Die Regionalgesellschaft „JadeBay“ hat ihren Internetauftritt aufgefrischt, recht ungewöhnlich kommen die „Pixelpartner“ jetzt daher. Besonders gefällt mir natürlich das sympathische PixPar-Porträt von Katharina Guleikoff, Redaktionsleiterin von Radio Jade. „Es ist wichtig zu zeigen, dass das hier eine gute Region in Deutschland ist, in der man gut leben und arbeiten kann“, sagt sie. Zum Porträt…
Tag 229 | Herr Je
Eine interessante und durchaus beklemmende Dokumentation im Ersten zeigt, wie Menschen (vor allem junge) in die Fänge evangelikaler Glaubensgemeinschaften mit ihrem verqueren Weltbild geraten. Mission unter falscher Flagge. Genauso interessant sind die heftigen Reaktionen darauf, dokumentiert und beantwortet von den Autorinnen des Beitrags, nachzulesen hier.
Tag 228 | Helfen

Der Oberkirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg stellt der Diakonie Katastrophenhilfe 5000 Euro als Soforthilfe für die humanitäre Hilfe für Menschen im Nordirak zur Verfügung. Das Hilfswerk versorgt vertriebene Familien in den kurdischen Städten Dohuk, Erbil und Suleimaniyah mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln. Die Organisation will ihre Hilfe für die Menschen in der gesamten Region in den kommenden Monaten weiter ausweiten.
Gleichzeitig ruft Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk die Kirchengemeinden der Oldenburger Kirche und die Bevölkerung auf, die Betroffenen angesichts der dramatischen Lage mit Kollekten, Spenden und Fürbitten zu unterstützen. „Die Berichte, die uns über die humanitäre Katastrophe erreichen, die sich seit Wochen im Norden des Irak ereignet, erschüttern und erschrecken. Für die vom islamistischen Terror verfolgten und ermordeten Christinnen und Christen, Jesiden und andere Minderheiten ist jede Form humanitärer Hilfe dringend notwendig. Allen Menschen in Not gilt unsere Hilfe, unser Gebet und unser Mitgefühl.“
Der schnelle Vormarsch der Kämpfer des Islamischen Staates (IS) im Nordirak hat in den vergangenen Tagen laut Angaben der Vereinten Nationen etwa 200.000 Menschen in die Flucht getrieben. Insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten, wie Christen und Jesiden, müssen überstürzt fliehen.
Bereits seit Beginn der IS-Offensive im Juni arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe mit lokalen Partnerorganisationen im Nordirak zusammen, um die Situation der Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und aufnehmenden Gemeinden zu verbessern. Der Vormarsch der IS-Kämpfer und die sich schnell verschiebenden Kampfeslinien bringen aktuell Gefahren für Flüchtlinge und Helfende mit sich.
Rita Szekely, Projektkoordinatorin im Regionalbüro Istanbul der Diakonie Katastrophenhilfe, berichtet: „Die Not dort ist so groß wie nie. Die Familien finden zwar Zuflucht unter anderem in Schulen und Kirchen. Dort werden notdürftig mit Stoff Räume abgeteilt und die Menschen leben auf sehr engem Raum. Viele Vertriebene ziehen nach einigen Tagen weiter, um eine sicherere und bessere Unterkunft zu finden. Für unsere lokalen Partner ist die Verteilung daher eine große Herausforderung.“
Spendenkonto:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Darlehnsgenossenschaft Kiel,
Konto: 502502, BLZ 210 602 37
IBAN: DE26210602370000502502, BIC: GENODEF1EDG,
Stichwort: Irak
Tag 227 | Offener Brief

In einem offenen Brief wirbt Horst von Bassewitz, Architekt und Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, beim Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner eindringlich für den Erhalt der Südzentrale in Wilhelmshaven. Gerade in einer von den Verlusten des Zweiten Weltkrieges so stark betroffenen Stadt dürfen die noch erhaltenen Geschichtszeugnisse nicht aufgegeben werden. Die Südzentrale entstand 1908-12 neben der Kaiser-Wilhelm-Brücke als Energieversorgungszentrale für den wachsenden Hafen Wilhelmshaven.
Von Bassewitz appelliert an die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Politik und fordert diese auf „weitere Planungsschritte und politische Entscheidungen grundsätzlich im Bewusstsein der Achtung vor den Leistungen und Entscheidungen ihrer Vorgänger zu treffen“. Die intensiven und engagierten Diskussionen der Bürgergesellschaft über den Umgang mit dem historischen Erbe dürften bei den Entscheidungen der Kommune nicht unberücksichtigt bleiben.
Das bereits 1994 vom Bund an private Investoren verkaufte Gebäude ist seither dem Verfall preisgegeben. Alle bisherigen Pläne zur Erhaltung scheiterten, die Stadt Wilhelmshaven sieht sich nicht in der Lage, das Kraftwerk zu übernehmen. Die BGI Unternehmens- und Immobilienbeteiligungs GmbH in Ibbenbüren will das Gebäude nun abreißen und das Gelände neu entwickeln. Für eine gewerbliche Nutzung ist eine Bebauungsplanänderung für das derzeitige Sondergebiet Hafen notwendig.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu der wohl größten privaten Initiative in der Denkmalpflege in Deutschland entwickelt. Nur dank des großen bürgerschaftlichen Vertrauens kann sie ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Denkmalpflege leisten.
Hier der Brief im Wortlaut
Tag 226 | Der Schrei

Aufnahme: Archiv Dr. Gerd Presler
Als Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“ zu Beginn des Jahres 2012 in New York für 119,9 Millionen US Dollar versteigert wurde, bewahrheitete sich, was schon lange bekannt war: Munchs „Schrei“ ist das berühmteste und meist reproduzierte Gemälde des 20. Jahrhunderts. Was die wenigsten wissen: Das Werk durchlief eine mehrjährige Entstehungsgeschichte. Munch entwickelte das Thema aus skizzenhaften Anfängen Schritt für Schritt bis zur heute weltweit bewunderten Vollendung. Fünf Fassungen sind bekannt. Eine wurde noch nie öffentlich gezeigt. Prof. Dr. Dr. Gerd Presler, Munch-Experte, kennt das Gemälde.
Im Rahmen eines Vortrags am Sonntag, 24. August, um 11.30 Uhr in der Galerie „Kunstraum“ in der Kuranlage Deichhörn in Dangast wird er mit beeindruckendem Bildmaterial alle Fassungen vorstellen und die Entstehungsgeschichte der Öl- und Pastellbilder darlegen.
„Der Schrei“ gilt als erstes Bild des Expressionismus und zugleich als Meisterwerk dieser Epoche. Neben Öl und Pastellausführungen existieren Lithographien des Bildes. Im Vordergrund des Bildes steht ein Mann mit leeren Augen, der sich die Hände an die Ohren hält. Sein Mund ist geöffnet als lautloser Ausdruck seines Entsetzens.
Spannend daran ist auch, dass das berühmte Motiv in den Skizzenbüchern Munchs noch nicht kurz als „Der Schrei“ benannt wurde, sondern Munch die Bildidee zunächst als „das Geschrei der Natur“ betitelte. Handschriftliche Äußerungen Munchs vom Januar des Jahres 1892 beschreiben eine Szene, in der der Künstler mit Freunden bei Sonnenuntergang spazieren geht. In dieser Situation fühlte er „das große Geschrei durch die Natur“ und Angst überkam ihn. Dieses Gefühl verewigte er in den Fassungen von “Der Schrei”, sie beschreiben die Verzweiflung und die existentielle Angst des Menschen der Moderne ebenso wie Gefühle gegenüber den Naturmächten. Damit ist das Thema im Begleitprogramm der Ausstellung über Franz Radziwill und die Natur bestens untergebracht.
Gerd Presler wohnt bei Karlsruhe, ist Kunsthistoriker, insbesondere Experte von Deutschem Expressionismus, Radziwill und Munch und er hat kürzlich das Werkverzeichnis von Munchs Skizzenbüchern erstellt.
(Quelle Text und Bild: Franz-Radziwill-Gesellschaft)
Tag 225 | Zurück
Sorry, Friesenblog war einige Tage offline. Rückreise und Mangel an Zeit und W-Lan und so. Und jetzt muss ich erst mal den Temperatursturz verdauen. Fühle mich wie in der Urlaubsanbieter-Werbung. „Schatz, welchen haben wir heute?“ „Ich glaube November…“ Bei 13,5 Grad frieren einem ja glatt die Gehirnzellen ein…
Die fehlenden Beiträge werde übrigens nachgeliefert, versprochen!
Tag 224 | Ausgeladen
Eine Facebook-Gruppe, die sich „Jever aktuell“ nennt, hat sich das Wort von Voltaire zum Motto gemacht: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst“. So tolerant ist man nicht überall im Nordwesten. Sogar die „Süddeutsche“ hat einen Vorgang im Emsland aufgegriffen, der ein bisschen sprachlos macht: Erklärungsnot nach Redeverbot
Tag 223 | Tagnummern
Nein, da kommt jetzt nicht Anzügliches. Es ist nur passiert, was ich immer befürchtet habe, ich bin durcheinander gekommen mit der Nummerierung der Tage im Jahr 2014. Das geschieht, wenn man mal nicht postet und es am nächsten Tag nachholen will und wieder nicht schafft. Dabei wäre es so einfach. Es gibt nämlich, wie ich jetzt festgestellt habe, im Internet Tabellen für so etwas. Tagnummern also, da kann man sie einfach ablesen. Und so müsste ich heute endlich wieder auf dem Laufenden sein.
Tag 222 | Wasser
Wenn ich übrigens aus Frankreich wie in jedem Jahr außer Roséwein, Kräutern der Provence, Seife und Olivenöl noch was mitbringen möchte, dann diesen Hinweis an die deutsche Gastronomie: In Frankreich gibt’s in jedem Restaurant zu jedem Essen und selbst wenn man nur einen Kaffee bestellt, automatisch oder in jedem Fall auf Nachfrage eine Karaffe oder ein Glas mit gekühltem Leitungswasser dazu. Nicht dass ein Franzose deshalb darauf verzichten würde, seinen Viertel Wein oder sein Glas Bier zum Essen zu bestellen. Aber Wasser gibt’s immer, nimmt jeder und – kostet nix. Nur mal so als Anregung.
Tag 221 | Interfriesisch
Die Meldung darf im Friesenblog natürlich nicht fehlen. „Der Interfriesische Rat lädt in diesem Jahr zur Mitgliederversammlung nach Jever ein. Am 12. und 13. September treffen sich die Abordnungen der drei Sektionen Nord, Ost und West in Jever…“, meldet das Jeversche Wochenblatt
