Von der Straßenverkäuferin zur Hühnerzüchterin

Celina Yelpoe und Moses Lambon aus Ghana kommen nach Jever

Kreditbetreuer und  Klientin erzählen von ihren Erfahrungen mit Mikrokrediten.

Celina Yelpoe hat mit Mikrokrediten eine Hühnerfarm aufgebaut. Foto: OID
Celina Yelpoe hat mit Mikrokrediten eine Hühnerfarm aufgebaut. Foto: OID

Jever – „It is freezing cold here!“, schnatterten Celina und Moses, als sie vor einigen Tagen am Frankfurter Flughafen landeten. Gegen die Kälte sind die beiden mittlerweile aber mit dicken Winterjacken gewappnet. Celina Yelpoe und Moses Lambon aus Ghana sind zweieinhalb Wochen lang in Deutschland unterwegs und erzählen in etlichen Veranstaltung der Entwicklungshilfeorganisation Opportunity International von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Mikrokrediten. Auf Einladung des Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity kommen sie am Dienstag, 12. November, nach Jever. Ab 18.30 Uhr geben sie im Evangelischen Gemeindehaus, Am Kirchplatz 13, Einblicke in ihr Leben in Westafrika.

Moses Lambon. Wenn er einen Fluss überquert, um zu seinen Klienten zu gelangen, nimmt er sein Motorrad mit. Foto: OID
Moses Lambon. Wenn er einen Fluss überquert, um zu seinen Klienten zu gelangen, nimmt er sein Motorrad mit. Foto: OID

Können Sie sich jemand vorstellen, dass ein Bankmitarbeiter hierzulande mit einem Kanu einen Fluss überquert, um zu seinen Kunden zu gelangen? Für Moses Lambon ist das völlig normal. An Bord hat er meist sogar noch sein Motorrad, denn mit der Überquerung des Flusses ist es in der Regel nicht getan. So liegen zwischen dem Mitarbeiter von Opportunity International und seinen Klienten häufig sehr große Distanzen, die er dann noch mit dem Motorrad zurücklegt. Er nimmt dies aber gern auf sich. Denn er weiß, dass er mit seiner Arbeit einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, die Frauen in Ghana zu befähigen, sich selbst aus der Spirale der Armut zu befreien – und das effektiv und langfristig.

Celina Yelpoe, die mit ihm nach Deutschland gekommen ist, bezeichnet er als besondere „Erfolgsstory“. Und das ist die dreifache Mutter in der Tat. Anfangs verkaufte sie ähnlich wie Tausende anderer Frauen in Ghana lediglich Kleinigkeiten, etwa Schokolade und Getränke, an der Straße. Damit konnte sie ihre Familie allerdings nur schwer über Wasser halten. Nachdem sie in Kontakt mit Partnerorganisation von Opportunity,  Sinapi Aba Trust, und somit auch mit Kreditbetreuer Moses gekommen war, nahm sie erstmals einen Mikrokredit auf.

Mit diesen umgerechnet 70 Euro, die Celina in den folgenden fünf Monaten von ihrem Einkommen an die Bank zurückzahlte, vergrößerte sie zunächst ihr Kleinunternehmen. Moses hielt stets Rücksprache mit ihr und schlug ihr schließlich vor, auf die Viehzucht umzusteigen, um noch mehr Einkommen zu generieren. Und das tat Celina dann auch. Mithilfe der Ratschläge eines Landwirtes baute sie sich eine Hühnerfarm auf, die mittlerweile bis zu 1000 Eier pro Tag abwirft. Ihr kleines Unternehmen läuft so gut, dass sie sechs Angestellte hat und damit nicht nur sich selbst und ihre Familie aus der Armut befreien konnte, sondern auch sechs weiteren Menschen aus Ghana eine berufliche Perspektive geben konnte.

Diese und zahlreiche weitere Geschichten verdeutlichten eines sehr klar: Die Herausforderungen an die Bevölkerungen in Ghana, um sich aus der Armut befreien zu können, sind enorm und vor allem vielschichtig. So lässt sich Moses Lambon durchaus als Kreditbetreuer und Sozialarbeiter in einer Person bezeichnen. Celina Yelpoe zeigt mit ihrer Geschichte, dass die Arbeit von Opportunity wirkt.

Der Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity International hat in den sechs Jahren seit seiner Gründung mehr als 500.000 Euro an Spenden für die Mikrofinanzorganisation eingeworben, die auf Hilfe zur Selbsthilfe statt auf Almosen  setzt. Das Geld, einmal in den Kreislauf der Mikrokredite gebracht, wirkt wieder und wieder.

Zu dem Informationsabend sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

www.oid.org

Der lange Weg von Jever nach Babelsberg

Nicolai Rohde, Tatort-Regisseur. Er stammt aus Jever.  Foto (c): Helmut Burlager
Nicolai Rohde, Tatort-Regisseur. Er stammt aus Jever.
Foto (c): Helmut Burlager

Der Tatort-Regisseur Nicolai Rohde hat seine Wurzeln in Friesland

Als am 6. Oktober im Vorspann des „Tatorts“ aus Ludwigshafen der Name des Regisseurs über den Bildschirm lief, hat niemand an Jever gedacht. Es sei denn, er wüsste, dass Nicolai Rohde früher einen anderen Namen trug. In einer anderen Zeit, in einer anderen Welt als die, in der er heute lebt, wuchs er nämlich als Nico Görs auf. In Jever, an der Schlachte. Nach langer Zeit kehrte der Filmemacher jetzt dorthin zurück. Erzählte von seinem langen Weg von Jever nach Babelsberg. Mehr lesen…

Eine Reise ins jüdische Ostfriesland

Broschüre lässt den einst so lebendigen Alltag der Juden in Ostfriesland wieder gegenwärtig werden

Aurich – Unter dem Titel „Reise ins jüdische Ostfriesland“ hat die Ostfriesische Landschaft eine Broschüre veröffentlicht, mit der das einst so lebendige jüdische Leben in Ostfriesland wieder gegenwärtig wird. Anlass der Publikation ist die Pogromnacht vom 9. November 1938, die sich zum 75. Mal jährt. Durch die Veröffentlichung wird es möglich, sich auf die Spuren jüdischen Lebens auf der gesamten Ostfriesischen Halbinsel zu begeben.

Die Broschüre "Reise ins jüdische Ostfriesland". Foto (c): Jantje Appel
Die Broschüre „Reise ins jüdische Ostfriesland“.
Foto (c): Jantje Appel

Auf den 67 Seiten der Broschüre können interessierte Leser auf viele Informationen und Veranstaltungsangebote zur jüdischen Kulturgeschichte in der Region zugreifen. Darin findet man auch 14 allgemeine Informationen, beispielsweise über das jüdische Gemeinde- oder Alltagsleben. Beschreibungen für individuelle Rundgänge zu 13 historischen Stätten vervollständigen die Entdeckungsreise durch das jüdische Ostfriesland. Persönlichkeiten, Alltagsgeschichten und Ereignisse aus Weener oder auf Norderney sind dort genauso aufgeführt, wie der jüdische Friedhof in Jever oder ein Rundgang durch Wilhelmshaven. Die Schrift erzählt auch von besonderen jüdischen Persönlichkeiten, wie der gebürtigen Norderin Recha Freier, die Tausenden jüdischen Kindern zur Flucht nach Palästina verhalf oder dem Schützenkönig Simon Oppenheimer, der 1902 von der Schützencompagnie Esens von 1577 zu ihrem König gekürt wurde.

21 Kultureinrichtungen, davon neun Museen und fast alle ehemaligen Synagogenstandorte, zeigen in ihren Ausstellungen und Projekten, wie ein Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Eine musikalische Besonderheit bildet die Konzertreihe der Folkgruppe „Laway“. Das Ensemble präsentiert erstmals die vertonten Verse des Holocaust-Überlebenden Iakovos Kambanellis auf Plattdeutsch, der Sprache, welche auch die ostfriesischen Juden sprachen.

Insgesamt neun von zehn Kultursparten sind bei dem Kooperationsprojekt „Reise ins jüdische Ostfriesland“ vertreten. „Gerade die Zusammenarbeit unterschiedlichster kultureller Bereiche hat uns bei diesem Projekt überzeugt und deshalb haben wir dieses gerne gefördert“, so Dr. Kathrin Höltge, Referatsleiterin beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt das Ausstellungsprojektes „Haggadah, Kunst zum jüdischen Pessach-Buch“, das in der Knesset, dem Parlament des Staates Israel im Mai 2014, präsentiert wird.

„Reise ins jüdische Ostfriesland“ ist ein großes gemeinsames Projekt im Rahmen des dritten kulturtouristischen Themenjahres „Land der Entdeckungen 2013“. Dieses umfasst die gesamte Ostfriesische Halbinsel; vom Ammerland bis zu den Inseln, vom Dollart bis zum Jadebusen. „Mit der Broschüre ist uns die Stärkung der Vernetzung und die regionenübergreifende Zusammenarbeit besonders gelungen“, so Helmut Collmann, Präsident der Ostfriesischen Landschaft. „Die Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet, England und den Niederlanden ermutigen uns, auf diesem Weg weiter zu gehen“, so Collmann weiter.

Lions Clubs unterstützen die Seenotretter

Tonnen an Münzen für den guten Zweck

Jever – Seit der Einführung des Euro klimpern nicht mehr ganz so viele Fremdwährungs-Münzen in den Portemonnaies von heimkehrenden Urlaubern, doch immer noch bringen Reisende genug Hartgeld aus fremden Ländern mit nach Deutschland, dass sich das Einsammeln lohnt. Das tut der Lions-Club Jever unter der Federführung seines Mitglieds Udo König seit mittlerweile mehr als 25 Jahren, und die Spendenbüchsen mit dem Logo der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die König in Bankfilialen aufstellt, werden immer noch gut gefüttert.

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Die Lions-Präsidenten Jan Scherf (Jever) und Henk Zilverberg (Emmen) sowie der Clubbeauftragte für die DGzRS-Sammlung Udo König übergaben dem Leiter des Informationszentrums Nordwest der DGzRS, Hans-Joachim Katenkamp, eine Spende von 3250 Euro für die Arbeit der Seenotretter. Foto (c): Helmut Burlager

Der Präsident des Lions-Clubs, Jan Scherf, übergab dem Leiter des Informationszentrums Nordwest der DGzRS, Hans-Joachim Katenkamp, am Mittwochabend in Jever eine weitere große Spende der Lions. Die hatten das ohnehin gute Ergebnis der Sammlung noch einmal aufgestockt, und die Freunde aus dem holländischen Partnerclub in Emmen, die Mittwoch in Jever zu Gast waren, spendierten 250 Euro obendrauf, sodass Katenkamp 3250 Euro für die Arbeit der Seenotretter in Empfang nehmen konnte. Im Laufe der Zeit hat die Sammlung der Lions einige Tonnen an Fremdwährung erbracht. Die Münzen werden bei einer englischen Firma gezählt und getauscht, und über die Jahre sind so mehr als 48000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen.

Die DGzRS finanziert ihre wichtige Arbeit, bedrohten Menschen auf See rasche Hilfe zu bringen, ausschließlich aus Spenden. Die Fremdwährungsaktion der Lions läuft weiter. Ausländische Münzen, aber auch Eurobeträge können in die markanten Sammelschiffchen der DGzRS oder in die speziellen Sammeldosen der Lions bei den Banken eingeworfen werden. Hans-Joachim Katenkamp dankte allen Spendern und den Mitarbeitern von Banken in Friesland, die sich beteiligt haben.

„Krönungsmesse“ von Mozart in der Stadtkirche

Oratorienkonzert der Stadtkantorei Jever am Sonntag, 15. September 2013 um 17 Uhr

Die Stadtkantorei Jever führt, begleitet von renommierten Orchester, immer wieder große Werke der Kirchenmusik auf. Die Stadtkirche Jever bietet dazu die ausgezeichnete Akustik. Foto: Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever
Die Stadtkantorei Jever führt, begleitet von renommierten Orchester, immer wieder große Werke der Kirchenmusik auf. Die Stadtkirche Jever bietet dazu die ausgezeichnete Akustik. Foto: Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever

Jever – Am Sonntag ist es wieder soweit: Das jährliche Oratorienkonzert der Stadtkantorei findet in der Stadtkirche Jever statt. Um 17 Uhr erklingen berühmte Werke von W.A. Mozart: die „Krönungsmesse“ sowie Kantaten aus den „Vesperae solennes de Confessore“ für Soli, Chor und Orchester sowie instrumentale Kirchensonaten für Orgel und Orchester.

Die Stadtkantorei und das concertino Jever – zusammen gesetzt aus hervorragenden Musikern der Region und den Orchestern des Rhein-Ruhrgebietes – musizieren unter der Leitung von Kreiskantor Klaus Wedel gemeinsam mit hochkarätigen Solisten: Dorothea Winkel aus Dresden (Sopran), Carmen Schüller aus Hamburg (Alt), Jens Lauterbach aus Köln (Tenor) und Sebastian Klein aus Düsseldorf (Bass).

Die lebendige Musik Mozarts sprüht in allen Werken vor Lebensfreude und Heiterkeit und wirkt nicht nur durch die in Mozarts genialer Weise angelegte Chor- und Solopartien, sondern auch gerade durch die große Orchesterbesetzung mit Holzbläsern, Blechbläsern, Pauken und Orgel.

Karten: Für das Konzert am Sonntag, dem 15. September 2013 um 17 Uhr in der Stadtkirche zu Jever gibt es noch Karten im Vorverkauf bis Samstag bei der Buchhandlung Am Kirchplatz, Tel.: 04461 / 91 20 15 | Eintrittspreise in vier Kategorien mit nummerierten Plätzen: € 20,- / 15,- / 12,- / 8,-,  ermäßigt: € 17,- / 12,- / 9,- / 5,- | Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 16 Uhr, Einlass ist um 16.15 Uhr |  Ermäßigung erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende, behinderte und sozial schwach gestellte Menschen.

Der Mann, der zweitausend Katzen malte

Christoph Hinz  arbeitete fünf Jahre an seinem Katzenwerk

Jetzt sind die ersten Bilder als Kalender erschienen

Ein bisschen verrückt muss wohl sein, wer fünf Jahre lang jeden Morgen nach dem Aufstehen erst einmal eine Katze malt. Christoph Hinz hat seinen ersten Kalender veröffentlicht. Foto (c): Cornelia Lüers
Ein bisschen verrückt muss wohl sein, wer fünf Jahre lang jeden Morgen nach dem Aufstehen erst einmal eine Katze malt. Christoph Hinz hat seinen ersten Kalender veröffentlicht. Foto (c): Cornelia Lüers

Jever – Wirklich Großes schafft nur, wer ein bisschen verrückt ist. So verrückt zum Beispiel, trotz eines stressigen, den Tag ausfüllenden Berufes jeden Morgen um fünf Uhr aufzustehen, um eine Katze zu malen. 365 Tage im Jahr, fünf Jahre lang, eine Katze nach der anderen, eine schöner als die andere. Und zwar erst einmal nur für sich selbst. Erst als Christoph Hinz, um den es hier geht, eine gewisse Übung darin hatte, zeigte er das eine oder andere Bild her. Die Zeitung – seine Zeitung, das Jeversche Wochenblatt, bei der er als Redakteur arbeitet – schrieb zweimal darüber, doch darüber hinaus hat der Katzenmaler nie eines seiner Werke publiziert oder ausgestellt. Erst nach Abschluss dieser Schaffensphase und nach beträchtlichem Drängen anderer ist das jetzt passiert. Seit wenigen Wochen ist er im Verkauf, der immerwährende Wandkalender für Katzenliebhaber: „Katzen Zeit“.

Die Idee, ein Dutzend der nach Tausenden zählenden Katzenbilder zu einem Kalender zu verarbeiten, haben Christoph Hinz und die Fresenia-Loge zu Jever für einen guten Zweck umgesetzt: Der Überschuss aus dem Verkauf soll dem Verein Tierschutz Aktiv e. V. und dem Integrationsprojekt der Academy of Dance zugute kommen. Aus Sicht der Loge passt das prima: Die einen schützen Katzen und andere Tiere, die anderen gehen schon mal in Katzenkostümen auf die Bühne, um zu tanzen.

Katzen haben es Christoph Hinz schon immer angetan. Er lebt seit vielen Jahren mit Katzen und hat sich lange aktiv im lokalen Tierschutz engagiert. Im Jahr 2007 beschloss er dann, Katzen zu zeichnen. Am 1. Januar 2008 setzte er sich zum ersten Mal an den heimischen Küchentisch und zeichnete eine Katze. Ab dann jeden Tag eine – bis zum 31. Dezember 2012. „Ich habe das Zeichnen nie gelernt und musste mir die Grundlagen während des Projektes erst aneignen“, erzählt er.

Dafür reichte das ursprünglich geplante eine Jahr nicht aus, es wurden fünf Jahre, in denen er sich weiterentwickelte. Seine Modelle waren natürlich die eigenen Katzen, aber da Katzen nicht still halten, bediente er sich auch zahlreicher eigener und fremder Fotos, um sich dem Wesen dieser Tiere anzunähern. Er zeichnete mit Tinte und Feder, Aquarellfarben und Espresso. In den frühen Morgenstunden oder in der späten Nacht holte er sich seine Pinsel, Stifte und Farben. Die so entstandene Serie umfasst 1827 Blätter. Mit den Zeichnungen, die Christoph Hinz nebenher produzierte, kommt er auf gut 2000 Arbeiten.

Gemeinsam mit der Fresenia Loge zu Jever traf Hinz eine Auswahl für diesen immerwährenden Wandkalender. Nun liegt der Kalender also vor: ein farbenfroher Begleiter durchs Jahr, der immer wieder neu aufgeschlagen werden kann und zwei großartige Projekte unterstützt. Um Katzen geht es nicht nur bei den monatlichen Motiven, Christoph Hinz hat jeweils auch kleine Texte zur Verfügung gestellt, in denen er über die eigenen Katzen und die Spuren berichtet, die sie im Leben der Menschen hinterlassen.

Katzen Zeit – ein immerwährender Kalender |Format A 3 | Herausgeber: Fresenia Loge zu Jever, I.O.O.F | Wittmunder Straße 2 | Herstellung: werbungundco | ISBN: 3-87542-081-4 |

Preis: 11,90 € | Auflage: 1000

„Respekt“ für die Sozialministerin

Das Buch „Respekt“, Ergebnis eines gemeinsamen Projekts des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge und des Landkreises Friesland, bekam Sozialministerin Cornelia Rundt als Gastgeschenk, als sie jetzt den Landkreis besuchte. Unser Bild zeigt von links Landrat Sven Ambrosy, Geschäftsführer Bernhard Bruhnken von der Wohnungsbaugesellschaft Friesland, Ministerin Rundt, Fachbereichsleiter Soziales Stefan Wiese und Simone Wernli-Lübken, Mitarbeiterin des neuen Pflegestützpunktes Friesland. Foto (c): Helmut Burlager
Das Buch „Respekt“, Ergebnis eines gemeinsamen Projekts des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge und des Landkreises Friesland, bekam Sozialministerin Cornelia Rundt als Gastgeschenk, als sie jetzt den Landkreis besuchte. Unser Bild zeigt von links Landrat Sven Ambrosy, Geschäftsführer Bernhard Bruhnken von der Wohnungsbaugesellschaft Friesland, Ministerin Rundt, Fachbereichsleiter Soziales Stefan Wiese und Simone Wernli-Lübken, Mitarbeiterin des neuen Pflegestützpunktes Friesland. Foto (c): Helmut Burlager

Dass das Thema „Älter werden“ in Friesland eine große Rolle spielt, machte Stefan Wiese, Fachbereichsleiter Soziales beim Landkreis Friesland, jetzt mit einem Gastgeschenk an Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) deutlich. Er überreichte ihr während eines Besuchs das Buch „Respekt – Porträts alter Menschen aus dem Jeverland“, das in Kooperation des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge und des Landkreises Friesland entstanden ist. Die Ministerin blätterte sofort darin und meinte: „So etwas müsste man alle paar Jahre wiederholen, es wachsen ja immer neue Generationen mit immer neuen Lebenserfahrungen nach.“ Bei dem Projekt „Respekt“ waren im Jahr 2012 über zwölf Monate hinweg 53 Menschen ab 75 in Wort und Bild porträtiert worden. Zunächst erschienen die Beiträge als Zeitungsserie, dann als Buch und als Bilderausstellung. Die Serie und das Gesamtprojekt wurden im Sommer mit einem Journalistenpreis des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen ausgezeichnet. (hbu)

Spiel nicht mit dem Feuer…

Vorführung bei der Freiwilligen Feuerwehr Jever am 3. August 2013. In dem Anzug steckt der Feuerwehrmann Mario Alich. Die Demonstration zeigt, was passiert, wenn ein Topf mit in Brand geratenem Frittierfett mit Wasser gelöscht wird. Bilder zum Vergrößern anklicken. Foto (c): Helmut Burlager

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Licht gegen das Analphabetentum

Antoine Bankoley will afrikanische Schulen mit Strom versorgen

Antoine Bankoley. Foto (c): Helmut Burlager
Antoine Bankoley. Foto (c): Helmut Burlager

Jever – Antoine Adeyika Bankoley würde gerne dafür sorgen, dass 240 Kindern in einem Dorf im westafrikanischen Togo ein Licht aufgeht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die rund 5000 Einwohner zählende Gemeinde Wli-Centre in der Präfektur Zio hat keine Stromversorgung. Was zur Folge hat, dass ab 18 Uhr, wenn in dem Land nah am Äquator die Sonne untergeht und es  sehr schnell stockfinster wird, Kinder wie auch Erwachsene nur noch im flackernden Schein von Petroleumlampen lesen können. Ein Hindernis bei den Bemühungen um die Alphabetisierung der Bevölkerung Togos, wo viele Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Sonnenkollektoren und Batterien zum Speichern der Energie sollen die Lösung bringen, die Grundschule der Gemeinde soll eine Stromversorgung erhalten. 7000 Euro kostet eine solche Anlage. Es ist nicht die erste Hilfsaktion, die der Jeveraner Antoine Bankoley in seinem Heimatland startet…

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„Ein ungewöhnliches Projekt“

„Respekt – das ist ein beachtenswertes, ein ungewöhnliches und ein wunderbares Projekt“, schreibt Heike Pohl in ihrer Rezension auf ihrem Blog „Textwerk“. Ein schöner Beitrag über unser Buch.

Heike

Ein paar Zitate aus der Rezension:

„Respekt. Achtung. Aufmerksamkeit. Vor den Lebensleistungen, dem Altern und dem Alter selbst zu wecken, Erinnerungen festzuhalten, das ist das Anliegen dieses nicht zuletzt durch seine wunderbaren Nahaufnahmen so bestechenden Buches. Vom Hilfsarbeiter über den Landtierarzt, die Kunsterzieherin, die in früheren Jahren auch Modell gestanden hatte, bis hin zur jungen Frau aus Ostpreußen, deren Lebensreise von Deutschland über Frankreich, die Vereinigten Staaten und schließlich ins Jeverland führte – so unterschiedlich die Lebenswege auch sein mögen, alle Porträtierten eint die während eines fürchterlich wütenden Weltkrieges verbrachte Kindheit und die Gabe, weder den Lebensmut noch die Freude daran jemals verloren zu haben. Und sie alle führen dem Leser eine Bescheidenheit vor Augen, die nachdenklich werden lässt.“

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