Tag 179 | Info

Nur mal so für alle, die heute schon einen Schauer auf den Kopf gekriegt haben (wie wir heute früh in Düsseldorf und auf der Autobahn unterwegs): Hier an der Nordseeküste ist heute anders als im großen Rest Deutschlands traumhaft schönes Wetter.

Ist übrigens, entgegen böser Verleumdungen, ganz oft so…

Tag 177 | Triathleten

Ich verfolge ja mit Sympathie, was meine beiden Kollegen Kathrin Kraft und Thomas Breves da so treiben (Bloghuus). Einen Triathlon wollen sie wagen, trainieren dafür fleißig und sind mittlerweile auch richtig fit. Dieses Foto hat mich allerdings nachdenklich gemacht. Darf man am Triathlon auch als Nichtschwimmer teilnehmen? Und wenn ja – ist das nicht gefährlich?

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Tag 176 | Weltnaturerbe

Wattenmeer zwischen Wangerooge und dem Wangerland. Foto: Helmut Burlager
Wattenmeer zwischen Wangerooge und dem Wangerland. Foto: Helmut Burlager

Das Wattenmeer der Nordsee ist einzigartig, es ist eines der größten Gezeitengebiete der Welt. Das bedeutet, dass dieses Gebiet sich mehrmals am Tag gänzlich verändert: Einmal findet man kilometerweit ausgedehnte Wattplaten voller Leben und ein paar Stunden später eine Wassermasse mit aufgepeitschten Wellen. Das Wattenmeer ist Wildnis pur. Es ist das einzige Watten- und Inselküstensystem der Welt mit einem gemäßigten Klima, das zudem derartig groß ist und solch eine enorme Vielfalt an Pflanzen und Tieren hat. Und mittendrin der Mensch mit seinen spezifischen Ansprüchen.

Ein „Nordseereport dazu unter dem Thema „5 Jahre Weltnaturerbe Wattenmeer“ ist zu sehen am kommenden Sonntag, 29. Juni, von 18 bis 18.45 Uhr im NDR-Fernsehen.

Dieser „Nordseereport“ zieht Bilanz und würdigt diesen Lebensraum. Moderatorin Antje Wöhnke taucht ein in die Welt der Inseln, Rinnen, Priele und Platen. Dabei zeigt sie auch die Gefahren auf, in die Besucher sich begeben, wenn sie die Kraft der Naturgewalt und das Tempo des auflaufenden Wassers unterschätzen. Ein Kamerateam besucht die neueste Insel – Kachelotplate. Doch neben Naturschönheit und Naturgewalt geht es auch um die Gefahren für das Weltnaturerbe, die vor allem von den Menschen ausgehen. Fischfang, Schifffahrt und die Erschließung von Energievorkommen bedrohen den einzigartigen Lebensraum. Der „Nordseereport“ zeigt aber auch Positivbeispiele bei Fischern, die sich um nachhaltige Fangmethoden bemühen und bei der Seekabelverlegung, bei der moderne und schonende Techniken eingesetzt werden.

 

 

Tag 171 | Wegweisend

Oft meckert man ja über die Politiker herum, dass sie nichts gebacken kriegen, nicht über den Tellerrand gucken, nur die eigenen Vorteile im Blick haben, keine Macht abgeben können und, und, und. Da wundert man sich dann und darf ruhig auch loben, wenn sie mal das Gegenteil beweisen. In aller Stille haben die Bürgermeister von Jever und Wangerland ein halbes Jahr lang eine neue interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Tourismus vorbereitet. Gemeinsame Gastgeberverzeichnisse, eine gemeinsame Homepage, Angleichung der Buchungssysteme. Und der feste Vorsatz, in Zukunft auf weiteren Gebieten zusammenzuarbeiten. „Geht doch“, möchte man sagen. Hier die Nachricht dazu: Jeversches Wochenblatt

Tag 153 | Ostfriesisch

Heute wieder mal mit einem Leser rumgestritten, der mir erklären wollte, Wangerooge sei keine der Ostfriesischen Inseln, wie wir das geschrieben hätten. Sie sei eine friesische Insel, genauer gesagt die friesische Insel.

Na ja, habe ich ihm geantwortet, dann wohl doch eher die oldenburgische oder jeverländische Insel, denn Friesland sei  ja erst unter den Nazis entstanden, die hätten Wangerooge aber nicht erfunden. Und es gehe ja nicht um Politik, sondern um Geografie, wenn von den Ostfriesischen Inseln die Rede sei, und genau genommen reiche diese Inselkette sogar im Osten bis nach Mellum.

Nein, antwortete der Mann, er habe deswegen sogar beim Bürgermeister von Wangerooge angerufen, der meine auch, Wangerooge sei eine friesische Insel.

Tja, wenn der das sagt… Ich hab’s dann aufgegeben. Er hat ja auch nicht zum ersten Mal angerufen mit seinem offensichtlich großen Problem. Wo wir schon mal beim Thema sind. Hier ist ein ganz frischer dpa-Beitrag über Wangerooge. Der kleine Rechtschreibfehler im Vorspann des Zeitungsartikels passt übrigens haargenau zum Thema: Wangerooge ist keine ostfriesische, sondern eine Ostfriesische Insel. Das macht den Unterschied.

Tag 152 | Rehnot

Den wohl ungewöhnlichsten Einsatz der vergangenen Tage fuhren die Norderneyer Seenotretter am Sonntagmorgen, 1. Juni. Aus dem Fahrwasser vor Norddeich retteten sie einen jungen Rehbock. Die Besatzung der „Frisia II“ hatte das um sein Leben kämpfende Tier von der hoch gelegenen Brücke der Fähre entdeckt und die DGzRS informiert. Mit dem Tochterboot „Johann Fidi“ des Seenotkreuzers „Bernhard Gruben“ näherten sich die Seenotretter dem völlig erschöpften Reh. Ein Seenotretter ging im Überlebensanzug ins Wasser und trug das Reh durch die Bergungspforte an Bord. „Es zitterte am ganzen Körper, war aber sonst völlig ruhig. Man konnte spüren, dass es über unsere Hilfe froh war“, sagt Seenotretter Ralf Jüttner. In Norddeich übernahm ein Jäger das Reh in seine Obhut.

Rehnotretter Ralf Jüttner vom Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" von der Station Norderney, mit dem geretteten Rehbock am Anleger der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Norddeich am 1. Juni 2014. Foto (c): DGzRS
Rehnotretter Ralf Jüttner vom Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ von der Station Norderney, mit dem geretteten Rehbock am Anleger der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Norddeich am 1. Juni 2014. Foto (c): DGzRS

 

Tag 150 | Ausbaufähig

Gern hätte ich hier heute erzählt, wie schön es ist, mit dem Fahrrad einmal ganz um den Jadebusen herumzufahren. Kann ich leider nicht, denn wirklich schön ist die Tour nur auf der friesländischen und Wilhelmshavener Seite, also der westlichen, der Meeresbucht. Traumhaft schöne Radwege, mal binnendeichs, mal außendeichs, nur um das Gelände des Marinestützpunkts muss man, als nachvollziehbaren Gründen, herumfahren, weil es eingezäunt ist. Ansonsten eine tolle Strecke von Hooksiel über den Südstrand und Dangast (Rhabarberkuchen im Alten Kurhaus) bis zum Vareler Hafen und noch ein kleines Stück weiter bis zur Mündung des Flüsschens Jade in den Jadebusen. Von da an ist es ätzend. Die Radfahrer werden an der B 436 entlang geführt bis nach Diekmannshausen, von dort geht es immer schnurgerade auf einem schlechten Radweg Richtung Norden. Die Binnendeichs-Strecke ist gesperrt, weil sie so marode ist. Keine Abwechslung, keine Infrastruktur, nur Gegenwind…

Wär ja mal eine Aufgabe für die JadeBay-Region, sich um einen vernünftigen Rundweg um den Jadebusen zu kümmern, wenn der Landkreis Wesermarsch es nicht hinkriegt. Eine Fähre von Wilhelmshaven nach Eckwarderhörne, zweimal täglich, gibt’s schließlich schon seit Jahren. Sie könnte richtig attraktiv werden, wenn man wirklich schön rundherum fahren könnte.

Tag 149 | 1000 Euro

Der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Sillenstede beteiligt sich am Wettbewerb „Gutes Geld für eine gute Sache: 1000 Euro für 1000 Vereine“ der Direktbank ING-DiBa und hofft dabei auf Unterstützung. Bis zum 3. Juni kann auf der Internetseite der Bank noch für die Sillensteder votiert werden. Der Förderverein, der mittlerweile mehr als 200 Mitglieder hat, unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Sillenstede und die Jugenfeuerwehr mit materiellen und finanziellen Zuwendungen in den Fällen, in denen die für den Feuerschutz zuständige Stadt Schortens dies nicht leisten kann oder darf. So wurden bereits eine Einsatzstellenbeleuchtung, ein neues aufblasbares Einsatzzelt und Trikots für die Jugend beschafft, auch werden die Zeltlager des Nachwuchses bezuschusst. Die 1000 Euro aus der von Bundesinnenminister Thomas de Maizière unterstützten Aktion kämen dem Verein natürlich gelegen. „Wir haben schon viele Klicks bekommen, aber wir brauchen noch Unterstützer“, sagt Jürgen Weise, der 2. Vorsitzende des Vereins. Mitmachen kann man auf der Homepage der Bank. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts, betonte Weise. Zur Abstimmung

Tag 145 | Wahltag

Diesen Eintrag schreibe ich tatsächlich mal um Mitternacht, in wenigen Minuten ist der Wahltag vorbei. Friesland hat gewählt: Björn Mühlena hat überraschend schon im ersten Wahlgang geschafft, Bürgermeister im Wangerland zu werden. Auf Wangerooge gibt es eine Stichwahl, aber Bürgermeister Holger Kohls wurde nur Zweiter und es ist offen, ob er überhaupt noch antritt. Sande wählte Bürgermeister Josef Wesselmann ab, neuer Chef im Rathaus wird Stephan Eiklenborg. Varel muss am 15. Juni erneut ran, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner liegt vorn, aber erreichte die 50 Prozent plus eine Stimme nicht. Nur der König von Zetel, Heiner Lauxtermann, hatte von Anfang an gar keine Sorgen. Er hatte keinen Gegenkandidaten und ist mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. So, das ist der Stand der Dinge. Gute Nacht!

Tag 143 | Ausgedient

Jetzt, wo es kurz vor dem Abriss steht, könnte man es fast schon wieder für gelungene Architektur halten: Das Johann-Ahlers-Haus in Jever, in den sechziger Jahren als Altentagesstätte und Stadtbücherei mit Kiosk errichtet, zuletzt noch Tourist-Info und Seniorentreff, wird vom 2. Juni an abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Der seinerzeit nach dem Entwurf des jeverschen Architekten Udo Kraft geschaffene Bau (er hatte damals noch eine Pergola, die zu einem separaten Sanitärgebäude mit öffentlichen Toiletten führte) war in seinem Innern mehrfach umgestaltet und damit auch seiner luftigen, optisch durchlässigen Bauweise beraubt worden, außerdem hatte die Stadt Jever als Eigentümerin sich jahrelang kaum um die Unterhaltung und um das Umfeld gekümmert. Um den Abriss und Ersatz gab es lange politischen Streit, am Ende entschied der Stadtrat sich für den Neubau, der in diesem Jahr begonnen werden soll. Dieses Foto ist also bald Geschichte, so wie das Gebäude selbst.

Das Johann-Ahlers-Haus am Alten Markt in Jever. Es wird Anfang Juni 2014 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Helmut Burlager
Das Johann-Ahlers-Haus am Alten Markt in Jever. Es wird Anfang Juni 2014 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Helmut Burlager