Was man beim Twittersurfen so alles erfährt. Heute ist der Tag des Umzugs, meldet die Website koeln.de. Scheint was dran zu sein, unsere Nachbarn gegenüber ziehen auch gerade aus.
Tag 242 | Ins Fernsehen
Einladung zu einer Pressekonferenz. Der Gastgeber meint es offenbar gut mit den Printjournalisten. Oder wie soll ich diesen Satz verstehen? „Über eine rege Teilnahme freuen wir uns auch aufgrund der Tatsache, dass sich der NDR mit einem Kamerateam angekündigt hat.“ Na besten Dank!
Tag 241 | Toyisten

Grell, bunt, formenreich. Die Kunstrichtung des Toyismus ist nicht zu übersehen – zumindest nicht im niederländischen Emmen, wo ein Hotel und ein Gastank von Toyisten bemalt worden sind. Jetzt kommt der Toyismus auch nach Deutschland. Der Lions Club Jever präsentiert die Künstlerbewegung am Donnerstag, 11. September, um 18 Uhr im Immobilien- und Finanzzentrum der Volksbank Jever mit einer nur wenige Stunden dauernden Ausstellung, einem Vortrag und der Vorstellung eines druckfrischen Kunstkalenders für das Jahr 2015. Die Aktion entstand in Koproduktion mit dem Lions Club Emmen (NL), der seit 25 Jahren partnerschaftlich mit dem Serviceclub in Jever verbunden ist.
Die Bewegung der Toyisten ist vor gut zwanzig Jahren in Emmen entstanden, inzwischen ist sie weltumspannend – und ein wenig rätselhaft, denn alle Künstler treten nur unter einem Künstlernamen und in der Öffentlichkeit stets maskiert auf. Mehr darüber gibt es hier zu lesen: Grell und bunt und anders
Tag 240 | Eis schmilzt
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Tag 239 | Titel
Tag 238 | Schrei vor Glück II
Laut einer Meldung der Wirtschaftswoche soll Zalando Blogger bestochen haben. Für Links auf den Internethändler verteilten die Gründer, die Samwer-Brüder, angeblich „tausende Gutscheine für den Gratiseinkauf“, meldet Ad Hoc News unter Bezug auf die WiWo. Nun muss sich jeder Blogger fragen, ob er solche Geschäfte machen will; für die Journalisten unter ihnen sollte sich das von selbst verbieten. Und für den Friesenblog, der auch schon mal auf ein Video von Zalando verlinkt hat (nämlich hier), sei klargestellt: Es hat dafür keinen Einkaufsgutschein und überhaupt null Kontakt mit dem Unternehmen gegeben. Garantiert!
Nachtrag: Zalando hat auf die Kritik inzwischen reagiert und stellt die Bestechung von Bloggern mit Einkaufsgutscheinen als etwas ganz Selbstverständliches dar, auch wenn es den Begriff „Bestechung“ in dem Zusammenhang ablehnt. Es sei ein Instrument zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Soso…
Tag 237 | Weitblick
Planen mit dem sprichwörtlichen „nautischen Weitblick“, das ermöglicht der Viermonatskalender der Seenotretter auch für das Jubiläumsjahr 2015. Erneut kooperiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Bremer Unternehmen „terminic“, einem der führenden Kalenderhersteller Europas. Dank dessen großzügiger Unterstützung liegt der Spendenanteil bei rund 80 Prozent. Der Erlös kommt direkt dem Seenotrettungsdienst an unseren Küsten zugute.
Im kommenden Jahr wird die DGzRS 150 Jahre alt. Der Viermonatskalender 2015 der Seenotretter trägt deshalb ein ganz besonderes Motiv: Das historische Ruderrettungsboot „August Grassow“ des Vereins Historische Seenotrettung in Horumersiel und der moderne Seenotkreuzer „Vormann Steffens“sind gemeinsam zu sehen, symbolisch für die technische Entwicklung im Seenotrettungsdienst. Das Jahr 2015 steht für die Seenotretter ganz im Zeichen ihres Jubiläums. Mit einer „Woche der Seenotretter“ vom 29. Mai bis 4. Juni 2015 in Bremen und Bremerhaven begeht die DGzRS ihr 150-jähriges Bestehen. Gemeinsames Ziel von DGzRS und „terminic“ ist es, möglichst viele Unternehmen zu gewinnen, anstelle herkömmlicher Betriebskalender auf den speziellen Seenotretter-Kalender zurückzugreifen.
Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Zuwendungen finanziert. Der Viermonatskalender kostet pro Stück 6,50 Euro zzgl. Versandkosten, ab 100 Stück fünf Euro. Zu beziehen ist er im Seenotretter-Shop im Internet. http://seenotretter-shop.de/viermonatskalender-2015.html
Mehr zum DGzRS-Jubiläum: www.150-jahre-seenotretter.de
Tag 236 | Gedicht
Heute mal was fürs Bildungsbürgertum (lach…) und ein Schnappschuss aus dem Sielhafen Carolinensiel:

Und wandte mich vom Tand der Welt in Eile weg!
Von frost’ger Nüchternheit, von grübelnder Vernunft,
Wie sehn ich mich davon, aus langer Weile, weg!
Sagt ihr mir Schlimmes nach, so sagt ich’s im voraus,
Und nahm euch diesen Ruhm zum besten Teile weg:
Ich zöge gern den Weg, den eure Tugend bahnt,
Doch blieb ich stets davon um eine Meile weg;
Denn wer zur Scheibe sich, zum Ziel die Sonne wählt,
Der sendet stets umsonst die leichten Pfeile weg!
Nun aber, Dichter, schweig und laß der Welt den Lauf,
Und was ihr nicht behagt, vertilge, feile weg!
August Graf von Platen, 1834
Tag 235 | Engelreich
Von Julia Grimm
„Es ist geschafft.“ Mit den Worten sprach der mission:lebenshaus-Geschäftsführer Pastor Uwe Mletzko allen Förderern, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen des neuen Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospizes Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven förmlich aus der Seele. Die Einrichtung für schwer erkrankte Kinder vom Säuglingsalter bis 24 Jahren wurde am Freitag, 22. August 2014, feierlich eingeweiht.

Zehn Monate lang wurde das ehemalige Polizeigebäude an der Kurt-Schumacher-Straße kernsaniert, fast sämtliche Wände versetzt alle Kabel neu verlegt und 350 Tonnen Bauschutt weggefahren. „Zu Spitzenzeiten waren wohl 60 bis 70 Handwerker auf der Baustelle unterwegs“, so Bauherr Bodo Behnke von FDS Immobilien, der Uwe Mletzko, Hospizleiterin Irene Müller, Angelika Reichelt und Pflegedienstleiterin Sabine Tepaß-Boldt den symbolischen Schlüssel überreichte.
Mit der feierlichen Eröffnung und Segnung des Hauses kann sich das Projekt „Kinder- und Jugendhospiz vor den Toren der Nordsee“ jetzt seiner eigentlichen Aufgabe widmen. Im Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich läuft seit Mittwoch, 20. August 2014, der Betrieb. Während knapp 200 geladene Gäste den Rednern und der Band „Musica Butjensis“ im Seminarraum folgten, ging der Hospizalltag im Hauptgebäude mit den ersten betroffenen Familien weiter. Frieslands Landrat Sven Ambrosy erinnerte daran, dass es vor kurzem erst Urteile gab, in denen Seniorenanlagen nur in Gewerbegebieten entstehen dürften. „Es ist wichtig, dass es solch einen Ort mitten im Leben gibt“, hielt er dagegen.
Das 2200 Quadratmeter große Projekt bewegte in den vergangenen Wochen und Monaten nicht nur intensiv die Mitarbeiter der mission:lebenshaus gGmbH als Träger des Hospizes, sondern auch die Menschen aus Wilhelmshaven, Friesland und Ostfriesland. Nach einem großen Spendenlauf in Jever pilgerten am vergangenen Samstag zum Tag der offenen Tür mehr als 4500 Besucher und begutachteten zum ersten Mal die neuen Räumlichkeiten. Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner, Petra Gottschalk als Vorsitzende des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz und Pastor Manfred Meyer vom Diakonischen Werk erinnerten daran, welch große Aufgaben und Lasten den Kinderhospizmitarbeitern mit den Sorgen der betroffenen Familien und den Erkrankungen der jungen Gäste in Zukunft bevorstehen. Sie schenkten ihnen in ihren Worten aber auch das Vertrauen, die Aufgaben zu meistern. Sabine Kraft als Vorsitzende des Bundesverbands Kinderhospiz musste spontan ihren Besuch absagen. Den wohl wichtigsten Teil der feierlichen Eröffnung übernahm Kreispfarrer Christian Scheuer mit der Segnung des Hauses. Er schenkte Pastor Uwe Mletzko und Hospizleiterin Irene Müller einen Pinsel, mit dem jederzeit das christliche Kreuz an den richtigen Platz an der Wand verewigt werden kann. „Am Ende bleiben unsere Gedanken bei denen, die Unterstützung brauchen“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies in seinem Grußwort.
Tag 234 | Sprache
Man ist ja hin- und hergerissen angesichts der Frage, ob und wie Deutschland sich im Konflikt im nahen und mittleren Osten engagieren soll. Nichts tun ist auch keine Alternative. Aber ein Beitrag von Ulrich Kasparick über die verräterische Sprache macht auch wieder nachdenklich. Beobachtungen eines Zeitungslesers
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