Yard Art. Der Schrottkünstler Diedel Klöver

Affenstark, der Gorilla in Lebensgröße.  Foto (c): Brigitte Meiners
Affenstark, der Gorilla in Lebensgröße. Foto (c): Brigitte Meiners

Rallenbüschen? Muss man auf der Landkarte erst mal finden. Diedel Klöver? Für viele Kunstfreunde im Nordwesten ein Begriff. Der Bildhauer zaubert den Menschen, die seine Kunstwerke betrachten, ein Lächeln ins Gesicht. Aus Schrott schweißt der Künstler großartige Skulpturen zusammen. Besonders gerne Tierfiguren, von Miniaturen bis hin zu lebensgroßen Löwen und Nashörner. Einmal im Jahr stellt er seine neuen Arbeiten vor, bei der Ausstellung „Yard Art“ im weitläufigen Garten seines Elternhauses in Rallenbüschen. Wo war das noch mal? Ein Bericht von Brigitte Meiners. Weiterlesen hier:

Yard Art – der Schrottkünstler Diedel Klöver

„Kein Bild von mir ist ohne Dangast möglich“

Zum 30. Todestag des Malers Franz Radziwill

Vortrag im Rahmen der aktuellen Ausstellung „In der Nähe des Paradieses – Der Maler entdeckt die Natur“

Der Maler Franz Radziwill in Dangast. Foto (c): Franz-Radziwill-Archiv
Der Maler Franz Radziwill in Dangast. Foto (c): Hergen Deuter

Dangast – Am Sonntag, 25. August, spricht Prof. Gerd Presler im Franz-Radziwill-Haus über das Lebenswerk des Malers (1895-1983). Der promovierte Theologe und Kunsthistoriker hat Franz Radziwill gut gekannt. Als Zeitzeuge und hervorragender Kenner des Werkes berichtet er mit eindringlichem Bildmaterial von neuen Forschungsergebnissen und bisher nicht bekannten Zusammenhängen.

Am 12. August jährt sich der 30. Todestag Franz Radziwills. Als der junge Künstler 1923 nach Dangast zog, besaß das kleine Fischerdorf am Jadebusen bereits eine künstlerisch reiche Geschichte. Die Maler der Dresdner „Brücke“ hatten hier zwischen 1907 und 1912 ihre vielleicht besten Bilder gemalt: Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel und Max Pechstein. Ein reiches Erbe, das Franz Radziwill als „Repräsentant einer neuen Generation der Schaffenden“ dort weiterführte – selbständig und doch in der prägenden Kontinuität des Ortes. Das „Erlebnis Dangast“ inspirierte ihn zu großartigen Gemälden. Heute wissen wir: Was sich im anbrechenden 20. Jahrhundert in Dangast ereignete, gehört zu den unerhörten Kühnheiten künstlerischen Gestaltens.

Gerd Presler hat mehrfach über die Expressionisten und Willy Hinck publiziert. Er war bekannt mit dem Oldenburger Arzt und Radziwill-Sammler Georg Düser. Im Jahr 1993 veröffentlichte er das Werkverzeichnis über die Druckgrafik Franz Radziwiills, von dem 2010 die zweite Auflage erschien.

Ort/Zeit: Franz Radziwill Haus, 25.08.2013, 11:30 Uhr | Kosten: Erwachsene 3,00 € zzgl. Eintritt 3,50 (Schüler/Studenten 1,50 zzgl. 2,00 €)

Programmzettel zur Ausstellung  „In der Nähe des Paradieses“


Gerd Presler (geb. am 27. November 1937 in Hannover), ist Theologe und Kunsthistoriker. Er war Professor an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Gerd Presler studierte Germanistik, Philosophie, evangelische Theologie, Pädagogik und Kunstgeschichte an den Universitäten Münster/W., Berlin, Kopenhagen und Heidelberg. Im Rahmen seiner theologischen Forschungsarbeit veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Beiträge in Fachzeitschriften, so beispielsweise über Martin Luther King jr. und Soeren Kierkegaard.

Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Wirkens liegt in der Bildenden Kunst. Zu seinen maßgeblichen Publikationen gehören Bücher über die Künstlergruppe Die Brücke, Art Brut sowie über die Neue Sachlichkeit. Darüber hinaus erarbeitete er Werkverzeichnisse der Skizzenbücher von Ernst Ludwig Kirchner, Edvard Munch, Asger Jorn, Max Beckmann, Willi Baumeister, Walter Stöhrer und Ludwig Meidner. Bis heute ist er mit zahlreichen Aufsätzen an den Ausstellungskatalogen der Franz-Radziwill-Gesellschaft in Dangast beteiligt.

www.presler.de


Medienpreis für das Projekt „Respekt“

Wochenblatt-Serie über alte Menschen gewinnt Wettbewerb des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen

Jever/Berlin – Die Zeitungsserie „Respekt – Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland“, die in diesem Jahr auch als Buch erschien, ist mit dem „FERAG-Leser-Blatt-Bindungspreis“ des Verbands Deutscher Lokalzeitungen(VDL) ausgezeichnet worden Der Preis wurde am Mittwoch, 12. Juni, anlässlich des VDL-Kongresses in feierlichen Rahmen in der Akademie der Künste in Berlin überreicht.

In Berlin nahmen die Teammitglieder Brigitte Meiners, Helmut Burlager und Sigrid Kasdorf stellvertretend für das ganze Respekt-Team den ersten Preis des VDL-Wettbewerbs entgegen. Foto: VDL
In Berlin nahmen die Teammitglieder Brigitte Meiners, Helmut Burlager und Sigrid Kasdorf stellvertretend für das ganze Respekt-Team den ersten Preis des VDL-Wettbewerbs entgegen. Foto: VDL

Wochenblatt-Redaktionsleiter Helmut Burlager, Fotografin Sigrid Kasdorf und Autorin Brigitte Meiners nahmen den ersten Preis in der Kategorie „Redaktion“ stellvertretend für das gesamte „Respekt“-Team entgegen, zu dem auch die Wochenblatt-Redakteure Cornelia Lüers und Christoph Hinz, Jörg Reents und Ottmar Kasdorf von der Fresenia-Loge Jever sowie Nantke Ihnen vom Landkreis Friesland gehören.

Mit der Auszeichnung hat das gemeinsame Projekt „Respekt“ des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge zu Jever und der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland eine bundesweit ausstrahlende Würdigung erfahren. Der Preis wird jährlich in drei Kategorien mit ersten, zweiten und dritten Plätzen vergeben. Die Wochenblatt-Serie mit 52 Porträts alter Menschen aus dem Jeverland wurde in der Kategorie „Redaktion“ von der Jury einstimmig auf Platz 1 gesetzt. Übergeben wurde der Preis durch Verkaufsleiter Tim Kuhrau vom Druckmaschinenhersteller Ferag GmbH. Das ist der Sponsor der von Bildhauerin Anne Hollmann aus Dötlingen gestalteten Trophäen, die den „Leser“ und seine Anhänglichkeit an „sein“ Blatt symbolisieren. Jurymitglied Stefan M. Kob interviewte auf der Bühne vor Verlagsmanagern und Chefredakteuren aus ganz Deutschland die aus Jever angereisten Teammitglieder Sigrid Kasdorf, Brigitte Meiners und Helmut Burlager, nachdem die Besonderheit des Projekts in einer Multimedia-Präsentation gewürdigt worden war.

Das Buch bestellen: Hier klicken!
Das Buch bestellen: Hier klicken!

Im Urteil der Jury heißt es unter anderem: „Respekt vor dem Alter ist eine hehre gesellschaftliche Forderung. Wenn man sie aber mit bewegenden Lebensgeschichten untermauert wie das Wochenblatt, stellt sich Respekt auch bei jungen Lesern von alleine ein.“ Die Beiträge hätten „fast nebenbei“ eine Brücke zwischen Alt und Jung geschlagen. Beeindruckt habe die Jury auch die formale Umsetzung der Serie mit professionellen Porträts aus dem Fotostudio und dem durchgängig gestalteten Schreibstil mit kurzen Sätzen und klarer Sprache.

Die starke Resonanz aus der Leserschaft, die Erstellung eines Reprints in Buchform nach dem Serienende und die Planung einer Ausstellung wurden als Gesamtkonzept besonders hervorgehoben. „Besser kann man Leser – ob jung, ob alt – nicht an die Zeitung binden“, fand die Jury.

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen ist die Interessenvertretung von mehr als 80 mittelständischen Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 1,4 Millionen Exemplaren.

Mehr über das Projekt und das Buch: Hier klicken

Westafrikanische Musik begeisterte wieder viele

Von Daniela Buhl

Beim Workshop in Wittmund, von links Bafode Soumah, Manni Dirks, Bolly Konatè und John. Foto: Daniela Buhl
Beim Workshop in Wittmund, von links Bafode Soumah, Manni Dirks, Billy Konatè mit  John (vorne). Foto: Daniela Buhl

Wittmund – Die Musikschule Friesland-Wittmund schaffte es erneut, mit dem Koordinator der Veranstaltung Manfred Dirks einen bemerkenswerten Djembespieler nach Ostfriesland einzuladen. Billy Konatè ist ein bekannter Lehrer für westafrikanischen Tanz und Percussion. Er unterrichtet neben der Djembe und der Dundunba auch Sangban, Kekeni und weitere Instrumente. Der aus Conakry/Guinea stammende Sohn des großen Trommlermeisters Famoudou Konatè spielt bereits seit seinem siebten Lebensjahr mit seinem Vater die traditionellen Klänge der Malinke.

Außer in Deutschland bietet Konatè regelmäßig Workshops in den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz und Italien an. Zu den Lehrgängen fanden sich wieder erstaunlich viele Teilnehmer ein. Billy Konatè brachte als Verstärkung seinen Freund Bafodè Soumah mit, dieser unterstützte die Rhythmen mit einer Basstrommel. Drum-Master Konatè erklärt: „Die Musik gibt Kraft zur Arbeit , sie gehört zum Alltag in Afrika. Auch wird sich mit Liedern für die Ernte oder auch für den Regen bedankt .“

Mit einigen Malinke-Rhythmen schon vertraut, erlernten die Teilnehmer der Fortgeschrittenengruppe recht schnell den Rhythmus „Goromba“ , ein Dankeslied für den Regen. Schon nach kurzer Zeit konnte dieser in nur einem Workshop in mehreren Stimmen gespielt werden. Die Teilnehmer waren begeistert und hatten viel Spaß.

Friesland von der Schokoladenseite

Bildband mit dreisprachigen Erläuterungen – die leider nicht immer zutreffen

DruckSchade, wenn ein gut gemachter Bildband unter den Mängeln des bisschen Textes leidet, der die schönen Fotos illustriert. So wie im neu erschienenen Werk aus dem Wartberg-Verlag, „Im Land der Friesen“. Es gibt ja nicht wenige solcher Bildbände, die das Land zwischen Ems und Jade mit seinen pittoresken Städtchen, Sielhäfen und Inseldörfern so zeigen, wie es sich auch in Tourismusprospekten gern präsentiert. Das ist nicht ganz das wahre Ostfriesland, sondern nur die Schokoladenseite eines Landstrichs, der auch Hinterhöfe hat. Aber Bayern besteht ja auch nicht nur aus Bergen, Seen und Lederhosen.

Es ist also ein Bildband wie viele, mit Ansichten zahlreicher friesischer Sehenswürdigkeiten von Kutterhäfen bis Windmühlen, von Inselstränden bis zu holländisch anmutenden Altstadtgässchen. Die Fotos von Günter Franz, ergänzt um eine Reihe von Agenturbildern, zeigen, dass er den Blick fürs Typische hat, aber das außergewöhnliche Motiv nicht übersieht.

Die Idee, die das Buch von der Masse abhebt, ist eine andere: Es ist dreisprachig, die erläuternden Texte stehen auf Deutsch, Englisch und Französisch nebeneinander. Der Bildband ist dadurch ein ausgezeichnetes Mitbringsel für ausländische Besucher der Region. Die werden auch, anders als der heimatkundlich bewanderte einheimische Leser, nicht bemerken, dass die beschreibenden Texte aus der Feder des Sachbuchautors Ulf Kaack hier und da etwas fehlerhaft daherkommen.

Das fängt mit sonderbaren Aufzählungen („Ostfriesland, das Wangerland und Butjadingen sind…“) an, geht über veraltete Informationen („Seit 1903 ist Emden die Heimat der Nordseewerke. Heute werden hier nicht nur Schiffe gebaut…“) und falsche historische Angaben („Die 1896 errichtete Alte Inselkirche ist die älteste Kirche Ostfrieslands“) bis hin zur Erfindung neuer geografischer Bezeichnungen („Die östlichste der ostfriesischen Inseln gehört als Einzige politisch nicht zu Ostfriesland, sondern zum friesischen Weserland“). Das mindert die Qualität der sonst gefällig und kurzweilig verfassten Erläuterungen ein wenig, stört am Ende wohl aber nur den, der sich etwas besser auskennt. Vielleicht verkauft die erste Auflage sich so gut, dass vor dem Druck der zweiten die kleinen Pannen ausgebügelt werden. Der Bildband selbst wäre es wert.

Ulf Kaack, Günter Franz, Im Land der Friesen – Zwischen Ems und Weser. 72 Seiten, gebunden, zahlreiche Farbfotos, deutsch/englisch/französisch. 15,90 Euro, Wartberg Verlag, ISBN 978-3-8313-2490-3

„Sie lassen sich nicht unterkriegen“

Titel des Buches "Respekt". Die Autoren Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz sowie die Fotografin Sigrid Kasdorf  stellen darin 53 Menschen aus dem Jeverland vor, die 75 Jahre und älter sind.
Titel des Buches „Respekt“.

In der Oldenburger Nordwest-Zeitung und den redaktionell verbundenen Blättern ist heute eine sehr schöne Rezension unseres Buches „Respekt – Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland“ von Redakteurin Lore Timme-Hänsel erschienen: Zum Artikel

Intensive Porträts alter Menschen

Respekt – Das Buch zur Serie

Jever – Sie sind ganz gewöhnliche Men­schen, begegnen uns auf der Straße oder beim Einkaufen. Wir wissen nichts über sie, weil wir keine Gele­genheit hatten, etwas über sie zu er­fahren. Dabei hätten sie viel zu er­zählen, die Frauen und Männer aus der Kriegsgeneration, die das Land in Schutt und Asche liegen sahen und dann die Ärmel aufgekrempelt haben, um es wieder aufzubauen. Und die auf Erlebnisse und Erfah­rungen zurückblicken können, welche die Nachkriegs-Wohlstandskin­der folgender Generationen allen­falls aus Filmen und Büchern nach­empfinden, aber kaum wirklich be­greifen können.

Titel des Buches "Respekt". Die Autoren Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz sowie die Fotografin Sigrid Kasdorf  stellen darin 53 Menschen aus dem Jeverland vor, die 75 Jahre und älter sind.
Titel des Buches, das von der Fresenia Loge zu Jever herausgegeben wurde. Die Autoren Brigitte Meiners, Cornelia Lüers, Helmut Burlager und Christoph Hinz sowie die Fotografin Sigrid Kasdorf stellen 53 Menschen aus dem Jeverland vor.

Respekt vor solchen Lebensläufen und vor dem Alter überhaupt zu wecken und die Erin­nerungen nicht verloren gehen zu lassen, ist das Anliegen des Buches „Respekt“, das 53 Porträts alter Menschen aus dem Jeverland vereinigt.Vier Autoren, Brigitte Mei­ners, Cornelia Lüers, Helmut Burla­ger und Christoph Hinz, sowie eine Fotografin, Sigrid Kasdorf, schufen intensive, anrührende Porträts von Menschen ab 75. Vom Hilfsarbeiter, der trotz einer traurigen Kindheit und ohne die Chance auf eine Berufsausbildung am Ende seinen Weg macht, bis zum Landtierarzt, der sein Leben lang nebenbei wissenschaftlich forscht und veröffentlicht. Von der Kunsterzieherin, die einst als Model ihr Studenteneinkommen aufbesserte, bis zur Ostpreußin, deren Lebensweg im Zickzackkurs durch Deutschland, Frankreich, Amerika bis ins Jeverland führt und die sagt: „Geradeaus kann jeder!“

Die Fotografin:

Sigrid Kasdorf (58) arbeitet freiberuflich in ihrem eigenen Atelier in ihrer Heimatstadt Jever. Sie erlernte das Fotografenhandwerk bei „Foto Krüger“. Nachdem sie an zahlreichen Orten in Deutschland und im Ausland gewohnt und gearbeitet hatte, kehrte sie 2005 nach Jever zurück und eröffnete ihr Studio . Sie arbeitet außerdem im „Fotoforum“, einer Gruppe von Fotokünstlern im Künstlerforum Jever, mit.

Die Autoren:

Brigitte Meiners (57) aus Jever ist freiberufliche Autorin. Geboren in Münster/Westfalen, studierte sie Deutsch und Geschichte. Nach einer Ausbildung zur Journalistin war sie 13 Jahre lang hauptberuflich für den „Anzeiger für Harlingerland“ tätig. Seit 2004 ist sie Realschullehrerin in Friedeburg, veröffentlicht aber weiter als freie Journalistin.

Cornelia Lüers (41) aus Jever stammt aus Halle/Saale. Sie volontierte ab 1990 bei der Zeitung „Der Neue Weg“. Nach der „Wende“ kam sie nach Friesland und war ab 1992 als Redakteurin beim „Anzeiger für Harlingerland“ tätig. Sie wechselte 1998 zum „Jeverschen Wochenblatt“, wo sie für das Ressort Stadt Jever verantwortlich zeichnet.

Helmut Burlager (56) wurde in Brinkum (Ostfriesland) geboren, volontierte ab 1975 bei der „Ostfriesen-Zeitung“ in Leer und wechselte 1977 nach der Ausbildung und kurzer Redakteurstätigkeit nach Jever in die Wochenblatt-Redaktion, die er seit 1994 leitet. Studium der Publizistik von 1988 bis 1993 an der Freien Universität Berlin.

Christoph Hinz (49) aus Bockhorn kam in Oldenburg zur Welt und wuchs in Rastede auf. Er studierte von 1986 bis 1990 Germanistik und Geschichte, arbeitete als Alten- und Krankenpfleger, absolvierte eine Journalistenausbildung für Radio, TV und Print und kam nach dreijähriger Selbstständigkeit im Jahr 2000 zum Jeverschen Wochenblatt. Nach einem Volontariat wurde er 2002 Redakteur.

Das Buchprojekt „Respekt“ wurde unterstützt von der Tageszeitung „Jeversches Wochenblatt“, von der Fresenia-Loge zu Jever im Deutschen Odd Fellow-Orten sowie von der Koordinierungsstelle „Älter werden“ des Landkreises Friesland.

Respekt. Porträts von alten Menschen aus dem Jeverland. 112 Seiten, 55 Fotos, Format 17×24 cm, Hardcover mit Fadenheftung, Preis 15,90 Euro. Gesamtherstellung Brune-Mettcker Druck und Verlags-GmbH, 2013.. Hrsg.: Fresenia Loge zu Jever. ISBN 978-3-87542-079-1

Zu bestellen HIER

Hümmlinger Kreisbahn fährt nach Bohnenburg

Ausflug im nostalgischen Schienenbus von Wilhelmshaven Richtung Hooksiel

Der nostalgische Schienenbus unterwegs zwischen Wilhelmshaven und Hooksiel.
Der nostalgische Schienenbus unterwegs zwischen Wilhelmshaven und Hooksiel.

Wilhelmshaven/Hooksiel – Eisenbahn-Nostalgie an Himmelfahrt und Pfingsten: Am kommenden Donnerstag, 7. Mai 2013,  fährt der 1955 gebaute Uerdinger Schienenbus der Hümmlinger Kreisbahn wieder auf der Strecke zwischen Wilhelmshaven und Bohnenburg, kurz vor Hooksiel. Die Mitnahme von Fahrrädern im angehängten Gepäckwagen bietet die Möglichkeit einer anschließenden Fahrradtour. Eine weitere Fahrt findet Pfingstmontag, 20. Mai, statt.

An Christi Himmelfahrt bietet die Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH erneut Fahrten mit dem Sande-Express an. Entlang der sonst nicht für den Personenverkehr freigegebenen Strecke führt die Fahrt vorbei an friesischen Ortschaften, Windrädern und Deichen. Ab Bohnenburg startet der Schienenbus um 9.30 Uhr und 16 Uhr. Der Haltepunkt befindet sich beim Deichschart am Bohnenburger Deich. Die Zufahrt erfolgt über die Straßen Inhausersieler Straße und Zum Terminal. Abfahrten ab Wilhelmshaven sind um 12 und 18 Uhr. Der Einstieg befindet sich an der Emsstraße (Einfahrt zum Betriebsgelände der Interseroh-Jade-Stahl GmbH). Die einfache Fahrt zwischen Bohnenburg und Wilhelmshaven kostet 8 Euro und dauert 1 bis 1,5 Std. Kinder von 3 bis 14 Jahre zahlen die Hälfte. Fahrräder werden mit einem Aufschlag von 2 Euro pro Fahrrad berechnet. Eine Anmeldung über die Tourist-Information ist zu empfehlen.

Am Endhaltepunkt angekommen bietet sich die Gelegenheit zu einer anschließenden Fahrradtour. Von Wilhelmshaven ist eine Tour entlang des Jadebusens möglich. Die Entfernung zwischen Bohnenburg und Hooksiel beträgt nur noch wenige Kilometer. Für den Rückweg kann beispielsweise ein Abschnitt der Fahrradroute „Tour de Fries“ durch die Ortschaften Jever, Schortens und Fedderwarden oder eine Tour vorbei am Hooksmeer, Hooksieler Hafen und JadeWeserPort gewählt werden. Oder man genießt ein weiteres Mal die nostalgische Fahrt mit dem Schienenbus der 50er-Jahre.

Bei dem eingesetzten Triebwagen VT 2 der Hümmlinger Kreisbahn handelt es sich um einen Schienenbus, wie er seit den fünfziger Jahren bei der Deutschen Bundesbahn in großer Stückzahl eingesetzt wurde. Im Regionalverkehr konnten Triebwagen dieses Typs oft auf der Strecke Oldenburg – Wilhelmshaven beobachtet werden. Selbst die Wilhelmshavener Vorortbahn setzte einen Uerdinger Schienenbus auf ihrem umfangreichen Streckennetz ein. Nach Betriebseinstellung der Vorortbahn 1961 wurde der Triebwagen an die Hümmlinger Kreisbahn abgegeben. Nun fährt ein bauartähnliches Fahrzeug an ausgewählten Terminen wieder in Wilhelmshaven.

Weitere Informationen sowie Anmeldungen: Tourist-Information, Tel. 04421/ 91 3000, tourist-info@wilhelmshaven-touristik.de

Ernst Barlach auf Plattdeutsch interpretiert

„Ut Barlach sien Warkstääd“ von Hein Bredendiek
erscheint nach 40 Jahren in neuer Auflage

Von Helmut Burlager

Jever.  Zum zwölften Todestag des Schriftstellers und Malers Hein Bredendiek (1906-2001) ist im Verlag Isensee in Oldenburg eines der Bücher neu aufgelegt worden, die den literarischen Ruhm des großen Sohnes der Stadt Jever begründet haben. „Ut Barlach sien Warkstääd“ ist ein Band mit 18 plattdeutschen Bildbetrachtungen zu Skulpturen des Bildhauers Ernst Barlach.

Im Schlossmuseum stellten Prof. Dr. Antje Sander, Stefan Meyer, Fritz Lottmann und Verleger Florian Isensee die Neuauflage des Bredendiek-Buches über Ernst Barlach vor. Antje Sander hält auch das vor 40 Jahren erschienene Original in der Hand. Foto (c): Helmut Burlager
Im Schlossmuseum stellten Prof. Dr. Antje Sander, Stefan Meyer, Fritz Lottmann und Verleger Florian Isensee die Neuauflage des Bredendiek-Buches über Ernst Barlach vor. Antje Sander hält auch das vor 40 Jahren erschienene Original in der Hand.
Foto (c): Helmut Burlager

Vor 40 Jahren in einem Hamburger Verlag erschienen, war das Werk schnell vergriffen. In Autorenlesungen hat Hein Bredendiek immer wieder daraus rezitiert,  kaufen konnte man das Buch schon lange nur noch antiquarisch.

Jetzt ist es wieder erhältlich, neu bearbeitet und herausgegeben von Bredendieks Freunden Fritz Lottmann und Jörg-Michael Henneberg sowie dem Plattdeutsch-Beauftragten der Oldenburgischen Landschaft, Stefan Meyer. Unterstützt wurde deren Arbeit und die Veröffentlichung durch die Landschaft und durch Prof. Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever. Die war auch Gastgeberin, als das Buch am 25. April 2013 im Audienzsaal des Schlosses vorgestellt wurde.

In seinen Bildbeschreibungen zu Barlach wird die ganze Ausdruckskraft Hein Bredendieks und seines Jeverländer Platt deutlich, und zugleich sein Doppeltalent als bildender Künstler und Schriftsteller.

Fritz Lottmann ging kurz auf das Leben und Wirken seines Freundes, den er den „Grandseigneur des oldenburgischen Kulturlebens“ nannte, ein. 1906 in Jever am Alten Markt geboren, Schüler des Mariengymnasiums, studierte Bredendiek Kunst, Germanistik und Philosophie, kam in Berlin mit vielen Künstlern in Kontakt, so auch mit Ernst Barlach und Käthe Kollwitz.

Die Expressionisten prägten ihn und sein späteres Werk, sowohl in der Malerei als auch sprachlich. Das wird in dem kleinen Buch „Ut Barlach sien Warkstääd“ so recht deutlich, das er selbst als einen Versuch betrachtet hat: „En Versöök, to enkelt Figuren ut dat plastisch Wark van Ernst Barlach en Weg to wiesen.“

In einfühlsamer und zugleich kraftvoller Sprache schuf Bredendiek das literarische Pendant zu den jeweils von ihm beschriebenen Plastiken: „De Bädelfro“ (Russische Bettlerin 1907), „En Mann alleen“ (Der Einsame 1911), „De Mann mit sien Book“ (Der Buchleser 1936) und etliche andere der bekannten und weniger bekannten Werke Barlachs.

Bredendiek habe nach dem Missbrauch der niederdeutschen Kultur durch die Nazis die plattdeutsche Literatur wieder zu einer Kunstform gemacht, dabei strenge Maßstäbe an sich selbst und andere angelegt, sagte Fritz Lottmann. „Er wollte gute niederdeutsche Literatur und haute den Leuten notfalls ihre Texte um die Ohren“, erzählte er aus eigenen Erlebnissen mit dem „Baas“ des Oldenburger Schrieverkring, als der Bredendiek über Jahrzehnte gewirkt und dabei auch eine Klammer dargestellt habe zwischen den großen Alten der Literatur, Klaus Groth, später Heinrich Diers, und der jungen Generation, mit der er sich bis ins hohe Alter austauschte.

Sein Werk ist immer noch hoch aktuell, das bewies die Lesung von Stefan Meyer über „De Bädelfro“. Das Buch zeige, „Was man mit Plattdeutsch machen kann: Alles!“, sagte Meyer. Platt sei modern und innovativ, das habe Bredendiek schon vor Jahren gezeigt.


Ernst Barlach, geb. 2. Januar 1870 in Wedel, gest. 24. Oktober 1938 in Rostock, Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner, bekannt für seine Holzplastiken und Bronzen. Sein Werk ist zwischen Realismus und Expressionismus angesiedelt.

Hein Bredendiek.  Foto (c): H. Burlager
Hein Bredendiek.
Foto (c): H. Burlager

Hein Bredendiek, geb. 18. September 1906 in Jever, gest.24. April 2001 in Oldenburg, war Ehrenbürger der Stadt Jever. Zeitweise als Lehrer am Mariengymnasium tätig, verbrachte er den größten Teil seines Lebens als Pädagoge, Maler und Schriftsteller in Oldenburg. Als Verfasser unzähliger niederdeutscher Bücher, Erzählungen und Autor von Rundfunksendungen erfuhr er zahlreiche Auszeichnungen. Mehr als 25 Jahre lang führte er den Ollnborger Schrieverkring.

Das Buch: „Ut Barlach sien Warkstääd – en Versöök, to enkelt Figuren ut dat plastisch Wark van Ernst Barlach en Weg to wiesen“, Neuauflage von Fritz Lottmann, Jörg-Michael Henneberg und Stefan Meyer, Herausgeber Oldenburgische Landschaft, 94 Seiten, broschiert, Preis 13,90 Euro. Isensee Verlag, Oldenburg, ISBN 978 3 89995 958 1.

In Dangast: Franz Radziwill – In der Nähe des Paradieses

Der Maler entdeckt die Natur – Ausstellung vom 24.3.2013 – 12.1.2014

Dangast/Friesland – Nach dem 25-jährigen Jubiläum des Franz Radziwill Hauses 2012 steht das zentrale Motiv des Malers im Fokus der Betrachtung: Landschaft und Meer, Flora und Fauna.  An diesem Wochenende wird in Dangast die neue Ausstellung „In der Nähe des Paradieses“ eröffnet. Sie ist bis Anfang 2014 zu sehen.

Deich von Schillig, 1939, Sammlung Würth (Foto I. Barschang)
Deich von Schillig, 1939, Sammlung Würth (Foto I. Barschang)

Betrachtet man das Gesamtwerk von Franz Radziwill, so sind es vorrangig Motive aus der Natur, die der Maler in rund fünf Jahrzehnten geschaffen hat. Bis hin zum späten Werk spielt Landschaft die zentrale Rolle. Um dem Thema insgesamt gerecht zu werden, ist die Ausstellung als zweijähriges Projekt konzipiert. In zwei Jahren zeigt das Franz Radziwill Haus  Landschaft in vielen Formen: zunächst als friedlichen Raum, in dem Reetdachhäuser eingebettet sind und Bauern und Fischer ihrer Arbeit nachgehen. Und als Raum, in dem dicke Pilze wachsen oder Spatzen pfeifen. Einst auf der untersten Stufe der Rangskala der Künste positioniert, ist das Thema Landschaft mithin hochaktuell, es avancierte von der Staffage zum Idyll und zeigt sich immer öfter als Abbild von Zerstörung – die Bandbreite reicht mithin sehr weit.

1895 geboren, fand Franz Radziwill schnell seinen Lebensmittelpunkt, als er sich 1923 in Dangast niederließ. Mit dem Umzug von Stadt zu Land erhält die unmittelbar erlebte Landschaft den ersten Rang in seinem Oeuvre. Im Zentrum seines Interesses stand der nahe Kontakt zur rauen Natur und die sinnliche Erfahrung augenblicksgebundener Atmosphäre. Die Motive sind erlebte Beschreibungen seiner Umgebung. Dangast war damals ein Bauern- und Fischerdorf inmitten einer Landschaft von beachtlicher Vielfalt – vor der Haustür das Wattenmeer und nicht weit entfernt die Nordsee.

Das Plakatmotiv: In der Nähe des Paradieses, 1951, Privatbesitz -Sammlung Würth (Foto I. Barschang)
Das Plakatmotiv: In der Nähe des Paradieses, 1951, Privatbesitz -Sammlung Würth (Foto I. Barschang)

Zwar brachten Reisen und Studienaufenthalte sowie eine Professur an der Düsseldorfer Akademie den Maler auch an andere Orte, doch eigentlich ist die norddeutsche Landschaft das Fundament seines Schaffens. Und deshalb wurde bei der Auswahl der Leihgaben der Fokus auf Motive aus dem Nordwesten gesetzt – von der Ostsee bis zur holländischen Küste.

Das Frühwerk des norddeutschen Malers kennzeichnet noch eine expressive Farbpalette und ein schwungvoller Pinselduktus, was gegenüber dem Ölgemälde „Ostseelandschaft bei Hohwacht“, 1922, zum Ausdruck kommt. Das Gemälde belegt das frühe Interesse an der Natur, in dem sich Mann und Frau bewegen. Üppiges Grün dominiert die Szenerie.

Angesichts der faszinierenden Naturschauspiele, die er in seiner Wahlheimat am Jadebusen erlebte, distanzierte sich Radziwill von der expressionistischen Ausdrucksform und bemühte sich um eine weit mehr naturalistische Wiedergabe des Sichtbaren, wenngleich er seine kräftige Palette nicht ablegte. Mit einer altmeisterlichen Lasurtechnik strebte Radziwill eine stärkere Naturnähe an und studierte dazu die altdeutsche und die niederländische Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Gleichzeitig unternimmt er regelmäßig Reisen nach Holland, insbesondere zum nördlichen Küstenort Schoorl. Die hohen Dünen faszinierten ihn derartig, dass er sie gleich in mehreren Varianten auf die Leinwand brachte, eine davon befindet sich in der Ausstellung: „Blick von den Dünen bei Schoorl“. Das Werk aus dem Jahr 1926 wurde jüngst restauratorisch überarbeitet und besticht jetzt durch eine krasse Farbigkeit.

Durch ein Studium der Romantik in Dresden wurden Radziwills Bildräume größer und die Himmel farbiger. Die Inspiration durch die Malerei der Romantiker findet ihren sichtbaren Niederschlag zum Beispiel im Gemälde „Blick auf Dangast“, 1927 oder „Brandungsmauer mit Netzflickern“, 1933. Der Naturraum wird hier nicht als reine Idylle idealisiert, sondern stellt vielmehr den Daseinsraum des Menschen dar, als Fundament und Lebensgrundlage.

Im Gegensatz zu den sehr großformatigen Panoramen entstanden schon seit den 20er Jahren zahlreiche kleine Naturstudien, die einzelnen Entdeckungen gewidmet sind: Gräser mit Schneeglöckchen, ein dicker Steinpilz, ein Vogelnest, das Bild einer Maus – ebenso ein Spatz.

Selbstverständlich sind wieder Bilder dabei, die seit vielen Jahrzehnten nicht öffentlich ausgestellt wurden, darunter „Das kleine Bienenhaus“, 1948 und „Das Stillleben mit Bastkorb“, 1958.

In den späten 50er Jahren wandelte sich das Paradies Franz Radziwills. Kaum hat sich die Natur von den Einschlägen des Krieges erholt, folgt eine neue Bedrohung von Flora und Fauna. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung wuchsen Utopien der Modernisten im Ort und der Tourismus brach in das Kleinod ein. Sich jetzt in idyllische Bildwelten friesischer Natur zurückzuziehen, war Radziwills Sache keineswegs – doch sollen Sie genügend Gründe und Neugier behalten, um 2014 zum zweiten Teil der Ausstellung zu kommen.

Die Ausstellung 2014 wird den späten Werken aus der Nachkriegszeit bis 1971 gewidmet sein. Parallel dazu wird im Schlossmuseum Jever eine Dokumentation zum persönlichen Engagement des Malers für seine Wahlheimat stattfinden. Über das künstlerische Schaffen hinaus hat sich Franz Radziwill seit den späten 50er Jahren auch aktiv als Umweltschützer für die Region am Jadebusen eingesetzt, um die ursprüngliche Landschaft und gleichsam Dangast als pittoresken Künstlerort zu erhalten.

Blick in den Dangaster Groden. 1936. Franz Radizwill Haus
Blick in den Dangaster Groden. 1936. Franz Radizwill Haus

Zur Eröffnung der Ausstellung an diesem Sonntag, 24. März 2013, sprechen Ivo Kügel, 1. Vorsitzender der Franz Radiziwill Gesellschaft, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Frieslands stellvertretender Landrat Gustav Zielke, Konstanze Radziwill, 2. Vorsitzende der Radziwill Gesellschaft, und Kuratorin Birgit Denizel.

Zur Eröffnung des zweiten Teils – am 30. März 2014 – an den Standorten Franz Radziwill Haus in Dangast und Schlossmuseum inJever erscheint ein umfangreicher und reich illustrierter Katalog, in dem die friedvollen Frühwerke den zivilisationskritischen Spätwerken gegenüber treffend gestellt werden.

„IN DER NÄHE DES PARADIESES – Der Maler entdeckt die Natur“
Zeitraum: 24. März 2013 bis 12. Januar 2014
Adresse: Franz Radziwill Haus, Sielstraße 3, 26316 Dangast/Varel, Tel. 04451 – 2777, www.radziwill.de
Öffnungszeiten: Mi – Fr 15-18 Uhr / Sa, So und Feiertag 11-18 Uhr

Quelle: Pressemitteilung des Franz Radziwill Hauses