Weil Männer ja großes Spielzeug lieben, hier mal etwas von Wochenblatt-TV. Das Dream-Team Jürgen Eden und Charly Sanders im Outdoor-Einsatz hinterm Deich.
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„Gäbe es diese Zeitschrift nicht“, so sagte es einmal „Stern“-Gründer Henri Nannen über das Ostfriesland Magazin, „ich müsste sie erfinden.“ Henri Nannen, Jahrgang 1913, hat seine Jugend im ostfriesischen Emden verbracht. Diese Jahre in der Seehafenstadt, die Paddeltouren im Faltboot auf Ostfrieslands Kanälen, die grünen Weiden und Wiesen mit ihren Gerüchen haben Henri Nannen geprägt und eine Sinnlichkeit geweckt, für die er später berühmt und berüchtigt wurde. Den „Stern“ hat er mindestens ebenso „aus dem Bauch“ wie mit dem Intellekt gemacht. Der Journalist, der als Chefredakteur über viele Jahrzehnte eine Millionenauflage zu verantworten hatte, hat das Ostfriesland Magazin gemocht, hatte es abonniert und zu Hause im Wohnzimmer auf einem Tisch hinter dem Sofa – neben anderen renommierten Zeitschriften wie „GEO“, „Der Spiegel“ oder „art“ – gestapelt. Zum 50. Heft im April 1988 hat er der Redaktion ein „Salut gen Norden!“ geschrieben, in dem es heißt: „Dem Verein zur gegenseitigen Beweihräucherung gehören wir nicht an, und doch muss ich Ihnen heute von Herzen die Hand drücken und sie dreimal schütteln, weil es Ihnen gelungen ist, in diesem Monat die 50. Ausgabe Ihres Magazins vorzulegen, ohne dass Ihr Verleger darüber hätte Konkurs anmelden müssen.“

Im April 1984 begann die Ära Ostfriesland Magazin. Das Heft wartete damals mit 104 Seiten auf. Mittendrin und in Farbe: 26 Seiten zum „sagenhaften Städtchen Jever“. Die erste Reportage im Heft titelte mit „Selbstvertrauen aus der Folterkammer – warum Frauen Wert auf Muskeln legen“. Seitdem ragt das Regionalmagazin im Nordwesten aus der Flut der Zeitschriftentitel heraus und gewährt exklusive Einblicke und Aussichten. Es berichten über Land, Inseln und Leute zwischen Dollart und Jadebusen – und Monat für Monat gibt es zwischen Ems und Jade viel Neues zu entdecken. Das Angebot der Themen ist breit gefächert: Menschen und Landschaften, Häfen und Seefahrt, Politik und Wirtschaft, Inseln und Küste, Gärten und Umwelt, Geschichte und Geschichten, Kunst und Kultur, Bücher und Humor, Hoch- und Plattdeutsch. Mit jeder Ausgabe nimmt das Ostfriesland Magazin seine Leser mit auf eine Entdeckungsreise und zeigt ihnen den Landstrich in qualitätsvollen Texten und erstklassigen Fotos aus immer neuen Perspektiven.
Eine der erfolgreichsten Regionalzeitschriften
Als 1984 die erste Ausgabe vom Ostfriesland Magazin erschien, konnte niemand ahnen, dass es sich zu einer der erfolgreichsten Regionalzeitschriften Deutschlands entwickeln würde. Als erste Illustrierte für Land und Inseln zwischen Dollart und Jadebusen im Ostfriesland Verlag – SKN (Soltau-Kurier-Norden) von dessen Verleger Christian Basse gegründet, ist das Ostfriesland Magazin seit 1984 monatlich mit immer neuen Perspektiven sowohl auf dem regionalen Markt als auch am überregionalen Markt präsent. Nur einmal, zum Millennium, gab es eine Doppelausgabe. So erschien zum 25. Jubiläum im April 2009 nicht die 300., sondern exakt die 299. Ausgabe. Zum 30. Geburtstag erscheint nun die 359. Ausgabe: das sind schätzungsweise 37.500 Seiten.
„Es war einmal… eine Idee – die Idee von der Illustrierten zwischen Dollart und Jadebusen“, so schrieb es damals der Verleger Christian Basse in seinem Wort vorweg. „Ausgelöst wurde der anfangs vage Gedanke von den vielen bunten Prospekten, die Ostfriesland als das Erholungsland an der südlichen Nordsee priesen. In Wirklichkeit gaben die Fremdenverkehrsprospekte jedoch fast alle ein falsches Bild von unserer Region wieder. Der sprichwörtlich ,etwas beschränkte Ostfriese‘ oder die ,Costa Granata‘ sind eigentlich eine Beleidigung für das wirkliche Ostfriesland.“ Die Idee von der ostfriesischen Illustrierten knüpft hier an. In vielen Momentaufnahmen soll das Geschehen in der Region mit Reportagen eingefangen werden. Reportagen sind wie Entführungsfälle aus bekanntem Terrain, ein Aufbruch ins Ungewisse. Sie sind Abenteuerreisen zu Menschen auf nahen und fernen Planeten. Reportagen beginnen mit einem Befremden. Denn wer den Mittelpunkt der Erde nicht an seinen Schreibtisch glaubt, der kann noch immer überall ins Staunen geraten. Und nur der wird es finden: Das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen. Das Verborgene unter der Oberfläche. Das zweite Gesicht der Wirklichkeit. Aufbrüche ins Unbekannte, Beobachtungen aus der Abenteuerlichkeit des Alltags. Dieses Magazin, geliebt und vielfach gelobt für eine Reportage-Fotografie, die selbst schon Zeitschriften-Geschichte geschrieben hat und vor allem von Martin Stromann geprägt wurde. Schon immer standen beim Ostfriesland Magazin Wort und Bild nebeneinander.
Leser in 14 Ländern
In 14 Ländern der Erde wird das Ostfriesland Magazin gelesen. Dazu gehören Australien, Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Kanada, Marokko, Mexiko, Niederlande, Österreich, die Schweiz, Spanien und die Vereinigten Staaten von Amerika. Mehr als 290 Abonnentinnen und Abonnenten sind seit 1984 dabei! Sie leben unter anderem in Achim, Adelsheim, Affinghausen, Berlin, Bad Homburg, Bad Kreuznach, Bad Reichenhall, Bad Zwischenahn, Bielefeld, Bremen, Bockhorn, Bonn, Butjadingen, Dachau, Darmstadt, Delmenhorst, Dillenburg, Dörpen, Düsseldorf, Duisburg, Ellwangen, Ennepetal, Erkelenz, Frankfurt, Gevelsberg, Grevenbroich, Großkrotzenburg, Gummersbach, Halle, Hamburg, Hannover, Hasbergen, Heidelberg, Hildesheim, Jüchen, Kassel, Kiel, Krefeld, Leonberg, Lingen, Loxstedt, Lüdenscheid, Lüneburg, Mannheim, Markdorf, Meckenheim, Meppen, Minden, München, Neutraubling, Nordhorn, Nürtingen, Oberkirch, Oldenburg, Osnabrück, Papenburg, Preußisch Oldendorf, Recklinghausen, Rethem, Sendenhorst, Singen, Spardorf, St. Augustin, Sulingen, Tornesch, Unna, Unterschleißheim, Varel, Verden, Waiblingen, Westerstede, Wetter, Weyhe, Witten, Wolfenbüttel, Wunstorf und Wuppertal … sowie unter anderem im ostfriesischen Aurich, Berumbur, Carolinensiel, Detern, Dornum, Emden, Esens, Großefehn, Großheide, Hage, Hesel, Hinte, Ihlow, Jever, Krummhörn, Leer, Lütetsburg, Marienhafe, Moormerland, Norden, Osteel, Schortens, Stedesdorf, Südbrookmerland, Weener, Westoverledingen, Wiesmoor, Wittmund … und auf den Inseln Borkum, Juist, Langeoog, Norderney und Spiekeroog.

148 Seiten Jubiläumsausgabe
Die aktuelle Geburtstags-Ausgabe des Ostfriesland Magazins ist jetzt am Kiosk. Die Ausgabe hat einen Umfang von 148 Seiten und kostet 5,50 Euro. In einem 30-seitigen Sonderteil blickt die Redaktion auf 30 Jahre Ostfriesland Magazin zurück, blättert unter anderem zurück in die April-Ausgabe von 1984 und erinnert an das Aus der Spiekerooger Inselbahn im Jahr 1981. Im Jubiläumspreisrätsel gibt es exklusive Schmuckstücke aus einer eigens für das OMa-Jubiläum entworfenen Kollektion von Hermann Arends zu gewinnen.
Tja, hmm, ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht. Habe heute unaufgefordert einen Mitgliedsausweis zugeschickt bekommen. Nicht, dass ich mit dem Verein nichts am Hut hätte, im Gegenteil, ich finde ausgesprochen sympathisch, was die so machen. Aber ich war nie drin, nicht mal vor Jahrzehnten, als ich noch ein Landei war, und dass ich heute noch zur Zielgruppe gehöre, wundert mich doch. Aber man ist ja bekanntlich so jung wie man sich anfühlt. In dem Sinne: Seht mich ab sofort als Mitglied der Landjugend an!

Es muss nicht stürmisch sein, damit Schiffe in Seenot geraten. Nebel kann genauso tückisch sein. In der Nacht zum Montag zum Beispiel war der Nebel so extrem, dass selbst die Männer von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger so ihre Probleme hatten, Hilfe zu leisten.

Auf Borkum mussten die Seenotretter die Besatzung einer Segelyacht unterstützen, die im Nebel die Orientierung verloren hatte und schließlich auf eine Sandbank aufgelaufen war. Die Verkehrszentrale Ems (Rufname „Ems Traffic“) hatte am Sonntagnachmittag auf dem Radarbild ein kleines Schiff bemerkt, das zunächst durch häufigen Kurswechsel auffiel, dann aber keine Fahrt mehr machte. Schließlich informierte man zur Sicherheit die Seenotretter, die sofort ausliefen. Das Tochterboot des Seenotkreuzers „Alfried Krupp“ schleppte die Segelyacht mit zwei Personen an Bord frei und brachte sie dann sicher in den Hafen.
Auch die Norderneyer Seenotretter sprachen von einer „Nebelwand“. Die vierköpfige Besatzung einer Motoryacht alarmierte die Seenotretter am Sonntag gegen 15.45 Uhr, weil sie auf dem Weg nach Bremerhaven nördlich der Insel Norderney die Orientierung verloren hatte. Beim Auslaufen aus dem Hafen berichteten die Seenotretter zunächst noch von einigermaßen guten Sichtverhältnissen. Nur wenige Seemeilen weiter im Seegatt (Seeraum zwischen den Inseln) verschlechterte sich die Lage jedoch von einem Moment zum nächsten. „Unter acht Meter“ schätzte Seenotretter Michael Ulrichs die Sicht. Auch auf dem Radar war die gesuchte Yacht aufgrund eines sehr schwachen Echos zunächst nicht auffindbar. „Wir sind ein Radarecho nach dem anderen abgefahren, bis wir sie endlich gefunden haben. Wir konnten das Schiff erst sehen, als wir unmittelbar davor waren“ berichtete Ulrichs. Eine genaue Position hatte die Besatzung der Motoryacht nicht angeben können. Die Seenotretter geleiteten die Yacht sicher in den Hafen von Norderney.
Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland musste in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Frau mit einer schweren Erkrankung dringend ans Festland transportiert werden. Hubschraubereinsätze konnten auf Grund des Nebels nicht stattfinden, deshalb blieb nur der Transport per Seenotkreuzer. Um 20.30 Uhr am Sonntagabend legte die „Hermann Marwede“. Mit Patientin und Arzt an Bord ab. Die Frau wurde rund 2,5 Stunden später im 40 Seemeilen (72 Kilometer) entfernten Cuxhaven an den Rettungstransportwagen übergeben. Der Seenotkreuzer legte sofort wieder ab und traf um 1.20 Uhr am Montagmorgen wieder auf seiner Station auf Helgoland ein. „Auf dem Weg nach Cuxhaven wurde die Sicht zunehmend besser“, so Vormann Thomas Müller, „als wir aber nach dem Einsatz nachts Helgoland wieder anliefen, war es, als ob wir in eine Wand fahren würden. Selbst im Hafen konnten wir die Pier nicht sehen, so dicht war der Nebel.“
„Wie groß muss die Not sein, dass Menschen alles hinter sich lassen und sich in die Hand von Schlepperbanden geben?“, fragt Stefan Knüppel, Vorstand der Entwicklungsorganisation Opportunity International Deutschland. Im neuen Newsletter von OID geht es darum, wie die Landflucht aus Dürregebieten und Krisenregionen vermieden werden kann. Flucht ist keine Lösung!
Vater und Sohn – das kann ein spannungsgeladenes Verhältnis sein. Der eine will dies, der andere will das. So spannungsgeladen wie die Kunstwerke von Andreas Reiberg und Stephan Schmidt, die inzwischen an drei Standorten in Jever zu sehen sind, ist auch die Diskussion um diese Kunstwerke. Die einen finden sie schön, die anderen hässlich. Was will der Künstler mehr, als dass die Menschen sich mit ihren Arbeiten auseinandersetzen, statt achtlos vorbeizugehen? Das neue Werk des Grafiker-Bildhauer-Duos steht am Elisabethufer, direkt gegenüber der Brauerei.

Franz Radziwill (1895-1983) präsentierte die Natur und das Meer als geheimnisvolle Idylle, engagierte sich aber auch für den Schutz der Natur. Das Franz-Radziwill-Haus in Dangast und das Schlossmuseum in Jever würdigen den Maler und sein Lebenswerk vom 6. April bis 31. August in dem Ausstellungsprojekt „Die Halbinsel der Seligen – Franz Radziwill in der Natur“. Damit befasst sich am Dienstag, 1. April, in der Stunde ab 19 Uhr der „Kulturspiegel“ auf NDR 1 Niedersachsen. Livestream
Früher war auch nicht alles besser. Wenn man sich die Gemälde alter Meister anschaut, erkennt man sehr genau die Folgen von Umweltverschmutzung und Zerstörung. DRadio Wissen hat darüber jetzt einen interessanten Beitrag veröffentlicht: „Alte Meister malen Umweltverschmutzung“. Klimaforscher haben Bilder der letzten 500 Jahre analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass mancher schöne Sonnenuntergang aus dem beginnenden industriellen Zeitalter nur dank der vielen Staubpartikel zustande gekommen ist, die den Himmel verdüsterten. Unter dem Aspekt könnte man sich auch mal die alten Kinderlieder vornehmen. Was ist die Volksweise „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp-klapp. Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach, klipp-klapp“ denn anderes als eine Klage schlafloser Betroffener über Lärmemissionen?
Homebanking ist ja keine sentimentale Angelegenheit, es sei denn, es fällt einem besonders schwer, sich von seinem Geld zu trennen. Ansonsten ist es ein nüchterner Vorgang, je nach Sicherheitsverfahren über mehrere Schritte verlaufend vom Aufrufen der Internetseite, Eingabe des Nutzers und des Passwortes über das Ausfüllen des Formulars bis hin zum Generieren der Transaktionsnummer – und weg damit. Beim Online-Banking eines Kreditkartenunternehmens mit englischem Namen und Sitz in Hamburg ist es allerdings ein wenig anders und rührt mich jedesmal an. Denn um ins Allerheiligste, zu den Kontoauszügen, zu gelangen, muss der Kunde hier nicht nur sein „Alias“ und sein Passwort eingeben, sondern wird in einem weiteren Sicherheitsschritt mit einer Frage konfrontiert, die in den meisten Fällen wohl tatsächlich nur der Kontoinhaber aus dem Stand beantworten kann. „Wie lautet der Mädchenname Ihrer Mutter?“, „Wo ist Ihr Vater geboren?“ und „In welchem Jahr wurde ihre Mutter geboren?“. Kein Problem, das schnell auszufüllen. Und jedesmal blitzt für einen Moment eine kleine Erinnerung an die längst verstorbenen Eltern auf. Bei einer Alltagshandlung, die profaner nicht sein könnte. Chapeau für die, die sich das ausgedacht haben.