Und noch ein Video. Es stammt vom niedersächsischen Sozialministerium und es geht um Inklusion im Landkreis Friesland. Schöne Werbung für Stadt und Landkreis…
Kategorie: Friesland
Tag 188 | Bürokratie
Portemonnaie weg, mit allen Karten, Perso, Führerschein. Es sind ja nicht nur die Kosten, sondern dieser ganze Behördenkram. Man schiebt es vor sich her, aber irgendwann muss es doch sein. 20 Minuten zwischen Rathauseingang und Rathausausgang in Jever sind ja schon mal keine schlechte Zeit für die Antragstellung, nun heißt es auf den neuen Ausweis warten.
Am nächsten Tag die Führerscheinstelle des Landkreises Friesland. „Ja, da bräuchte ich dann Ihren Personalausweis oder den Reisepass mit Meldebescheinigung.“ Mit was? Der Ausweis ist doch weg! Muss ich jetzt unverrichteter Dinge wieder gehen? Hier gibt es doch Leute, die mich kennen! Wie soll das alles bis zum Sommerurlaub klappen, wo ich doch die Papiere brauche? Mein großes Lamentieren erweicht das Herz der Dame, die mich schließlich noch beim Ausfüllen des Antragsformulars berät und mir dann noch etwas mit auf den Weg gibt: „Aber bringen Sie bitte Ihren Personalausweis mit, wenn Sie den Führerschein abholen.“
Auch dieser Besuch hat keine halbe Stunde gedauert. Mit der deutschen Bürokratie bin ich einstweilen versöhnt.
Tag 186 | Nie wieder
Ich hab ja vor vielen Kollegen Respekt, aber heute ganz besonders vor meinen Sportkollegen Kathrin Kraft und Thomas Breves, die zusammen mit drei Leserinnen und Lesern des Jeverschen Wochenblatts und des Anzeiger für Harlingerland den 1. MeinFernbus-Triathlon in Carolinensiel mitgemacht haben. Wochenlang haben sie trainiert, sind heute Mittag an den Start gegangen und haben das Ziel in wirklich ordentlichen Zeiten erreicht, wenn auch fix und fertig. Übereinstimmender Kommentar meiner beiden Kollegen: „So was mache ich nie wieder!“

Tag 185 | Politjargon
Eine ostfriesische Zeitung hat von Gerüchten berichtet, der Europaabgeordnete Matthias Groote (SPD) überlege, in zwei Jahren für das Amt des Landrats im Kreis Leer zu kandidieren, wenn Amtsinhaber Bernhard Bramlage in Ruhestand geht. Wo Rauch ist, ist auch Feuer, denke ich, und frage heute Mittag einfach mal bei der SPD-Bezirksvorsitzenden Johanne Modder nach, die eine Pressekonferenz in Wilhelmshaven gibt. Ob denn an der Meldung was dran sei…
„Das ist reine Spekulation“, antwortet sie. Von Politiker-Sprech ins Deutsche übersetzt, klingt das fast wie eine Bestätigung.
Tag 179 | Info
Nur mal so für alle, die heute schon einen Schauer auf den Kopf gekriegt haben (wie wir heute früh in Düsseldorf und auf der Autobahn unterwegs): Hier an der Nordseeküste ist heute anders als im großen Rest Deutschlands traumhaft schönes Wetter.
Ist übrigens, entgegen böser Verleumdungen, ganz oft so…
Tag 177 | Triathleten
Ich verfolge ja mit Sympathie, was meine beiden Kollegen Kathrin Kraft und Thomas Breves da so treiben (Bloghuus). Einen Triathlon wollen sie wagen, trainieren dafür fleißig und sind mittlerweile auch richtig fit. Dieses Foto hat mich allerdings nachdenklich gemacht. Darf man am Triathlon auch als Nichtschwimmer teilnehmen? Und wenn ja – ist das nicht gefährlich?
Tag 176 | Weltnaturerbe

Das Wattenmeer der Nordsee ist einzigartig, es ist eines der größten Gezeitengebiete der Welt. Das bedeutet, dass dieses Gebiet sich mehrmals am Tag gänzlich verändert: Einmal findet man kilometerweit ausgedehnte Wattplaten voller Leben und ein paar Stunden später eine Wassermasse mit aufgepeitschten Wellen. Das Wattenmeer ist Wildnis pur. Es ist das einzige Watten- und Inselküstensystem der Welt mit einem gemäßigten Klima, das zudem derartig groß ist und solch eine enorme Vielfalt an Pflanzen und Tieren hat. Und mittendrin der Mensch mit seinen spezifischen Ansprüchen.
Ein „Nordseereport dazu unter dem Thema „5 Jahre Weltnaturerbe Wattenmeer“ ist zu sehen am kommenden Sonntag, 29. Juni, von 18 bis 18.45 Uhr im NDR-Fernsehen.
Dieser „Nordseereport“ zieht Bilanz und würdigt diesen Lebensraum. Moderatorin Antje Wöhnke taucht ein in die Welt der Inseln, Rinnen, Priele und Platen. Dabei zeigt sie auch die Gefahren auf, in die Besucher sich begeben, wenn sie die Kraft der Naturgewalt und das Tempo des auflaufenden Wassers unterschätzen. Ein Kamerateam besucht die neueste Insel – Kachelotplate. Doch neben Naturschönheit und Naturgewalt geht es auch um die Gefahren für das Weltnaturerbe, die vor allem von den Menschen ausgehen. Fischfang, Schifffahrt und die Erschließung von Energievorkommen bedrohen den einzigartigen Lebensraum. Der „Nordseereport“ zeigt aber auch Positivbeispiele bei Fischern, die sich um nachhaltige Fangmethoden bemühen und bei der Seekabelverlegung, bei der moderne und schonende Techniken eingesetzt werden.
Tag 171 | Wegweisend
Oft meckert man ja über die Politiker herum, dass sie nichts gebacken kriegen, nicht über den Tellerrand gucken, nur die eigenen Vorteile im Blick haben, keine Macht abgeben können und, und, und. Da wundert man sich dann und darf ruhig auch loben, wenn sie mal das Gegenteil beweisen. In aller Stille haben die Bürgermeister von Jever und Wangerland ein halbes Jahr lang eine neue interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Tourismus vorbereitet. Gemeinsame Gastgeberverzeichnisse, eine gemeinsame Homepage, Angleichung der Buchungssysteme. Und der feste Vorsatz, in Zukunft auf weiteren Gebieten zusammenzuarbeiten. „Geht doch“, möchte man sagen. Hier die Nachricht dazu: Jeversches Wochenblatt
Tag 153 | Ostfriesisch
Heute wieder mal mit einem Leser rumgestritten, der mir erklären wollte, Wangerooge sei keine der Ostfriesischen Inseln, wie wir das geschrieben hätten. Sie sei eine friesische Insel, genauer gesagt die friesische Insel.
Na ja, habe ich ihm geantwortet, dann wohl doch eher die oldenburgische oder jeverländische Insel, denn Friesland sei ja erst unter den Nazis entstanden, die hätten Wangerooge aber nicht erfunden. Und es gehe ja nicht um Politik, sondern um Geografie, wenn von den Ostfriesischen Inseln die Rede sei, und genau genommen reiche diese Inselkette sogar im Osten bis nach Mellum.
Nein, antwortete der Mann, er habe deswegen sogar beim Bürgermeister von Wangerooge angerufen, der meine auch, Wangerooge sei eine friesische Insel.
Tja, wenn der das sagt… Ich hab’s dann aufgegeben. Er hat ja auch nicht zum ersten Mal angerufen mit seinem offensichtlich großen Problem. Wo wir schon mal beim Thema sind. Hier ist ein ganz frischer dpa-Beitrag über Wangerooge. Der kleine Rechtschreibfehler im Vorspann des Zeitungsartikels passt übrigens haargenau zum Thema: Wangerooge ist keine ostfriesische, sondern eine Ostfriesische Insel. Das macht den Unterschied.
Tag 152 | Rehnot
Den wohl ungewöhnlichsten Einsatz der vergangenen Tage fuhren die Norderneyer Seenotretter am Sonntagmorgen, 1. Juni. Aus dem Fahrwasser vor Norddeich retteten sie einen jungen Rehbock. Die Besatzung der „Frisia II“ hatte das um sein Leben kämpfende Tier von der hoch gelegenen Brücke der Fähre entdeckt und die DGzRS informiert. Mit dem Tochterboot „Johann Fidi“ des Seenotkreuzers „Bernhard Gruben“ näherten sich die Seenotretter dem völlig erschöpften Reh. Ein Seenotretter ging im Überlebensanzug ins Wasser und trug das Reh durch die Bergungspforte an Bord. „Es zitterte am ganzen Körper, war aber sonst völlig ruhig. Man konnte spüren, dass es über unsere Hilfe froh war“, sagt Seenotretter Ralf Jüttner. In Norddeich übernahm ein Jäger das Reh in seine Obhut.

