Vielleicht sollte man einigen Kommunalpolitikern medienkundlichen Nachhilfeunterricht anbieten. Im Kulturausschuss der Stadt Schortens haben sie sich jetzt kritisch über eine Veranstaltung der NDR-Sommertour geäußert. Nun ist das ja beileibe kein investigatives Sendeformat, aber einigen Politikern ging es dann doch zu weit, wie sehr sich der NDR dem Einfluss der Politik entzogen hat. Dass ein SPD-Politiker bemängelte, „dass die Politik nicht frühzeitig mit ins Boot geholt worden sei“, wie das Jeversche Wochenblatt in seiner Montagausgabe (12.8.) berichtete, hatte zwar eher mit der Finanzierung der Sendung zu tun, zu der die Stadt gut 20.000 Euro beisteuern musste. Doch dann kritisierte eine CDU-Kommunalpolitikerin im Fachausschuss laut Zeitungsbericht, „dass man dem NDR gestattet habe, über das Aqua Toll zu berichten.“ Das Aqua Toll ist ein Spaßbad, in dem die Kommune aktuell ihr Geld versenkt, und ein bisschen kann man den Wunsch der Politikerin deshalb sogar verstehen, wenn sie meint, „solche kritischen Punkte sollten in einem Fernsehbeitrag lieber nicht erwähnt werden.“ Aber manche Wünsche behält man als Politiker eben besser für sich. Irgendwie beruhigend, dass man sich auch für 20.000 Euro beim Fernsehen keine heile Welt bestellen kann.
Kategorie: Medien
Bei Anruf fort
Ein Landrat, ein Chefredakteur, ein Telefon und ein Versuch, der nicht strafbar ist
Von Helmut Burlager
Frage: Was hat eigentlich ein Landrat in Ostfriesland zu befürchten, der versucht, einen ihm missliebigen Journalisten per Anruf beim Chefredakteur aus seinem Berichterstattungsgebiet zu entfernen? Antwort: Gar nichts. Was Christian Wulff noch auf die schiefe Ebene brachte, auf der er bis zu seinem unrühmlichen Amtsverzicht dahinschlitterte – der Anruf bei Bild-Chef Kai Diekmann – dürfte für den Chef im Auricher Kreishaus, Harm-Uwe Weber, folgenlos bleiben. Und zwar, weil die örtlichen Medien, selbst die betroffene Zeitung, den Vorgang anscheinend gar nicht weiter bemerkenswert finden.
Was ist passiert? Im Zusammenhang mit einer Datenpanne, die ein Skandal für sich ist, haben Politiker anderer Parteien dienstliche SMS des Landrats auf ihren I-Pads mitlesen können. So wurde der Inhalt einer SMS bekannt, den Weber an den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Auricher Kreistag, Jochen Beekhuis, geschickt hat, und in dem er diesem mitteilte, er habe beim Chefredakteur der örtlichen Zeitung, der „Ostfriesischen Nachrichten“ interveniert und erreicht, dass dieser den Redakteur aus der Berichterstattung über den Kreistag zurückziehen werde.
So stellt es der Landesverband Niedersachsen des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) in einer Pressemitteilung dar, auf die es prompt eine Gegendarstellung der Ostfriesischen Nachrichten gab. Chefredakteur Ralf Klöker, Mitglied der Geschäftsführung und verantwortlicher Chefredakteur bei den Ostfriesischen Nachrichten GmbH, habe „weder gegenüber Landrat Harm-Uwe Weber noch gegenüber irgendeinem Dritten zugesagt, einen Redakteur aus der Berichterstattung zurückzuziehen. Der verantwortliche Redakteur für die Berichterstattung über den Landkreis Aurich ist auch nicht zurückgezogen worden“, heißt es darin. Im eigenen Blatt stellte die ON-Redaktion es genauso dar. Der Versuch des Landrats sei „erfolglos“ gewesen.
Alles in Ordnung also in Aurich? Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der Landrat hat, wie die ON klar stellen, mit seiner Intervention keinen Erfolg gehabt. Es gab ihn also, den Versuch. Mit keinem kritischen Wort aber würdigt das Blatt, noch würdigen es andere Blätter, dass der Landrat offensichtlich mit dem Ziel zum Telefonhörer griff, einen missliebigen Redakteur aus der Kreistagspolitik herauszukicken. Hallo?
Nur zur Erinnerung: Erfolglos war auch der Versuch von Christian Wulff, eine Veröffentlichung der „Bild“-Zeitung über die Umstände seines Hauskaufs per Anruf beim Chefredakteur zu verhindern. Doch allein der Versuch verursachte einen medialen Aufschrei, welcher der Anfang vom Ende des Bundespräsidenten war. Nun muss der Landrat vielleicht nicht gleich zurücktreten, peinlich genug ist die Sache ja sowieso. Dass der Politiker in den Medien so gänzlich ungeschoren davonkommt, das ist das eigentlich Überraschende an dieser Posse. Es ist wohl so: In Ostfriesland regt man sich einfach nicht so leicht auf wie in Berlin.
Das Medienmagazin Zapp berichtete am 14. August über die Affäre: Zum Beitrag
Der Landkreis Aurich hat inzwischen eine Presseerklärung zum Thema abgegeben. Darin heißt es unter anderem:
Entschieden weist der Landrat Behauptungen zurück, er habe versucht, Einfluss auf die Berichterstattung der Ostfriesischen Nachrichten zu konkreten Sachverhalten zu nehmen. „Nach meinem Eindruck war aber aufgrund der inneren Einstellung eines einzelnen Journalisten der Ostfriesischen Nachrichten eine objektive Berichterstattung über Angelegenheiten des Landkreises nicht in jedem Fall gewährleistet“, erklärt Weber. Er habe es daher als sein gutes Recht und auch als Verpflichtung angesehen, auf eine solche sachliche und faire Berichterstattung hinzuwirken. Daher habe er, wie es vom Chefredakteur der Ostfriesischen Nachrichten, Ralf Klöker, ausgedrückt wurde, ein „Krisengespräch“ mit ihm geführt. Weitere persönliche Gespräche habe es in dieser Angelegenheit, wie es auch Herr Klöker schon erklärt habe, nicht gegeben.
Dass er sich mit der Chefredaktion der Ostfriesischen Nachrichten in Verbindung gesetzt habe, sei auch in der Politik seit langem bekannt gewesen. Wenn die Grünen dieses Thema nun mit der aktuellen Datenproblematik verquicken, sei dies nur mit dem Bundestagswahlkampf zu erklären.
Die ganze Pressemitteilung hier beim NDR
Zweieinhalb Jahre Friesenblog – und 50.000 Klicks
Zugegeben, andere Seiten machen das an einem Tag. Aber Bild und Spiegel wollten wir sowieso nicht das Wasser abgraben. Friesenblog hat heute 50.000 Aufrufe erreicht. Danke an alle Follower!

Foto (c): Helmut Burlager
Intensive Porträts alter Menschen
Respekt – Das Buch zur Serie
Jever – Sie sind ganz gewöhnliche Menschen, begegnen uns auf der Straße oder beim Einkaufen. Wir wissen nichts über sie, weil wir keine Gelegenheit hatten, etwas über sie zu erfahren. Dabei hätten sie viel zu erzählen, die Frauen und Männer aus der Kriegsgeneration, die das Land in Schutt und Asche liegen sahen und dann die Ärmel aufgekrempelt haben, um es wieder aufzubauen. Und die auf Erlebnisse und Erfahrungen zurückblicken können, welche die Nachkriegs-Wohlstandskinder folgender Generationen allenfalls aus Filmen und Büchern nachempfinden, aber kaum wirklich begreifen können.

Respekt vor solchen Lebensläufen und vor dem Alter überhaupt zu wecken und die Erinnerungen nicht verloren gehen zu lassen, ist das Anliegen des Buches „Respekt“, das 53 Porträts alter Menschen aus dem Jeverland vereinigt.Vier Autoren, Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz, sowie eine Fotografin, Sigrid Kasdorf, schufen intensive, anrührende Porträts von Menschen ab 75. Vom Hilfsarbeiter, der trotz einer traurigen Kindheit und ohne die Chance auf eine Berufsausbildung am Ende seinen Weg macht, bis zum Landtierarzt, der sein Leben lang nebenbei wissenschaftlich forscht und veröffentlicht. Von der Kunsterzieherin, die einst als Model ihr Studenteneinkommen aufbesserte, bis zur Ostpreußin, deren Lebensweg im Zickzackkurs durch Deutschland, Frankreich, Amerika bis ins Jeverland führt und die sagt: „Geradeaus kann jeder!“
Die Fotografin:
Sigrid Kasdorf (58) arbeitet freiberuflich in ihrem eigenen Atelier in ihrer Heimatstadt Jever. Sie erlernte das Fotografenhandwerk bei „Foto Krüger“. Nachdem sie an zahlreichen Orten in Deutschland und im Ausland gewohnt und gearbeitet hatte, kehrte sie 2005 nach Jever zurück und eröffnete ihr Studio . Sie arbeitet außerdem im „Fotoforum“, einer Gruppe von Fotokünstlern im Künstlerforum Jever, mit.
Die Autoren:
Brigitte Meiners (57) aus Jever ist freiberufliche Autorin. Geboren in Münster/Westfalen, studierte sie Deutsch und Geschichte. Nach einer Ausbildung zur Journalistin war sie 13 Jahre lang hauptberuflich für den „Anzeiger für Harlingerland“ tätig. Seit 2004 ist sie Realschullehrerin in Friedeburg, veröffentlicht aber weiter als freie Journalistin.
Cornelia Lüers (41) aus Jever stammt aus Halle/Saale. Sie volontierte ab 1990 bei der Zeitung „Der Neue Weg“. Nach der „Wende“ kam sie nach Friesland und war ab 1992 als Redakteurin beim „Anzeiger für Harlingerland“ tätig. Sie wechselte 1998 zum „Jeverschen Wochenblatt“, wo sie für das Ressort Stadt Jever verantwortlich zeichnet.
Helmut Burlager (56) wurde in Brinkum (Ostfriesland) geboren, volontierte ab 1975 bei der „Ostfriesen-Zeitung“ in Leer und wechselte 1977 nach der Ausbildung und kurzer Redakteurstätigkeit nach Jever in die Wochenblatt-Redaktion, die er seit 1994 leitet. Studium der Publizistik von 1988 bis 1993 an der Freien Universität Berlin.
Christoph Hinz (49) aus Bockhorn kam in Oldenburg zur Welt und wuchs in Rastede auf. Er studierte von 1986 bis 1990 Germanistik und Geschichte, arbeitete als Alten- und Krankenpfleger, absolvierte eine Journalistenausbildung für Radio, TV und Print und kam nach dreijähriger Selbstständigkeit im Jahr 2000 zum Jeverschen Wochenblatt. Nach einem Volontariat wurde er 2002 Redakteur.
Das Buchprojekt „Respekt“ wurde unterstützt von der Tageszeitung „Jeversches Wochenblatt“, von der Fresenia-Loge zu Jever im Deutschen Odd Fellow-Orten sowie von der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland.
Respekt. Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland. 112 Seiten, 55 Fotos, Format 17×24 cm, Hardcover mit Fadenheftung, Preis 15,90 Euro. Gesamtherstellung Brune-Mettcker Druck und Verlags-GmbH, 2013.. Hrsg.: Fresenia Loge zu Jever. ISBN 978-3-87542-079-1
Zu bestellen HIER
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Alle Kriterien für eine Nachricht erfüllt: Nähe, Überraschung, Konflikt, Tragweite, Relevanz, Relevanz, Relevanz…
Wikipedia: Nachrichtenwert
Landkreis Friesland wieder auf Facebook
Ab sofort online ist die neue Fanpage des Landkreises im sozialen Netzwerk Facebook, das allein in Deutschland 25 Millionen Menschen nutzen. Wegen widerstreitender Rechtsmeinungen zum Datenschutz war Friesland 2011 vorsichtshalber ausgestiegen – hat jetzt aber Rückenwind vom Innenministerium bekommen.
„Wir sind zurück an Bord!“, sagt Landrat Sven Ambrosy zum Neustart des Landkreises auf Facebook. „Unsere neue Facebookseite rundet unser Angebot ab – von Briefen und Anrufen über unsere Webseite und unser Beteiligungsportal LiquidFriesland bis hin zu sozialen Netzwerken, wir kommen mit unseren Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.“ Viele Nutzer, so Ambrosy, hätten sich einen Wiedereinstieg des Landkreises bei Facebook gewünscht. 2011 hatte der Landkreis angesichts wiederstreitender Rechtsmeinungen zum Datenschutz vorsichtshalber das Netzwerk Facebook verlassen und auf eine schnelle rechtliche Klärung gehofft. Diese Klärung ist leider bis heute nicht da. Das Innenministerium des Landes Niedersachsen als oberste Kommunalaufsicht hat dem Landkreis aber in einem Schreiben Ende 2012 Rückendeckung gegeben. Facebook war und ist hinsichtlich des Datenschutzes in der Pflicht. Auch der Landkreis Friesland appelliert an Facebook, hier nachzubessern. Verantwortlich dafür ist aber Facebook allein! Das Innenministerium unterstreicht diese Position in seinem Schreiben: Kommunalrechtlich bestehen grundsätzlich keine Bedenken gegen das Betreiben von Fanpages in Facebook durch Kommunen.“
Hinsichtlich der unterschiedlichen Rechtsmeinungen zum Datenschutz schreibt das Innenministerium: „Aus hiesiger Sicht erscheint es jedoch vertretbar, eine Mitverantwortlichkeit des Betreibers einer Fanseite zu verneinen“. Das bedeutet: Für den Datenschutz ist Facebook allein verantwortlich. Ein einzelner Nutzer wie der Landkreis Friesland hat keinen Einfluss darauf. Diese Einschätzung sieht der Landkreis Friesland als solide Grundlage seiner obersten Kommunalaufsicht für die Entscheidung, wieder eine Fanpage zu betreiben. Unabhängig davon können und sollten private Nutzer vorsichtig mit ihren Daten umgehen und die Sicherheitseinstellungen nutzen, die Facebook ihnen bietet!
„Wir versprechen eine Facebookseite mit vielen spannenden Informationen, und wir freuen uns auf den Kontakt zu den Nutzern“, so blickt Landrat Ambrosy auf den Start der neuen Seite. Auch im Austausch zwischen seiner Online- Beteiligungsplattform LiquidFriesland (www.liquid-friesland.de) und der neuen Facebookseite sieht der Landkreis großes Potenzial. Facebook-Nutzer könnten sich so noch schneller über aktuell von Bürgern diskutierte kommunalpolitische Themen informieren und dann auf LiquidFriesland auch selbst abstimmen.
Link zur Facebookseite: www.facebook.com/LandkreisFRI
Der Landkreis bei Twitter: @LandkreisFRI
Die Beteiligungsplattform des Landkreises: https://www.liquid-friesland.de/
Das Buch ist da!
52 Folgen der Zeitungsserie „Respekt“ im Jeverschen Wochenblatt haben im Jahr 2012 die Menschen bewegt, und seit dem 20. März sind in jeverschen Geschäften die großformatigen Porträtfotos alter Menschen zu sehen, die wiederum viel Aufmerksamkeit erregen. An diesem Sonnabend nun kommt das Buch zur Serie in den Handel: „Respekt. Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland“ fasst die 52 Beiträge über 53 Jeverländer, die 75 und älter sind, in überarbeiteter Form mit brillantem Druck der Porträtbilder noch einmal zusammen.
Autoren des Buches sind die Journalisten Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz sowie die Fotografin Sigrid Kasdorf. Es entstand in Zusammenarbeit des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia Loge zu Jever und der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland. Herausgeber des Bandes ist die Fresenia Loge.
Das Buch hat 112 Seiten, Format 17×24 cm, Hardcover mit Fadenheftung, es kostet 15,90 Euro. Es ist in den Geschäftsstellen des Jeverschen Wochenblatts und im Buchhandel erhältlich.
ISBN 978-3-87542-079-1
Mein kleines Problem bei Facebook
Nur mal so zur Klarstellung: Wenn ich auf der Facebook-Seite eines Bürgermeisterkandidaten „gefällt mir“ klicke und die beiden anderen Kandidaten zu meinen „Freunden“ zähle, dann zeigt sich mal wieder, wie beschränkt FB in seinen Möglichkeiten ist. Bei google+ kann ich diesen Personen die Eigenschaften: Freunde, Familie, Bekannte, Kollegen, „Nur folgen“ und noch unzählige selbst kreierte Kategorien zuordnen, ohne dass der Betroffene oder Außenstehende erfahren, wie ich denjenigen oder diejenige einsortiert habe und persönlich zu ihm oder ihr stehe. Macht das jemand mit mir, erfahre ich nur, dass ich zu den „Kreisen“ desjenigen oder derjenigen gehöre, aber nicht, ob ich sein Freund bin oder er mich vielleicht unter seiner Rubrik „Pfeifen“ einsortiert hat.
Auf Twitter ist man einfach „Follower“ oder wird gefolgt (oder verfolgt?). Das ist jedenfalls neutral. Will ich auf Facebook jemandem folgen, was mir bei den Bürgermeisterkandidaten im bevorstehenden spannenden Wahlkampf in Jever natürlich wichtig ist, muss ich ihn zum „Freund“ machen oder „gefällt mir“ klicken, obwohl ich der Welt gar nicht zeigen will, ob mir einer der (bislang) drei überhaupt gefällt oder einer von ihnen zu meinen Freunden zählt. Was übrigens nicht der Fall ist. Und wer mir gefällt, das verrate ich am 22. September – meinem Stimmzettel!
„Respekt“ – Lebensgeschichten sind zu einem Stück Zeitgeschichte geworden

Jever – Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Bundesinnenminister a.D. Rudolf Seiters, hat dem Zeitungs-, Buch- und Ausstellungsprojekt „Respekt“ größten Respekt gezollt. Als Festredner war der prominente Emsländer am Freitag, 15. März, zu der Abschlussveranstaltung gekommen, in der das Buch zur Serie vorgestellt wurde. Im vergangenen Jahr waren im Jeverschen Wochenblatt 52 Folgen mit Porträts alter Menschen aus dem Jeverland erschienen. Die Texte und Bilder liegen nun zusammengefasst in einem Buch vor, das demnächst in den Verkauf geht, und in dieser Woche beginnt eine Ausstellung mit mehr als 50 Fotografien der Fotografin Sigrid Kasdorf. Die Porträtbilder werden in jeverschen Geschäften gezeigt.
Rudolf Seiters lobte ebenso wie die stellvertretende Landrätin des Kreises Friesland, Marianne Kaiser-Fuchs, das Engagement der an dem Projekt Beteiligten. Das waren neben dem Jeverschen Wochenblatt die Fresenia-Loge zu Jever, die nicht nur die Idee eingebracht, sondern auch die gesamte Organisation des Projekts übernommen hat, und der Landkreis Friesland, dessen Seniorenbeauftragte Nantke Ihnen aktiv daran mitarbeitete, und der das Buch und die Ausstellung mitfinanziert.
Für die Senioren, die in der Reihe porträtiert wurden, würdigte Hans-Georg Drescher aus Schortens die Arbeit des Autorenteams, das ein „Geschichtsbuch“ geschaffen habe. Lebensgeschichten seien hier zu einem Stück Zeitgeschichte geworden.
Hier die Rede von Hans-Georg Drescher im Wortlaut:
Wir waren damit beschäftigt zu überleben
Strategien gegen den Papierkorb oder: Wie Sie Medien richtig ansprechen
Sie sind für die Pressearbeit eines Vereins, einer Firma verantwortlich? Sie sollen zum Pressesprecher ernannt oder gewählt werden und hatten noch nie mit Zeitungen zu tun? Sie haben Probleme mit der örtlichen Redaktion? Vielleicht kann Ihnen dieser Vortrag weiterhelfen, den ich bei verschiedenen Vereinen und Clubs gehalten habe. Er gilt nicht für jedes Medium, vermittelt aber in einfachen Statements ganz allgemeine Erfahrungen über das Zusammenspiel gerade von Vereinen, Verbänden und Firmen mit Lokalredaktionen. Hier geht es weiter:
Wie Sie die Medien richtig ansprechen
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