätze in der fast 150-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) jährt sich am Dienstag, 6. Dezember 2011, zum 50. Mal: Am Nikolaustag 1961 strandete der englische Dampfer „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“. Die Seenotretter holten die 65 Besatzungsmitglieder in mehreren schwierigen Anläufen von Bord. Reste des Wracks der „Ondo“ sind bis heute stumme Zeugen der gewaltigen Kraft der See.

Bild1 : Die aufgelaufene „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“

Bei einem schweren Südweststurm mit Wind bis Orkanstärke war die „Ondo“ am 6. Dezember 1961 auf dem „Großen Vogelsand“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen. Schnell lief eine aufwendige und mitunter gefahrvolle Rettungsaktion an. Die Beteiligten scheuten keine Mühen: Zum Teil versuchten die Seenotretter unter Einsatz des eigenen Lebens, Schlimmeres zu verhindern. Trotz aller Anstrengungen: Drei Seeleute blieben bei dem Unglück auf See.

Ruhr-Stahl800x600 Lotsen hatten versucht, an Bord der „Ondo“ zu gehen, um sie auf einen ungefährlicheren Kurs als den von ihr eingeschlagenen zu bringen. Um die Männer nicht durch den Propeller des Schiffes zu gefährden, drehte die „Ondo“ und lief dabei an einer Sandbank auf Grund. Allerdings zerbrach sie nicht, wie Fachleute befürchtet hatten, sondern trieb immer weiter auf den Sand.

Bild 2:Der Seenotkreuzer RUHR-STAHL der DGzRS war vor 50 Jahren tagelang im Dauereinsatz, nachdem der englische Frachter „Ondo“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen war.

Nach erfolglos gebliebenen Freischleppversuchen rettete der Seenotkreuzer RUHR-STAHL/Station Cuxhaven der DGzRS die Besatzung der „Ondo“: 51 Engländer und 14 deutsche Schauerleute. Insgesamt sechs Tage dauerten die zum Teil äußerst riskanten und gefährlichen Bemühungen, um die englischen Seeleute in immer wieder neuen Anläufen von Bord der „Ondo“ zu holen.

Ondo2_800x600Die drei Lotsen hingegen waren beim Versuch, zur „Ondo“ zu gelangen, mit ihrem Versetzboot in schwerer See abgetrieben. Ihr Boot war anschließend offenbar gekentert. Für sie gab es keine Rettung. Der Mahlsand des „Großen Vogelsands“ hielt die „Ondo“ dauerhaft fest, sodass eine Bergung des Schiffes nie gelang. Das Wrack liegt heute noch in dem Bereich, in dem das Unglück 1961 geschah. Überreste des Schiffs ragen bei niedrigem Wasserstand sichtbar aus dem Boden – als mahnende stumme  Zeugen des großen Schiffsunglücks vor 50 Jahren.

Bild 3: Schwere Schlagseite: Die gestrandete “Ondo”.

Fotos © DGzRS

Quelle: DGzRS, 5.12.2011

www.seenotretter.de

30 Jahre “Hot Club du Nord”

Wilhelmshaven/Jever – Im Herbst 1981 wurde die Jazzband Hot Club du Nord in Wilhelmshaven gegründet, und bis heute steht sie für Gipsy-Swing nach dem Vorbild des legendären Django Reinhardt. Aus Anlass ihres Geburtstages gibt die Formation am Sonnabend, 10. Dezember, um 20 Uhr in Jubiläumskonzert im “Godewind” in Jever.

Hotclubhistory Von Anfang an beschäftigte sich “Hot Club du Nord” vor allem mit Swingstücken aus der Zeit Django Reinhardts, des damaligen Jazz-Supergitarristen. Die ersten Jahre liefen in wechselnden Besetzungen ab, gespielt wurde zunächst im Jugendheim Kirchreihe in Wilhelmshaven, dann in der Galerie “Perspektive”. Die Zeit war geprägt von Frühschoppen-Auftritten auf der Pumpwerk-Bühne.

Logohotclub In einer weiteren Phase war die Band dann am Südstrand im Café “Seewärts” bei Roland Rath beheimatet, und hier entwickelte sich dann das bekannte Gipsyswing-Jazzfestival “Djangos Promenade”, von dem es über die Jahre immerhin 14 Veranstaltungen mit vielen hochkarätig besetzten internationalen Bands mit insgesamt fast 200 Musikern dieses Genres gab.

Danach kamen die Jahre im “Piratenamüseum” von Roland Rath und viele weitere Stationen: die Happy Jazz Night in Jever, das Altstadtfest, der Fliegerhorst Upjever, das Bürgerhaus Schortens, das Schloss Neuenburg, das Jazzfestival in Bad Zwischenahn, Konzerte in Oldenburg, Worpswede, Bremen, in Marssen und Arnheim in den Niederlanden. Dazu Radiosendungen, Studioaufnahmen und vieles mehr.

Im Laufe der Jahre hat sich die Band ein beachtenswertes, qualitativ hochwertiges Repertoire immer im Idiom der Swingtradition des Quintettes “Hot Club de France” mit Django Reinhardt und Stephane Grapelli erarbeitet.

Seit gut 15 Jahren spielt die Gruppe in der heutigen Stammbesetzung: Michael Müller, Wilhelmshaven (Sologitarre), Werner Schröder, Schortens (Violine, Gesang), Jacek Witkowski, Wilhelmshaven (Klarinette, Saxofon), Ude Lambrecht, Jever (Rhythmus- und Lead-Gitarre), Helmut Geisendorf, Zetel (Bass). Ab und zu stößt als Gast Hartwig Oldenettel, Schortens (Akkordeon) dazu. Freunde des “Zigeunerjazz” dürfen sich schon freuen auf den 10. Dezember, 20 Uhr im “Godewind”.  (Quelle: Ude Lambrecht, Hot Club du Nord)

www.djangos-promenade.de

Schlechte Aussichten für Ghanas Fischer

Ghana751 Die “taz” berichtet unter der Überschrift “Das Sha-ba-do-ga verstummt” über die Probleme der Fischer in Ghana: “Die Zeiten sind schwerer geworden für die Fischer. Immer weiter müssen sie rausfahren, immer weniger fangen sie. Schuld sind die Trawler, die sich im Golf von Guinea tummeln. Mit ihren Schleppnetzen plündern sie die Fischgründe und zerstören so die Lebensgrundlage der Kleinfischer.”

Foto: Fischer in Cape Coast, Ghana. © Helmut Burlager

Der ganze Beitrag auf taz.de ist hier nachzulesen: Zum Artikel

Hautkontakt mit dem Publikum

Carsten Feist  war bei Wingenfelder:Wingenfelder
und hat dies an Friesenblogs Pinnwand gepostet:

„Esens. Jugendherberge. Frühstücksraum. Hier tummeln sich eigentlich Heerscharen aufgeregter Schulklassen auf der Flucht vor lauwarmen Früchtetee und Aufsichtführenden Lehrkräften. Eigentlich.
Lautsprechertürme, unendliche Kabelstränge, rockmusiktaugliche Instrumente und 150 erwartungsfrohe sehr erwachsene Menschen geben dem Raum ein völlig anderes Ambiente.
Nettes Personal, gepflegte Getränke. Irgendetwas ist anders in dieser Jugendherberge im Herzen Ostfrieslands.
Irgendwas? – Nein. Kai Wingenfelder & Thorsten Wingenfelder sind anders. Die Herren waren jahrelang mit einer Hannoveraner Nachspielend (Selbstauskunft!) erfolgreich auf deutschen Bühnen am Start. Diese Combo gibt es gerade mal nicht mehr, aber die Jungs haben (erfreulicherweise) weiterhin Lust auf Rockmusik. Erwachsene Rockmusik. Authentisch und souverän. Musik, die niemandem mehr etwas beweisen muss.
Mit solchem Material traut sich das Duo, begleitet von handwerklich bundesligatauglichen Musikern, mal eben in die Jugendherbergen in der norddeutschen Provinz. Das Publikum nicht nur in Sichtweite. Hautkontakt. Eine Bühne so groß wie sonst wahrscheinlich die Garderobe.
Wer sich so etwas traut, weiß, was er kann. Über 2 Stunden werden Geschichten erzählt, wird gerockt, gejamt und zwischendurch mal kurz die Instrumente gestimmt. Unaufgeregt. Ehrlich. Beeindruckend.
Mit im Programm Tobias Regner, der irgendeine Casting-Show gewonnen haben soll, hier aber zeigt, dass er es kann und Astrid North (Cultured Pearls), die mit ihrem stimmlichen Charisma dem Frühstücksraum für die nächsten 10 Jahre den Soul eingehaucht hat.
Ein wirklich nette Idee und eine wirklich beeindruckende Umsetzung, diese Tour durch Jugendherbergen. Bleibt die Hoffnung, dass die mitgeschnittenen Takes vom Konzert irgendwann (legal!) zu haben sein werden.
Danke an W&W für das Konzert und an HB für die Karten!“

Stunden der Angst

Das Martyrium der Gefängnistherapeutin Susanne Preusker

Eine Geiselnahme in der JVA Straubing sorgte im April 2009 für bundesweites Entsetzen: Gefängnistherapeutin Susanne Preusker war mehrere Stunden in der Gewalt eines Häftlings, wurde von ihm mit dem Messer bedroht und mehrfach vergewaltigt. Ihr Martyrium hat sie nun in einem Buch verarbeitet. Ungeschminkt schildert Susanne Preusker darin die Tragödie in der JVA, die Todesangst, aber auch, wie sie nach dem Trauma überlebt hat.

Aus diesem Buch liest Susanne Preusker auf Einladung der Fresenia-Loge zu Jever

      am Freitag, 2. Dezember 2011 um 19.30 Uhr im Schützenhof Jever

in einer öffentlichen Veranstaltung. Karten sind an der Abendkasse für € 7,00 erhältlich.

Zum Vorbericht

Gospelkonzert heute Abend abgesagt

Chorleiterin Janine Wilson ist erkrankt

Jever – Das vorweihnachtliche Konzert des Gospelchors Heidmühle heute Abend (30.11.) in Jevers Stadtkirche ist kurzfristig abgesagt worden. Grund ist die Erkrankung der Chorleiterin Janine Wilson, sie liegt mit Grippe darnieder. Das Benefizkonzert sollte der Finanzierung des Klasse-2000-Projekts der Grundschule Tettens dienen, es soll nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der Lions Club Jever als Veranstalter und der Gospelchor Heidmühle bitten dafür um Verständnis.

 

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Muss abgesagt und soll nachgeholt werden: Konzert mit dem Gospelchor Heidmühle unter der Leitung von Janine Wilson (Bildmitte). Sie ist erkrankt. © Burlager

Pressesprecher von Opportunity International tödlich verunglückt

JanBinder Köln/Jever – Der Pressesprecher von Opportunity International, Jan Binder, ist am vergangenen Freitag bei einem Badeunfall in der Nähe von Accra (Ghana) ums Leben gekommen. Das hat die Entwicklungshilfeorganisation mit Sitz in Köln am Montag mitgeteilt. Der Tod des jungen Mitarbeiters von Opportunity Deutschland ist auch in Jever mit großer Bestürzung aufgenommen worden. Jan Binder (31) arbeitete eng mit dem Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity zusammen, hatte mehrere Veranstaltungen in der Region organisiert, pflegte persönliche Kontakte hierher und war erst kürzlich wieder in Jever gewesen.

Jan Binder  war im Rahmen einer Journalistenreise in Ghana unterwegs. Der tragische Badeunfall ereignete sich am vergangenen Freitag bei einem Hotel nahe der Hauptstadt Accra. Wie Opportunity International auf der Homepage der Stiftung mitteilt, war Binder mit einer Journalistin des Deutschlandfunks unterwegs. Die beiden hatten in der Voltaregion Landwirtschaftsprojekte besucht und dort recherchiert. Sie waren vormittags noch bei Microschools gewesen, um Bilder und Lebensgeschichten mitzubringen.

Es sei der letzte Arbeitstag gewesen, die beiden hätten dann zusammen mit ihrem ghanaischen Begleiter entschieden, noch an die Küste zu fahren und eine ausgefüllte und anstrengende Woche ausklingen zu lassen. Die Strömung des Ozeans sei jedoch so stark gewesen, dass Jan Binder die Kontrolle verlor und vor den Augen des ghanaischen Mitarbeiters ertrank. Ein sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuch am Strand blieb erfolglos. Später konnte im Krankenhaus nur sein Tod festgestellt werden. Die Journalistin, ebenfalls Opfer der Strömung, konnte gerettet werden.

Vorstand Stefan Knüppel sagte am Montag: „Opportunity International verliert nicht nur einen großartigen Mitarbeiter, der seit 2009 für die Stiftung tätig war, sondern auch einen echten Freund. Sein fachliches Knowhow, aber auch sein weit darüber hinaus gehendes Engagement im Kampf gegen die weltweite Armut, werden uns sehr fehlen. Wir sind in großer Trauer verbunden mit seiner Familie und seinen Freunden. Ihnen gilt unser besonderes Mitgefühl.“ Jan Binder hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Zur Homepage von Opportunity International

(28. November 2011)

„Ostfreeske Tuffel 2011” verliehen

Die Verleihung der Ostfreeske Tuffel 2011, des ONNO-Preises für nachhaltige Ernährungskultur, fand im Rahmen des 31. Ostfrieslandmahles im Bagbander Ostfriesenbräu statt. Preisträger in diesem Jahr ist der Verein “Appelhoff” aufgrund seiner Verdienste um Schutz und Erhalt alter ostfriesischer Apfelsorten. Jedes Jahr sucht der Verein Onno einen Preisträger für die Osfreeske Tuffel, die sich als ein schönes Symbol für den Einsatz einer regionalen Ernährungskultur in Ostfriesland bewiesen hat. Damit soll wertgeschätzt werden, was in jüngster Zeit an positiven Impulsen für die regionale Ernährungswirtschaft getan wurde. Mit mehr als 60 Gästen war das 31. Ostfrieslandmahl bereits Wochen vorher ausgebucht. In gemütlichem Ambiente genossen die Teilnehmer das Vier-Gänge-Menü in der Bagbander Brauerei, das Mahl stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Bieres.

Die Ostfrieslandmahle finden meist an besonderen, ungewöhnlichen oder auch traditionellen Orten statt, an denen sich auch eine ernährungs-, landesbezogene- oder landeskulturelle Geschichte dazu erzählen lässt, mit dem Ziel am Ende die regionalen Produzenten und Gastronomen nicht nur für eine einmalige, sondern eine wiederkehrende Zusammenarbeit und für kulinarische Genüsse zusammenzubringen. Hier geht es vor allem auch darum, den Gästen etwas zu den Produkten, seinen Produzenten und Produktionsweisen zu erzählen.

Tuffel Auf dem Bild ist der Vorsitzende des Vereins, Johannes Bolland, zu sehen, gemeinsam mit Rene Krischer vom Ostfriesenbräu, sowie Hedda Schattke und Reinhard Pfriem von ONNO.

Jahre des Donners

Ein neues Buch über den Mythos “Starfighter”

2348 Bild KropfDrei Jahrzehnte lang bildete ein Flugzeug das Rückgrat der Deutschen Luftwaffe, das so umstritten war wie kein anderes. Für die Öffentlichkeit war die Lockheed F-104, besser bekannt als „Starfighter“, ein Skandalvogel, nicht nur wegen der nach Bestechung riechenden Umstände der Beschaffung des Waffensystems, sondern vielmehr wegen einer schrecklichen Absturzserie.

Von 916 Maschinen, die die junge Luftwaffe Anfang der sechziger Jahre beschaffte, stürzten im Laufe der Jahre 292 ab, 116 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Gleichzeitig war der Kampfjet, der als Bomber, Jäger und Aufklärer eingesetzt wurde, ein Flieger mit herausragenden Flugeigenschaften – eigentlich eher eine bemannte Rakete als ein Flugzeug im klassischen Sinne.

Foto_Autor_Max Der Ex-Flugzeugführer Hannsdieter Loy, mit 1500 Flugstunden auf der F-104 ein erfahrener Starfighter-Pilot und heute als Schriftsteller in Rosenheim lebend, hat jetzt ein Buch geschrieben, in dem er – in Romanform – mit dem Mythos Starfighter aufräumt. Loy (links im Bild mit Hund Max“) zieht das Resümee: Nicht das Flugzeug war ein Skandal, sondern die Art und Weise, wie es in die Luftwaffe eingeführt wurde. „Fehler im System“ nennt Loy in seiner Abrechnung „Jahre des Donners“ als Hauptgrund für die tödliche Serie. Zum Bericht